Ackerland pachten-soll nicht zu Grünland werden.

scynet

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27 Dezember 2015
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Hallo, ich will 2,5 Hektar Ackerland pachten, darauf Pferde laufen lassen und Heu machen. Ich bin kein Landwirt.

Soweit ich weiss, muss ich alle 5 Jahre umbrechen und eine übliche Ackerfrucht anpflanzen, damit das Land nicht seinen Status als Ackerland verliert und zu Grünland wird. So hat es jedenfalls der Vorpächter gemacht, er produzierte dort ausschliesslich Heu.

Nun meinte er, 1. er habe den Zahlungsanspruch für die Bewirtschaftungsprämie erworben und will sie jemand anderem verkaufen. Das ist mir egal.

2. Wenn ich als Nichtlandwirt die Fläche pachte, würde es automatisch zu Grünland. Also müsste ich eine Landwirtschaft anmelden. Auch kein Problem oder? Kennt sich jemand aus? Der Vorteil wäre, dass ich meine beiden Trekker auf grünes Nummernschild anmelden könnte und den Hänger auch. Was sagt Ihr dazu? Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen um eine Landwirtschaft an zu melden?
 
Das stimmt. Wenn Ackerland länger als 4 Jahr mit Ackergras einesät ist bzw. wie Grünland genutzt wird, dann wir es zu Grünland und darf nicht mehr umgebrochen werden. Das hat auch nichts

mit einer Bewirtschaftungsprämie zu tun. Ob er die anders verkaufen kann, kann ich so aus dem Stand auch nicht sagen.

Landwirtschaft anmelden geht von der Fläche her schon ab einem ha. Du brauchst dann eine Betriebsnummer und eine Hofstelle.

Für die zuständig ist eigentlich das nächst Landwirschaftamt oder die Kreisverwaltung.

Deien Status in der Landwirtschaftlichen Sozialversicherung muss du dann noch extra klären, od du zur LKK kommst oder bei deiner Kramkenversicherung bleiben kannst.
 
Hallo

Ich denke mal das zu klären da bist du hier falsch, da wird jeder etwas zusagen weil er irgendwo etwas gehört hat und kennt deine Verhältnisse nicht. am besten ist das du damit je nach Region Bundesland zur Landwirtschaftskammer/Landratsamt oder so hin gehst und dir genau aufklären lässt auf deine Verhältnisse. Auf 1 ha Land zwei Schlepper kann schwierig werden, wir mußten bei 50 ha und vier Schlepper schon gut reden damit wir für den vierten die grüne Nr. bekammen. Hier kannst du am besten das Finanzamt fragen da es da auch Unterschiede gibt von Amt zu Amt.

MfG

Alwin
 
Wenn ich da mal wohlwollend meinen Senf dazu geben darf :-),

weil ich diesen K(r)ampf gerade hinter mir habe.

Regionales Finanzamt is nicht mehr, Kfz. Steuer wird jetzt vom Zoll erhoben. Beim Antrag auf Steuerbefreiung (grüne Nr.) fragen die als

erstes nach deiner Steuernummer des Betriebes.Dann mußt du denen eine "Gewinnerzielungsabsicht" glaubhaft machen, ansonsten nix mit LOF,

sondern Hobby/Liebhaberei. Also Vorsicht, sich wegen vermeintlicher Vorteile in diese Mühlen zu begeben. Du wirst ab einer bestimmten Fläche ( ich meine 1 Ha) beitragspflichtig in der landw. BG,

"kraft Gesetzes" beitragspflichtig in der LAK und LKK. Da bist du insgesamt selbst beim Kleinbetrieb schnell bei 500€/Monat. Natürlich kannst du dich aus Letzteren rauskämpfen, wenn du anderweitig

"pflichtversichert" bist, aber das kostet Zeit, Energie und Geld. Aus der BG kommst du nicht raus, kostet ungefähr 350€/Jahr. Lohnt das wegen Kfz.-Steuer?

Betse Grüße +Matthes+
 
Hallo

Ja, natürlich ist es jetzt der Zoll habe lange die Steuerbefreiungen für Landwirte gemacht und seit dem Übergang zum Zoll nicht mehr aber das sitzt eben noch so drin.

