100 Stunden Maxxum 130 CVX - ein Erfahrungsbericht

Harzbauer

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Hallo Fans der roten Maschinen!

Regenwetter... zeit zum Schreiben!

Seit 1977 sind die Roten bei uns im Einsatz: 1977 bis heute ein 633 A mit ca. 12.000 Stunden, 1990 bis 1999 ein Neusser 956XL und von 1999 bis 2014 ein MX Maxxum 100C. An und für sich eine schöne Maschine, robust, kompakt und wendig, mit 95 PS hatte er auch ganz gut Leistung. Im Herbst 2011 ist dann ein Ventil abgerissen welches nicht nur unschöne Geräusche sondern auch eine etwas größere Reparatur erforderte. Danach lief erzwar wieder gut, aber ein ungutes Gefühl blieb dennoch, täglich hörte man andere unnormale Geräusche. Dies bewegte mich immer mehr dazu die Maschine umzutauschen. Auf der Agritechnica habe ich mich etwas umgesehen und im Winter Angebote eingeholt. Tendenziell sollte es wieder ein Roter werden, aber der Maxxum war nicht wirklich eine Weiterentwicklung meines MX, das Getriebe bot nur einen Gang mehr als mein Alter, macht dafür aber heulende Geräusche so das man den Schlepper schon von weitem als Case identifizieren kann. Ein Berufskollege meinte das die IH früher auch Pfeifer genannt wurden ( das typische trillern des Auspuff) und heute könnte man ja Heuler oder Heulboje sagen. Nein, das wollte ich nicht, und außerdem munkelte man das es in absehbarer Zeit ein stufenloser Vierzylinder aus Österreich kommen wird. Also Zähne zusammenbeißen und weiter MX fahren ( Er war nicht wirklich schlecht, bis auf diesen Perkinsmotor, das fing schon beim Neuschlepper mit zu wenig Leistung an. Pumpe wurde eingestellt und er lief, bis bei etwa 1500 Stunden der Turbolader hin war und dann irgendwann dieses abgerissene Ventil. An erster Stelle der Reparaturkosten kommt auf jeden Fall der Motor, dann 2 Heckscheiben und dann nur Kleinigkeiten. Im Sommer die erlösende Botschaft das es einen stufenlosen Maxxum geben wird! Also Kontakt mit dem Händler aufnehmen und auf der Agritechnica mal schauen. Die Maschine gefiel mir gut und so wurden Angebote eingeholt, vom Case IH, Deutz und New Holland. Der Rote war der Favorit, aber andere Mütter haben bekanntlich auch schöne Trecker. Die Angebote gaben ein eindeutiges Ergebnis vor und so habe ich Anfang Januar beim roten Dealer unterschrieben, obwohl der Maxxum der einzige war den ich nicht Probefahren konnte, , aber er ist von der Bedienung ja identisch mit dem Puma.

Hier der englische Gentleman mit dem rauen Charakter:

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Der Engländer wurde am 22.07.2014 gegen einen Maxxum 130 CVX eingetauscht, nach etwa 7 Monaten Lieferzeit.

Hier ein Foto vom Montag, 25.08.2014. Ausnahmsweise schent mal die Sonne!

