Anhänger PKW und Schlepper

S429

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12 April 2012
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Hallo zusammen,

Ich habe vor, meinen Traktoranhänger (Zugöse ungebremst) sowie meinen kleinen PKW Anhänger (ungebremst) zu verkaufen und mir dafür einen neuen PKW Anhänger (Kipper 1,5t) zuzulegen.

Ziel ist es, EINEN Anhänger für alles zu nutzen. Ich benötige ihn nur zum Hobbymäßigen Holz machen und um sonst so anfallende Dinge an Haus und Hof zu transportieren.

Meine Frage ist nun, wie verhält sich ein auflaufgenbremster Anhänger auf einer nassen Wiese?

Ich habe mal gehört, das ein auflaufgenbremster Anhänger auch so seine Tücken hat...kann mir aber nicht so recht vorstellen warum.

Zumal ich den neuen Anhänger natürlich mit Rückfahrautomatik geplant habe.

Vielen Dank für eure Hilfe!
 
Hallo, ich denke das wird eine Ansammlung von Kompromissen.

Der PKW Anhänger wird dir in Feld und Flur nicht viel Freude bereiten, weil er viel zu niedrig gebaut ist.

Je größer so ein PKW-Häner wird, und so schlechter ist der Böschungswinkel.

Das führen eines PKW Hängers am Schlepper ist ohne Umbauten nicht StVZO konform zu machen.

Wenn der Schlepper grüne Nummer hat geht das auch nicht.

Die Auflauf-Bremse funktioniert wie die von einem Schlepperhänger mit Auflauf.

Die Rückmatic macht in beiden Ausführungen auch keinen Unterschied.

Vergesse nie, das ein Auslauf gebremster Hänger eben nur bremmst wenn er aufläuft. Das hört sich banal an, ist aber im Gelände recht problematisch, wenn es mal rückwärts geht.

Dann muß alles mit einer Schlepperachse gebemst werden. Rückmatic schaltet dann natürlich auch ab.

Solltest du nur im flachen Flachland unterwegs sein kannst du dein Vorhaben verwirklichen, wenn du dir der Nachteile bewußt bist.

Zwei Händer sind meiner Meinung nach besser.

Solltest du mit Hänger in den Wald wollen, reißt du dir schnell was ab, da der PKW-Hänger zu wenig Bodenfreiheit hat.

Im bergigen Gelände wäre ein Schlepperhänger mit Umsteckbremse gegebenenfalls sicherer, weil du auch bremsen kannst wenn der Hänger der Schlepper rückwärts zieht. Das passiert dir zB wenn bergauf der Schlepper "durchdreht", und das Gespann dann rückwärts geht. Beim Schlepper blockieren dann die Räder, und der Hänger rollt ungebremst.

Im Normalfall hast du mit einer Auflaufbremse keine Probleme, wenn es vorwärts geht.

Gruß Jürgen / Jogi633
 
Je nachdem, welchen Schlepper du fährst, ist das Thema mit der Bremse bei 1,5 to nicht so dramatisch. Bodenfreiheit ist da schon eher problematisch.
 
Hallo,

es wird tatsächlich eine Ansammlung von Kompromissen.

Bodenfreiheit und Böschungswinkel eines PKW-Anhängers sind ggf nicht für Offroad-Einsätze geeignet. Es kommt natürlich darauf an, in welches Gelände du mit dem Anhänger fahren willst.

Weiterhin sind die Reifen eines PKW-Anhängers nicht dauerhaft fürs Gelände geeignet. Das Profil und die Tragfähigkeit der Reifen werden Offroad schnell an ihre Grenzen kommen. Was nützt es dir, wenn du dir im Wald die Reifen an Wurzeln und Ästen kaputt fährst.

Zuletzt wird ein PKW-Anhänger für den Offroadeinsatz auf Dauer nicht stabil und steif genug sein. Er wird die Verwindungen im Gelände dauerhaft nicht wegstecken.

Es kommt natürlich darauf an, was du damit machen willst und wo du damit hin willst. Befestigte Waldwege gehen vielleicht als Kompromiss, offroad im Wald Holz holen eher nicht.

Wenn der PKW-Anhänger bis zu den Achsen im Dreck feststeckt, reisst du den auf Dauer mit dem Trecker auseinander.

Holger
 
Halöchen

habe mit meinem 432er und nem 1,3t Hänger genau das eine Problem das nennt sich Bodenfreiheit in der Rückegasse.

