433S Dieselpumpe defekt?

IHC 433S

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30 September 2023
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bin neu hier im Forum und möchte zu Beginn erst mal ein paar Worte zu mir los werden :)

Mein name ist Florian und ich komme aus dem schönen Schwaben, nähe Augsburg.
Hier im Forum wird es sich bei mir um den IHC 433S Bj. 1983 von meinem Onkel drehen, sonst bin ich begeisterter Stihl Fan und schraube auch gerne an allem rum...
Im Berich Kleintraktoren konnte ich mit meinen zwei Gutbrod 2400 bzw. 2500 erste Erfahrungen sammeln.

Doch nun zu meinem Problem...
Der 433S macht seit letzter Woche Probleme, er stand davor mindestens 4 Jahre ungenutzt in der Garage und lief nur alle paar Monate mal.
Letzte Woche wollte ich dann mit dem Traktor in den Nachbarort zum TÜV fahren, doch der Traktor lief nur 16 kmh und wollte einfach nicht mehr richtig hochdrehen, als wie wenn ein Drehzahlbegrenzer aktiv wäre.
Bin dann so gefahren und auf dem Rückweg ist er dann während der Fahrt einfach ausgegangen und nicht mehr angesprungen.
Wir haben den Traktor dann noch nach Hause geschleppt und erst mal stehen lassen...

Heute habe ich mir den Traktor dann mal vorgenommen, neue Dieselfilter verbaut, alle Leitungen sauber gemacht, neuen Diesel mit Dieselzusatz getankt usw..
Am Ende lief der Traktor aber trotzdem nicht!
Ich habe die Dieselpumpe im Verdacht, da bis zur Pumpe ein Dieselfluss da ist (wie aus dem Wasserhahn) aber nach der Pumpe (auf der Hochdruckseite wo es zu den Einspritzdüsen hoch geht) kein Tropfen Diesel raus kommt.
Das komplette System inkl. Dieselpumpe habe ich bestimmt drei mal Entlüftet und georgelt und georgelt, Anspringen will er aber nicht... verständlich ohne Diesel :)

Gibt es diese Pumpe noch zu kaufen bzw. habe ich schon etwas über einen "Bosch Dienst" gelesen?
Oder gibt es einen Trick wie man die Pumpe doch noch überreden kann ihre Arbeit zu verrichten?

Ein Bild des Typenschilds der Dieselpumpe habe ich als mein Profilbild eingestellt...

Schon mal danke im vorraus und ein schönes Wochenende!
Florian
 
Hallo Florian,

ich gehe mal davon aus, das sich im Tank, Filter und Leitungen eine Lebenkultur verbreitet hat, was nicht zwingend die Pumpe verschont.

Da wohl nach erfolgreichem reinigen, reichlich diesel an der Pumpe ankommt, liegt der Verdacht nahe, das sie auch befallen ist und damit nicht klarkommt.

Hier wäre zu prüfen, ob der Druckkolben/Verteilerkolben sich noch frei bewegt.

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Dazu die mittlere Schraube bei den Einspritzleitungen abschrauben und mit einem Draht (ca. 2mm) fühlen, ob beim starten eine hin und her Bewegung festgestellt werden kann. (dabei ist zwingend auf sauberkeit zu achten)

Ich habe auf die schnelle ein Bild angehängt, eventuell erkennst Du da besser was ich meine.

Gruß Demian
 
Moin,

nimm den seitlichen Deckel ab mit den beiden Schlitzschrauben und mache Foto von innen....

Wenn GAR NICHTS aus den Stutzen hinten raus kommt wo die Leitungen drauf kommen.... wenig Chancen, vermutlich innerlich festgefressen und abgedreht?

Frank
 
Lange Standzeiten sind Gift für die Pumpen.

Der Bio Anteil im Diesel wikt hydroskopisch...

Wer wenig fährt besser Diesel ohne Bio-Anteil tanlken, mache ich bei meinem Oldtimer PKW und Gabelstapler auch
 
Erst mal danke für die schnellen Antworten inkl. Tipps und die gute Veranschaulichung der Pumpe.
Ich bin leider am Wochenende nicht mehr dazu gekommen Bilder zu machen und das mit dem Draht zu versuchen.
Ich habe den Deckel mit den Schlitzschrauben schon mal offen gehabt und in der Kammer war kein Schlamm oder Ähnliches drin, wenn überhaupt ein leichter Film auf dem abgenommenen Deckel.
Die Üumpe muss, wenn ich sie zerlege und überhole, mit neuen Dichtungen etc. ausstatte neu eingestellt werden richtig? Geht das ohne teures Spezialwerkzeug?
Ich werde als nächstes das mit dem Draht prüfen und berichten, sobald ich mehr weiß...
Danke!
 
Hallo zusammen,

bevor hier an der Pumpe rumgeschraubt wird, ohne Spezialwerkzeug und Prüfstand wird das nix, sollte doch erstmal die Frage geklärt werden, kommt oben an den Düsen überhaupt Diesel an.

