Allgemeine Frage zu 956xla

Big Chief Buddy

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Hallo
ich habe einen 956xla Bauj.87 leider nur 30km/h Getriebe angeboten bekommen, gibt es besondere Schwachstellen und Baustellen die man vor dem Kauf beachten/kontrollieren sollte. Ich bin für alle Anregungen dankbar.
Peter
 
Hallo!

Ich stehe vor dem gleichen Problem. Hast du schon etwas erfahren? Vielleicht weiß ja doch noch jemand was?

Gruß Stefan
 
Hallo Stefan
leider hat sich noch kein 956xl Besitzer hier gemeldet, ist zwar schade aber nicht zu ändern. Hab den angebotenen 956xl halt selbst kontrolliert und dann genommen. Du mußt halt alles genauestens überprüfen. Aber alles siehste eh nie und da das eine Maschine ist steckste auch nicht drin. Bei mir war der 956 vom Händler, da geh ich dann hin und seh zu dass er eventuell auftretende Fehler noch auf Kulanz behebt. Ansonsten bringt die Suchfunktion hier einige Wehwehchen zu Tage, da hab ich dann drauf geachtet. Ansonsten ist das ein Topschlepper der richtig Spaß macht und das fehlende 40Km/h Getriebe macht er durch seinen Wahnsinns Sound und seinen super Wendekreis wieder wett. Auch macht sich das bei mir eh nicht so bemerkbar, da ich meist 25 km/h Anhängsel benutze. Da kann ich auch nicht wegen Geschwindigkeitsübertretung belangt werden.

Gruß
Peter
 
Hallo Peter!

Ich bin mir noch nicht so sicher, der den ich angeboten bekommen habe, hat schon 8100 Stunden runter, aber der Motor wurde gecheckt und die Kupplung sowie die Kardanwelle erneuert (vor ca. 500 Stunden). Die Reifen vorne sind neu, hinten schätze ich mal 30-40 Prozent. Ein 30er Allrad ohne Frontlader aber mit Druckluft und komplettem Frontgewichtsatz. Scheint aber absolut trocken zu sein. Der Motor weil er gemacht wurde (wieviel weiß ich nicht), die Achstrichter wurden gerade neu abgedichtet und der Rest würde wahrscheinlich auch im Stand ein wenig ölen, da ist aber nichts. Ich fahre jeden Tag da vorbei, der steht seit 4 Wochen immer auf der selben Stelle. Kommt mir fast ein bischen spanisch vor. Das hatte ich noch nicht, dass ein Schlepper bei der Laufleistung und dem Alter trocken ist.
Bei der Laufleistung muss ich mal sehen, ob ich den überhaupt will, wenn keiner sagen kann, was am Motor gemacht wurde. Wenn am 6er die große Nummer (Generalüberholung) kommt, wird es nicht billig. Es eilt nicht. Der 744 läuft ja. Was hältst du von 10.000 Euro dafür?

Gruß Stefan
 
Hallo Stefan,
was sind schon 8100 Stunden für einen über 20 Jahre alten Schlepper? Das sind über den Daumengepeilt ca. 400h im Jahr. Also ich finde das nicht viel. Wenn die Kupplung nachweislich neu ist, um so besser. Die Drulu. und die Frontgewichte sind jedenfalls nicht zu verachtendes Zubehör und das er schon 4 Wochen an der selben Stelle steht, was heist das schon? In der heutigen Zeit gehen die nicht mehr weg wie warme Semmeln. Auch das Argument trocken ist doch gut, wenn der so lange an einer Stelle steht kann man das doch gut überprüfen. Wobei nicht nachprüfbare Verkäuferangaben, was alles an dem Schlepper gemacht wurde, in meinen Augen sowieso nicht ernst zu nehmen sind. Deshalb gilt immer Augen auf beim Schlepperkauf. Den Preis find ich allerdings etwas arg hoch, ich denke da geht bestimmt noch was. Ich hab glatt 8 bezahlt. Der Verkäufer hat noch alle Öle und Filter in meinem Beisein gewechselt und ich war zufrieden. Aber wenn du weiter Spaß an deinem 744 haben willst, würd ich dir vom Kauf abraten. Ich hab auch einen 744 zum Vergleich zur Hand und der Altersunterschied macht sich doch arg bemerkbar. Die XL Kabine ist echt traumhaft im Gegensatz zu der Edscha des 744 und trotz des Größenunterschieds ist der Wendekreis des 956 echt sensationell, der dreht wie mein 624 fast auf der Stelle. Da kann ich schon verstehen dass Leute die den ganzen Tag mit dem Teil arbeiten müssen bei der Kaufüberlegung nicht lange überlegen müssten. Nur die schwabbel Schaltung hat mich doch sehr enttäuscht, da hätte ich besseres erwartet. Aber wo Licht ist, ist auch Schatten. Dafür entschädigt der traumhafte Motor und man kann die meiste Zeit dank des Durchzuges auf das Schalten verzichten.
Ich wünsche dir jedenfalls viel Grück bei der Suche und einem eventuellen Kauf.
Peter
 
