30 Zentner Faule Kartoffeln!! warum???

Sclepperwilli

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Hallo Freunde,ich bin fix und fertig,am Wochenende habe ich meine Kartoffeln ausgemacht und so was habe ich noch nicht gesehen,ich habe 50 zentner ca ausgemacht und davon sind bestimmt 30 Zentner Faul,aber richtig faul manche waren schon wie Brei und das hat gestunken echt Wahnsinn.Ich habe die Sorte Granola genommen weil die Sorte hier in unser Region am besten geht.Was meint ihr war es zu Nass hier das Jahr oder kann es an der Setzkartoffel liegen?ich habe Drillinge genommen und da waren auch ein paar schlechte bei,wie habt ihr die Kartoffelernte gehabt?Danke für Antworten,Gruss Willi.
 
hallo,

im moment haben wir noch keine faule kartoffeln, wir haben Belana gesteckt. Haben dieses  Jahr einen ca.40% höheren ertrag als 2010, bei gleicher menge steckkartoffeln.

Es kann unteranderem mit diesem Nassem Jahr zusammen hängen. Wenn dein Acker auch noch in einer sowieso "feuchten" gegend liegt wird das noch verstärkt.

Wie oft hast du gegen Krautfäule gespritzt, wir haben 2 mal, ein anderer aus unserem Dorf hat nur einmal und der hat wesentlich mehr faule Kartoffeln

grß Michael
 
Hallo Willi,Hast du deine Kartoffeln gegen Kraut- und Knollenfäule gespritzt ???? Wenn ja, was für Mittel hast du eingesetzt und in welchen Abständen hast du deine Kartoffeln gespritzt ?? Sind dir deine Kartoffeln schon sehr früh abgereift ??? Also eher als die letzten Jahre ?? Hast du die Kartoffeln jedes Jahr auf der selben Fläche angebaut ?? Wenn nicht, in welchen Abständen (also alle zwei oder drei Jahre) baust du auf dieser Fläche die Kartoffeln an ??Verbaust du jedes Jahr die selbe Sorte ?? Gruß Alfred 
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Hallo mein Freund,

Ich kann mit dir Fühlen! Meine Frundin und ich, haben dieses Jahr das erstemal unseren Garten bewirtschaftet natürlich mit: Kartoffeln.

Unsere Legekartoffelln sahen sehr schön aus - kann mir nicht vorstellen, dass die daran schuld sein sollen. Habe die Sorte Annabell gewählt, da sie der Siglinde am nächsten kommen soll. Geerntet haben wir ca 10-12 Zentner, direkt danach auf dem Kellerfußboden auf einem Tuch zum Trocknen ausgebreitet, da die Erde mir zu feucht schien als wir sie geerntet haben. Nach ca 4-5 Tagen haben wir die Kartoffelln in die Schütte getan.

Dann kam eine Woche Urlaub.

Als wir wieder kamen, waren einige Matschig und andere haben bislang nur weiße flecken. Seitdem Sortieren wir ständig die Kartoffeln, damit sich nicht noch mehr anstecken.

Ich geb dem Wetter die Schuld - Wir werden sehen, ob es nächstes Jahr besser wird.

Gruß

Michael
 
Hallo,Danke für die Antworten,also ich habe hier das Jahr 2 Mal gegen Krautfäule gespritzt mit Ridomil Gold im Abstand von ca 4 Wochen,auf meinen Feldern mache ich immer einmal Kartoffeln 3 Jahre Zwischenfrucht,also der Nachbar hat Belana gesetzt und der hat nichts!ich habe die letzten 3 Jahre immer Belane gesetzt und immer reingefallen! Granola ist eigentlich hier immer ein Garant gewesen,ich weiss es auch nicht,die wollte ich alle verkaufen,nichts wird,Gruss Willi
 