Ist die ganze Anlage überhaupt richtig entlüftet worden. Sonst kannst du orgeln bis zum geht nicht mehr.Ich habe Trecker mit Bio Diesel drin nach über 15 Jahren Standzeit wieder gestartet und da war nie was an der Pumpe. Also erstmal die einfachen Wege gehen

Gruß

Norbert
 
Also Entlüftet wurde die Pumpe etc. natürlich. Zuerst die Dieselfilter, dann geschaut ob bis zur Pumpe Diesel ankommt, anschließend habe ich die oberste Hohlschraube der Pumpe langsam aufgedreht, bis keine Luftblasen mehr raus gekommen sind.
Danach wollte ich an den drei Anschlüssen der Pumpe (die zu den Einspritzdüsen gehen) entlüften, da kommt aber aus keinem Anschluss irgendwas raus, weder Luftblasen noch Diesel?

Vielleicht habe ich auch einen Denkfehler???
 
So, nach langer Zeit habe ich es heute mal wieder geschafft mich um den 433 zu kümmern - entschuldigt die lange Wartezeit, ich wusste auch nichts neues! :)

Heute habe ich die große Schraube in der Mitte (auf der Seite, wo auch die Hochdruckleitungen angeschlossen werden) aufgeschraubt, da ich den Verdacht hatte, dass sich im Kolbenraum noch Luft befindet und somit die Ventile zu den Hochdruckleitungen nicht aufgehen.
Kaum aufgedreht kammen schon lauter Luftblasen raus, also habe ich da erstmal so lange entlüftet, bis keine Luftblasen mehr kammen. Dann habe ich oben an den Einspritzdüsen noch entlüftet und siehe da, der Traktor ist direkt wieder angesprungen!
Nur leider hat sich das Problem mit der fehlenden Drehzahl nur mäßig gebessert, 100-200 U/Min dreht er jetzt höher aber noch nicht mal die Hälfte der Maximaldrehzahl wird erreicht...
Nun will ich vorsichtshalber noch mal an den Einspritzdüsen entlüften und mir sind ehrlich gesagt die Überlaufleitungen von den Einspritzdüsen in Richtung Tank noch ein Dorn im Auge. Kann es sein, dass wenn diese dünnen Leitungen verstopft sind, das die selben Auswirkungen hat wie eine "zu fett" eingestellte Einspritzpumpe?
Der Motor qualmt nur ganz leicht im Standgas, sobald man jedoch gas gibt kommt schon eine ordentliche Rauchwolke aus dem Auspuff, ist denke ich aber für mein Gefühl im Rahmen.
Hat noch jemand eine Idee, bevor ich jetzt eine neue Enspritzpumpe besorge, was ich noch Prüfen kann?
Was kann ich in die Pumpe (statt dem Diesel einfüllen), um evtl. Dieselpest-Partikel oder Ähnliches zu lösen und rauszuspülen?
Danke und einen schönen Abend noch!
 
Okay, einen Dieselzusatz aus dem Baumarkt (Liqui Moly) habe ich bereits im empfohlenen Verhältnis dem Diesel beigemischt. 
Kann ich so einen Zusatz pur in die Pumpe füllen oder gehen dann evtl. vorhandene Dichtungen oder Ähnliches kaputt?
Kann man den Motor auch so pur laufen lassen um auch die Einspritzdüsen durch zu spülen? 
 
Die Pumpe werde ich auch nicht ausbauen oder öffnen, aber ich will vorher zumindest alles andere (wie beispielsweise die Rücklaufschleuche) ausschließen...
Zum Mechaniker kann ich den Traktor dann immer noch bringen, aber irgendwann (gerade wenn die ESP was abbekommen hat), stellt sich auch irgendwann die Frage der Wirtschaftlichkeit der Reparatur durch einen Fachmann.
Eine Austausch ESP kostet im Moment ca. 1300 Euro, dann kommt noch Einbaukosten etc. dazu, das summiert sich dann schnell :)
 
Also es sieht schlecht aus....

Ich geb dir mal vor, was bei mir ein paar mal geklappt hat, es ist aber eine mords Sauerei

Also du besorgst dir eine große Spritze aus der Apotheke. 150 / 200 ml

Dann verbindest du die Spritze mit der Diesel Zuführleitung vor den Filtern.

Nun per Hand Druck raufgeben.

Dann löst du den Deckel mit den beiden Schrauben übereinander.

--> Der Diesel muss ankommen und fließen

Ist der Test erfolgreich sind die Ventile an der Flugelzellenpumpe gangbar und Diesel kann das Pumpengehäuse erreichen

Dann die Frage: Der Chokehebel geht flüssig oder "wie im Honig" ???

Nächster Test wäre nämlich: Mittlere Mutter am Hochdruckkopf ab. und dann schauen, ob du Diesel per Spritze bis dahin durchgedrückt bekommst.

