Zapfwelle springt raus

Helmut der Rote

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04626 Ostthüringen
Mit meinem 353 nutze ich seit 2025 eine Bodenfräse und einen Mulcher.

Beides Neugeräte. 

Nun hatte ich bei der Nutzung des Mulchers häufig das Problem, daß sich die Zapfwelle 

selbst abschaltete. Ich führe das aus meiner Sicht auf die Vibrationen des Mulchers zurück. 

Beholfen habe ich mich, mit einem Gummispannband, was den Zapfwellenhebel unter Spannung 

hält. Ich halte das aber nicht für eine Dauerlösung. 

Hat Jemand ähnliche Erfahrungen und am besten gleich eine Idee wie ich diesen Zustand abstellen 

kann?

Genutzt wird der Mulcher (GeoTech 135) zur Pflege von Waldwegen.

LG Dirk
 
Moin,

dann hat der Hebel vermutlich nicht mehr ausreichend Vorstannung um in den Kerben am Getriebegehäuse einzurasten. Entweder baust du den Hebel ab und biegts ihn entsprechend nach, oder du läßt das mit dem Gummiband. Ich fahre bei meinem 353 schon über 30 Jahre mit einem Gummiband um die Zapfwelle zu sichern.

Gruß

Frank
 
Hallo Dirk,

ich würde auch auf die fehlende Vorspannung tippen oder die Kerben, wo der Zapfwellenhebel einrasten soll, sind "verschlissen", d.h. die Kanten von den Kerben sind nicht mehr "eckig", sondern abgerundet, so dass der Hebel da nicht mehr richtig drinliegen kann. Durch die Vibration gleitet der Hebel dann raus und der Kraftschluss ist unterbrochen.

Was ich aber eher glaube ist die Einschätzung von Frank. Da hat bestimmt jemand bein Ein-/Abschalten der Zapfwelle so an dem Hebel gezogen, dass er verbogen ist.

Gruss Joerg
___
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dann ist dies nach allem, was wir wissen,
die tiefstmögliche Art der Verarbeitung.“
(Manfred Spitzer)
 
Das Problem ist das die Schaltmuffe der Zapfwelle verschlissen ist.

Wenn der Hebel außen am Gehäuse sauber einrastet / mit dem Gummiband fixiert  wird das zum Teil kompensiert, wird aber bei dauerhaft schweren Zapfwellenarbeiten auch nicht mehr funktionieren.

Die Innenverzahnung der Schaltmuffe ist konisch oder die Kanten durch das einschalten abgerundet, die Zapfwelle nach hinten wird mit der Zeit auch leicht konisch.

Das erzeugt dann eine Axialkraft die ist natürlich höher wenn das übertragene Drehmoment steigt wie beim mulchen z.B.

Wenn man es richtig machen will neue Schaltmuffe und / oder neue Zapfwelle nach hinten.

Mann kann aber auch die Schaltmuffe drehen, die ein / ausschalt Stellung ändert sich ein bischen.

1. Zapfwellenflansch hinten abschrauben 

2. Zapfwellenhebel im ausgeschaltetem Zustand fixieren

3. Zapfwelle mit Lagerschild nach hinten rausnehmen

4. ein Rohr oder eine Stange einschieben

5. den Zapfwellenhebel ausbauen

6. die Schaltmuffe auf das Rohr / Stange schieben

7. vorsichtig nach hinten ausfädeln

8. die Schaltmuffe um 180° drehen und wieder einfädeln, die Verschlissene Verzahnung zeigt nun Richtung Motor

9. den Zapfwellenhebel wieder einbauen und in ausgeschalteter Stellung fixieren

10. Zapfwelle von hinten wieder einschieben.

Hab jetzt die Schritte wie Getriebeöl ablassen, Teile säubern usw. weggelassen das sollte man eh auf dem Schirm haben wenn man sich das verdrehen zutraut.

Je länger man das mit dem Gummiband usw. betreibt desto schlechter wird die Verzahnung im Getriebe auf der Zapfwelle.

Die abgerundeten Kanten der Schaltmuffe um 180° verdreht helfen sogar das die Zapfwelle eingeschaltet bleibt den jetzt wirkt die Axialkraft die erzeugt wird Richtung Zapfwellenstummel.

Wenn man gut vorbereit ist ist es eine Aktion von 2 Std.  

Außen die Kerben sollen ja nur verhindern das sich die Zapfwelle sich  im Betrieb durch Vibrationen ausschaltet, den Axilalkräften einer verschlissenen Schaltmuffe sind sie aber nicht gewachsen.

MfG Hannes
 
Hallo Dirk,

schau erstmal unten ob die Spannhülse die den Schalthebel in der Schaltwelle hält  gebrochen ist, und ob der Zapfwellenschalthebel nicht an der Bohrung für die Spannhülse gebrochen ist.

War bei meinem 353 so.

Grüße aus dem Allgäu

Eugen
 
Hallo in die Runde,

vielen Dank an die User für die interessanten Tipps. Den Gummi halte ich auch nicht für eine Dauerlösung, obwohl es bequemer wäre. Ich möchte gerade beim Mulchen nicht durch fehlende Arbeit des Gerätes oft zurück fahren. 

Die Erfahrung von Eugen ist ja relativ einfach zu prüfen, ob es an der Spannhülse liegt. Das wäre natürlich am besten. 