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Ausgerüstet mit einem LRZ 120 Frontlader ( Stoll, die Fabrik ist etwa 50 Km von mir), Fronthydraulik, gefederte VA und Kabine ohne Monitor. Bereifung hatte ich erst die 520/70R38 +420/70 R28 bestellt da der Schlepper auch Pflegemaßnahmen macht. Nach dem ich einen Maxxum 110 mit der Bereifung gesehen habe, habe ich sofort umbestellt, er hat jetzt die Standardbereifung 600/65 R38 + 480/65 R28 von Michlin drauf. Das ist nicht nur optisch ansprechender sondern hat sich in diesem nassen Sommer bereits als die richtige Entscheidung erwiesen. Aufgrund der Frontladervorrüstung ist der Joystick werksmäßig NUR für den Frontlader vorgesehen und kann nicht umgeschaltet werden. Das ist schade, kann aber vom Händler umprogrammiert werden. Das erste der 4 Hecksteuergeräte ist fest mit der Fronthydraulik verbunden und kann nicht ( man kann das als Eigen/ oder Händlerlösung mit einigen Kugelhähnen und 2 Steckkupplungen umbauen) andersweitig verwendet werden. Auch das ist schade, ist doch Steuergerät 1 gerade das, welches sich mit den Tasten auf dem Multicontroller angesteuert werden kann. Verbleiben also 3 Steuergeräte im Heck, welche ich für Drille, Spritze und Düngerstreuer brauche. Einen hydraulischen Oberlenker habe ich mitbestellt, der sollte aber vor Auslieferung gegen einen mech. getauscht werden. Leider War bei der Abholung kein mech. Da und ich bin mit dem hydr. Losgezogen. Es handelt sich um einen CBM Oberlenker der mit 74 cm kürzeste Länge ( von Bohrung zu Bohrung) für diesen Schlepper ( oder meine Geräte ) irgendwie zu lang ist. Dazu kommt, das die Hydraulikanschlüsse am OL so ungünstig angebracht sind, das die Verschraubungen den Bowdenzug der Zugmaul Fernbedienung ramponieren. Kurz gesagt, mit einem mechanischen könnte ich auch gut Leben- wird ja evtl. noch getauscht und vermutlich werde ich dann den hydraulischen vermissen!

Bereits bei der 60 Km langen fahrt vom Händler konnte ich feststellen das dass eine ganz andere Welt ist als der MX . Kein Rucken vom Getriebe, kein Gerüttele und Geschüttele mehr wegen der Federung und durch die reduzierte Drehzahl ( 1750 bei 50 Km/h anstatt 2300 bei knapp 40 Km/h) ein Geräuschniveau was einen in einen regelrechten Geschwindigkeitsrausch abgleiten lässt. Die Beschleunigung von 0 auf 50 in wenigen Sekunden machte jeden Halt an einer Kreuzung zum Genuss! Das war etwas ganz anderes als der raue Charakter des Engländers. Nach etwa 1, 5 Stunden kam ich zu hause an. Hätte man mir die Ohren abgeschnitten hätte ich im Kreis gegrinst! Auf dem Nachhauseweg bin ich über eine Waage gefahren. Der Bursche wiegt mit vollem Tank, Frontlader und Fahrer 7100 Kg, 1000 Kg mehr als der MX100C ( ebenfalls mit vollem Tank, Frontlader und Fahrer). Bei 9000 Kg Gesamtgewicht bleiben 1900 Kg Zuladung- kontrolliert eh keiner.

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Erfahrung auf der Straße

Am nächsten Tag konnten wir Raps dreschen und ich konnte mit dem roten Pony zum Landhandel fahren. Vorn einen 18 Tonner Welger hinten ein auflaufgebremster 8 Tonner Reisch und los ging es.Tempomat auf 30, Getriebereaktion auf Stufe 3 Hebel nach vorn und ab die Post! Sehr angenehmes Fahren, Leistung satt, wie am Faden gezogen. Getriebereaktion habe ich dann auf 1 zurückgenommen, das reicht auf der Straße und fährt sich noch entspannter. Der Motor dieselt irgendwo um 1500 Umdrehungen vor sich hin, bergauf etwas mehr, bergab etwas weniger. Man braucht sich keine Gedanken mehr darüber machen wann man welchen Gang und welche LS Stufe man braucht. Man kennt die Straße, man kennt die Steigungen, man weiß wann man schalten muss - nein musste. Alles läuft jetzt automatisch ohne einzugreifen, man lehnt sich zurück und lässt einfach laufen während man fasziniert die Drehzahl beobachtet und der Maschine zuhört, Radio war in dem Moment überflüssig. So muss das sein! Aber es geht nicht nur bergauf, nein auch mal wieder runter- Vorwärtstaste drücken und auf die Bremse. Funktioniert tatsächlich, Hebel langsam nach hinten und man wird langsamer. Mit der Zeit entwickelt man auch das Feeling für die ganze Geschichte.

