Ampferplanzen auf Pferdeweide

IT-633

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Hallo IHC Gemeinde,
nachdem ich aus mehreren Berichten herausgelesen habe das einige doch Landwirtschaftlich Aktiv sind bzw einige Pferdehalter unter euch sind habe ich folgende Frage:
Auf unserer Pferdeweide sowie der Wiese die wir für unser Pferdeheu haben wächtst Ampfer von Jahr zu Jahr mehr. Bis vor 2 Jahren haben wir die Ampferpflanzen ausgestochen und entsorgt. Aufgrund privatem Stress ging das leider nicht mehr.Unsere Flächen sind nicht sehr groß ca 2 ha.
Hatte einer von euch schonmal so ein Ampferproblem oder wer weiß rat.

Mein Schwiegervater Landwirt der alten Schule möchte hier gerne einen Flächenspritzung vornehmen was bedeutet die Weidesaison wäre somit beendet.

Schöne Grüße aus Bayern
Norbert
 
Hallo! Da eignet sich hervorragend Starane180 zur Einzelpflanzenbekämpfung... Dosierung 100ml auf 10l Wasser. Ausstechen bringt überhaupt nix und wenn die Samen werfen vermehren die sich teuflich... Wenn du Pech hast und es nach dem Mulchen regnet können sogar zermähte Blätter wieder wachsen. Am besten erwischst du ihn wenn die Pflanzen jung sind,mehrjährige können wiederkommen... L.G. Frank
 
Moin Moin,
das gleiche Problem haben wir auch bei uns auf der Weide ich habe aber die erfahrung gemacht wenn man das betroffene stk. erst einmal unbeweidet lässt und einen relativ späten schnitt davon macht dann wachsen die Pflanzen nur noch minimal nach und haben keinerlei Chance mehr Samen zu bilden weil sie einfach nicht mehr so weit kommen. Austechen bringt relativ wenig weil Ampfer verdammt tief wurzelt. Sogar das Tiefe abfressen der Schafe im Winter hat nichts gebracht die sind sogar noch explosions artiger gekommen kam wohl wie ein Stockausschlag bei dennen, so wie bei den Weiden.
@ IHC624AS Wenn das das neuere Starane ist wovon du redest/schreibst kann ich das auch nur wirklich empfehlen damit haben wir sogar unseren Ackerschachtelhalm platt gekriegt.

Gruß. Frederyk
 
Ähm das ausstechen nix bringt ist absoluter [BAD]. Wir als Biobetrieb haben auch mit dem Ampfer zu kämpfen. Wenn bei uns einer wächst auf den Ackerflächen wird er nur gestochen, Gott hasse ich die Tage des Ampferstechens. Man muss nur darauf achten das die weiße Knolle mit herrausgezogen wird, sonst bringt es wirklich nix.
 
Es gibt bessere Mittel wie Starane!

Es ist nicht so das Starane nicht wirkt, das tut es sogar gut, nur es hat im Frühjahr eine Wartezeit von 7 Tagen und danach von 21 Tagen!
Frühjahr haben wir nicht mehr!

Solltest due dich doch für Starane Entscheiden, dann nehme lieber Tomigan, das ist das gleiche Mittel wie Starane und kostet gut die Hälfte weniger.

Chemische Ampferbekämpfung in Grünland
Herbizide zur Bekämpfung von Ampfer in Grünland
Stumpfblättriger Ampfer, Rosettenstadium 5 - 15 cm hoch
auch Einzelpflanzenbekämpfung
Mittel, Kennzeichnung, Aufwandmenge, Anwendung, Wartezeit
Harmony , B4, 5 m ,30 g/ha, Im Spätsommer, 28 Tage
Ampfersämlinge
Hoestar, B4, 5 m, 60 g/ha Spätsommer, 21 Tage
nur zur Einzelpflanzenbekämpfung empfohlen, Mittel ist nicht
kleeschonend !
Starane 180, Xi, B4, 10 m, 2 l/ha, Frühjahr bis 14-21 Tage Spätsommer
Dochtstreichstab mit 33 % Roundup in Wasserlösung
Zeichenerklärung: B4 = nicht bienengefährlich Xi = Reizend 5 m, 10 m =
Mindestabstand zu Gewässern

Ein wirklich gutes Mittel ist Simplex, aber teuer!

Hier mal der Produktinformationslink:

www.dowagro.com/de/produkte/PRODUKTSEITEN/simplex.htm
 
Ich verstehe nicht warum Ihr alle so auf die Chemie abfährt. Denkt Ihr das gefällt dem Boden bzw. Den Pferden die den Schrott dann fressen müssen. Du sagst es sind ca. 2 ha, dann hol nen paar Freunde Kauf ein paar Ampferspaten und steche Ihn herraus. Unsere 10ha Ackerland sind (fast) Ampferfrei, da wir immer wieder mal durchgehen und falls einer da ist gleich rausstechen.

Dein Boden und Pferde werden es Dir Danken.
 
