Achsschenkel D214

Bigholgi

Bekanntes Mitglied
Registr.
30 November 2021
Beiträge
86
Ort
31191 Algermissen
Guten Morgen zusammen, 

ich habe den linken Achschenkel ausgebaut, weil er sich beim Lenken in den Buchsen bewegt hat. ANbei mal Bilder vom linken und vom rechten Achsschenkel. Der linke hat oben Spuren (die ersten beiden Bilder), der rechte oben und unten, jedoch nicht so tief (Bild 3 und 4). Gibt es eie Möglichkeit, die aufarbeiten zu lassen, kann man den rechten eventuell sogar noch weiterfahren? 

eup-1137430690-f3dce48a3bdd9f8088405cb45fc16a53-1665903760_big.webpeup-1137430690-9d21ea4d0411f3dc1ea7fcefe9b89a58-1665903760_big.webpeup-1137430690-c609afc8587e99932c3a478b19f2dc34-1665903760_big.webpeup-1137430690-5a6e98a31eb02f08736a5670c2fac5cc-1665903760_big.webp

Danke und einen schönen Sonntag!
 
Hallo Holger,

ich bin selbst gerade dabei Achswellen laserschweißen zu lassen (kann sie vorauss. kommende Woche abholen).

Vielleicht wäre das auch was für Dein aktuelles Problem.

Evtl. habe ich aber auch noch einen neuen Achsschenkel.

Grüße Johannes
 
hanni-1:

Hallo Holger,

ich bin selbst gerade dabei Achswellen laserschweißen zu lassen (kann sie vorauss. kommende Woche abholen).

Vielleicht wäre das auch was für Dein aktuelles Problem.

Evtl. habe ich aber auch noch einen neuen Achsschenkel.

Grüße Johannes
Moinsen,

gute Idee, hätte auch eine Firma die das macht jedoch muss das gute Stück weiter bearbeitet werden, weil die Firma nur Schweißarbeiten macht. Und das von Hand zu feilen, bekommt man nicht wirklich so gleichmäßig hin, als dass die Buchsen darunter nicht wieder leiden würden. Und dann kann ich sie auch so lassen wie sie sind.

Also muss ich wohl auf gute Gebrauchte oder vllt. sogar Neue hoffen.

Gruß Holger
 
Hallo Holger,

die sehen ja echt schlimm aus; die komplette Hartschicht ist weggeplatzt.

Für meinen D432 hatte ich nach langer Suche einen Schlachter gefunden, der mir noch ganz Ordentliche anbieten konnte; von einem Trecker, der offensichtlich nicht mit Frontlader bestückt war und bei dem "Schmierung" kein Fremdwort war wie bei Meinem.

Viele Schlachter inserieren in den ebay-KA. Ich habe etliche angeschrieben oder angerufen, ob sie gerade was für mich da hätten.

Aufschweißen ist sicher auch eine Lösung, aber das wäre dann natürlich nicht so hart wie am Original. Und fürs Abdrehen ist wegen der Achsbolzen eine entsprechend große Drehbank oder besser noch eine Rundschleifmaschine erforderlich.

Viel Glück und Ausdauer für deine Suche,

Markus 
 
Hallo,

das kann man aufschweißen und wieder auf Maß schleifen. Macht jede vernüftige Schleiferei. Hatt mal ein ähnliche Problem am Unimog, der Chef dort meinte alles kein Problem.

Tschüß,

Bernd
 
Moin.

Handwerklich alles kein Problem. Wenn man das Aufschweißt passieren 2 Sachen. Erstens wird die Welle krum, zweitens geht die ursprüngliche Wärmebehandlung flöten. Wärmebehandlung macht Stahl entweder hart, fest oder zäh. In dem Fall vom Achsschenkel außen hart (verschleißfest) und innen zäh. Dafür hat der Hersteller einen entsprechenden Stahl gewählt. Das jetzt einfach irgendwie mit irgendwas aufzuschweißen bringt einen noch nicht viel weiter. Danach kommt die mechanische Bearbeitung, richten, drehen, schleifen. Dann kann man das Teil sicher wieder einbauen. Aber eigentlich müsste es zumindest nitriert werden um die Oberfläche zu härten. Ganz theoretisch geglüht und vergütet oder eben gehärtet. Das alles ist möglich aber sehr aufwendig und somit teuer. Ich gehe davon aus das es auch nur mechanisch aufgearbeitet funktioniert und sicher noch ein paar Jahre hält. Besser wären allerdings gute Gebrauchte zu finden und die einzubauen.

Gruß Jürgen
 
Ich habe ein Angebot für Laserschweißen bekommen, was definitiv günstiger ist als zwei neue Achsschenkel. Laut dieser Firma wäre das Geschweißte härter als das Grundmaterial. Allerdings müsste dann noch das Material auf Maß wieder abgeschliffen werden, was auch kein Problem darstellen soll (siehe Beitrag von Bernd). Ich denke auch, dass es sogar ausreichend stabil wäre, da es 1. ein kleiner Schlepper ist, der 2. keine schwere Arbeit mehr vollbringen muss. Trotzdem ziehe ich originale Achsschenkel im guten oder neuen Zustand natürlich vor.

