Big Chief Buddy:
Hallo jungbau,
was soll an 8000 h schlimm sein? Die Schlepper wurden zum arbeiten gekauft, die hat bei dem Preis damals keiner zum rumstehen erworben, von daher wäre ich eher vorsichtig, wenn mir einer einen mit weniger Stunden verkaufen wollte. Ich mach die Landwirtschaft im Nebenerwerb, mit ein bisschen Galabau und ein bisschen Forst, und hab aber immer zwischen 2-300h oder mehr im Jahr auf der Uhr. Klar kannst du einen Schlepper mit 8000h komplett ruinieren und egal wie gut du beim Kauf aufpasst, du steckst doch nicht drin was danach noch alles kommt. Solange der Schlepper nicht gerade bei einem Lohnunternehmen gelaufen ist, haben die alten Landwirte meistens auf ihre Maschinen geachtet, schließlich haben die davon gelebt. Aber das ist der wichtigste Punkt auf den ich beim Kauf achte, wer war der oder die Vorbesitzer. Mein 624 ist da das beste Beispiel dafür, den hab ich 2001 von einem Erben gekauft, da war der letzte Besitzer Baujahr 1908 und der hatte den Traktor 26 Jahre. Der ist die letzten Jahre nur noch zur Kirche und zurück mit dem Traktor gefahren und der 624 hatte damals 5600h gelaufen. Ich denke mal da kann man sich vorstellen, welchen Belastungen der ausgeliefert war. Da war außer Verschleißteilen bis heute noch kein größerer Defekt, obwohl meine Anbaugeräte an der Leistungsgrenze liegen. Wenn ich hier bei uns die "Großbauern" mit ihren 250Ps Schleppern auf dem Feld sehe, mit welcher Geschwindigkeit die über den Acker kacheln, da wundert es mich nicht, wenn die alle 3 Jahre einen neuen Schlepper kaufen, vor allem tut mir der leid, der die ausgelutschte Möhre als Gebrauchtschlepper kauft. Deshalb ist für mich persönlich die Historie des Traktors wichtiger als das Erscheinungsbild das vor einem steht. Ich hab vor kurzem noch einen 87er Werner Forsttrac mit 8500h gekauft, der lief nachweislich die letzten 8 Jahre in einem Betrieb wo er nur 1-2 mal im Jahr benutzt wurde und das nicht besonders heftig. Da gibt es auch nix zu meckern außer ein paar Luftschläuche die etwas undicht sind und die Dieselleitung zieht Luft. Deshalb erkundige ich mich immer im Umfeld des letzten Besitzers und bin bisher immer gut damit gefahren, denn egal was man kontrolliert und was einem der Verkäufer erzählt, man steckt nicht drin.
Gruß
Peter