MfG

Alwin
 
Ja Alwin,

ist ja auch alles gut und nur wohlwollend von mir gemeint.

Was waren das noch für Zeiten, als eine Bescheinigung des Ortslandwirtes ausreichte.

Heute sagen BG, LKK und LAK: Hey, mehr als ein Hektar, also beitragspflichtig.

Finanzamt/Zoll sagt: Gewinnerziehlungsabsicht? Nein?  kein LOF und keine Steuerbefreiung!

Da sind Führerscheinklassen,Höchstgeschwindikeiten, Achsenanzahl und Zulassungserleichterungen für LOF noch gar nicht dabei.

Aber, ohne politisch zu werden: "Wir sind Deutschland. Wir schaffen das"

Beste Grüße +Matthes+
 
Hallo,

ich würde mir das stark überlegen. Das ist ein hoher bürokratischer Aufwand. Hier in Nrw gilt man erst als Kleinlandwirt ab etwas über 8 ha. Ab da kann man auch grüne Kennzeichen bekommen. Allerdings muss man dann nachweisen, dass der Betrieb etwas erwirtschaftet. Mit einfach nur ein wenig Pferdeheu auf 1 ha wird das wahrscheinlich nichts. Das ist aber von Region zu Region anders. Erkundige dich da mal genau.

Gruß
 
Hallo,

Wenn du keine Flächenprämie beantragst, ist es eigentlich egal, was du mit der Fläche

machst.Sobald für diese Fläch  ein Prämienantrag gestellt wird, muß das mit den alle 5 Jahre Ackerfrucht

eingehalten werden bzw. später rückwirkend nachgewiesen werden. Sollte mit dem Eigentümer

vielleicht abgeklärt werden, ob man die Fläche beantragen muß oder nicht....
 
Hallo,

das ist nicht ganz richtig.  Bei CrossCompliance wird nur umgesetzt was auch Gesetz ist. Und da im Naturschutz Gesetz steht das Grasflächen nach 5 Jahren zum Dauergrünland werden wäre ich da vorsichtig.  Da ist es egal ob Prämien beantragt werden oder nicht.

Gruß Uli 
 
Und genau das ist die Frage. Muss ich Landwirt sein, um aus der Fläche kein Grünland werden zu lassen? Und, wird es Grünland wenn man keine Flächenprämie beantragt und nicht alle 5 Jahre umbricht.

Das mit demn Traktor ist sekundär, allerdings käme da ja noch der Vorteil des Folgekennzeichens beim LOF Anhänger mit ABE dazu, der nicht unerheblich ist.

Insgesamt Heue ich ja schon 2 Hektar und häufig das, worauf die Grossbauern keine Lust mehr haben. Ne Pferdehaltung gibts auch noch und dem Nachbarn presse ich sein Stroh... zeit an zu melden.
 
Hallo,

ja es wird Grünland wenn man es nicht alle fünf Jahre umbricht, auch wenn man kein Landwirt ist oder ZAs dafür beantragt. Habe mit beiden Möglichkeiten schon Erfahrungen sammeln dürfen.

Wird Land länger als 5 Jahre aus der Nutzung genommen, wird es sogar danach komplett stillgelegt von der unteren Naturschutzbehörde. also genau aufpassen. Die "Herren" sind sehr gut im Bilde, was auf den Flächen so geschieht.

Habe auch nur wenig Flächen, Weiden, Wald und kleine Betriebsfläche...aber jede Menge Erfahrung in dieser Hinsicht. Teile meiner Fläche sind mit der Zeit sogar so ökologisch wertvoll, das es fast mehr Naturschützer als Tiere auf der Fläche gibt ...  

Gruß Klaus
 
Danke für die Antwort, ich bin hier in Mecklenburg-Vorpommern, Naturschutz ist richtig und wichtig, allerdings ärgern sich die Leute hier, weil Berliner Naturschützer hier ankommen, uns erzählen wollen wie wir machen sollen und selbst haben die bei sich alles asphaltiert und betoniert. Auf die Frage: "na wenn es hier so toll ist von der Natur, heisst das doch, dass wir die letzten Jahrzehnte alles richtig gemacht habe müssen auch ohne euch?" Kommt keine Antwort mehr.

Hat aber mit dem Thema nichts mehr zu tun. Nochmals danke für alle Antworten.
 
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