Hallo Willi,also alle 4 Wochen die Kartoffeln spritzen ist eindeutig zu wenig !!!!!! Ich würde dír eine engere Spritzfolge wärmstens empfehlen !!!!!!Ridomil Gold (und auch viele andere Produkte gegen Kraut- und Knollenfäule) sollten max. alle 14 Tage gespritz werden. Noch besser ist alle 7 bis 10 Tage. Bei Krautfäuledruck wird bei mir alle 7 Tage gespritzt. Auch sollte frühzeitig damit begonnen werden. Ich bin selber Kartoffelanbauer (Stärkkartoffeln) und ich spritze spätestens alle 10 Tage gegen Kraut- und Knollenfäule !!! Auch werden bei mir zusätzliche Mittel gegen beißende und saugende Insekten, sowie gegen Alternaria eingesetzt !! Um eine bessere Haftung am Blatt zu erziehlen, wird zusätzlich noch Rapsöl (welches man auch bei der Genossenschaft bekommen kann) eingesetzt. Kartoffeln sind -aus meiner Sicht- heutzutage sehr empfindlich gegen alles geworden. Vor etlichen Jahren konnte man z. B. Maneb sehr gut als alleiniges Spritzmittel gegen Kraut- und Knollenfäule einsetzen. Das war damals recht kostengünstig und sehr gut. Heutzutage sieht das im Kartoffelbau schon ganz aus.... Da benötigt man schon recht gute (meist auch sehr teure) Mittel, um Kartoffelkrankheiten abzuwehren... Ich denke, das liegt an den heutigen Kartoffelsorten, die aus meiner Sicht doch recht anfällig gegen alles sind. Gruß Alfred
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Hallo Michael,ich menge der vorhandenen Spritzbrühe (siehe meinen vorherigen Beitrag) noch zusätzlich ca. 1 Liter Rapsöl auf 1000 Liter Spritzbrühe bei. Ausgebracht wird das ganze mit einer ganz normalen Feldpritze.
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Gruß Alfred 
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mein Beileid, sowas ist ätzend. Ich b9n zwar kein kartoffelbauer, kann es aber gut nachvollziehen:

Andere Frage, die mir da kommt: Einer meiner bauern meinte mal zu mir dass diecerse Kartoffelsorten, die heute in Supermärkten angeboten werden, von so schlechter Qualität seien, das sie nicht einmal als Schweinefutter taugen... Die Sorte belana hat er in diesem Zusammenhang benannt.

Ist das nur dummes Gelaber oder was dran ?

Wir essen nur Linda oder Laura
 
@Schlepperwilli

ich tippe auf schlechte saatkartoffeln wobei die spritzabstände auch zu weit auseinander liegen.

@Hammadi

also das was der bauer da gesagt hat halte ich für puren [BAD]. Solche "Saugrumbeere bzw Saukartoffel" werden aussortiert(extra abzüge)  oder wenn du zu viel im hänger hast die ware erst garnet angenommen. Auf qualität wird bei uns in der pfalz wert gelegt und in der heutigen zeit kann sich der erzeuger "schweinefutter" abzuliefern nicht erlauben, denn das ausland hat auch gute kartoffeln und diese sind sogar billiger.
 
Hallo,Danke est mal für die vielen Nachrichten,also ich glaube das was der Alfred geschrieben hat da ist was dran,also nächstes Jahr werde ich die Spritzabstände reduzieren,aber vieleicht war auch wirklich die Setzkartoffel von schlechter Qualität,da waren schon einige schlechte Drillinge bei,ich bin bei mir in der Scheune immer noch von den gelessenen Kartoffeln am auslesen,die faulen stinken wie diePest! Alfred ich hoffe du liest die Zeilen was machst du über das Jahr verteilt gegen das Unkraut?Gruss Willi
 