Die Beschreibung von Hannes ist sehr aufschlussreich. Auch ich vermute hier eher das Problem. Mein 353 und ich begehen nächstes Jahr einen runden Gebiurtstag. Da wird es ihm wie mir gehen und das ein oder andere Zipperlein haben, sprich Verschleiß. Deshalb gleich die Frage an dich Hannes, ist es nicht einfacher den Hydraulikblock abzunehmen? Den Vorteil würde ich in einfacherer Montage und auch reinigen des Getriebegehäuses sehen. Ist zwar aufwändiger, habe ich aber schon gemacht zum Wechsel der O-Ringe der Handbremswelle. 

Die Reparatur verschiebe ich sowieso auf den Frühling da ich lieber bei offenen Garagentor arbeite auch wenn ich sie beheizen kann. Außerdem mus der IHC noch einige Tage bis zum März im Wald vor der Winde arbeiten. Da tritt das Problem trotz Vibration durch das Seil der Winde oder Unebenheiten oder Hindernisse nicht auf. Dazu noch ein älteres Foto. Denn Stamm konnte ich übrigens nur mit der Winde Rücken. Die Radkraft des Schleppers war dazu einfach nicht ausreichend.

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Ich wünsche allen ein Schönes Wochenende

Dirk
 
Einfacher ist es mit Hydraulikblock abnehmen bestimmt.

Das abnehmen dauert halt 5 x so lange wie das drehen der Hülse durch den Zapfwellenstummel, dafür ist es ein bischen gefummele.

Wenn Du eh das Getriebe sauber machen willst, oder am Hydraulikblock von unten die Dichtung oder so dann kannst ja beides in einem Aufwasch machen.

Die Vorgehensweise die ich beschrieben habe löst halt relativ schnell das Problem mit der Zapfwelle ohne andere Baustellen aufzumachen...... 

Würde eh als erstes den Hebel usw. prüfen wie der Eugen vorgeschlagen hat,  als nächstes kannste  Öl ablassen, mit den drei Schrauben das Lagerschild mit Hebel ausbauen, dann sieht man die Hülse ganz gut wenn 

ich das richtig im Kopf hab, dann kannste ja immer noch weiter machen wie auch immer das ist deine Entscheidung.

MfG Hannes
 
Hallo Hannes,

morgen ist Maschinenwartung angesagt. Da werde ich mich wegen der Spannhülse kundig machen. Ich werde mich aber wenn es denn nicht die Ursache ist dafür entscheiden den Hydraulikblock abzunehmen. Ich hatte ja bei der Handbremswelle auch zuerst versucht im Dunklen zu fummeln (Reparaturanleitung durch den Zapfwellenausgang)  obwohl ich eine Lampe im Getriebegehäuse untergebracht hatte. Immer dann wenn ich dachte, ich bin soweit hat mir Irgendwas die Sicht versperrt. Einen kleinen Werkstattkran habe ich mir damals zugelegt. Eine tolle Arbeitserleichterung. Zumal ich erst bei der Demontage damals festgestellt habe, die Spannhülsen der Getriebewelle sind zwei ineinander gesteckte. Das kannte ich bis dahin auch nicht. Bei der Montage wäre ich zwar nicht verzweifelt aber hätte nach einem anderen Weg gesucht. Ich habe keine Drehbank zur Verfügung. So habe ich mir die zwei unterschiedlichen Bolzen zum Austreiben der Spannhülsen mit der Flex zurecht gemacht. Ist zwar sehr rustikal, hat aber funktioniert. Wichtig ist für mich hier der Austausch von Erfahrungen und deine Reparaturanleitung klingt für mich sehr plausibel. Vieleicht beschaffe ich auch im Vorfeld noch eine Ersatzhülse. Mal sehen. Ich werde auf jeden Fall Bilder machen und von meinen Erfahrungen berichten.

Schöne Grüße Dirk
 
@hanneszwo

"2. Zapfwellenhebel im ausgeschaltetem Zustand fixieren"

Guten Morgen miteinander,

ich dachte seither, das die Zapfwelle eingeschaltet sein sollte, wenn man die Zapfwelle nach hinten rauszieht.

Gruß, Jochen
 
Hallo

Ja Zapfwelle einschalten u. Hebel fest binden. Sonst kann die Schiebemuffe runter fallen.

Gruss Roland
 
Heute habe ich festgestellt, der Zapfwellenhebel schlackert auf der Welle nur noch rum. Da werden die Spannhülsen wohl nur noch durch gute Laune die Funktion aufrecht erhalten. Die Kerben (Nuten am Getriebeblock) sind in Ordnung. Aber morgen geht es erstmal in den Wald. Dafür dürfte es reichen. Bei dieser Arbeit hatte ich noch nie Probleme.

Danke für eure Hinweise.

Es grüßt der Dirk
 
Kann auch einschalten sein, ist schon mehr als 15 Jahre her das ich das mal gemacht habe.

Ich hab damals als erstes die gesamte Hebelei rausgenommen, mit dem Deckel mit den drei Schrauben, dann sieht man die Schaltmuffe und wie der Hebel stehen muss.

MfG Hannes
 
Mit der Problematik werde ich mich im Frühjahr ernsthaft beschäftigen. Der leider sehr bewegliche Zapfwellenhebel kann durchaus die Ursache sein. Damit rastet er nicht sauber in die Nuten am Getriebeblock und durch die Vibration durch den Mulcher oder die Fräse bei Höchstdrehzahl kann ich mir durchaus vorstellen, dass er damit in die Nullstelung geht. 

Allen wünshe ich einen schönen Sonntagabend.

Gruß Dirk
 
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