353 Zapfwelle als Freilauf oder doch nicht?

TonyIH

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24 Oktober 2022
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Liebe IHC-Freunde,

 

ich habe mich nun ein wenig durch das Forum gearbeitet und auch zu meinem Thema ein paar halbherzige Antworten gefunden, allerdings mit dem Ergebnis, dass ich nach wie vor keine richtige Antwort erhalten habe. Somit hier nun mein direkter Versuch:

 

Ich habe einen 353 und möchte an diesem eine Wippsäge betreiben. Wenn ich die Zapfwelle nun einschalte läuft die Wippsäge an etc. Soweit so gut :)

Wenn ich nun die Zapfwelle ausschalte und die Kupplung loslasse dreht sich die Zapfwelle natürlich aufgrund der Schwungmasse des Sägeblattes weiter. Dieser Fall hört sich erstmal so an wie bei einem Kreiselmähwerk wo ja immer über einen Freilauf bei den Gelenkwellen gesprochen wird. Nun bin ich der Meinung, dass ich das eigentlich nicht brauche, da ich ja keinen Kraftschluss mehr habe, sobald die Zapfwelle ausgeschaltet (und Kupplung losgelassen) ist. Kann mir jemand erklären wann man einen Freilauf braucht und wann nicht? Und wie das bei meinem 353 so aussieht?

 

Freu mich auf eure Expertise! Ich bin einfach total verwirrt, ob ich nun einen Freilauf brauche oder nicht und ob ich mir nun Sorgen machen sollte bei meinem 353 warum das Ganze ohne Probleme - bis jetzt - klappt :D 

 

Vieeeeelen herzlichen Dank bereits im Voraus für eure Mühen!!

 

Viele Grüße

Tony
 
Der Freilauf tritt nur in Aktion, wenn zwischen Traktor und dem unter "Schwungmasse" stehenden, unbelasteten Anbaugerät (Kreiselmäher) ein "aktiver" Kraftschluß besteht und sich die Drehzahl des Traktors stark verringert, ohne die Handkupplung zu betätigen (z.B. am Vorgewende-Fahrtrichtungswechsel)! Beim Betrieb deiner Kreissäge reicht eine "normale" Gelenkwelle ohne Freilauffunktion, das Sägeblatt läuft aber in jedem Fall beim ausschalten "Schwungmassenbedingt" noch länger nach, außer du stellst den Traktor unter "Kraftschluß" ab, dann bremst der Motor das Sägeblatt bis zum Stillstand des Motors, aber dann nicht vergessen danach gleich die Zapfwelle auszuschalten...., könnte beim NEU-Start des Schleppers und evtl. arbeitenden Personen in Sägeblattnähe böse folgen nach sich ziehen!!!

Gruß

Wolfgang
 
Gute Morgen,

was hast Du denn für eine Kreissäge dran; Eigenkonstruktion? Aber auch egal.

Wenn Du die Kreissäge sofort ohne Freilauf anhalten würdest und die Mutter für das Kreissägeblatt nicht gesichert ist, dann kann der Schwung des Blattes die Mutter lösen und was dann ggf. passiert kannst Du dir ja vorstellen.

Elektrische Kreissägen mit Motorbremse haben normal eine Sicherung der Mutter oder die Blätter haben bestimmte Bohrungen, die in Zapfen auf der Antriebswelle eingreifen, damit sich das Blatt nicht lösen kann.

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Edit:

Habe hier mal im Netz eine besondere Art der Sicherung gefunden wie sie bei der Firma "Martin" verwendet wird.

Ab Min 1:30 mal ansehen. Da sieht am auch die Zapfen auf der Antriebswelle.

www.youtube.com/watch?v=kOCJ8R-QrFE

Mit freundlichen Grüßen
Schanks
 
Entspann dich mal Schanks,

auf der einen Seite redest du hier von möglichen, sicherheitsrelevanten Verzögerungsmomenten eines Sägeblatts von 3kg?? (Das Moment ist in der gelösten Milisekunde der Mutter wirkungslos, weil das Sägeblatt frei drehen kann) ,gegenüber einer wirklich nennenswerten Nachlaufmasse eine Kreiselmähers .Auf der anderen Seite fährst du mit deiner selbstgebastelten Holzkiste an 3-Pkt. rum. Was passiert denn eigentlich mit deiner Kiste samt Inhalt, wenn der Schlepper auf dem Kopf liegt? Bitte nicht falsch verstehen: Kann jeder in Eigenverantwortung machen wie er will. Aber Weiterempfehlung ohne Haftungsauschluss ist heutzutage existenzgefährdend.

@ Tony

wie der Wolfgang schon schreibt:

Da reicht eine normale ZW ohne Freilauf. Beim Ausschalten gehst du vorher auf Leerlaufdrehzahl des Motors, kuppelst aus und schaltest die ZW aus. Dann lässt du das Sägeblatt auslaufen oder, wenn Sicherheitstechnisch relevant, hälst du da noch ein Stück Holz ran, bis die ganze Mimik steht.