8000 Std sind jedenfalls schon mal auf den Zähler!

Der Schlepper ist ein robustes und langlebiges Arbeitstier, allerdings hat der eine Stundenzahl wo man auf das Getriebe achten sollte, viele haben die Synchronringe schon bei der Stundenzahl verschlissen gehabt!
Fahre auch mal mit den Schlepper zügig rückwwärts, ruhig im schnellsten Gang und recht hochtourig. Wenn du nun das Gas schlagartig wegnimmst darf der Rückwärtsgang nicht herausspringen!

Achte auch auf den Motor ob er trocken ist, das Kühlwasser keine Blasen wirft und der Motor einen ruhigen Lauf hat wenn er ein wenig gelaufen hat.
Wenn er kalt ist schwankt er etwas, das ist normal und geht schnell weg!

Schau auch nach Rost, vor allem an den kotflügeln, Türen und unter der Gebogenen Scheibe hinten an der Kabiene!
 
Hallo jungbau,
was soll an 8000 h schlimm sein? Die Schlepper wurden zum arbeiten gekauft, die hat bei dem Preis damals keiner zum rumstehen erworben, von daher wäre ich eher vorsichtig, wenn mir einer einen mit weniger Stunden verkaufen wollte. Ich mach die Landwirtschaft im Nebenerwerb, mit ein bisschen Galabau und ein bisschen Forst, und hab aber immer zwischen 2-300h oder mehr im Jahr auf der Uhr. Klar kannst du einen Schlepper mit 8000h komplett ruinieren und egal wie gut du beim Kauf aufpasst, du steckst doch nicht drin was danach noch alles kommt. Solange der Schlepper nicht gerade bei einem Lohnunternehmen gelaufen ist, haben die alten Landwirte meistens auf ihre Maschinen geachtet, schließlich haben die davon gelebt. Aber das ist der wichtigste Punkt auf den ich beim Kauf achte, wer war der oder die Vorbesitzer. Mein 624 ist da das beste Beispiel dafür, den hab ich 2001 von einem Erben gekauft, da war der letzte Besitzer Baujahr 1908 und der hatte den Traktor 26 Jahre. Der ist die letzten Jahre nur noch zur Kirche und zurück mit dem Traktor gefahren und der 624 hatte damals 5600h gelaufen. Ich denke mal da kann man sich vorstellen, welchen Belastungen der ausgeliefert war. Da war außer Verschleißteilen bis heute noch kein größerer Defekt, obwohl meine Anbaugeräte an der Leistungsgrenze liegen. Wenn ich hier bei uns die "Großbauern" mit ihren 250Ps Schleppern auf dem Feld sehe, mit welcher Geschwindigkeit die über den Acker kacheln, da wundert es mich nicht, wenn die alle 3 Jahre einen neuen Schlepper kaufen, vor allem tut mir der leid, der die ausgelutschte Möhre als Gebrauchtschlepper kauft. Deshalb ist für mich persönlich die Historie des Traktors wichtiger als das Erscheinungsbild das vor einem steht. Ich hab vor kurzem noch einen 87er Werner Forsttrac mit 8500h gekauft, der lief nachweislich die letzten 8 Jahre in einem Betrieb wo er nur 1-2 mal im Jahr benutzt wurde und das nicht besonders heftig. Da gibt es auch nix zu meckern außer ein paar Luftschläuche die etwas undicht sind und die Dieselleitung zieht Luft. Deshalb erkundige ich mich immer im Umfeld des letzten Besitzers und bin bisher immer gut damit gefahren, denn egal was man kontrolliert und was einem der Verkäufer erzählt, man steckt nicht drin.

Gruß
Peter
 
Hallo!

Danke für die Antworten und Tips! Ich meinte das mit dem 4Wochen stehen auch nicht wegen des Loswerdens sondern wegen des trocken Seins. Die Filter, Öle und Kardanwelle kann man ja gut sehen, ob die neu sind. Die Kupplung muss er mir nachweisen bei dem Geld Und wenn er nicht nachweisen kann, was am Motor gemacht wurde, dann gibt es auch nur Geld für momentan in Ordnung. Dann sind mir 10000 definitiv zu viel. (Gut, es sollten 9800 sein, aber das ist doch nur psychologische Kriegsführung, damit der Preis 4stellig bleibt.)
8100 Stunden müssen nichts heißen und passen zum Alter, aber wenn man nicht genau weiß, was alles am Motor und evtl Getriebe gemacht wurde und wie der Vorbesitzer damit umgegangen ist, dann ist das eine große Wundertüte, für die ich dieses Geld nicht ausgebe. Bei meinem 744 weiß ich, dass er böse Vorbesitzer hatte. Vielleicht gebe ich ihn auch in Zahlung. Die liegen aber im Marktwert höher (FL mit HG) und Händler geben ungern Geld dazu.
Was meinst du mit Schwabbelschaltung? Wie schaltet der sich überhaupt? Kannst du das vielleicht noch etwas beschreiben?
Wie sehe ich, ob das Kühlwasser blasen wirft? Soll man den Verschluss auf dem Kühler nicht nur im Stillstand öffnen?

