433 - Achsschenkel neu ausbuchsen -

Hugy

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Hallo Jungs,

mein 433, Bj 78 mit 5000 Std war mal wieder zur HU fällig. Ich dachte, da fahre ich mal eben hin und hole mir den Stempel ab, aber weit gefehlt.

Die Stirn des Prüfers wurde beim Betrachten der Vorderachse immer krauser und schließlich sagte er: "Steig mal ab und sieh dir die Lenkung an, ich drehe nun am Lenkrad".

Tja, und dann sah ich es selbst: Die Achsschenkel brauchen dringendst intensive Zuwendung.

Also ohne Stempel nach Hause, den Roten aufgebockt und mal nachgesehen.

Was mir dann entgegenfiel, waren die kümmerlichen Reste einer Kunststoffbuchse, von der nur noch ein kleines Bruchstück vorhanden war. (hab leider kein Bild gemacht).

80% der Buchse waren weg, atomisiert, auch nicht in dem alten Schmierfett mehr auffindbar.

Dafür sah die untere Buchse noch fast wie neu aus.

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Der Achssenkel selbst hatte keine wesentlichen Einlaufspuren, auch wenn das im Bild so aussieht.

Kunststoffbuchsen gibt es im Internet zwar wie Sand am Meer, aber für die obere Buchse rief man je nach Händler zwischen 20 - 35 teuro auf.

Weil diese Buchsen bei mir völlig weg waren, muß hier ja wohl die größte Belastung auftreten. Der komplette Frontladerdruck liegt auf der Vorderachse und wenn man dann lenkt, werden die Kräfte in der Buchse extrem.

Mein Bekannter ist Konstrukteur und setzt täglich Kunststoffbuchsen in seinen Konstruktionen ein und schwört auf Igus.

Leider hatten die nichts passendes im Angebot. Man kann auch Halbzeug von denen beziehen oder sich individuelle Buchsen 3D-drucken lassen, aber beides paßt absolut nicht in meinen Preisrahmen. Obwohl...beim 3 D Druck könnte man die Schmiernuten gleich mit reindrucken.

Aber egal, ich hatte noch einige Abschnitte Rotguß rumliegen, also hab ich mir die Dinger selbst gedreht, was auch problemlos war.

Was mir auffiel: der Achsschenkel hat nicht 40,00mm Außendurchmesser sondern 39,7.

Vermutlich, damit man nach dem Einpressen der 40,00-Buchse nicht so viel aufreiben muß.

Den Buchsenaußendurchmesser hab ich mit 5 Hunderstel Übermaß auf 46,05mm gemacht.

Da mein Dreibackenfutter einen kleinen Schlag hat, habe ich mir noch extra einen Spanndorn gemacht damit ich den Außendurchmesser auch sicher zentrisch zum ID bekommen:

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Wäre aber vielleicht auch nicht nötig gewesen...

So, aber dann.....

Wie bekomme ich eine spiralige Schmiernut in die Buchse??

Spiralig deshalb, weil die Reibahle gerade Schneiden hat und in einer geraden Schmiernut unweigerlich festhaken würde.

Die größte Steigung meiner Drehbank ist 6mm, damit hätte ich eine Buchse mit Innengewinde, außerdem ist fraglich ob damit überhaupt noch Fett oben ankommen würde.

Lösung:

ein eigenes Vorschub"getriebe"  mit 46mm Steigung bauen.

Das hab ich dann auch gemacht und das sah dann so aus:

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Im Support wurde ein Minischleifer befestigt, vorne ein kleiner Kugelfräser 3mm rein und damit konnte ich perfekte Schmiernuten herstellen.

Der Motor der Drehbank wurde dazu natürlich ausgeschaltet und das große Kettenrad von Hand gedreht.

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Das geht hervorragend, wenn man die Schmiernut sieht, wird man für den Arbeitsaufwand belohnt.

So, das war es erstmal

Grüße an die Gemeinde, morgen gehts weiter

Heinz
 
Moin Jungs,

weiter geht es mit dem Einpressen der Buchsen.

Das ging problemlos. Ich hatte an jeder Buchse einen kleinen Absatz mit 45,9mm angedreht, so daß sie sich schön zentrisch in die Bohrung zogen.

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anschließend wurden sie aufgerieben:

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...und siehe da...

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Dann gab es noch neue Drucklager und ich konnte alles zusammenbauen.

Die Kegelrollenlager befand ich für gut. Die bekamen nur neues Fett.

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So, nächste Woche geht es zum TÜV.

Bis dann

Heinz
 
Hallo Heinz,

ich habe vor einigen Jahren auch die Achsschenkel meines 633 neu ausbüchsen müssen und bin ebenso bei dem Preis zusammengezuckt. Die Axialkugellager für unten habe ich gekauft, Preis war o.k. Für die beiden Buchsen habe ich aber bei Igus was gefunden, allerdings war das ein Exotenmaterial, so beigefarben. Weiss nicht, warum Du nicht fündig worden bist. Waren zylindrische Buchsen, haben vom Durchmesser so gepasst. Eine hab ich jeweils gekürzt. Habe dann auf der Drehbank eine "Gewindenut" mit einer Steigung von ca. 10mm eingedreht. Funktioniert bis heute bestens. Aber Deine Nobelmethode ist natürlich "a Sach", wie man bei uns im Schwäbischen sagt.

Gruß

Markus
 
Hallo

Sieht ja alles ordenlich aus aber den Bund oben an der Buchse hätte ich fehlenlassen und dafür den Filzring zur Abdichtung eingebaut wie es Original ist.

MfG

Alwin
 
Hallo Alwin,

den Filzring hätte ich auch eingebaut, wenn ich den denn gefunden hätte.

Der war bei mir nicht drin.

In den Werkstattzeichnungen der diversen Internethändler zum 433 Achschenkel habe ich auch keinen Filzring gesehen. Bieten die auch nicht an.

Zwischen dem Achschenkelgehäuse und dem Lenkhebel befinden sich bei mir noch drei Anlaufscheiben die ich nicht abgebildet habe. So wie das aussieht, sind sie gehärtet. Eine mußte ich neu kaufen, da sie gebrochen war.

Hatte mein Händler aber am Lager.

Mit regelmäßig frischem Fett von unten vom Schmiernippel wird, so hoffe ich, der Schmutz abgehalten bzw weggespült.

Bei mir läuft er Trecker so ca 20...30 Std im Jahr und geackert wird auch nicht mehr.

Ich denke mal, daß die Staubbelastung da keine Rolle mehr spielen wird.

@ Markus:

Ja, sicher wäre auch Kunststoff gegangen, aber ich hatte noch einige Rotgußabschnitte rumliegen.

Na ja, und die Spiralnut... ich habe eben Spaß an der Realisierung von solchen Anforderungen.

Darf man sicher nicht unbedingt ernst nehmen.

Viele Grüße

Heinz
 
hallo leute,bei meinem 433 sind die achsschenkel auch ausgeschlagen.kann mir jemand sagen was ich da an originalteilen alles bestellen muss,will das alles vorätig haben das ich bei freizeit beide zug um zug tauschen kann.will nicht wochen lang den tracktor aufgebockt haben .der soll ja laufen.im vorraus schon mal danke franz
 
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