844XLA Allradachse/Mittelachsbolzen Spiel

quattronaut

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55278 Rheinhessen
Hallo zusammen,

habe einen 844XLA mit realen rund 7300 Stunden den ich mir anschauen möchte. Habe ihn vor ein paar Tagen, bei einem Gespräch mit dem Besitzer, begutachtet und schon hier und da nachgeschaut. Beim Versuch ein Vorderrad nach vorne/hinten zu drehen ist absolut kein Spiel zu merken, weder in der Achse noch im Mittelachsbolzen. Habe das Rad auch versucht seitlich zu bewegen indem ich es zwischen die Beine geklemmt habe und mit hohem Kraftaufwand nach links und rechts gedrückt habe, kein Spiel! Der Schlepper hat keinen Frontlader.

Wie kann man am besten Spiel in der Achse und dem Mittelachsbolzen testen? Geht das vernünftig nur im aufgebockten Zustand? Das Spiel der Kardanwelle habe ich noch nicht getestet, werde ich bei der Besichtigung machen.

Gruß

quattronaut
 
Moin.

Möchtest du unbedingt Spiel finden oder nur wissen ob du ihn kaufen kannst? 

Das sind alles alte Maschinen, da muss man jederzeit mit Reparaturen rechnen.  Da ist die Vorderachlagerung noch eine geringfügige Sache. Schlimmer sind Kupplung und und Verschleiß. Undichtigkeiten sind bei Kabinenschleppern auch immer aufwendig. 

Es gibt 3 Stufen beim Verschleiß der Vorderachslagerung. 1. Stufe ist axiales Spiel. Dabei bewegt sich die Achse vor und zurück auf dem Bolzen. Läßt sich prüfen  in dem man mit eingeschaltetem  Allrad am besten auf einem festen  Untergrund ein paar Kreise  fährt, anhält und im Stand den Allrad ausschaltet.  Wenn ein deutlicher Ruck durch die Achse geht sieht man das. Besser wäre noch die  Mittenlagerung beobachten wenn jemand anders den Allrad  ausschaltet. Ruckeln tut der Schlepper immer, das liegt an Verspannungen.

2. Stufe ist Buchsen verschlissen. Dann hättest du bei deinem Test schon was gemerkt.

3. Stufe wäre alles verschlissen. Bolzen dünn und  Aufnahmen der Buchsen im Gehäuse schon Schrott. Auch da hättest du bei dem Test schon was gemerkt.

Wenn der Schlepper dir gefällt, der Preis stimmt und ihr euch einig werdet, ist eine Reparatur des Mittelachsbolzens kein Weltuntergang. 

Gruß und  viel Erfolg, 

Jürgen 
 
Hallo,

natürlich möchte ich kein Spiel finden sondern nur feststellen ob nicht doch welches vorhanden ist. Kenne es von anderen Schleppern, dass diese mit 5-6tsd. Betrstd. bereits ein merkliches Spiel zumindest im Mittelachsbolzen haben.

Die "Stufen" des Verschleißes kenne ich, da wie schon gesagt absolut kein Spiel zu finden ist war ich etwas stuzig. Habe "befürchtet", dass die Achse vllt. etwas zu knorrig ist und ich mit meiner Kraft nicht in der Lage bin diese so zu bewegen, dass ich das Spiel feststellen kann. Evtl. hatte er auch den Allrad drin sodass ohnehin eine Vorspannung vorhanden war, werde das nochmal genau nachschauen.

Das Testen mit dem Allrad ein-/ausschalten ist eine gute Idee, falls Spiel vorhanden ruckt die Achse etwas, das kenne ich von anderen Schleppern, hätte mir auch einfallen sollen.

Motor und Kupplung sind beide gemacht, Preis ist ok für den Zustand und die Stunden. Er ist von 85´, einer der letzten rot weißen wenn mich nicht alles täuscht.

Werde mir u.a. Undichtigkeiten sowie das Spiel des 3-Punkts anschauen sowie AHK, davon kann man auch einiges ableiten.

Wenn der Mittelachsbolzen dran wäre, wäre das kein Gegenargument für den Kauf, für mich, aber eine Verhandlungsbasis. Einzig die Türen am unteren Scharnier wurde mal geschweißt und gespachtelt, das ist etwas unschön gemacht, da muss ich nochmal dran gehen wenn was draus wird.

Melde mich wieder nachdem ich ihn begutachtet habe.

Gruß

quattronaut
 
 Er ist von 85´, einer der letzten rot weißen wenn mich nicht alles täuscht.
Moin,

schön das auch mal ein Gaujahr genannt wird....

also APL 1351, vermutlich mit Doppelkreuzgelenken weil einer der letzten... das ist gut.

Insgesamt ist die 1351 eher zu schwach für den Schlepper. Da er aber keinen FL hat kann sie noch okay sein.