Im Hintergrund rechts steht noch Weizen, die Fläche war noch nicht befahrbar.eup-1122348763-798883ad24b7b3242848345b78f84f6f-1409051726_big.webp

Erfahrung mit Mähwerk

Raps ab, Kanten mähen. Mähwerk ( Fella KM 225) angehängt und ab auf den Acker. Hier jetzt das Oberlenkerproblem: Zum Kantenmähen reicht es, aber eine Wiese könnte man so nicht sauber mähen! In Arbeitsposition und los geht es . ZW auf 540 E, und anstellen. Bei meinem alten MX mußte ich schon mit dem Gapedal spielen damit er nicht abwürgt. Und nun wurde das anstellen der ZW vom Motor mit einem kaum vernehmbaren Drehzahlrückgang quitiert, und das ohne auch nur das Gaspedal anzusehen. CES ( Constant Engine Speed) auf 1400 U/ min eingestellt und das Gaspedal wird zum Fahrpedal. Geht gut, gerade an Bäume kann man sich so prima ranpirschen. Schön wäre jetzt wenn man den Schwenkzylinder intuitiv mit dem Joystick bedienen könnte, vielleicht wird das ja mal was.

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Erfahrung Bodenbearbeitung:

Die erste flache ( nun ja, es waren mindestens 10 cm um die Spuren des Mähdreschers zu planieren) Bearbeitung erfolgte mit einem 3 m Lemken Flügelschargrubber, erste Version vom Smaragd. Keine wirkliche Herausforderung, in der Ebene sind locker 10 Km/h drin, bergauf wird es weniger, bergab mehr. Begrenzend waren dann die Mähdrescherspure, die haben die Federung (en) dann doch an die Grenzen gebracht. Putzig ist das mir bergab der Powerboost zur Verfügung stand, bergauf leider nicht, aber die Leistung reichte immer, man hat aufgrund der niedrigen Drehzalen nie das Gefühl das der Motor quälen muss.

Wegen dem unbeständigen Wetter habe ich mich mit einem Kollegen bei der Rapsaussaat zusammengetan. Über 1000 mm Niederschlag sind hier im Vorharz Standard. 150 mm im August sind aber auch hier eine Herausforderung. Ich grubbere mit einem Vogel und Noot Triomix vorweg, balastiert mit 1000 Kg Frontgewicht. Ich versuche mal Bilder von dem Gespann einzustellen. Den Grubber hat der 130er bei etwa 20 cm gut gezogen. In der Ebene waren gut 8,5 Km/ drin, auf Ton oder bergan weniger, bergab auch mehr. Nach ca. 30 ha kann ich eine gute Leistung bescheinigen. Mein Kollege der seit etwa eineinhalb Jahren einen New Holland T 7.170 AutoCommand hat ist von der Leistung des Maxxum auch angetan, er steht dem Sechszylinder nichts nach.

Erfahrung Pflanzenschutz:

Mit der 1000 Liter 21m Anbauspritze kommt der Maxxum sehr gut zurecht, 540 E Zapfwelle rein und mit 1200 U/min geht er auch problemlos die Berge hoch und die breite Bereifung lies Ihn auch gut durch die nassen Stellen laufen. Angenehm ist die ruhige Lage des Gestänges bei Geschwindigkeitsänderungen auf dem Vorgewende oder vorwärts/ rückwärts in den Ecken. Mein alter Lastschalter versetzte das Gestänge da wesentlich mehr in Schwingungen. Durch die weiche Bereifung hat man auf der Straße aber ein schwammiges Gefühl, aber man muß ja nicht mit 50 zum Acker bügeln. Die meisten Geräte gehen eh auf der Straße kaputt.

Verbrauch:

Bis zur letzten Betankung bei 91 Stunden sind 866 Liter durch die Pumpe geflossen, macht einen Durchschnitt von9,5 Litern/ Stunde. Vor der letzten Betankung hing er 12 Stunden ( inklusive Anfahrten, Pinkel- und Klönpausen ;o)) vor dem Grubber wofür er 138 Liter brauchte, also 11,5 Liter/ Stunde. Vor der Drillkombination dürfte es aber mehr sein. Adblue wurde bei der Auslieferung vollgetankt. Bei 79 Stunden wurden 31 Liter nachgetankt, macht einen AdBlue Verbrauch von 0,4 Liter/ Stunde. Im Vergleich mit meinem alten MX ist der 130er sparsamer bei mehr Flächenleistung. Ich denke das hier die optimale Getriebesteuerung durchschlägt.