Gruß Stefan
 
Hallo Stefan,
den Kühler kannst du ohne Bedenken öffnen und bei laufendem Motor einen Blick reinwerfen,aus gesundheitlichen Gründen würd ich das aber nur machen solange der Motor kalt ist. Wenns dann im Kühler blubbert und das Wasser extrem unruhig ist, kann die Kopfdichtung durch sein. Am einfachsten guckst du vorher mal bei deinem 744 mal in den Kühler, da siehst du wie das aussehen sollte wenn alles in Ordnung ist. Dann kannste noch an der rechten Seite an der Motorentlüftung mal den Finger draufhalten, da sollte kein besonderer Druck drauf sein. Ich hab noch kein Werkstatthandbuch, da steht der zulässige Druck glaube ich drin, zumindest steht das in dem Handbuch des 624 so drin. Da gibt es glaube ich sogar ein Manometer das man da anschließen kann, daher kann ich dir nicht sagen wie viel normal ist. Aber ich denke wenn du das ohne Probleme zuhalten kannst ist das soweit in Ordnung. Am besten ebenfalls bei kaltem Motor ausprobieren, dein Finger wird es dir danken. Wenns da zuviel rausdrückt, sind die Kolbenringe/Verdichtung wohl nicht mehr so toll. ansonsten hilft auch ein Hörtest nach ungewöhnlichen Laufgeräuschen weiter, obwohl mir der Vergleich sehr schwer gefallen ist, weil das Laufgeräusch des 6 Zyl. doch Welten von den 4Zyl. entfernt ist. Ich bin da total weg, der klingt,da könnste den ganzen Tag den Motor nur so zum Spaß laufen lassen. Ich hab jetzt seit einiger Zeit einen 1246 zum Aufbauen im Schuppen stehen, da bin ich mal gespannt wie der Motor mit Turbo klingt, angeblich soll das der absolute Wahnsinn sein, wenn ich es endlich mal zeitlich schaffe, den wieder zum Laufen zu bringen. Die Schaltung ist bei meinem 956 ist so labberig, dass das Auffinden eines Ganges noch reine Glückssache ist. Ist vielleicht Gewohnheitssache oder das Gestänge ist ausgeleiert, das muß ich aber erst noch rausfinden.

Gruß

Peter
 
Big Chief Buddy:

Hallo jungbau,
was soll an 8000 h schlimm sein? Die Schlepper wurden zum arbeiten gekauft, die hat bei dem Preis damals keiner zum rumstehen erworben, von daher wäre ich eher vorsichtig, wenn mir einer einen mit weniger Stunden verkaufen wollte. Ich mach die Landwirtschaft im Nebenerwerb, mit ein bisschen Galabau und ein bisschen Forst, und hab aber immer zwischen 2-300h oder mehr im Jahr auf der Uhr. Klar kannst du einen Schlepper mit 8000h komplett ruinieren und egal wie gut du beim Kauf aufpasst, du steckst doch nicht drin was danach noch alles kommt. Solange der Schlepper nicht gerade bei einem Lohnunternehmen gelaufen ist, haben die alten Landwirte meistens auf ihre Maschinen geachtet, schließlich haben die davon gelebt. Aber das ist der wichtigste Punkt auf den ich beim Kauf achte, wer war der oder die Vorbesitzer. Mein 624 ist da das beste Beispiel dafür, den hab ich 2001 von einem Erben gekauft, da war der letzte Besitzer Baujahr 1908 und der hatte den Traktor 26 Jahre. Der ist die letzten Jahre nur noch zur Kirche und zurück mit dem Traktor gefahren und der 624 hatte damals 5600h gelaufen. Ich denke mal da kann man sich vorstellen, welchen Belastungen der ausgeliefert war. Da war außer Verschleißteilen bis heute noch kein größerer Defekt, obwohl meine Anbaugeräte an der Leistungsgrenze liegen. Wenn ich hier bei uns die "Großbauern" mit ihren 250Ps Schleppern auf dem Feld sehe, mit welcher Geschwindigkeit die über den Acker kacheln, da wundert es mich nicht, wenn die alle 3 Jahre einen neuen Schlepper kaufen, vor allem tut mir der leid, der die ausgelutschte Möhre als Gebrauchtschlepper kauft. Deshalb ist für mich persönlich die Historie des Traktors wichtiger als das Erscheinungsbild das vor einem steht. Ich hab vor kurzem noch einen 87er Werner Forsttrac mit 8500h gekauft, der lief nachweislich die letzten 8 Jahre in einem Betrieb wo er nur 1-2 mal im Jahr benutzt wurde und das nicht besonders heftig. Da gibt es auch nix zu meckern außer ein paar Luftschläuche die etwas undicht sind und die Dieselleitung zieht Luft. Deshalb erkundige ich mich immer im Umfeld des letzten Besitzers und bin bisher immer gut damit gefahren, denn egal was man kontrolliert und was einem der Verkäufer erzählt, man steckt nicht drin.

