theasm
Neues Mitglied
Hallo zusammen,
ich bin der Neue hier, heiße Manfred und komme aus Wegberg in der Nähe von Mönchengladbach. Hier folgt nun meine etwas umfangreichere Leidensgeschichte:
Seit letzter Woche bin ich Besitzer eines 523 Baujahr 1969 mit Agriomatik-S Getriebe und eingetragenen 31 km/h. Leider hat bei der Probefahrt das will-haben-Gefühl gesiegt, so dass ich wohl einige Dinge übersehen habe. Das ist mein erster Traktor, und dass ich daran etwas schrauben muss, war mir schon klar. Dass es am Ende doch so viel wird, eher nicht.
Auf der Fahrt nach Hause fiel mir auf, dass der Traktor schaukelt. Nicht schlimm, aber doch merklich. Bei der Probefahrt auf einem angrenzenden Feldweg war davon nichts zu spüren, weil die Fahrbahn selbst schon ziemlich uneben war. Zuhause habe ich dann gesehen, dass die linke hintere Felge ein leicht verbogenes Felgenhorn hat, was dann an dieser Stelle einen kleinen Höhenschlag des Reifens verursacht. Das ist mir bei der Besichtigung vor Ort nicht aufgefallen.
Außerdem habe ich wohl ein Auslaufmodell erworden, denn die ganze Maschine trieft nach der längeren Fahrt wie eine Ölsardine, auch davon war vorher nichts zu sehen. Am Motor kommt das Öl irgendwo aus Richtung Zylinderkopf und läuft von da seitlich runter. Auch an der Vorderachse hängt Öl, da muss ich noch genau sehen, wo es herkommt. Bisher hatte ich noch keine Gelegenheit, die Motorhaube runter zu nehmen. Das mache ich nächstes Wochenende, hoffentlich trifft mich dann nicht der Schlag.
Das Getriebe sifft aus der kaputten Manschette des Gruppenschalthebels. Ist diese Manschette tatsächlich die einzige Abdichtung zum Getriebe oder befindet sich darunter noch etwas, das das Öl zurückhalten sollte?
Die Agriomatik funktioniert sehr gut und ruckfrei, über dessen Funktion und auch über diverse Probleme damit hatte ich mich vorher schon u.a. hier im Forum informiert. Aber schalten lässt sich das Getriebe nur mit der Hilfe eines Hammers. Die Probefahrt und auch die Fahrt nach Hause habe ich komplett im 4. Gang erledigt, laut Vorbesitzer hat er auch nie einen anderen Gang benutzt. Unterwegs habe ich dann doch mal einen anderen Gang ausprobiert (ja, hätte ich vorher tun sollen, ich weiß). 2. Gang rein, was nur mit heftigem Fluchen und beidhändig funktionierte. Anfahren, 3. Gang rein, Pustekuchen! Da geht gar nix, schalten vollkommen unmöglich. Noch ein weiterer Versuch, im 3. anfahren, dann in den 4. schalten. Ja, das klappt zwar irgendwie, aber nur mit heftigem Krachen aus dem Getriebe. Ich hatte irgendwo gelesen, die Gänge wären beim 523er synchronisiert. Stimmt das nicht oder sind die Synchronringe auch im Eimer?
Nach der Überführung zuhause angekommen, wollte ich im 2. Rückwärtsgang in die Einfahrt fahren. Was soll ich sagen? Ich habe sicher eine Minute gebraucht, bis die Rückwärtsgruppe drin war, inkl. zwischendurch die Kupplung leicht kommen lassen, um die Zahnräder zu verdrehen. Man liest zwar immer wieder, dass die IHC-Getriebe störrisch sind, aber so schlimm? Das kann doch nicht normal sein.
Gestern wollte ich die abgebauten Unterlenker wieder montieren. Der Vorbesitzer hatte sie wegen des Klapperns komplett entfernt, inkl. der Ketten, die er jetzt natürlich nicht mehr finden kann. Dabei fiel mir auf, dass die Aufnahme des Oberlenkers samt Regelfeder komplett fehlt. Ganz toll, ich bin immer mehr begeistert von meinem Neuzugang.
Na gut, jetzt steht er hier unterm Carport und hat schon ordentlich sein neues Revier markiert. Die anstehenden Reparaturen verbuche ich als Lehrgeld, da muss ich jetzt durch. Beim nächsten Traktor werde ich ganz bestimmt einige Dinge anders angehen.
Ich freue mich schon auf einen regen Erfahrungsaustausch mit euch, meine nächsten Fragen kommen sicher bald...
