Vor- und Nachteile an der Heupressenschleuder / Welle oder Hydraulik

mmorsdorf

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Hallo,

ein fruend und ich sind gerade auf eine sache gestoßen in der wir uns gerade nicht weiter helfen können. 

Es gibt ja Welger Pressen die zum einen an der Schleuder per Gelenkwelle angetrieben werden, aber es gibt auch welche wo das scheinbar Hydraulisch funktioniert. 

Meine bitte wäre das einer oder einige mir doch einmal die unterschiede und die vor und nachteile erklären könnten damit ich nicht mehr doof dastehe wenn die diskusion wieder aufkommt. 

Ich danke euch schon jetzt ! 

Ps. ich hoffe das das Forum passt ich fand IHC-Technik war jetzt nicht so passend... 

lg

Marcel 
 
Hallo,

also ich versuchs mal: Es gab bei Welger damals die von dir beschriebenen zwei Typen von Schleudern, einerseits mit Riemenantrieb, andererseits mit Hydraulikantrieb. Die Variante mit Riemenantrieb (P 22) gab es nur für die Modelle AP 41 und AP 45, da nur bei diesen die Welle, auf der das Schwungrad sitzt, als Antrieb für die Schleuder genutzt werden kann (die Welle wurde dann vom Werk durch eine längere ersetzt, sodass ein Stummel an der Seite herausschaute, auf den dann eine Riemenscheibe gesetzt wurde. Mittels zweier Riemen, die dann nach hinten zur Schleuder gingen, wurde diese angetrieben).

Vorteile dieser Konstruktion fallen mir jetzt keine besonderen ein; das System funktionierte zuverlässig (habe selber letztens noch mit einer AP 41 mit Schleuder Stroh gepresst). Zwei Nachteile (sind aber auch nicht unbedingt welche) gibt es allerdings: Zum einen gab es die Schleudern aufgrund des Riemenantriebs nur starr, eine für Kurven praktische Seitenschwenkvorrichtung fehlte also; zum anderen erfolgte die Wurfweitenverstellung über eine Variatorscheibe, die man durch Drehen in die eine oder andere Richtung verstellen konnte, was recht umständlich war.

Die Modelle mit Hydraulik (P 22 und P 23) waren für alle anderen Welger-Modelle erhältlich und sind es teilweise (P 23) heute noch. Der Antrieb dieser Schleudern erfolgt durch einen Ölmotor, der am vorderen Teil der Presse angebracht ist und ebenfalls per Riemen vom (meistens vorne befindlichen) Schwungrad angetrieben wird. Er hat einen eigenen Ölvorrat und treibt die Wurfbänder über Hydraulikleitungen per Öldruck an. Der Unterschied zwischen P 22 und P 23 besteht darin, dass es den P 22 auch als hydraulische Ausführung nur starr gab, während der P 23 auf Wunsch mit Schwenkvorrichtung zu haben ist.

Die Nachteile der Riemenschleuder sind die Vorteile der hydraulischen: Man konnte sie mit Seitenschwenkung bekommen und die Wurfweitenverstellung erfolgt über einen per Bowdenzug regelbaren, stufenlosen Handhebel, der bequem in der Schlepperkabine positioniert werden kann und somit eine deutlich erleichterte Einstellung ermöglicht.

Das ist jetzt alles, was mit so auf die Schnelle dazu einfiel. Ich hoffe, ich konnte erstmal weiterhelfen.

Gruß,
Henrik
 
Danke dir Henrik für deine ausführliche Antwort !

Ich bin nun schlauer und kann wenn das Thema mal wieder auf kommt, mein bekannter will so zimlich jedes jahr ne eigene Presse anschaffen ;) , eine gute Antwort geben.

Ich bin gespannt ob dieses jahr auch mal Tatenfolgen werden :) *G*

Dir also noch mal einen herzlichen Dank. 

lg

Marcel 
 
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