523 Fragen zur Hydraulik

FuerPapa

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Hallo.

Ich möchte bei meinem 523 ein DW Ventil nachrüsten, EW ist vorhanden.

- Muss ich wenn ich an den Ventilen schraube das Öl ablassen?

Leider habe ich festgestellt das ich einen Ölverlust an den Bedienhebeln der Heckhydraulik habe, direkt wo die Wellen aus dem Trägergehäuse kommen. Also außen. 

- Wie aufwendig ist dort eine Reparatur? Kann das Gehäuse an seinem Platz bleiben und reicht es die Hebel abzunehmen? Die Reibscheiben wollte ich ja eh erneuern. Oder muss ich das Trägergehäuse vom Hydraulikblock demontieren? Muss ich dafür das Öl ablassen?

Vielen Dank für eure Hilfe

Jürgen
 
Hallo Jürgen

wenn du diese SB-Ventile hast brauchst du kein Öl ablassen;



es gehen einige Tropfen beim Öffnen der Platten verloren, aber der Verlust ist gering

stell, wenn es der Platz erlaubt eine flache Schale drunter, dann sabberst du nicht alles voll;

zum Thema Dichtungen an den Stellhebeln sieht es etwa so aus



hab ich zwar noch nicht gemacht, sieht aber nach lösbarer Aufgabe mit geringem Schwierigkeitsgrad aus

mfG...Reinhold
 
Vielen Dank.

Diese Ventile hab ich, also brauche ich da nichst groß machen. Bei den Hebeln sieht es so aus als ob ich doch das Gehäuse ausbauen muss. Sonst bekommt man die Wellen nicht raus und somit auch die Dichtringe nicht, oder liege ich da falsch?

Gruß Jürgen
 
Hallo

Ja genau wenns was werden soll dann muß du das Gehäuse ausbauen, Hierzu muß du den Deckel oben auf dem Hydraulikblock abnehmen damit du die beiden Stellwellen lösen kannst hierbei muß du dir genau merken wie die Hebel im Block befestigt sind. Außerdem muß du unbedingt die Stellung der beiden Betätigungshebel die auf den Stellwellen geklemmt sind

genau markieren damit die Hydraulik nacher auch richtig funktioniert,

MfG

Alwin
 
Hallo Forum.

Heute hab ich das Ventil eingebaut. Und es ist dringenst zu empfehlen vorher das Öl in ein sauberes Gefäß abzulassen, mir ist das gute Hydrauliköl jetzt nämlich über den dreckigen Achstrichter in ein eiligst untergestellten dreckigen Eimer gelaufen. Das sind jetzt wohl 10 Liter Sondermüll. Und richtig sauber bekommt man das auch nicht mehr, oder habt ihr einen Tipp?

Naja, Ventile sind drin, Dichtringe gewechselt. Das macht ein gutes Gefühl, weil er vorher dort geölt hat. Wobei ich glaube das das EW Ventil oben auch noch leckt. Ist ja aber zu machen.

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So, jetzt hab ich noch Fragen.

Der Lüftungsfilter sitzt nur auf einem dünnen Rand in der Bohrung, ohne Dichtung. ich kann mir nicht vorstellen das das so original ist. Kann mir jemand sagen wie das richtig ist? 

Wie messe ich den Ölstand richtig? In der Betriebsanleitung ist eine andere Einfüllschraube drin, mit Lüftungsfilter. Also, eingeschraubt messen, oder nur auf den Rand aufgesetzt?

Gruß Jürgen
 
Hallo,

darf ich mal fragen wieso 10 Liter Hydrauliköl da raus kommen?

Hast du den Motor laufen gelassen? Soviel Öl darf da doch gar nicht raus laufen....

Auf deinem Bild sieht es so aus, als wenn da nach ein weiteres Steuergerät sitzt. Kommst du da noch an den Hebel?

Mit scheint die Anordnung des Kipperanschluss nach hinten etwas "auf die Schnelle" hingebaut und wird dir über die Zeit im Wege sein.

Ich stelle morgen mal Bilder von meinem 523 ein wo die Einfüllschraube ist. Es kann sein, dass dort mal eine Änderung statt gefunden hat, denn bei meinem (Bj. 1966)

ist eine Entlüfterschraube am Peilstab. Auch hat dieser eine SW 32 Mutter (Sechskant) als Verschraubung.

Richtigen Ölstand bekommst du, wenn du den Peilstab handfest eindrehst. Auf dem Stab sind ja 2 Markierungen.

(Hast du den Kennzeichenhalter abgebaut... :) )

Gruß
Torsten

IHC, alles wird gut!
 
Hallo Torsten.

Den Kennzeichenhalter hab Ich abgebaut, sonst kommt man ja schlecht an die Einfüllschraube. Dabei hab ich auch den seltsamen Entlüfter gefunden. Es handelt sich um einen der ersten 523 mit NT 200er Nummer. Die Leitung wird natürlich noch geändert, stammt noch vom Vorbesitzer. Ich muss mir erst noch ein Blech schneiden lassen, wird schon ordentlich gemacht.

Gruß Jürgen

Tante Edit: Der Motor lief natürlich nicht bei dem Umbau.
 