Beste Grüße
Manfred
ich bin der Neue hier, heiße Manfred und komme aus Wegberg in der Nähe von Mönchengladbach. Hier folgt nun meine etwas umfangreichere Leidensgeschichte:
Seit letzter Woche bin ich Besitzer eines 523 Baujahr 1969 mit Agriomatik-S Getriebe und eingetragenen 31 km/h. Leider hat bei der Probefahrt das will-haben-Gefühl gesiegt, so dass ich wohl einige Dinge übersehen habe. Das ist mein erster Traktor, und dass ich daran etwas schrauben muss, war mir schon klar. Dass es am Ende doch so viel wird, eher nicht.
Auf der Fahrt nach Hause fiel mir auf, dass der Traktor schaukelt. Nicht schlimm, aber doch merklich. Bei der Probefahrt auf einem angrenzenden Feldweg war davon nichts zu spüren, weil die Fahrbahn selbst schon ziemlich uneben war. Zuhause habe ich dann gesehen, dass die linke hintere Felge ein leicht verbogenes Felgenhorn hat, was dann an dieser Stelle einen kleinen Höhenschlag des Reifens verursacht. Das ist mir bei der Besichtigung vor Ort nicht aufgefallen.
Außerdem habe ich wohl ein Auslaufmodell erworden, denn die ganze Maschine trieft nach der längeren Fahrt wie eine Ölsardine, auch davon war vorher nichts zu sehen. Am Motor kommt das Öl irgendwo aus Richtung Zylinderkopf und läuft von da seitlich runter. Auch an der Vorderachse hängt Öl, da muss ich noch genau sehen, wo es herkommt. Bisher hatte ich noch keine Gelegenheit, die Motorhaube runter zu nehmen. Das mache ich nächstes Wochenende, hoffentlich trifft mich dann nicht der Schlag.
Das Getriebe sifft aus der kaputten Manschette des Gruppenschalthebels. Ist diese Manschette tatsächlich die einzige Abdichtung zum Getriebe oder befindet sich darunter noch etwas, das das Öl zurückhalten sollte?
Die Agriomatik funktioniert sehr gut und ruckfrei, über dessen Funktion und auch über diverse Probleme damit hatte ich mich vorher schon u.a. hier im Forum informiert. Aber schalten lässt sich das Getriebe nur mit der Hilfe eines Hammers. Die Probefahrt und auch die Fahrt nach Hause habe ich komplett im 4. Gang erledigt, laut Vorbesitzer hat er auch nie einen anderen Gang benutzt. Unterwegs habe ich dann doch mal einen anderen Gang ausprobiert (ja, hätte ich vorher tun sollen, ich weiß). 2. Gang rein, was nur mit heftigem Fluchen und beidhändig funktionierte. Anfahren, 3. Gang rein, Pustekuchen! Da geht gar nix, schalten vollkommen unmöglich. Noch ein weiterer Versuch, im 3. anfahren, dann in den 4. schalten. Ja, das klappt zwar irgendwie, aber nur mit heftigem Krachen aus dem Getriebe. Ich hatte irgendwo gelesen, die Gänge wären beim 523er synchronisiert. Stimmt das nicht oder sind die Synchronringe auch im Eimer?
Nach der Überführung zuhause angekommen, wollte ich im 2. Rückwärtsgang in die Einfahrt fahren. Was soll ich sagen? Ich habe sicher eine Minute gebraucht, bis die Rückwärtsgruppe drin war, inkl. zwischendurch die Kupplung leicht kommen lassen, um die Zahnräder zu verdrehen. Man liest zwar immer wieder, dass die IHC-Getriebe störrisch sind, aber so schlimm? Das kann doch nicht normal sein.
Gestern wollte ich die abgebauten Unterlenker wieder montieren. Der Vorbesitzer hatte sie wegen des Klapperns komplett entfernt, inkl. der Ketten, die er jetzt natürlich nicht mehr finden kann. Dabei fiel mir auf, dass die Aufnahme des Oberlenkers samt Regelfeder komplett fehlt. Ganz toll, ich bin immer mehr begeistert von meinem Neuzugang.
Na gut, jetzt steht er hier unterm Carport und hat schon ordentlich sein neues Revier markiert. Die anstehenden Reparaturen verbuche ich als Lehrgeld, da muss ich jetzt durch. Beim nächsten Traktor werde ich ganz bestimmt einige Dinge anders angehen.
Ich freue mich schon auf einen regen Erfahrungsaustausch mit euch, meine nächsten Fragen kommen sicher bald...
Beste Grüße
Manfred