Wartung:

Alle 50 Stunden ca. 20 Nippel an der Vorderachse und Hubwerk, sind etwa 10 mehr als beim MX , ist aber schnell erledigt. Kühler habe ich einmal ausgeblasen was durch klappen und herausziehen der Kühler gut zu machen ist. Ölkontrolle kann man gut von der linken Seite machen.

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Defekte und Ausfälle:

Nichts, keine losen Schrauben, keine Undichtigkeiten, keine Defekte und Fehlermeldungen. Ich hoffe das bleibt so!

Nervig!

Der Blinkerrücksteller, der bei meinem MX besser funktionierte. Mal rastet er nicht richtig ein, mal springt er zu früh heraus. Dann Die CBM Fanghaken im Heck die nicht allein verriegeln. Man muß die Sperrklinke hochziehen damit man sicher gekuppelt hat. Die Umschaltung der Zapfwellengeschwindigkeit ist Glückssache. Der Hebel rastet gut ein, was aber nicht heißt das die Geschwindigkeit geschaltet ist- unschöne Geräusche weisen darauf hin. Die Allradschaltung über Lenkwinkel hat mich hin und wieder in nassen Löchern bei Ausweichmanövern augetrickst- Allrad dauerhaft einschalten ist aber da ( in diesem Jahr) eine schnelle Lösung. Am Vorgewende schaltet die Automatik mehrfach ein und aus. Der Stollfrontlader läst sich schlechter Kuppeln als mein alter Mailleux.

Umbauten:

Die Wiederholungsscheinwerfer sind von den Handläufen an das Kabinendach gewandert ( Tip aus der Profi). Eine Halterung für Unterlenkergugeln wurde angebaut ( die hatte ich schon am 956 XL und am MX, hat also schon zwei Maschinen überlebt. Da es in der Kabine an Ablagemölichkeiten mangelt, wurde rechts neben dem Sitz eine Kiste montiert. Feuerlöscher und Warndreieck sind auf die linke Seite gewandert. Zwischen den Unterlenkern wurde eine Staumöglichkeit für Ketten montiert und am Heck wurde ein Rohr zur aufnahme von Fluchtstäben, einer Brechstange und einer Latte (als Deichselstütze) montiert. Man lebt sich so langsam ein.

Fazit:

100 Stunden Maxxum 130 CVX, 100 Stunden entspannte Freude am Fahren! Ich bin mit der Leistung, dem Verbrauch, dem Fahrverhalten, der Wendigkeit, der Verarbeitung, der Stabilität und dem Preis- Leistungsverhältniss sehr zufrieden, geradezu glücklich! Ich hoffe das bleibt so. Als Betriebshelfer bin ich schon einige Schlepper gefahren ( auch den legendären 1455 XL), aber die Maschine ist wirklich Sahne! So macht die Arbeit Spaß!!
 
Hallo Harzbauer,

super Fahrbericht, nichts verschönert oder verschleiert wie es in der Landtechnikpresse hin und wieder üblich ist. Mit sowas können andere Praktiker was anfangen. Wünsch dir für die Zukunft mit dem Schlepper allzeit gute Fahrt und möge die Werkstatt dich nur zum TÜV sehen.

Gruß Uli
 
Nachdem es von Montag auf Dienstag 15 mm geregnet hat ging es heute weiter. noch mal 3 ha grubbern und dann zur Tanke. Verbrauch ist jetzt auch bei 12,5 Liter/h angekommen, waren aber auch sehr tonige Schläge.  Beim abhängen des Grubbers den ersten Defekt gefunden: Die Klappsplinte der Unterlenkerbolzen sind mit einer Kette gegen Verlust gesichert. Die Kette ist mit einem Ring ( halber Schlüsselring) an der Hubstrebe befestigt, diesen Ring hat es scheinbar beim Grubbern erwischt. Richtiger Schlüsselring dran und das war es. Warum wird bei so etwas gespart?