Moin Moin,
ich bin ja auch mehr der Fan von der Biologischen Landwirtschaft, ich denke sogar dadrüber nach aus meinen Flächen umstellflächen zu machen, aber bei einigen Ampferpflanzen wie zb. die alten und die Plflanzen die auf sandigen Boden wachsen sind die Wurzeln wirklich sehr tief und da kann man relativ lange graben bis man das Ende gefunden hat Ampfer ist (jedenfalls bei uns ) fast wie Girsch lässt man ein Teil der wurzel drin hat man nächstes Jahr wieder seine helle freude. Wir haben es auch schon versucht mit ausstechen hat wenig gebracht dann haben wir es schon öfters mit Gift ausprobiert ging auch nicht( deshalb verwenden wir den kram nur noch an den Seitensteifen) und selbst wenn wir erfolg haben dauert es keine 2 monate im Sommer dann haben wir da wieder welche stehen weil unsere Nachbarin es nich für nötig hält ihre Jungvieh weide vom Ampfer zu befreien. Das mit dem immer wieder ausstechen mag ja verlockend klingen aber meiner ansicht nach ist es ab einer bestimmten Hecktar zahl nicht mehr machbar. auf 2 Ha würd ich es auch ausstechen, auf 10 vlt. auch noch aber bei 20 sage ich mir : Nein Danke! Da mähe ich es lieber immer mal wieder runter bevor die Pflanzen Samen bilden, geht im übrigen auch ganz gut.

Gruß: Frederyk
 
P.s. bei uns sind es immer wieder kleine Teilstücke wo der Ampfer wirklich sehr heftig drauf steht die werden runtergemäht und bein zweiten mal steht das Gras fast schon höher als der Ampfer und er breitet sich nicht mehr sehr viel aus
 
Na dann stecht sie mal weiterhin aus und ich spritze sie weiterhin/styles/default/xenforo/smilies/fr/smiley4.gif /styles/default/xenforo/smilies/fr/smiley4.gif /styles/default/xenforo/smilies/fr/smiley4.gif L.G. Frank
 
hallo ,
ist schon komisch ,ampfer auf ackerflächen !
arbeitet ihr mit scheibeneggen ?
hab vor jahren dem größten bauern in der gegend gesehen ,
wie er mit dem mofa und ner rückenspritze auf seinen wiesen
unterwegs war .
beim nachsehen fuhr er von planze zu planze hat sie gezielt
bekämpft und seine wiesen sind sauber .
sogar unser ortsnahme kommt vom ampfer ,aber auf äckern
noch nie gesehen
mfg karl
 
Fakt ist jedenfalls,das Ampfer vermutlich direkt aus der Hölle kommt... Und genauso Fakt ist,das Ampfer den anderen Pflanzen Nährstoffe klaut und zwar gewaltig... Da frage ich mich echt,was ausstechen bringen soll...-da kannste gleich ausbaggern und dann kommen Disteln.Ökologisch ist nicht immer Ökologisch... außer du machst Salat daraus. L.G. Frank
 
Hallo,
ich bekämpfe Ampfer mit einem Dochtstreichgerät und Roundup in Verdünnung 1:2 Teilen Wasser.
Einfach den Ampfer 2-3 mal antupfen und er ist hinüber. Das Gras bekommt keine Mittel ab.

MfG Jürgen
 
Moin,also ich bin auch Pferdebesitzer und habe 2 ha Weide,die ich seit 20 Jahren habe.ich habe von Anfang an den Ampfer gezielt mit der Rückenspritze bekämpft,anfangs mit Round-Up und jetzt mit Starane Ranger.ich habe höchstens 10 .15 ampferpflanzen im Frühjahr die der Wind zu uns rübergetragen hat,die werden dann sofort mit der Rückenspritze niedergemacht und meine Weide ist wieder Ampferfrei siehe auch Bilder in meinem Profil.Wenn allerdings die Weide so übersäht ist mit Ampfer empfehle ich einmal eine Radikalkur mit Starane Ranger und 14 Tage nicht beweiden dann haste erstmal Ruhe,und dann geziehlt bekämpfen/styles/default/xenforo/smilies/fr/smiley4.gif
 
Ich ziehe sie, wenn der Boden nass ist und die Pferde fressen die Wurzeln wie Süßigkeiten. Wir haben immer weniger pro Jahr.

Viel gluck,

Dave
 
Ampfer haben wir nur auf Weiden, die noch nicht lange von uns bewirtschaftet werden.
Denn wir reinigen unsere Pferdeweiden grundsätzlich mit dem Grashopper (Amazone, seit neuestem auch Horsehopper genannt).
Das Teil mäht aus, vertikutiert und nimmt alles in einen großen Vorratsbehälter auf, also auch die Pferdeäppel. Das kippt man in einer Ecke der Weide auf einem großen Haufen, der innerhalb weniger Tage in Heiß-Rotte übergeht.
DAS überlebt kein Ampfer-Samen und auch keine Wurmlarve aus dem Pferdekot...