So, damit Torsten nicht meckert. Hier ist das vorläufige Ergebnis der Umbaumaßnahmen. Ziel war, ein zusätzliches DW Ventil, einen Hydraulikölfilter, Dichtigkeit bzw. Ölverlust zu stoppen und einen 3 Wege Hahn um auf Frontladerbetrieb umschalten zu können. Den Hydraulikölfilter haben meine Vorbesitzer wohl mal wegrationalisiert als die neue Pumpe rein kam, anders kann ich mir das nicht erklären. Die langen Schrauben vorn am Steuerradkasten sind drin. Hinten am Steuergehäuse ist auch kein Filter drin. Da der Filter mich vorne stören würde wegen der Frontladerkonsole und weil es aussieht wie ein Gaschwür an der Seite, hab ich ihn Kurzerhand nach hinten an den Kotflügel verlegt. Man kommt dort gut ran und stören tut er dort auch nicht. Die Bedienbarkeit der Ventile ist auch gegeben, wobei ich am EW noch was ändere. Leider ist das EW auch noch undicht, obwohl ich die oberen Nutringe schon getauscht habe. Ich glaube es kommt unten raus, wo der nächte Nutring sitzt. Nur für die Schläuche, eine Schnellkupplung und ein paar Verschraubungen hab ich schon um die 100 Euro bezahlt, die Kosten für das DW Ventil, den 3 Wegehahn und die anderen beiden Schnellkupplungen weiß ich noch nicht, die Rechnung steht noch aus. Später wenn ich den Bedarf sehe, kann ich noch einen drucklosen Rücklauf nachrüsten, vorbereitet ist schon alles. Den Rest seht ihr auf den Bildern. Die Größe der Bilder hab ich mit einem Tool verkleinert, wer Bessere will kann sich melden.

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Gruß Jürgen
 
Hallo,

man bekommt die alten Bosch Ventile sehr schlecht dicht, am besten das komplette Ventil tauschen .

Kostet neu als Nachbau ca 90€

Gruss werner
 
Danke für den Tipp, ist zu spät. Den Nutring für unten hab ich gerade bestellt, 35 Euro bei Case, hust.... Die oberen hab ich bei Hansaflex bekommen. Außerdem sollen die Bosch Ventile besser funktionieren. Wenn alle Stricke reißen und die Reparatur scheitert, muss ich in den sauren Apfel beißen und ein Neues kaufen, die sind bei Schlepperteile ja nicht teuer. Hab vorhin beim Lama in den Granit Katalog gelinst, da sollen die Nachbauventile 162,- kosten.

Aber erstmal werde ich das versuchen.

Gruß Jürgen
 
So, für alle die das noch vor sich haben, hier mal wieder ein paar Bilder.

Da der Schlepper auch an den Hebeln der Hydraulik tropfte, hab ich ja oben schon mal gefragt. Der Ausbau ist aber sehr schwierig, ich bekam die Hebel im Inneren nur sehr schwer runter. Gibt es dafür einen Trick? Ich hoffe ich bekomme das so wieder hin. Und das ganze nur wegen ein paar läpscher O-Ringe, das hätten sie auch anders lösen können.

Was mich richtig erschrocken hat, war, das dort in dem Gußrohr noch Späne von der Bearbeitung drin waren!!!!!!! Die habe ich heute morgen erstmal mit heißem Wasser und Spüli rausgewaschen. Sonst sind die Sitze und Wellen noch gut in Schuß nach 50 Jahren. Auch im Inneren des Gehäuses sieht es noch sehr gut aus, man kann auch sehr gut den Ansaugfilter der Hydraulik kontrollieren.

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Gruß Jürgen
 
Hallo, 

der separate Betlüftungsfilter ist laut einem älteren Beitrag nur bei Frontladerschleppern vorhanden. An meinem 724 von 1971 sieht es unter dem Kennzeichenhalter genauso aus. Mich würde interessieren ob dein Kennzeichenhalter eine Bohrung besitzt, über welche der Druckausgleich zur Atmosphäre erfolgt. Bei mir ist an der Rückseite nämlich ein Blech aufgeschweißt, befürchte das sich da ursprünglich eine Bohrung befand.

Gruß, Stefan
 
Hallo,

zwar etwas später aber immerhin.

Hier das Bild wie es an meinem 523 aussieht.

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Unten ist die Ölschraube mit 32ér Schlüsselweite und Entlüfterfunktion zu sehen.

Das wo bei dir das Sieb ist, wurde ein Blindstopfen eingesetzt.

Gruß
Torsten

IHC, alles wird gut!
 
Hallo.

Das mit dem großen Belüftungsfilter für Frontladerbetrieb macht Sinn, wenn der bei mit Last drin runter rauscht muss die Luft schon sehr schnell irgendwo hin. Dann muss mein Schlepper ja mal mit Frontlader ausgeliefert worden sein.

Mein Kennzeichenhalter hat ein s.g. Labyrinth hinten dran, siehe Bilder. Da muss man nur aufpassen das die Hummeln dort nicht nisten ;).

Die Stellwellen sind jetzt auch wieder dicht. War eine kniffelige Sache. Um das Element da raus zu bekommen muss man in dem Hydraulikblock die einzelnen Hebelchen lösen. Um das wieder einbauen zu können, musste ich vorne die Regeleinheit ausbauen. Das geht relativ gut, sogar wenn der Hydraulikblock noch eingebaut ist. Soweit ich das Prüfen konnte funktioniert die Hydraulik auch wie vorher, die Regelhydraulik werde ich wohl nie testen können, Plügen brauche ich nicht mehr.

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Gruß Jürgen
 
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