Heute Nachmittag Zwischenfruchtsenf gedrillt

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Kollege ist noch am Rapsdrillen und so habe ich meine Kombination aktiviert. 3 m Kuhn Kreiselege + Amazone D7 Super S. Im Saatkasten ist nicht viel drin, da reicht das kleine Frontgewicht. Ansonsten kommt ein 3m Lemken Variopack  zum Einsatz. Hier auf dem Ton sah es nach der Drille schlechter aus als nach dem Grubber. Der Maxxum hate Leistungsmäßig keine Probleme. Ich habe alles mit der 540 E Zapfwelle gedrillt. Der Schlepper hat 2 Drehlahlspeicher. Auf den guten Böden habe ich einen auf 1000 U/min für das Vorgewende und 1500 zum Drillen eingestellt, wechseln kann man diese leicht mit dem Knopf auf der Unterseite des Multicontrollers ( der ist auch für das Vorgewendemanagement da). Auf Schlägen mit stark wechselnden Böden habe ich 1400 und 1600 abgespeichert. Die guten Stellen habe ich dan mit geringer Drehzahl angefahren und die Tonköpfe mit der höheren. An der Zapfwelle macht das etwa einen Unterschied von 100 Umdrehungen aus. Geschwindigkeit etwa 8- 8,5 Km/h. Durch das CVT- Getriebe hat man nun gut die Möglichkeit bei Wechselnden Verhältnisen die Kreiseldrehzahl zu variieren- bei gleicher Geschwindikkeit, oder aber auch reduzierter oder höhererGeschwindigkeit. Die Möglichkeiten zum Lastschalter sind vielfältiger. Zapfwellenautomatik schaltet auch akkurat. Nur beim Verlassen des Fahrersitzes wird die Automatik deaktiviert und die ZW nicht wieder gestartet.. Bei meiner mechanischen Drille kein Problem, bei einer pneumatischen nicht so schön...              

Das Getriebe reagiert bei  Nutzund der Drehzahlspeicher etwas träge. Was beim Pflanzenschutz angenehm war könnte hier etwas flotter sein. Beim Lenken braucht man von einer Seite zur anderen 5 Lenkradumdrehungen, gefühlt ist es mindestens eine mehr als bei meinem alten MX. Der Neue ist genau so wendig wie der Alte, aber durch die vielen Lenkradumdrehungen wirkt er steifer. Entweder muß ich schneller Kurbeln oder langsamer fahren, vielleicht hätte ich doch den Turn- Asist mitbestellen sollen  , aber für rund 1300 € kann man auch ein wenig kurbeln!             
 
Hallo Harzbauer,

endlich mal ein Bericht wo es nicht immer heißt CASE IH bzw. IH ist nicht mehr das was es war usw. Aber zu Deiner Kritik wegen dem sparen an diversen Teilen. Das wird von uns immer beim Hersteller reklamiert aber es hilft einfach nichts da wird in so einem Konzern einfach nicht auf die Händler gehört. Seit 2011 werden uns schon von den Östereichern Walterscheid Schnellkuppler versprochen immer noch sind die CBM dran. Diese Kleinigkeiten sind es die die Kundschaft am meisten ärgern, aber bei den Einkäufern beißt man hier auf Granit. Ich danke Dir für den tollen Bericht und wünsche Dir weiter viel Spaß mit Deinem Maxxum 130 CVX.

Und bevor nun wieder die CASE IH bzw. IH "Ist nicht mehr so wie es war-Leute" anfangen wütende Kommentare zu schreiben, ich habe 6 D-Serie Traktoren und liebe den 1455XL oder wie der Torsten immer schreibt "IHC alles wird gut"

Grüße Albrecht
 
Abend

Wollte schon fragen ob er so leicht ist wegen dem Fl und dem Gewicht, bei meinem alten Arbeitgeber führ ich das gleiche Sähgespann an einem TTV  420. Gewicht brauchte man da im normalfall nur für die Hangflächen oder zur Weizensaat.