Wenn ja: Besorg die Liqui Moly Dieselsystemreiniger, Fülle beide Filter damit und dann drucke 500ml Diesel per Spritze in die Filter und zapfe sie oben an der 10er Mutter wieder ab

--> Dann ist die Pumpe mit Systemreiniger gefüllt. Stehen lassen.... ab und zu Gashebel und Chokehebel bedienen

Und dann nach 3-4 Tagen mit Diesel ersetzen und versuchen zu starten.

Bekommst du keinen Diesel in die Mittlere Bohrung gefördert ( auch micht wenn der Motor ein wenig weitergehdreht wird ) sieht es mau aus.

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Hintergrund des Ganzen: Der Regelkolben der Pumpe wird hydraulisch per Druck bewegt. Setzt er sich fest ist er auf 0 Förderung und da kommt er nicht mehr raus.

Gedreht wird er per Chokehebel. Daher die Frage "wie der läuft" der Hebel

Hin und her bewegt er sich aber alleine oder eben er klemmt fest. Also auch gerne den Choke beim "Einwirken" bewegen

Und nur das wir uns verstehen: Das ist alles Pfusch und Tüdeln.... Richtigerweise: Pumpe ausbauen und überholen.

Leider sind manche Teile nicht mehr lieferbar und bevor ein IH nun im Alteisen verschwindet kann man ja nochmal "tüdeln"
 
IHC 433S:

aber ich will vorher zumindest alles andere (wie beispielsweise die Rücklaufschleuche) ausschließen...
Was haben Rücklaufschläuche mit dem Problem zu tun?

Aus- und Einbau einer Pumpe dauert zusammen 1-1,25 Stunden bei einem Schlepper ohne FL, mit evtl 1,5 und nicht mehr!

Austausch ESP gibt es gar nicht, weil es das entscheidende Teil (Verteilerkörper) schon lange nicht mehr gibt. WENN, dann gibt es gebrauchte und geprüfte Pumpen mit Garantie, die im Tausch gegen ein Altteil angeboten werden.

Und von den neuen VE-Pumpen die angeboten werden kann ich nur abraten. Wenn VE, dann besser eine gebrauchte die geprüft wurde. Seit die in Indien gebaut werden..... Vor 1 Woche erst mit einem gesprochen der eine neue VE in einen 533 eingebaut hatte... "läuft wie Sack Nüsse". Standgas und Vollgas okay, aber dazwischen humpelt und spuckt wie verrückt.

Wie nach angeblich mehrmaligem entlüften noch Luft hinten im Verteilerkörper sein kann... keine Ahnung, total unlogisch.
 
Wie nach angeblich mehrmaligem entlüften noch Luft hinten im Verteilerkörper sein kann... keine Ahnung, total unlogisch.
Weil an den Anschlüssen der Einspritzleitungen (wie im Schaubild oben zu sehen) Ventile in Form von federbelasteten Kugeln sind....
Ich habe nur die Erklärung, dass zwar die Luft komprimiert wurde, aber der Druck nicht reichte um die Kugel aufzudrücken.

@Shadowrun
Danke für den Tipp mit dem Reiniger, werde ich mal versuchen und die Rücklaufleitung werde ich auch tauschen, dann schaue ich weiter und melde mich wieder...
 
IHC 433S:

Wie nach angeblich mehrmaligem entlüften noch Luft hinten im Verteilerkörper sein kann... keine Ahnung, total unlogisch.
Weil an den Anschlüssen der Einspritzleitungen (wie im Schaubild oben zu sehen) Ventile in Form von federbelasteten Kugeln sind....
Ich habe nur die Erklärung, dass zwar die Luft komprimiert wurde, aber der Druck nicht reichte um die Kugel aufzudrücken.

Die Stutzen wo die Einspritzleitungen dran braucht man gar nicht lösen. Entlüftet sich von allein. Im Gegenteil, die Gefahr das bei den Druckventilen die da drin stecken was verloren geht ist viel zu groß.
 
Lass die Einspritzleitungen, wo sie sind.

Wenn die Pumpe verklebt und dicht ist, hast du kaum Rücklauf.

Wie gesagt ist bei dir eher ein Verklebungsthema als ein Entlüftungsproblem.

Prüfe wie gesagt den Dieselfluss zum Hochdruckkolben
 
Hallo Florian,

nachdem Du den Motor wieder zum laufen bekommen hast, kannst Du ihn mit einem Zusatz laufen lassen, eventuell hast Du Glück und er fängt sich wieder.

Sollte das erfolglos bleiben, muss die ESP zerlegt und gereinigt werden.

Meines Wissens können Desolite/Zusätze zwar die Bakterien töten, so das sie sich nicht mehr vermehren, aber sie werden nicht aufgelöst, so das man nur hoffen kann, das alles raus gespült wird und sich im Filter sammelt. (Filter können dabei schnell verstopfen)

Ich denke nicht das eine Überdosierung was bringt, mehr als "töten", geht nicht.

Gruß Demian
 
Wie gesagt "Dieselsystemreingier von Liqui Moly"

TeileNr 5149

Ist auch mit deren "JetSystem" direkt dafür vorgesehen pur eingespeist zu werden.
 
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