Gruß +Matthes+
 
1255xl_massiv:

Der Freilauf tritt nur in Aktion, wenn zwischen Traktor und dem unter "Schwungmasse" stehenden, unbelasteten Anbaugerät (Kreiselmäher) ein "aktiver" Kraftschluß besteht und sich die Drehzahl des Traktors stark verringert, ohne die Handkupplung zu betätigen (z.B. am Vorgewende-Fahrtrichtungswechsel)! Beim Betrieb deiner Kreissäge reicht eine "normale" Gelenkwelle ohne Freilauffunktion, das Sägeblatt läuft aber in jedem Fall beim ausschalten "Schwungmassenbedingt" noch länger nach, außer du stellst den Traktor unter "Kraftschluß" ab, dann bremst der Motor das Sägeblatt bis zum Stillstand des Motors, aber dann nicht vergessen danach gleich die Zapfwelle auszuschalten...., könnte beim NEU-Start des Schleppers und evtl. arbeitenden Personen in Sägeblattnähe böse folgen nach sich ziehen!!!

Gruß

Wolfgang
Hallo Wolfgang,

vielen lieben Dank ... das hilft schon mal sehr!! 

Freilauf: Habe ich verstanden .. Danke!

Wippsäge: Ich hab jetzt eine Zapfwelle mit Sternratschenkupplung dran für den Fall, dass sich ein Scheit verklemmt. Damit sollte sich die Last vom Schlepper trennen für die Dauer der ungeplanten Bremsung. Was meint Ihr welches Auslösemoment man hier nehmen sollte? 

Heißt also ich liege mit meiner Vermutung richtig, dass beim Ausschalten der Zapfwelle kein Kraftschluss mehr zum Zapfwellenstummel vorhanden ist und sich das Sägeblatt lustig auslaufen lassen kann. Top! So habe ich mir das vorgestellt :D

Nochmal ein herzliches Dankeschön!!
 
+Matthes+:

Entspann dich mal Schanks,

auf der einen Seite redest du hier von möglichen, sicherheitsrelevanten Verzögerungsmomenten eines Sägeblatts von 3kg?? (Das Moment ist in der gelösten Milisekunde der Mutter wirkungslos, weil das Sägeblatt frei drehen kann) ,gegenüber einer wirklich nennenswerten Nachlaufmasse eine Kreiselmähers .Auf der anderen Seite fährst du mit deiner selbstgebastelten Holzkiste an 3-Pkt. rum. Was passiert denn eigentlich mit deiner Kiste samt Inhalt, wenn der Schlepper auf dem Kopf liegt? Bitte nicht falsch verstehen: Kann jeder in Eigenverantwortung machen wie er will. Aber Weiterempfehlung ohne Haftungsauschluss ist heutzutage existenzgefährdend.

@ Tony

wie der Wolfgang schon schreibt:

Da reicht eine normale ZW ohne Freilauf. Beim Ausschalten gehst du vorher auf Leerlaufdrehzahl des Motors, kuppelst aus und schaltest die ZW aus. Dann lässt du das Sägeblatt auslaufen oder, wenn Sicherheitstechnisch relevant, hälst du da noch ein Stück Holz ran, bis die ganze Mimik steht.

Gruß +Matthes+
vielen lieben Dank!! So hab ich mir das auch vorgestellt und technisch mir selbst erklärt. Immer wieder spannend welche Halbwahrheiten manchmal so verbreitet werden mit Getriebeschäden aufgrund von auslaufenden Sägeblättern etc. Danke!! :) 
Was meinst du zum Thema Sternratschenkupplung wg. klemmenden Holzscheiten etc?
 
Schanks:

Gute Morgen,

was hast Du denn für eine Kreissäge dran; Eigenkonstruktion? Aber auch egal.

Wenn Du die Kreissäge sofort ohne Freilauf anhalten würdest und die Mutter für das Kreissägeblatt nicht gesichert ist, dann kann der Schwung des Blattes die Mutter lösen und was dann ggf. passiert kannst Du dir ja vorstellen.

Elektrische Kreissägen mit Motorbremse haben normal eine Sicherung der Mutter oder die Blätter haben bestimmte Bohrungen, die in Zapfen auf der Antriebswelle eingreifen, damit sich das Blatt nicht lösen kann.

eup-1137561491-5131afdc3a7f9de675d1cdeb1d156bf2-1692856634_big.webp

Edit:

Habe hier mal im Netz eine besondere Art der Sicherung gefunden wie sie bei der Firma "Martin" verwendet wird.