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Ja die Probleme kenne ich auch, dass ist leider das Problem mit den Großkonzernen. Wer da keine Kontakte hat oder als Händler ne größere Nummer ist hat da leider keine Chance
 
Hallo, @Harzbauer

ein richtig schöner Bericht! Ich finde es ebenfalls sehr gut, dass sich auch mal ein echter Praktiker die Zeit nimmt die Eindrücke seiner neusten Errungenschaft mitzuteilen.

Eine Anmerkung hätte ich allerdings!

Warum wird denn der Dieselverbrauch immer in Ltr./Std. ausgewiesen?? Das macht doch überhaupt keinen Sinn. Es ist doch im Vergleich zu deinem alten Schlepper eine rein subjektive Betrachtung und sagt überhaupt nichts über die tatsächliche Ersparnis aus. Nur weil du einen ha schneller bearbeiten kannst heißt es ja nicht gleich, dass man auch Kraftstoff gespart hat

Schlussendlich machst du die Ersparnisse an dem Kraftstoff doch an der Betriebsfläche bzw. Ltr./ha fest. In dieser Betrachtung hat die Zeiteinheit gar nichts verloren, weil sie egal ist!! Als Beispiel: -> Mit deinem alten Schlepper hast du pro ha im Jahresschnitt einen Verbrauch von 100 Ltr. Diesel. Das bedeutet du hast in einem Jahr 100 Ltr. Kraftstoff auf einem ha Land verbraucht. Der neue Schlepper schafft dies vielleicht aufgrund modernerer Technik mit 80 Ltr./ha im Jahresschnitt.

Nur weil du abends früher am Tisch sitzen kannst um eine Flasche Bier zu Trinken, muss es ja nicht bedeuten, dass du diese über den Tag auch verdient hast!

Es kommt nur auf die verrichtete Arbeit pro Zeiteinheit an in Bezug zum Dieselverbrauch. Alles andere hat keine wirklich eine hohe Aussagekraft!

Ich hoffe ich konnte es einigermaßen verständlich rüberbringen......

Gruß
 
Die konstruktive Kritik ist angekommen. Auf die Fläche bezogen ist sicherlich aussagekräftiger. Durch die Vermischung der Arbeiten und Flächen eines anderen Betriebs ( deren Größe ich nicht genau kenne) ist es nicht leicht den Verbrauch auf die Fläche umzurechnen. Raps und Senfist in der Erde, Herbizide sind ausgebracht da mache jetzt erst mal Urlaub!

Bis die Tage!
 
...Flächen können aber sooo unterschiedlich sein! Mal haste ´n trockenes u. dann wieder ein nasses Jahr. Da können schon Verbräuche mit gleicher Maschine u. Anbaugerät erheblich von einander abweichen! Wie willste da einen aussagefähigen A/B-Vergleich anstellen...!?

 

gruß

Gaggenau / Neuss / Freising
 
Habe ich richtig gelesen oder kann man beim Maxxum CVX den Drehzahlspeicher jetzt auch im Vorgewendemanagement aufspielen?

So viel was ich bei den Puma CVX weiß ging das nicht, außer jetzt mit neuer Software??? Albrecht weißt du da mehr?
 
Nein Florian das geht immer noch nicht aber man kann den Drehzahlspeicher am schwarzen Knopf unten am MC umschalten, da wo man auch das Vorgewendemanagement schaltet, so hat es auch der Harzbauer gemeint. Soviel ich weiß soll der Drehzahlspeicher erst mit dem neuen Vorgewendemanagement zu speichern sein, wann dieses kommt weiß ich noch nicht. Ich denke mit dem Puma HD, aber es soll dann auch im Stand programmierbar sein und Sequenzen gelöscht oder getauscht werden. Die haben ja noch soviel vor nur bis es auf den Markt kommt dauert es immer.

Gruß Albrecht
 
intertechno65:

Nein Florian das geht immer noch nicht aber man kann den Drehzahlspeicher am schwarzen Knopf unten am MC umschalten, da wo man auch das Vorgewendemanagement schaltet, so hat es auch der Harzbauer gemeint. Soviel ich weiß soll der Drehzahlspeicher erst mit dem neuen Vorgewendemanagement zu speichern sein, wann dieses kommt weiß ich noch nicht. Ich denke mit dem Puma HD, aber es soll dann auch im Stand programmierbar sein und Sequenzen gelöscht oder getauscht werden. Die haben ja noch soviel vor nur bis es auf den Markt kommt dauert es immer.