Hallo Willi,also wir bauen die Granola schon seit ca. 20  oder 30 Jahren an und hatten noch nie größere Probleme mit Fäulnis. Ausgenommen 1 Jahr, wo Staunässe auf dem Acker aufgetreten ist, wie mir meine Oma sagte.  Normalerweise verkorken bei der Granola die faulen Stellen. Ich denke wichtiger als Spritzen ist der Standort. Letztes Jahr(genauso verregnet wie dieses Jahr) hatten wir die Speisekartoffeln in einem leicht tonigen Lehmboden. Da konnte das  Wasser schlecht ablaufen, so dass doch ein paar gefault sind. Außerdem haftete sehr viel Erde daran, so dass man oftmals Beschädigungen, Schneckenfraß und Fäulnis erst beim Sortieren bemerkte. Wobei bei den Jelly wesentlich mehr gefault sind als bei den Granola. Dieses Jahr haben wir die Granola auf einem sandigem Lehm, bis jetzt nur Proberodungen durchgeführt, alle sehr schön. Auf dem gleichen Acker waren auch Belana, Annabelle, Sissi und Selma (alles Salatkartoffeln). Aufgrund der vielen Niederschläge im Sommer in den letzten Jahren habe ich nur wenig Dünger gestreut, und dann 3 mal Blattdünger gespritzt. Ich hab da dieses Jahr nur sehr wenig Stickstoff, aber viel Kalium, Phosphor + Bittersalz gespritzt.Hat insgesamt gut funktioniert. Die Salatkartoffeln sind jetzt gerodet und in Größe, Form und Qualität gut bis auf die Selma. Die haben während der Trockenheit im Frühjahr nur wenige Knollen angesetzt und die massiven Niederschläge im Sommer ließen sehr viele zu Übergröße heranreifen. Außerdem waren doch einige Faulige dabei. Nächstes Jahr möchte ich alle Kartoffeln auf einem ziemlich leichten Boden anbauen. Wenn es ein trockenes Jahr wird, wäre der Ertrag wohl ziemlich schlecht, bei einem normalen oder feuchten gut und man hat den Vorteil, die Kartoffeln nicht von anhaftender Erde befeinen zu müssen. Bei uns sagt man: Bei Grombierä isch äll Johr äbbes ädersch ( bei Kartoffeln steht man jedes Jahr vor einem anderem Problem oder so) Gruß Christian  
 
Hallo Hammadi,bzgl. schlechter Qualität in Süpermärkten:Die Kartoffeln, die du im Supermarkt kaufst, sind ja größtenteils gewaschen und Wasser mögen gerodete Kartoffeln absolut nicht. Die fangen dann recht schnell an zu faulen. Außerdem sind sie im Supermarkt permanet Licht ausgesetzt, so dass sie grün werden und ein Gift bilden. Das größte Problem m.E. bei diesen Kartoffeln ist der Preis. Um wirtschaftlich zu bleiben müssen die Lieferanten einen enormen Flächertrag ernten, der nur durch überhöhte N- Düngung erreicht werden kann. Und viel Stickstoff wirkt sich eben positiv im Ertrag aber gleichzeitig sehr schlecht auf die Qualität aus. Die Belana ist eigentlich eine sehr gute Salatkartoffel, wobei ich die Erfahrung gemacht habe, dass sie nur auf leichten, sandigen Böden überwiegend glatte, längliche Knollen bildet. Auf schweren Böden werden die Knollen oval und die Schale eher rauh, was jedoch auf die Kocheigenschaft keine Auswirkung hat.Gruß Chris 
 
Hallo Christian,ich komme aus dem Siegerland und die Granola ist hier die beliebteste Kartoffel zum anbauen immer gewesen,das Siegerland hat lehmigen festen Boden und das Wetter ist sehr oft Nass wie hier das Jahr aber wie gesagt Granola geht eigentlich immer hier,Belana habe ich die letzten Jahre versucht und ich gebe es auf immer sehr klein und bei vielen immer ein weisses mehliges Fleisch also hoher Strärkemehlgehalt.Gruss Willi
 