Gruß
Peter

An 8000 Stunden ist nix schlimm, nur die hat er schon gelaufen!
Da das Getriebe auch Verschleiß ausgesetzt ist bleiben dort 8000 Stunden ebenso wenig wie am Motor irgenwie auch hängen!
Technik die Bewegt wird, schleißt!

Es ist immer gut wenn man weiß was der Schlepper beim Vorbesitzer gemacht hat, nur dort ist man auf die Ehrlichkeit des Vorbesitzers angewiesen.
Wenn Stefan Schreibt das die Kardanwelle neu gemacht wurde hat der Schlepper vermutlich noch den Seitenantrieb, also vermutlich älter als Baujahr 1986 und nicht so wendig!

Der Motor D358 darf Maximal 1.62 KpA an Blow By Wert haben, wenn du den Finger auf der Lüftung hälst wirst du also etwas Druckaufbau verspüren!

Ein großer Konstruktionsfehler bei den Schleppern ist das Licht, das sind richtige Funzeln, ebenso wie die Arbeitsstrahler an der Kabine, das haben aber scheinbar alle XLA Kabinen so!
Hier würde ich neue Kabel direkt bis an der Batterie mit entsprechenden Sicherungen zwischengeschaltet legen und es wird taghell!
 
Hallo jungbau,
vielen Dank für den Blow By Wert, genau den hab ich gesucht. Das mit der Beleuchtung findet man aber des öfteren, mich störts nicht wirklich, da ich im Dunkeln immer schon zu Hause bin. Meine Flächen sind nicht so groß, daß ich da eine Nachtschicht einlegen müßte. Das ist bei meinem reinen Grünlandbetrieb, auf meinen Flächen wenig sinnvoll da spätestens ab 20:00 Uhr soviel Feuchtigkeit in den Schwad zieht, daß man besser am nächsten Tag weiter macht. Das mit der Kardanwelle hat mich auch gewundert, meiner hat ja schon den Mittelantrieb da siehste die Welle ja nicht, Da kann Stefan sicherlich was zu sagen. Aber wenn er noch den Seitenantrieb hat, dann find ich den Preis wirklich etwas arg hoch.

Gruß

Peter
 
Ja, er hat den Seitenantrieb. Hat das außer der Wendigkeit noch irgendwelche Vor- oder Nachteile? Die Vorderachse ist ja dann auch eine andere. Der würde bei mir aber reine Zugmaschine sein. So wichtig wäre mir die Wendigkeit nicht.
Zum Preis: Wie schon gesagt, wenn er nicht belegen kann, dass Kupplung und Motor überholt sind, kann er den Preis vergessen. Getriebe kann man prüfen, ist aber immer ein Risiko bei den Stunden. Wenn dann noch was am Motor ist und in den nächsten Jahren noch neue Hinterreifen drauf müssen, dann ist man schnell nochmal 5000 Euro los.

Gruß Stefan
 
Hallo Stefan,

soweit mir bekannt ist, ist der Hauptunterschied die Wendigkeit. Weitere Unterschiede kann dir sicherlich ein anderer hier im Forum beantworten. Der Zugmaschinenbetrieb findet ja wohl hauptsächlich auf der Straße statt, da hast du ganz sicher einen höheren Reifenverschleiß, womit dann neue Socken fällig werden. Je nach Reifensorte kannste dabei zusehen wie die auf der Straße weniger werden. Ich weiß ja nicht was du wie transportierst, aber für reine Transportarbeiten ist ein Traktor je nach Entfernungen meiner Meinung nach nicht die erste Wahl. Ich hab auch relativ viele Straßenkilometer und überlege wie ich die besser und schneller zurücklegen kann, aber da ich die Anbaugeräte brauche werde ich nicht so richtig fündig.Alternativ würde sich der Unimog anbieten, aber der Preis!

Gruß

Peter
 
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