Ab Min 1:30 mal ansehen. Da sieht am auch die Zapfen auf der Antriebswelle.

www.youtube.com/watch?v=kOCJ8R-QrFE

Mit freundlichen Grüßen
Schanks
Hallo Schanks,

ich hab mir eine Lancman 707C zugelegt. Also alles Original ;)

Bin bis jetzt sehr zufrieden, hab schon ein wenig damit gearbeitet, aber noch nicht so super viel. Die Schwächen/Stärken kommen also noch auf. Macht mir aber so preisleistungsmäßig einen sehr guten Eindruck. Auf der ForstLive war ich dieses Jahr und hab mir die ganzen Modelle mal angeschaut und bin im Ergebnis zu dieser Säge gekommen.

Viele Grüße

Tony
 
Hallo Tony,

wie hieß es doch mal in der Automobilwerbung: Nichts ist unmöglich...T.

Aber ein so massiver "Scheitklemmer" bei eine Wippsäge, der dann noch eine "Sternratschenkupplung" auslöst, wäre schon ein echter Härtefall. Kann aber aber natürlich auch nicht schaden.

Betse Grüße und frohes Schaffen

+Matthes+
 
+Matthes+:

Entspann dich mal Schanks,

auf der einen Seite redest du hier von möglichen, sicherheitsrelevanten Verzögerungsmomenten eines Sägeblatts von 3kg?? (Das Moment ist in der gelösten Milisekunde der Mutter wirkungslos, weil das Sägeblatt frei drehen kann) ,gegenüber einer wirklich nennenswerten Nachlaufmasse eine Kreiselmähers .Auf der anderen Seite fährst du mit deiner selbstgebastelten Holzkiste an 3-Pkt. rum. Was passiert denn eigentlich mit deiner Kiste samt Inhalt, wenn der Schlepper auf dem Kopf liegt? Bitte nicht falsch verstehen: Kann jeder in Eigenverantwortung machen wie er will. Aber Weiterempfehlung ohne Haftungsauschluss ist heutzutage existenzgefährdend.

@ Tony

wie der Wolfgang schon schreibt:

Da reicht eine normale ZW ohne Freilauf. Beim Ausschalten gehst du vorher auf Leerlaufdrehzahl des Motors, kuppelst aus und schaltest die ZW aus. Dann lässt du das Sägeblatt auslaufen oder, wenn Sicherheitstechnisch relevant, hälst du da noch ein Stück Holz ran, bis die ganze Mimik steht.

Gruß +Matthes+

Hallo, bin total entspannt. Da hatte ich wohl was falsch verstanden. Dachte der Frager wollte ein sofortiges Anhalten der Säge erreichen. Hm, ich komme aus einer Schreinerfamilie bis in die x-te Generation, habe aber selbst etwas ganz anderes gelernt. Ich kenne halt viele Unfälle mit derartigen Maschinen. Warum versucht man denn an Profimaschinen solche Fälle mit diversen Methoden auszuschließen?
Wo kommen die 3 Kg denn her? ich gehe mal von einem 700er Blatt aus und ich hatte schnelles Anhalten verstanden (fälschlich). Aber egal. So ein Blatt läuft selten einfach aus wenn sich die Schraube löst. So sauber ausgewuchtet sind Brennholzblätter selten. Die können sich ganz schön aufschwingen.
Wenn mein Traktor auf dem Kopf liegt habe ich ganz andere Probleme als die Kiste. ;-)
In meinem Thread habe ich erklärt wozu ich die Kiste brauche und warum ich etwas Zerlegbares möchte. Das man da noch etwas verbessern kann habe ich ja nicht ausgeschlossen und mache mir auch schon Gedanken.
Also bitte auch selbst entspannen. Schönen Abend.

Mit freundlichen Grüßen
Schanks
 
Hallo Tony,

wieso machst Du dir überhaupt gedanken über einen Freilauf bei der Säge, die hat doch eh einen Riehmenantrieb der auch als Rutschkupplung wirkt...... weiß ich von meiner Säge.... die Riehmen halten das auch über längere Zeit 2-3 Min aus.......... da reicht eine ganz normale Zapfwelle ohne alles

Hallo Matthes,

Es scheint so als währe es den ganzen Sicherheitsfanatikern langweilig, und es muss sofort auf alle möglichen und unmöglichen gefahren hingewiesen werden.... wie habe die früher nur überlebt, sobald Sie aus der Höhle kammen wahren die doch schon tot.... oder sie hatten noch genug gesunden Menschenverstand der durch die

letzten 20 Jahre Evulution verschwunden ist.....

Ich schweife ab....

MfG Hannes
 
Hi Hannes,

Danke für deinen Beitrag. Bei den Riemen war ich mir eben nicht so sicher, ob die das Spielchen hin und wieder mitmachen. Aber gut zu wissen, dass das auch noch eine "Sollbruchstelle" ist.

Danke Dir nochmals!

Viele Grüße

Tony
 
Hallo,

den Freilauf braucht man bei Traktoren mit hydraulisch geschalteter Zapfwelle.

Hier wird die Zapfwelle beim Ausschalten sofort bis zum Stillstand heruntergebremst.

Bei den alten IHC Traktoren ist ein Freilauf nicht unbedingt erforderlich.

Gruß MP4
 
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