Wenn der Hänger beim zurücksetzen nicht am starren Oberlenker befestigt ist drückt es dir die Deichsel und die Ackerschiene hoch.

Wenn du Jemand neben sitzen hast sind die Beine kaputt so hoch können die Oberlenker kommen, ich hatte Glück

das der Hänger nichts ab bekam.

Im Falle eines geladenen Hängers ist mir das auch schon beim bremsen passiert,hatte zu wenig Gewicht auf der AHK sau gefährlich!!!

Also im Hängerbetrieb immer sicher gehen und auf den starren Oberlenker umbauen.

Ansonsten bin ich zufrieden ,die Polizei ist auch schon öfter vorbei gefahren ( Hänger mit Holz total überladen ) aber ausser einem

freundichen winken kam nichts. ( Gott sei Dank schnell ist der Lappen weg )

Habe mir eine Dreipunktaufnahme mit Ballenzinken und AHK bei ebay gekauft ist für mich besser als die Ackerschiene,

In der Rückegasse kommen die Zinken rein da kommt das Holz drauf und raus an den Hänger damit.

Kann so nen Autohänger halt doppelt Nutzen ist für mich ein riesen Vorteil.

Gruß Michel
 
Servus,

Ich bedanke mich für die Zahlreichen antworten und Erfahrungsberichte.

Meine Holzarbeiten finden meist wie folgt statt.

Ich habe mir einen kleinen 323 zugelegt, weil er von der größe her für meine Region genau das richtige ist. In meinem Hauptwaldgebiet ist der Waldweg gerade mal 30cm breiter als mein Traktor. Ich habe mein Holz bisher immer mit einen selbstgebauten Heckcontainer aus dem Wald herausgefahren. Da ich vom Wald bis zum Haus im ungünstigsten Fall maximal 800m zu fahren habe, lade ich das Holz gar nicht auf einen Hänger um. Habe die Erfahrung gemacht, dass ein umladen in meinem Fall nichts bringt.

Wenn ich mit dem Hänger mal in den Wald fahren würde, wäre es an stellen, an den ich auch mit meinem Mondeo herum fahren würde. Von der Bodenfreiheit her mache ich mir keine Gedanken.

Ich würde mit dem Hänger allerdings, nachdem mein Holz gespalten ist, hinter mein Haus fahren. Mein Platz vorm Haus ist stark begrenzt. Wenn ich hinters Haus fahre, ist die Wiese recht Steil aber eben. Mit meinem aktuellen Hänger bin ich da nur bei absoluter Trockenheit und mit betätigter Sperre runter. Allerdings haben da schon die Reifen auf dem Gras schnorpsende Geräusche gemacht...also kurz vorm abgehen...:-)

Muss ich jetzt nicht ständig haben. ;-)

Aus diesem Grund habe ich mir eigentlich schon recht viel von einem Auflaufgebremsten Anhänger versprochen.

Also grundsätzlich habe ich nicht vor, den Hänger gnadenlos über Stock und Stein zu ziehen.

Das die Ackerschine nach oben nicht sperrt habe ich auch schon mitbekommen. Das müsste doch aber mit der Regelhydraulich einzustellen gehen oder?

Warum darf man mit grünen Kennzeichen keinen PKW Anhänger führen?

Wie würde eine PKW Anhängekupplung an solch einen Schlepper aussehen? Ich hatte eigentlich nicht vor, einfach nur ne Kugel auf die Ackerschiene zu schrauben....

MfG Stefan
 
Die Kugel alleine auf der Ackerschiene ist nicht erlaubt. Die Ackerschiene muß "verdrehsicher" sein und die Heckhydraulik muß gegen unbeabsichtigtes Heben gesichert sein. Da ist auch die Regelhydraulik nicht ausreichend.

Mit dem Kennzeichen bin ich mir auch nicht sicher, aber ich meine es müßte erlaubt sein. Steuern und Vesicherung für den Anhänger werden ja bezahlt. Andersrum ist es nicht erlaubt (unter bestimmten Vorrausetzungen schon, aber das müssen wir nicht schon wieder durchkauen)
 
"Also im Hängerbetrieb immer sicher gehen und auf den starren Oberlenker umbauen."

@Jaegger

ich fahre zwar sehr wenig mit dem Autohänger an der Ackerschiene, aber das Problem war mir seither gar nicht bewusst!

Aber wie ist das gemeint, immer auf den starren Oberlenker umbauen?

Grüße, Jochen!
 