Wir rotieren unsere Weiden so, dass möglichst alle innerhalb von 2-3 Jahren mal so früh beweidet werden, um mit dem Grashopper den Ampfer mit zu "entsorgen", bevor er aussamt.
Damit ist der Ampfer zwar nicht völlig verschwunden, geht aber mittelfristig stark zurück.

Chemie auf Pferdeweiden ist eigentlich grundsätzlich entbehrlich, wenn man die Weiden nicht gnadenlos überweidet und regelmäßig pflegt.
Die beste Düngung ist guter Kompost, der beim Einsatz von Heiß-Rotte (gut aufsetzen!!) durchaus auch von eigenen (Pferde-)Wintermist stammen kann.
Frischen Pferdemist auf Pferdeweiden ausbringen wie es manche machen, ist keine gute Idee, das schafft nur riesengroße Geilstellen und massive Verwurmung der Weiden...
Pferdeäppel einfach liegen lassen und evt. mit der Wiesenschleppe verteilen führt auch mittelfristig zu "pferdesauren" Weiden. Da muss man wirklich sehr viel Fläche (mehr als 1 ha pro Tier) haben, um DAS auf die Dauer machen zu können.

Ganz nebenbei: Ich kenne kaum jemanden, der so gnadenlos mit Grünland umgeht wie der durchschnittliche Pferdehalter.
Werden Flächen über mehrere Jahre völlig überweidet und nicht gepflegt, braucht man sich nicht zu wundern, wenn man massenweise Jakobskreuzkraut (JKK) darauf hat, und regelmäßig den Tierarzt im Stall, der Koliken und Vergiftungen behandeln darf.
Was mal ganz abgesehen von Tierschutzvorschriften sehr viel teurer kommt als gute Weidepflege.

Wer seine Weiden gut pflegt UND beim Kauf bzw. der Werbung des Rauhfutters (anderes braucht man meistens eh kaum...) viel Sorgfalt an den Tag legt, sieht seinen Tierarzt nur zum Impfen....

Ach ja, über JKK würde ich mir erheblich mehr Sorgen machen als über Ampfer....
 
Hallo zusammen,
erst mal Danke für die Antworten .
Ob mit Chemie oder Biologisch ( Ausstechen ) ist eine persönliche Entscheidung eines jeden einzelnen. Wir sind von der Grundeinstellung schon mehr auf der Ökologischen Seite aber in diesem Fall werden wir wohl die Chemische Keule ansetzen um wieder auf normal null zu kommen und in Zukunft wieder die Ampfer gabel (haben wir seit mehreren Jahre im Gebrauch) einsetzen. Die Fläche die wir als Weide für unsere 3 Pferde( 2 Große ,1 Pony ) einsetzen bringen die eh nicht leer bis zur Heuernte. Dieses Jahr sind 90% der Fläche zu Heu geworden. Wir haben nur diese Fläche und Sammeln deshalb den Pferdemist Täglich ab. Bei der Beweidung machen wir Portionsbeweidung so das Sie nur die Fläche zum Abfressen bekommen dies Sie Täglich benötigen.
Der Mist wird übers Jahr auf einer anderen Wiese gelagert und im darauffolgenden Jahr Verbreitet. Mit dem Ausstechen gebe ich euch Recht man muss dranbleiben sonst passiert das so wie bei uns. Wir hatten die letzten 2,5 Jahre keine Zeit dazu und waren froh dass der Laden lief.
Wir werden wohl die nächsten Wochen nochmal Mähen und dann mit der Flächenspritze drüber gehen.

Schöne Grüße aus Bayern
Norbert
 
Norbert, Du könntest auch mal versuchen, einen Horse-/Grashopper oder das Konkurrenz-Produkt der Fa. Dücker bei einem Maschinenring zu mieten.
Oder einen Lohnunternehmer damit beauftragen....
Könnte kostengünstiger werden als Chemie einzusetzen....
Entscheidend ist halt, dass Du VOR dem Aussamen den Dreck von der Fläche runter holst und per Heiß-Rotte unschädlich machst.
Oder Du musst vor der Samenbildung alles mulchen, aber DAS ist dann quasi Grün-Düngung.....
 
Ampfer haben wir auch in Ackerflächen, vor allem die die ehemals Weiden waren die wir regelmäßig alle 4 Jahre brechen.
Wer Lust und Muße hat die Pflanzen zu stechen, darf es gerne tun, ich bezahle auch die Leute die mir den Ampfer stechen das Geld was eine evtl Behandlung kosten würde, wenn ich die gleiche Sicherheit hätte das das Zeug nicht wieder kommt!
 
Hallo
Weiß nicht ob dir die Seite hilft
http://www.landwirt.com/Forum/188676/Suche-Wundermittel-gegen-Ampfer-im-Biolandbau.html /styles/default/xenforo/smilies/fr/smiley4.gif
 
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