Gruß Albrecht
Wäre ja auch zu schön um wahr zu sein... Warum kann man da keine neue Software entwickeln das es geht?

Das CNH nicht die schnellsten sind ist ja nichts neues, wenn es nach denen gegangen wäre, wäre seit 2009 Case IH von 100 bis 300 PS stufenlos...
 
Erfahrung beim Pflügen

Letzte Woche war es ein wenig abgetrocknet und ich konnte Pflügen. Als Pflug kommt bei mir ein Frost Atlantik mit 160 cm Arbeitsbreite zum Einsatz. Zu pflügen war mein schlechtester Acker, 6,5 ha in Dreiecksform und am Berg. Bodenart Lehm/ toniger Lehm Az bis 57 mit Steinbesatz. Vor der Fahrt zum Acker noch mal vollgetankt, passen in denTank doch leider nur 175 Liter. Der Tank meines alten 956 XL mit 145 L hat für diesen Acker nie gereicht, der des MX100 c mit 195 Litern war ausreichend. Beim Tanken bemerkte ich ein leicht knisterndes Geräusch- irgendwo entwich Luft aus dem linken Vorderrad. Die Vermutung das es das Ventil war bestätigte sich nicht, ebenso wenig die Befürchtung das der Reifen beschadigt war. Die Luft kam aus der Felge und weil ich den Schlepper abgewaschen hatte, war nun Wasser in den Zwischenraum zwischen Felgenbett und Scheibe gekommen und erzeugte dieses Geräusch - scheinbar war etwas beim schweißen Schiefgegangen. Vorderachse links aufgebockt und Wasser in die Felge- alle drei bis vier Sekunden kam ein Bläschen zum Vorschein, so wenig das man es optisch am Reifen nicht sehen konnte und mit dem Druckprüfer auch nicht registriert hat. Halb neun in der Werkstatt angerufen und den ersten Garantiefall nach über 130 Stunden gemeldet. 17 Uhr 30 stand der Werkstattmeister bei mir auf dem Acker und hat sich die Sache ungläubig angesehen. Er war extra 60 Km nach Feierabend angereist, kein schlechter Service! Nun bekomme ich eine neue Felge.

Zum Pflügen: Entgegen meiner Befürchtungen mußte ich nicht viel am Pflug verstellen, wobei es auf diesem Acker aufgrund der Topografie und Bodenart auch schwierig ist ein schönes Pflugbild zu hinterlassen. Die Reifen passen auch noch gerade so in die Furche, allerdings habe ich auch kein Sech am Pflug so das die Kannte in die Furche fällt und sie dadurch breiter wird. Die tonschwarten wurden erst vom Pflug gedreht und sind dan teilweise auch wieder in die Furche gekippt, schön ist anders. Pflugtiefe nur ca. 25 cm um nicht zu viele Steine hochzuholen und Scherschrauben zu sparen.  Tempomat auf 7 Km/h eingestellt u8nd bergab ging es locker mit 1200 bis 1300 Umdrehungen. Bergauf waren es dann auch auch mal bis 1800 aber ich hatte nie den Eindruck das er sich abmüht, mit meinen alten Schleppern war das anders.

Nach 9 Stunden war ich fertig, inklusive 5 Km Hin- und Rückfahrt und Pipausen. Wieder an die Tanke und vollgemacht: 129 Liter, das sind 14,33 Liter in der Stunde und etwa 19,85 Liter /ha.

Aus meinen Aufzeichnungen weiß ich, das der MX100c 23 Liter für einen ha brauchte und ich etwa 11 Stunden für die gleiche Fläche brauchte.

Fazit: Ich bin Abends entspannt abgestiegen, früher war man gefühlt den ganzen Tag mit schalöten beschaftigt, in der ersten Stufe bergauf, vieleicht auch mal in der zweiten ( oft reichte die Leistung dann doch nicht und man mußte wieder runterschalten) bergab ibn der dritten Stufe...... alles Vergangenheit- zum Glück!
 
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