D432 mit FL - Frage zum Heckgewicht

Hammadi

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22145 Hamburg
Moi moin,

ich habe eine Frage zur Verwendung einer Gewichtserhöhung. Mein D432 besitzt einen Frontlader, mit dem ich u.a. Silageballen auf dem Hof bewege und den Mist umlade.

Nun ist die Lenkung mit Silageballen schon recht schwergängig und gerade bei tiefen Temperaturen, neigen die Hinterräder zum durchdrehen. Versuchsweise habe ich einfach mal ein 200KG Gewicht an die Ackerschiene angehängt, damit ging das schon spürbar besser, es lenkt sich leichter und die Durchdrehneigung ist spürbar geringer.

Nun die Frage:
Ist es praxisüblich und korrekt, wenn ich das Gewicht permanent "hinten" ansetze ? Wird die Heckhydraulik dadurch nicht unnötig belastet ?
Gibt es einen besseren Weg hinten Gewicht anzusetzen ?
Irgendwo las ich, dass man die Hinterreifen mit Wasser befüllen könne - ist das korrekt ?
Welches Gewicht sollte das Zusatzgewicht nicht überschreiten ?

Danke für die Unterstützung

Gruß aus Hamburg

Hammadi
 
Hallo,
mein 439 hatte von 1964 - 2009 Wasser in den Hinterrädern zur Zugkraftsteigerung. Ist aber kein reines Wasser sondern eine Wasser Salzmischung ( Magnesiumclorid glaube ich) 1. ist das schwerer als reines Wasser und 2. friert es nicht ein. Dazu muß am Reifen ein spezielles Ventil dran sein um einen Füllanschluß anschließen zu können, der das Wasser rein und die Luft rausläßt.
Ständig ein Gewicht in der Hydraulik zu fahren ist nicht schön.
Es gibt Zusatzgewichte für die Felgen, sind aber schwer zu bekommen.
Ich habe seit 2009 10 Frontgewichte vom Steyr a´ 42 Kg an eine Ackerschiene montiert und kann so den Schlepper zusätzlich ballastieren.
Manche haben sich auch ein Betongewicht gebaut, das einfach mit der Ackerschiene schnell aufgenommen werden kann. Gegen Pendel des Gewichtes stützt sich ein Rahmen unter den Unterlenkern ab. So kann das Gewicht schnell und komfortabel aufgenommen und abgesetzt werden.
MfG Jürgen
 
Servus,

es ist richtig, das Du Wasser mit Frostschutz in die Hinterreifen als Balast füllen kannst,
je nach Reifengröße gehen da so zwischen 150 und 250 kg rein (Wasser + Frost-
schutzsalz) pro Reifen. Das bringt schon so 300 - 500 kg zusätzlich. Der Vorteil
ist das die Hinterachse nicht belastet wird, auch die Heckhydraulik bleibt frei.
Nachteil Du fährst das Gewicht dauerhaft mit Dir herum.
Bei Radgewichten für hinten wäre es ähnlich. Problematisch beim Wasser kann es
werden wenn Du einen Plattfuss hast.

Übertreiben sollte man es mit dem Heckgewicht bei FL Arbeiten aber auch nicht,
sonst bricht irgendwann der Schlepper in der Mitte durch (gabs wohl schon öfter).

Bei meinem 35 PS Eicher habe ich hinten Radgewichte mit je ca 140 kg montiert
und komme damit bisher gut zurecht. Allerdings hebe ich selten "richtig" schwere
Dinge wie Siloballen oder ähnliches.

Wenn Du ne Ackerschiene drann hast, kannst Du Dir ja ein Gewicht bauen, das
in selbige "gehängt" wird, son kannst Du es recht bequem an und abhängen (so
lange Du es nur am Hof brauchst, muss es ja nicht großartig gesichert sein).

cu

Johannes D.
 
Hallo,
für die Belastung des Treckers ist die Variante Radgewichte / Wasserfüllung
sicher die beste Lösung. Das bringt aber "nur" mehr Traktion.

Damit wird das Lenken nicht leichter.
Das erreichst du nur, wenn du Gewicht hinter der Hinterachse anbringst.

In der BA ist eine Bauanleitung für ein Kontergewicht, welches ohne Oberlenker
angebaut werden kann.

Gruß
Jörg
 
Hi,

wir haben an unserem 436 auch immer ein Gewicht an der Ackerschiene hängen, was sich an den Unterlenkern abstützt. Dies kann man schnell, ohne absteigen zu müssen, an- und abkuppeln. Ohne dem würde es gar nicht Funktionieren was schweres mit dem Frontlader zu transportieren. Wiegen wird das so zwischen 500 und 600 kg. Es ist aus Beton gegossen. Klar geht das auf die Mechanik vom 3 Punkt, aber es entlastet wenigstens die Vorderachse.