Vielen Dank schon einmal für Eure hilfreichen Beiträge :-) 
 
Auf dem ersten Bild macht es den Eindruck, als wäre nur dort was abgeplatzt, wo der Achsschenkel kein Kontakt mit den Buchsen hat, sondern nur mit Fett... Oben und unten sieht es doch noch intakt aus. Was für Buchsen hat denn der 214? Beim 744 z.B. ist nur ganz oben und ganz unten eine Buchse, in der mitte kommt der Achsschenkel mit nichts in Berührung. Wenn das hier zutrifft finde ich, besteht doch garkein handlungsbedarf, oder liege ich falsch? 
 
peter744:

Auf dem ersten Bild macht es den Eindruck, als wäre nur dort was abgeplatzt, wo der Achsschenkel kein Kontakt mit den Buchsen hat, sondern nur mit Fett... Oben und unten sieht es doch noch intakt aus. Was für Buchsen hat denn der 214? Beim 744 z.B. ist nur ganz oben und ganz unten eine Buchse, in der mitte kommt der Achsschenkel mit nichts in Berührung. Wenn das hier zutrifft finde ich, besteht doch garkein handlungsbedarf, oder liege ich falsch? 
Nein, die Stellen sind da, wo auch die Buchsen sitzen, daher wäre es nur eine Frage der Zeit, wann die neuen Buchsen auch wieder ausgeschlagen sind, da der Acgsschenkel dann zuviel Spiel hätte.
 
Hallo,

mir stellt sich die Frage, ob sich der Aufwand lohnt mit dem 

Aufschweißen? Neue Buchsen rein und die Sache gut in Fett halten.

Es ist ja ein leichter Schlepper und die Stunden macht er nun auch nicht

mehr im Jahr. Es sei denn, er lenkt durch den Verschleiß erheblich schwerer,

was ich mir aber nicht vorstellen kann.

Meine Meinung.

Gruß Casi
 
Eine weitere Lösung wäre, die abgeplatzten Bereiche mit Flüssigmetall aufzufüllen. Die "nur verschlissenen" noch glatten Bereiche müssten dazu kräftig aufgerauht werden.

Das Material ist nicht sehr hart und man könnte mit Feile und Schmirgelleinen arbeiten, um das auf Maß zu bearbeiten.

Da gehört dann allerdings Geschick und Genauigkeit, ständiges Nachmessen des Durchmessers an möglichst allen Stellen dazu.

Anschließend möglichst glatt polieren, damit keine Angriffspunkte für Verschleiß entstehen.

Die Haltbarkeit wäre allerdings sehr zweifelhaft und möglicherweise stehst du damit in kurzer oder vielleicht auch längerer Zeit wieder vor einer erneuten Reparatur. Wenn da Kunststoffbuchsen drin  sitzen, müssten die dann vermutlich auch wieder neu.

Gruß Markus 
 
casi d-439:

Hallo,

mir stellt sich die Frage, ob sich der Aufwand lohnt mit dem 

Aufschweißen? Neue Buchsen rein und die Sache gut in Fett halten.

Es ist ja ein leichter Schlepper und die Stunden macht er nun auch nicht

mehr im Jahr. Es sei denn, er lenkt durch den Verschleiß erheblich schwerer,

was ich mir aber nicht vorstellen kann.

Meine Meinung.

Gruß Casi
Das Lenken ist nicht das Problem, sondern die Bewegung des Achsschenkels in den Buchsen. Dadurch, dass Material fehlt, bewegt sich der Achsschenkel bei Lenken innerhalb der Buchsen. Das mag durch neue Buchsen erstmal wieder besser sein, aber der Verschleiß der Buchsen wird durch die alten Achsschenkel erheblich höher sein.

So wie es aussieht, habe ich aber zwei neue Achsschenkel gefunden.
 
markusonlein:

Eine weitere Lösung wäre, die abgeplatzten Bereiche mit Flüssigmetall aufzufüllen. Die "nur verschlissenen" noch glatten Bereiche müssten dazu kräftig aufgerauht werden.

Das Material ist nicht sehr hart und man könnte mit Feile und Schmirgelleinen arbeiten, um das auf Maß zu bearbeiten.

Da gehört dann allerdings Geschick und Genauigkeit, ständiges Nachmessen des Durchmessers an möglichst allen Stellen dazu.

Anschließend möglichst glatt polieren, damit keine Angriffspunkte für Verschleiß entstehen.

Die Haltbarkeit wäre allerdings sehr zweifelhaft und möglicherweise stehst du damit in kurzer oder vielleicht auch längerer Zeit wieder vor einer erneuten Reparatur. Wenn da Kunststoffbuchsen drin  sitzen, müssten die dann vermutlich auch wieder neu.

Gruß Markus 
Da ist dann wieder die Frage der Chromschicht, die bei Flüssigmetall ja fehlen würde. Beim Laserschweißen kann man wohl einen Zusatz zugeben, der die Oberfläche chromähnlich werden lässt. Aber wie im oberen Beitrag schon geschrieben, habe ich zwei Neue in Aussicht. 
 
Zurück
Oben Unten