633 Öl Frage: eines für alles?

HaPeWe

Bekanntes Mitglied
Registr.
2 Mai 2019
Beiträge
67
Hallo,

ich möchte bei meinem 633 alle Öle + Filter (Motor, Getriebe, Hydraulik) wechseln. 

Habe hier im Forum folgendes dazu recherchiert:

Motoröl: laut Spezifikation geht 10w30, häufig wird auch 15w40 empfohlen (das ich jetzt nicht auf der Spezifikationsliste gefunden habe)

Getriebeöl: sae 80-90 gl4

Hydrauliköl: HLP46

Es gibt ja dieses STOU 10w30 Öl, dort steht in der Beschreibung, dass es ganzjährig für Motor, Getriebe und Hydrauliksysteme verwendet werden kann.

Da ich alle Öle kaufen muss, würde ich geren aus pratischen Gründen einfach nur ein Fässlein von dem STOU 10w30 besorgen und damit alles auffüllen. 

Ist das ok, oder doch lieber die drei verschiedenen Sorten?  Ich habe davon leider keine Ahnung, vielleicht kann mir jemand hier etwas Licht ins Dunkel bringen.

Vielen Dank und Gruß

Hans
 
Moin.

Da wirst du keine zufriedenstellende Antwort drauf bekommen. Das Öl gab es zu der Zeit der Schlepper noch nicht. Die Meisten werden sagen das du die einzelnen Öle nehmen sollst, gibt sie ja noch. Wenn du das STOU nimmst, der Motor nach 100 Stunden den Geist aufgibt, werden alle sagen es hat am Öl gelegen. Vielleicht wäre das auch mit 10W30 passiert, weiß niemand.

Öl ist eine Glaubensfrage aber eines steht fest: Besser falsches als keins!

Wenn in der Beschreibung des STOU steht das es alle Normen erfüllt, warum nicht. Das Grundöl ist immer gleich, die Additive machen den Unterschied. Wenn der Hersteller sagt sein Öl kann das alles,, ist es wieder eine Frage des Glaubens. Ein Teufelskreis.

Deshalb werden diese Ölfragen immer zur never ending Story..

Gruß Jürgen
 
Hallo,

danke schon mal für die Einschätzung. Jetzt bin ich wieder unschlüssig...

Ein bekannter hat mir empfohlen, als Hydrauliköl bei dem Schlepper lieber auch ein höherwertigeres Öl als HLP 46 (bspw. Motoröl) zu verwenden, da es vorkommen kann, dass das Hydrauliköl bei den alten Schleppern durch undichtigkeiten in den Motorölkreislauf kommen kann. 

Jetzt habe ich einen Bericht gelesen, der die Alterung von Motoröl in Hydraulikanlagen von Baumaschinen untersucht hat. Die kamen zur Feststellung, dass ab ca. 1000 Betriebsstunden die Additive von Motoröl im Hydraulikkreislauf zerstört werden und dann das Öl schlechter wird (Kavitation, Versottung) als ein klassisches Hydrauliköl. 

Meine Kompromisstrategie wäre jetzt 

 (Laut Technischen Datenblatt für den 633): Getriebeöl: sae 80-90 gl4 und Motoröl 10w30

Als Hydrauliköl das Stou 10w30. 
 
Moin,

in die Hydraulik würde ich aus Vereinfachungsgründen auch nur Motorenöl einfüllen. Bis man das Motoröl ,,aufgearbeitet" hat, das dauert. Und Jahrzentelang wure einfaches Motorenöl in Hydraulik und Motor gefahren, das ging immer. Selbst Schlepper, die täglich vorm Siloblockschneider oder Futterwagen laufen und hydraulische Arbeit leisten, laufen problemlos mit Motorenöl.

Gruß

Frank
 
Hallo Hans ,

Also ich würde es nicht tun.  Natürlich ist ein falsches Öl besser als keines.

Die Frage ist nur: wie verträgt sich dieses STOU (höre den Namen zum ersten Mal) mit all den Dichtungen die in Deinem, doch älteren  Traktor verbaut sind?

meiner ansicht ist so ein Superöl auch immer ein Kompromiss, der nicht allem gerecht werden kann.

Mir wurde halt gesagt,daß die modernen Öle besondere Additve  besitzen die für ältere Motoren nicht geeignet sind. Besonders für die damals verbauten Dichtungen.

Für meinen D320 haben mir mehrere erfahrene Landmaschinenmechanikermeister unhabhängig voneinander erstraffinade, mineralisches Öl z.bsp für den Motor

empfohlen und zwar das 15W40. Früher war es das HD 10 im Winter HD30 im Sommer ,dann einigte man sich auf HD20 ganzjährig.Dann gab es diese Sorte eine

zeitlang nichtmehr (jetzt wieder) Ich bin dann auf 15W40 umgestiegen(ganzjährig) und nehme grundsätzlich dieses Öl für den Motor

Auch für Getriebe u Hydraulik würde ich das vorgeschriebene Öl verwenden.

                                                                   Gruß  Harry
 
Zurück
Oben Unten