Hallo Willi,sag mal, wie ist dein Boden wärend des Wachstums der Kartoffeln beschaffen ??? Hast du oft viel Wasser zwischen den Reihen stehen ??? Wie sieht deine Bodenbearbeitung vor dem Legen aus ?? Hattest du viel Unkraut in den Kartoffeln stehen ?? Ein kleiner zusätzlicher Tip von mir: Man kann nach dem Legen und vor dem Auflauf der Kartoffeln das Feld auch mit Roundup gegen Unkraut spritzen sofern schon Unkrautbefall feststellbar ist. Um auf deine Frage bezügl. meiner Unkrautbekämpfung über Jahr verteilt zurück zu kommen... DA gibt es viele Möglichkeiten. Zum einen ist mehrfaches Grubbern (alle 7 - 14 Tage und wenn keine Zwischenfrucht vorhanden ist) sehr wichtig. Damit holst du das Unkraut an die frische Luft, wo es dann vertrocknen/absterben kann. Bei starkem Unkrautbefall (vor allem bei Quecken) wird bei mir einmal im Jahr eine Totalspritzung (mit Shark oder RoundUp usw.) des Feldes durchgeführt nachdem die vorhandene Frucht geerntet wurde. Nach der Getreideernte zum Beispiel, wird das Feld für einige Wochen unbearbeitet liegen gelassen, sodaß dann im Spätherbst das aufgewachsene Unkraut mit den oben genannten Mitteln abgetötet wird. Nach der Spritzung wird das Feld dann bis zum nächsten Frühjahr still liegen gelassen.Eine weitere Möglichkeit wäre (um das Unkraut in schach zu halten und was zudem für den Boden sehr gut ist) der Anbau von Zwischenfrüchten, die den Boden gut bedecken und anschließend gut Humus und Nährstoffe bringen. Als Zwischenfrucht im Spätsommer/Herbst würde ich dir Erdklee, Senf, Raps, Ölrettich. Hoffe, ich konnte dir hiermit etwas weiterhelfen...?? Im Kartoffelanbau ist es aber ganz wichtig, das du eine kürzere Spritzfolge einhälst. 4 Wochen Abstand sind einfach zu viel ! Grade bei Ess- und Lagerkartoffeln ist ein regelmässiges Spritzen gegen Kraut und Knollenfäule in kurzen Abständen sehr wichtig.  Auch ist auf Krankheiten (wie z. B. Altanaria) zu achten ! Gruß Alfred 
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Hallo Alfred,ja das mit dem Wasser hier das Jahr war so eine Sache,hier das Feld wo ich hier das Jahr Kartoffeln gemacht habe ist am Gefälle aber es geht noch also hatte ich eigentlich keine Staunässe aber der Regen war manchmal so stark da ist der am Anfang vom Feld durch die Reihen an 2 Stellen durchgebrochen,letztes Jahr hatte ich Korn auf dem Feld gesät nach dem Dreschen habe ich mit dem Tiefengrupper auf gerissen und dann noch über Winter Perserklee gesät,im Frühjahr habe ich das Feld gepflügt und mit unserm Mist gedüngt,dann noch mal gegruppert,vor dem Kartoffel legen dann noch mit Patentkali gestreut und dann die Kartoffeln gelegt,und dann wie beschrieben viel Unkraut und Kartoffrelkäfer.Aber das Kartoffelkraut war hier das Jahr so perfekt wie noch nie,schön saftig und viele Kartoffeläpfelchen oben am Kraut.Ich war eigentlich guter Dinge vor der Ernte und dann das!!na ja Gruss Willi
 
Hallo Willi,Stallmist in Kartoffeln ist kritisch. Wenn überhaupt, sollte er gut verottet im Herbst vor dem Pflügen ausgebracht werden. Ich hab da vor 5 oder 6 Jahren auch mal große Probleme mit Fäulnis in den Nicola gehabt. Das Kraut hat damals auch superschön ausgesehen aber im Boden sahs halt schlecht aus. Direkt neben mir baute einer Selma an, die einen guten Ertrag brachten. Seitdem bringe ich keinen Mist mehr auf Kartoffeläcker aus.Gruß Christian
 
HI,

ich hab diesjahr wie immer 5 Z Kartoffeln Belana in die Erde gebracht. Hab Sie nur einmal gegen Krautfäule und Käfer gespritzt. Mein Acker liegt glücklicherweise am Hang und daher kann das Wasser gut ablaufen. daher ersafen Sie nicht so schnell. Habe diesjahr einnen  Schrecken bekommen da ich aus den 5 Z Katroffel so ca 80Z herausbekomme. Wir haben jetzt schon zwei Tage mit drei Personen ausgelesesjeweils ca. 3 Stunden und es wird irgendwie nicht weniger.

Bis jetzt sind nur ab und zu ein paar Faule dazwischen, aber mal schaun was noch so kommt.

Grüße

Kai
 
Hallo Christian,da habe ich auch schon mal dran gedacht das mit dem Düngen im Frühjahr,es ging anders nicht.Kai die Ernte ist nicht schlecht und nur einmal gespritzt,Gruss Willi
 
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