Weiter gehts. Aktuell bin ich schon weiter, aber es fehlt meist die Zeit zur Dokumentation hier.
Nachdem die drei Lager stirnseitig ausgebaut waren, habe ich die Einbautiefe der Antribswelle am Kegelrad gemessen. Laut WHB gibt es eine Messwelle dazu, die ich aber nicht habe und ohne weiteres auch nicht anfertigen kann.
Also habe ich einen Messpunkt in Gehäuse markiert und die Messung mit dem Tiefenmaß xmal wiederholt um sicher zu stellen, dass ich nicht jedes mal was anderes messe. Die 49,50 wurden dann notiert.
Dann kann die Welle ausgebaut werden, d.h. die Schiebewelle etwas nach rechts, damit Platz ist, und dann die beiden 60‘er Muttern lösen, mit denen auch die Kegelrollenlager gespannt werden.
Auf dim Bild oben sieht man das aufgebogene Sicherungsblech und links einen schmalen selbstgebauten 60‘er Schlüssel. Der darf max. 7 mm breit sein. Rechts ist mehr Platz, da passt ein Standardschlüssel .
Da liegt das gute Stück.
und die Vorgelegewelle nebenan mit der für den Rückwärtsgang.
Zum Ein- und Ausfädeln raus, bzw. ins Gehäuse, muss die kleine Welle vorne (Rücklaufwelle) auch gelöst werden, nachdem ihre Lage stirnseitig markiert wurde. Dann gehts gut.
Das Getriebegehäuse kann nun sauber gemacht werden. Was beim normalen Ölwechsel an Restöl und Abrieb bleibt, kann so gut ausgewischt werden.
Jetzt werden die Ritzel der Straßengruppe getauscht. Die Vorgelegewelle wird dazu in die Werkstatt im Keller gebracht.
Mit etwas Gefühl und Geduld geht das alles ganz gut, wenn ...
man nicht die Federn und Kugeln der Synchroneinheit in der nicht gekehrten Werkstatt verteilt.
Nach langem Suchen und mehreren Versuchen hat der Zusammenbau dann funktioniert. Nebeneffekt: Werkstatt pickbello sauber und aufgeräumt.
Meine Technik: Mit einem umlaufenden Kabelminder die 3 gefederten Kugeln an Ort und Stelle halten. Dann den Schaltring aufsetzten und beschweren, damit dieser nicht auf der einen Seite etwas tiefer rutscht und dann auf der anderen gleich wieder eine Kugel samt Feder abschießt. In dieser Konstellation mit einem filligranen Schraubendreher Kugel für Kugel etwas tiefer eindrücken und schon sitzt der Ring wieder an Ort und Stelle.
Also immer schön aufpassen, sofern die Synchroneinheit nicht Gegenstand der Repareatur ist, das diese Komponente schön zusammen bleibt, sprich der Schaltring mittig verbleibt und an diesem nicht gehebelt oder gerdrückt wird. Im WHB wird auch ein provisorischer Kugelfang beschrieben, was mir hinterher erst aufgefallen ist.
Die Überprüfung und Einstellung der Synchroneinheit spar ich mir hier, steht im WHB.
Jetzt wieder alles einbauen ...
Vorgelegewelle ins Gehäuse einfädeln, Lager bleiben noch außen vor, Rücklaufwelle mit Umkehrzahnrad wieder einbauen.
Da wars für heute.