744 Unterlenkerwelle gedichtet (Beschreibung) - möchte nun Regelhydraulik prüfen

e.r.

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27 Juni 2008
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Hallo,
dank eines alten Beitrags konnte ich bei meinem ICH 744 die Unterlenkerwelle (=UW) neu abdichten. Wie kann ich jetzt die Funktion der Regelhydraulik überprüfen, ohne den Pflug anzubauen? Ich möchte sicher sein, dass sich - durch das notwendige Verschieben der UW beim Abdichten - im Getriebe nichts ausgehängt hat. Mit dem Montiereisen irgendwie/ irgendwo hebeln?
Grüße e.r.

Für alle Interessieren der Reparaturvorgang:
Zuerst links und rechts an den Enden der UW die beiden Federstifte aus den Halteringen, die die Unterlenker fixieren herausschlagen und diese Ringe abnehmen. Achtung! Daneben sind noch 2 dünne Distanzbeilagscheiben. Dann alle nötigen Federsplinte abziehen, die beiden Unterlenker abnehmen und zur Seite stellen. Jetzt auf einer Seite den sichtbaren eisernen Schutzring, Durchmesser (wahrscheinlich Zollmaße) hier in mm: 54,2 – Innendurchm.: 24,75 - Breite 13,15 herausholen. An seiner zum Getriebe zeigenden Seite ist er etwas konisch verjüngt. Er sitzt nur lose auf der 24,7 mm starken UW und kann leicht, ev. mit etwas Verschieben der UW, herausgeholt werden. Dahinter sieht man schon den eingepressten zylindrischen Metallring. Der Händler hat mir sicherheitshalber zwei mitgegeben. Sein Maße in mm: Außendurchm.: 42,0 – Innendurchm.: 29,8 – Breite: 16,0. Innen hat er eine zylindrische, 3 mm tiefe und 9 mm breite Ausnehmung, wo die Dichtung eingelegt wird. Auf der zum Getriebe zeigenden Seite ist er innen 2,3 mm abgesetzt. Wozu? Preis pro Stück: €31,0!! Ich konnte beide dem Händler wieder zurückbringen. Es ist nicht notwendig diesen Eisenring zu tauschen!!
Der neue Dichtring ist ein Hohlzylinder Außendurchm in mm: 35,5 – Innendurchm.: 21,0 – Breite: 9.0. Material: gelblichweißer, biegsamer, harter Schaumstoff (ähnlich der Sohle der bekannten weißen Hausschlapfen). Preis pro Stück: € 5,10.

Dieser Dichtring steckt, wie oben beschrieben, in dem eingepressten, eisernen Haltering. Man schiebt die Welle gerade so weit zurück (geht leicht, ohne Widerstand), bis der Dichtring frei zugänglich ist. Er steht natürlich etwas über. Nun sticht man mit einem Schraubenzieher in den Schaumstoff und hebelt ihn heraus. An der zum Getriebe zeigenden Seite war der alte Dichtring ca. 2,5 mm teilweise recht abgestoßen und bröselig. Warum? Alles reinigen/ ausblasen. Der neue, leicht gefettete Dichtring geht ohne Probleme in seinen Platz. Die UW wird wieder vorsichtig zurückgeschoben. Das geht jetzt nicht mehr so leicht, weil der neue Dichtring die UW fest umspannt. Bei der ganzen Aktion kommt glücklicherweise kein Öl heraus.Bei der anderen Seite genauso verfahren. Die untern Lenker wieder anbauen, mit Federsplinten sichern, fertig.
 
Hi,
diese Beschreibung finde ich sehr gut.
Dennoch habe ich zwei Fragen dazu.

1. Kann man die eigentliche Dichtung durch die ca. 30mm durchmessende Öffnung des eingepressten Metallringes aus und einbauen?