DSCF1567.webp

Links im Bild sieht man das Gewicht. Die Acherschiene liegt da jetzt nur so drauf, die packt unter die beiden Haken und mit dem T-Eisen, was unten quer sitzt, stützt es sich an den Unterlenkern ab.

Gruß Markus
 
Hallo zusammen,

zu der Frage eines Heckgewichtes stimme ich meinen Vor-Schreibern zu, ein Gewicht zur Aufnahme mit der Ackerschiene ist einfach zu bauen und ohne große Umstände an und abzubauen. Allerdings würde ich in jedem Fall empfehlen, solch ein Gewicht immer aus Stahlplatten anzufertigen.

Bei uns werden diese zum Schrottpreis abgegeben, wiegen zwischen 120 und 300 kg das Stück. mit 1,2, 3 oder 4 Platten je nach Format kann da fast jede Form eines Heckgewichtes hergestellt werden.

Die Vorteile gegenüber einem Betonklotz sind die schnellere Herstellung, ohne Schalplatten o. ä. und vor allem die Tatsache, dass die Gewichte so flach sind, dass sie unter der Ackerschiene hängend immer noch die vollwertige Nutzung der Anhängerkupplung mit einem Anhänger ermöglichen.

Wer - wie so oft gesehen - an einen Betonklotz eine Anhängerkupplung anschweißt, sollte lieber gleich die Haftplficht-Versicherung kündigen, außerdem geht die Sicherheit total verloren, weil der Anhängepunkt viel zu weit nach hinten verlagert wurde.

Ob das Gewicht die Hydraulik belastet, kommt auf die Konstruktion an, meines habe ich an der Abstützungsschiene unter den Unterlenkern mit Ketten an einem über der Anhägerkupplung des Schleppers aufgehängten Eisenbügel aufgehängt, so dasss die die Hydraulik immer entlastet ist.

Für einen 432 sollten so 450-500 kg in jedem Fall ausreichend sein, mehr würde ich dem Schlepper nicht dauerhaft zumuten.

Wenn doch in bestimmten Situationen mehr Gewicht gebraucht wird, so kann ein Stahl-Gewicht auch um eine oder zwei Platten erweitert werden, die noch einfach kurz aufgenommen werden, nach Gebrauch aber wieder abgelegt werden können.

Hoffe geholfen zu haben

Schönen Abend noch

Karsten
 
Hallo,
wenn man dauerhaft mit dem Gewicht auf der Ackerschiene fährt,
kann man auch die Ackerschiene mit den starren Aufnahmen* für die
Hubstangen verbinden. (Kette oder Stahseil)
Wenn man die Kette angebracht hat, kann die Hydraulik entlastet werden.

*ich weiß nicht genau wie die heissen. Ich meine die Aufnahmen, die man bei
Einachs-Anhänger-Betrieb mit der Ackerschiene verwendet, damit die Hydraulik nicht hochschlägt.

Gruß
Jörg
 
Moin moin,

vielen Dank für die Antworten und Anregungen. Ich denke jetzt darüber nach eine Gewicht in Form eines anzuhängenden Betonklotzes anzufertigen. Da ich bereits eine große Rasenwalze in Planung habe, ist das Betonschütten quasi 1 Aufwasch .

Gruß

Richard
 
Case*633:

Bei uns werden diese zum Schrottpreis abgegeben, wiegen zwischen 120 und 300 kg das Stück. mit 1,2, 3 oder 4 Platten je nach Format kann da fast jede Form eines Heckgewichtes hergestellt werden.

Hallo

wo bekommt man denn so Platten her?

Gruß Peter
 
hallo zusammen,

bei uns bekommt man diese Platten in einer Lokomotiven-Fabrik, das sind Ausschnitte aus den Tragrahmen der neuen Loks, wo dann die Achs-Aggregate eingesetzt werden.

Je nach dem, welche Sorte da gerade produziert wird, werden diese Platten abgegeben.

Dann werden halt 4 oder 5 kleinere aneinander geschweißt und fertig ist auch ein großes Gewicht.

Früher gab es mal 500 kg-Platten, davon habe ich eine, die reicht allein schon für nen 633 oder den 4210 als Heckgewicht.

Hoffe geholfen zu haben

Karsten Dittmer
0170/3005447
 
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