Mittelachsbolzen würde ich mir keine Sorgen machen.

Schwachpunkt sind die Schwenkgehäuse und deren Lagerung im Achsgehäuse. Schwenkgehäuse bekommt man auch immer wieder hin, aber wenn ein Lagersitz der Kgelrollenlager im Achsgehäuse ausgeschlagen ist.... einkleben oder so ein Fusch hat keine Lebensdauer.

GENAU DARAUF  ACHTEN, DAS DER ABSTAND ZWISCHEN SCHWENKGEHÄUSE UND ACHSGEHÄUSE OBEN/UNTEN BEIDE SEITEN GLEICHMÄSSIG IST.

Das wäre ein gutes Zeichen.

Wenn zu lange mit defektem Lager gefahrren wurde sieht man auch evtl dass das Schwenkgehäuse direkt auf dem Achskörper geschliffen hat... Material fehlt..

Frank
 
Hallo,

vielen Dank für deinen Tipp, Frank, habe ihn befolgt und konnte feststellen, dass die Achse wie du schon sagtest, (APL1351) absolut ok ist. Aufgefallen ist jedoch, dass ein gewisses Spiel zwischen Kreuzgelenk und Planetengetriebe besteht, das ist nicht unerheblich finde ich. Von Kardanwelle zu Kreuzgelenk gesehen besteht kaum Spiel. Auch beim Anfahren und kuppeln mit Allrad ist nichts zu hören und zu sehen.

Einzig die Kupplung kommt extrem spät, hat aber Griff und er springt sogar im 4. Straßengang nach vorne wenn man es raus fordert, Kupplung ist auch erst ca. 400 Stunden alt.

Was jedoch negativ ist, er benötigt auf rund 20 Betriebsstunden einen knappen Liter Öl, Motor ist von einer Fachwerkstatt gemacht, also Buchsen/Kolben, Lagerschalen usw., vor ebenfalls 400 Stunden, aber da ist irgendetwas nicht ok. Kopfdichtung wurde natürlich erneuert aber ob der Kopf überholt wurde konnte nicht genau bestätigt werden, evtl. liegt da das Problem mit dem Ölverbrauch.

Schalthebel (ist ein Ergo-S) haben auch schon recht viel Spiel für die Stunden aber er lässt sich butterweich schalten, Gänge gehen in alle Gassen komplett rein und es kracht auch nicht, auch nicht in der Untersetzung/Rückwärtsgang wenn er noch leicht rollt. Ebenso das Zugmaul ist schon gut am schlockern, sind alles Punkte die einen wieder auf den Boden der Tatsachen zurück holen.

Gruß

quattronaut
 
Welche Tatsachen ??

Was soll er den kosten ?? Ansonsten wie schon erwähnt... Normaler Verschleiß.. einpreisen.. und später weiterschauen und wie sagt mein Mechaniker erstmal:

"Lass das mal bei deinen Spielereien lauter werden... dann kommst du in 10 Jahren wieder und dann machen wir das" ;-)
 
Hallo,

meine mit "Tatsachen", dass nicht alles so toll ist wie es auf den ersten Moment wirkt, in diesem Fall zumindest bestätigt es sich einmal mehr.

Wenn ein Motor ordentlich gemacht ist, darf er zumindest nach 400 Stunden fast keinen Tropfen verbrauchen. Habe einen Motor, mit ca. 6500 Stunden, der verbraucht zwischen den Ölwechselintervallen (250 Stunden) nicht sichtbar Öl.

Halte das für [BAD]ig, zu warten bis etwas ganz kaputt ist bis man es angeht. Wenn irgendwo etwas reparaturbedürftig zu sein scheint, sollte man sich darum kümmern und wenn das Herzstück(!), gerade da, ein solch gravierendes Problem zeigt kann ich persönlich nicht einfach damit weiter fahren.

Motor hat Kraft und raucht nicht, das ist gut aber der Ölverbrauch ist nicht normal.

Grüße

quattronaut
 
Baujahr 85.... also 38 Jahre alt... dass das keine Jungfrau mehr ist ist doch wohl klar?

Wenn die Vorderachse gut isr ist schon viel gewonnen.

Ölverbrauch.. kann viele Ursachen haben...
 
Stimmt wohl. Das die Vorderachse gut ist kann ich bis auf die Schwenklager nicht bestätigen. Die Planeten haben ordentlich Spiel, für mein Befinden zu viel...

Wenn er sozusagen "neu gemacht" ist und mit 400 Stunden auch halbwegs eingelaufen ist, sollte das vom Kurbeltrieb nicht kommen, oder nicht?

Falls wir uns einig werden, schaue ich mir zunächst den Kopf an. Er ölt auch etwas an der Krümmerdichtung.

Werde keinen Preis nennen, er spielt jedoch in der aktuell oberen Liga, daher finde ich sowas in dem Maß unschön.
 
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