Ich denke er meint auf "starre Unterlenker" umbauen. Da wird der Unterlenker mittels zB Flacheisenstangen daran gehindert nach oben auszuschwenken.

Bei meinem Versuch das von der DEKRA eingetragen zu bekommen, wurde es mir mit der Begründung abgelehnt :

Wenn man vergisst die Sperren einzusetzten ist die Unfallgefahr wieder gegeben.

Der (mein) Dekra-Mann würde es mir nur eintragen, wenn die Unterlenker dauerhaft "festgesetzt" sind.

Damit müßte ich dann auf den Kraftheber / Dreipunkt verzichten.   Nein Danke.

StVZO konform bekommst du es zu mit eine starren Vorrichtung die zB unten am Getriebe montiert ist. Diese müßte aber recht lang sein, damit du noch um die Ecke fahren kannst, ohne das der Hänger gegen die Hinterräder kommt.

Bevor du anfägst zu bauen, kläre deine Pläne vorher mit TüV oder Dekra. Sonst gibt es evt. eine Bauchlandung.

Die Vorrichtung soll ja auch noch eine brauchbare Stützlast haben, und bei entsprechender Länge sind die dynamischen Kräfte beim fahren nicht zu unterschätzen.

Es geht alles zu machen, aber Aufwand und Nutzen, sowie eventuelle Nachteile sollten genau abgewogen werden.

Gruß Jürgen / Jogi633
 
Hallo Leute

ich habe eine Art starre Oberlenker ( direkt neben den Hubarmen ) in die hänge ich die Hubstreben, da kann nichts nach Oben weg.

Schade hätte gerne ein Bild eingestellt aber das krieg ich einfach nicht auf den Apfel doof halt. Probe nochmal!!

Gruß Michel
 
Ist soo praktisch wenn der Kuppelkopf an der Hydraulik ist. Beim Obst abladen(lose Äpfel) fahr ich einfach rückwarts ran,Schlag auf ,Hydraulik etwas hoch und

schon kullern die Äpfel in die Waage.

Machen bestimmt viele so. Als Sicherung habe ich allerdings noch ein Drahtseil vom Hänger in der Anhängkupplung.

                                                                                               Harry
 
@Jagger1973

ich steh noch immer auf der Leitung!

Die "Dinger" sind an meinem 353er auch verbaut und ich habe mich schon nach dem Sinn der "Dinger" gefragt.

Aber wie soll ich die Hubstreben da einhängen? Und was passiert, wenn man die Hydraulik nach oben betätigt und die Hubstreben hängen in den "Dingern"? Was gibt dann nach bzw. geht zu Bruch?

mfg, Jochen!
 
Hallo Harry,

wenn du einen Einachsanhänger auf die Ackerschine nimmst, solltest du die Hubstreben fest setzen.

Es kann sonst passieren, daß die Deichsel hochgeschoben wird und der Anhänger hinten aufschlägt.

Ohne diese Sicherung wir kein TÜV die Kugel abnehmen.

Die Vorrichtung, die Michel beschreibt ist extra dafür gedacht, wobei dabei sicher nicht an Kugelköpfe, sondern eher

an Strohpressen gedacht wurde.

Gruß

Jörg
 
Hallo Leute

Probiere morgen mal ein besseres Bild in voller Montage mit Dreipunkt zu machen.

Dann sieht man es vieleicht besser was ich meine.

Gruß Michel

IHC in der Pfalz Gott erhalts
 
Hallo Jochen,

Das ist doch nicht so schwer zu verstehen,also nochmal von mir:

Du nimmst an den Hubarmen von der Hydraulik die Bolzen heraus,dann nimmst du die Hubstreben die zu den Unterlenkern gehen da heraus und machst diese mit den Bolzen die du aus den Hubarmen gemacht hast,in diese Halterungen neben den Hubarmen wieder rein,dann hast du eine feststehend Ackerschiene,so und wenn du jetzt deine Hydraulik betätigst gehen nur die Hubarme auf und ab,da kann nichts zu Bruch gehen weil da nichts mehr in den Hubarmen befestigt ist. 

Mfg...Anton

abload.de/image.php?img=starrbuz1y.jpg 

Michel ich habe mir mal dein Bild ausgeliehen,ich hoffe es hilft weiter.

Hier auf diesem Bild ist es doch so schön angezeichnet wo die Hubstreben eingehängt werden,

Auf der rechten Seite ist es schön markiert,von den Hubarmen nach vorne da wo der Kreis ist müssen sie rein. 
 
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