2. Wieso kommt beim austauschen kein Öl raus, obwohl es wegen der defekten Dichtung rausläuft wie Sau?

Grüße aus Metzingen
Ingo
 
e.r.:

Hallo,
dank eines alten Beitrags konnte ich bei meinem ICH 744 die Unterlenkerwelle (=UW) neu abdichten. Wie kann ich jetzt die Funktion der Regelhydraulik überprüfen, ohne den Pflug anzubauen? Ich möchte sicher sein, dass sich - durch das notwendige Verschieben der UW beim Abdichten - im Getriebe nichts ausgehängt hat. Mit dem Montiereisen irgendwie/ irgendwo hebeln?
Grüße e.r.

Für alle Interessieren der Reparaturvorgang:
Zuerst links und rechts an den Enden der UW die beiden Federstifte aus den Halteringen, die die Unterlenker fixieren herausschlagen und diese Ringe abnehmen. Achtung! Daneben sind noch 2 dünne Distanzbeilagscheiben. Dann alle nötigen Federsplinte abziehen, die beiden Unterlenker abnehmen und zur Seite stellen. Jetzt auf einer Seite den sichtbaren eisernen Schutzring, Durchmesser (wahrscheinlich Zollmaße) hier in mm: 54,2 – Innendurchm.: 24,75 - Breite 13,15 herausholen. An seiner zum Getriebe zeigenden Seite ist er etwas konisch verjüngt. Er sitzt nur lose auf der 24,7 mm starken UW und kann leicht, ev. mit etwas Verschieben der UW, herausgeholt werden. Dahinter sieht man schon den eingepressten zylindrischen Metallring. Der Händler hat mir sicherheitshalber zwei mitgegeben. Sein Maße in mm: Außendurchm.: 42,0 – Innendurchm.: 29,8 – Breite: 16,0. Innen hat er eine zylindrische, 3 mm tiefe und 9 mm breite Ausnehmung, wo die Dichtung eingelegt wird. Auf der zum Getriebe zeigenden Seite ist er innen 2,3 mm abgesetzt. Wozu? Preis pro Stück: €31,0!! Ich konnte beide dem Händler wieder zurückbringen. Es ist nicht notwendig diesen Eisenring zu tauschen!!
Der neue Dichtring ist ein Hohlzylinder Außendurchm in mm: 35,5 – Innendurchm.: 21,0 – Breite: 9.0. Material: gelblichweißer, biegsamer, harter Schaumstoff (ähnlich der Sohle der bekannten weißen Hausschlapfen). Preis pro Stück: € 5,10.

Dieser Dichtring steckt, wie oben beschrieben, in dem eingepressten, eisernen Haltering. Man schiebt die Welle gerade so weit zurück (geht leicht, ohne Widerstand), bis der Dichtring frei zugänglich ist. Er steht natürlich etwas über. Nun sticht man mit einem Schraubenzieher in den Schaumstoff und hebelt ihn heraus. An der zum Getriebe zeigenden Seite war der alte Dichtring ca. 2,5 mm teilweise recht abgestoßen und bröselig. Warum? Alles reinigen/ ausblasen. Der neue, leicht gefettete Dichtring geht ohne Probleme in seinen Platz. Die UW wird wieder vorsichtig zurückgeschoben. Das geht jetzt nicht mehr so leicht, weil der neue Dichtring die UW fest umspannt. Bei der ganzen Aktion kommt glücklicherweise kein Öl heraus.Bei der anderen Seite genauso verfahren. Die untern Lenker wieder anbauen, mit Federsplinten sichern, fertig.
Servus miteinander.

Hallo e.r. Wie hast du nun die Prüfung der Regelhydraulik vorgenommen? Ich hab an meinem 955 das Gefühl, dass diese nicht Arbeitet. Beim Pflügen mit einem 4-Schar wird der Pflug nur auf einigermassen gutem Widerstand geführt, wenn sich der Regelhebel im Druckbereich, kurz vor dem "Ausheben"-Bereich befindet. Sobald der Einstellhebel im Zugbereich gestellt wird, gräbt sich der Pflug ein.

Kann mir nicht vorstellen, dass ein 4-Scharer im Druckbereich arbeitet.

mfg Otze
 
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