Juergen-BS
Neues Mitglied
Hallo an Euch
Bei meinem D 214 drehte sich der Anlasser nicht mehr. Magnetschalter schaltet hörbar aber der Anlasser selber tat keinen Mucks mehr.
Tauschteil kostet 400 € , da probiert man doch mal selbst Hand anzulegen, wenns nicht klappt, kaputt ist er ja eh schon.
1. Anlasser ausbauen
2. Schutzkappe hinten abnehmen. Zwei Schlitzschrauben ausdrehen, Anlasser einspannen und ein beherzter Griff dann ist die Schutzkappe gelöst.
3. Wir sehen jetzt die völlig verdreckte Trägerplatte mit vier Aussparungen in den sich die Schleifkohlen befinden.
4. Schleifkohlen ausbauen. Dazu die Schraube am Kabel der Kohle lösen, dann die Druckfeder anheben und die Kohle herausnehmen. ( vier mal )
Achtung: Die Spiraldruckfedern nicht herausnehmen, die wickeln sich dann auf und man muss sie mühsam wieder mit einem Schraubendreher aufziehen und einsetzen. Kein Problem - aber macht keinen Spass und ist auch nicht nötig.
5. Mit 10er Schlüssel die beiden Schrauben M 6 der Trägerplatte lösen und herausschrauben.
6. Mit einem Schraubendreher die Trägerplatte vom Gleitlager herunterdrücken. Die Trägerplatte und das Anlassergehäuse haben eine Markierung für den späteren Zusammenbau. In der Trägerplatte befindet sich ein Überbrückungskabel, die Lage dieses Kabels merken sonst paßt nachher der Anschluß nicht mehr.
7. Jetzt liegt der Kollektor des Anlassers frei und der ist nach den Jahren des betriebs völlig verdreckt.
8. Kollektor mit Schleifpapier reinigen. Ich hab hunderter Papier genommen und mit hundertachtziger nachgearbeitet. An dieser Stelle ruhig beherzt zur Sache gehen, diese Anlasser sind Saurier und entsprechend robust.
9. Jetzt der wichtigste Punkt: Die Rillen zwischen den Kollektorflächen sind durch Fett vom Gleitlager und Abrieb von den Schleifkohlen mit festen Rückständen zugesetzt und erzeugen einen Kurzschluß. Das ist der Grund, warum der Anlasser nicht mehr läuft. Diese Rückstände müssen da raus.
Das geht mit einem kleinen spitz zugeschliffenen Schraubenzieher oder einer Reißnadel sehr gut. Auch hier beherzt zur Sache gehen. Die Spitze wird durch die Kollektorrillen geführt und die Rillen müssen richtig tief ausgekratzt werden.
10. Kollektor nochmal abschleifen.
11. Trägerplatte wieder aufsetzen. Vorher das Überbrückungskabel einlegen und auf die Markierung der Trägerplatte und Gehäuse achten.
Die Trägerplatte kann mit Benzin abgewaschen werde, da geht nix kaputt. Gleitlager einfetten.
12. M6 Schrauben einsetzen und gleichmässig anziehen. Das Gleitlager in der Trägerplatte drückt sich jetzt wieder auf die Hauptwelle des Anlassers.
13. Schleifkohlen abwischen und mit Schleifpapier säubern.
14. Die Druckfedern in der Trägerplatte anheben, Schleifkohlen wieder einsetzen und mit Schraube anschließen, die Reihenfolge ist egal. Die Lage des Überbrückungskabels sollte jetzt passen, es wird mit den Schrauben der Schleifkohlen befestigt.
15. Schutzkappe wider aufstecken, zwei Schlitzschrauben eindrehen
16. Fertig.
Mein Anlasser funktioniert wieder. Es ist keine Reparatur für die Ewigkeit denn der Kollektor ist irgendwann eingelaufen und völlig fertig. Bis ich aber einen guten gebrauchten gefunden habe tut er es allemal.
Ich konnte von der Aktion keine Bilder anfertigen. Durch den Kohlestaub, vermischt mit dem Fett des Gleitlagers, zeigten meine Hände das schwärzeste Schwarz was man sich vorstellen kann und so wollte ich den Fotoapparat dann doch nicht anfassen.
Grüße aus Braunschweig
Jürgen
Bei meinem D 214 drehte sich der Anlasser nicht mehr. Magnetschalter schaltet hörbar aber der Anlasser selber tat keinen Mucks mehr.
Tauschteil kostet 400 € , da probiert man doch mal selbst Hand anzulegen, wenns nicht klappt, kaputt ist er ja eh schon.
1. Anlasser ausbauen
2. Schutzkappe hinten abnehmen. Zwei Schlitzschrauben ausdrehen, Anlasser einspannen und ein beherzter Griff dann ist die Schutzkappe gelöst.
3. Wir sehen jetzt die völlig verdreckte Trägerplatte mit vier Aussparungen in den sich die Schleifkohlen befinden.
4. Schleifkohlen ausbauen. Dazu die Schraube am Kabel der Kohle lösen, dann die Druckfeder anheben und die Kohle herausnehmen. ( vier mal )
Achtung: Die Spiraldruckfedern nicht herausnehmen, die wickeln sich dann auf und man muss sie mühsam wieder mit einem Schraubendreher aufziehen und einsetzen. Kein Problem - aber macht keinen Spass und ist auch nicht nötig.
5. Mit 10er Schlüssel die beiden Schrauben M 6 der Trägerplatte lösen und herausschrauben.
6. Mit einem Schraubendreher die Trägerplatte vom Gleitlager herunterdrücken. Die Trägerplatte und das Anlassergehäuse haben eine Markierung für den späteren Zusammenbau. In der Trägerplatte befindet sich ein Überbrückungskabel, die Lage dieses Kabels merken sonst paßt nachher der Anschluß nicht mehr.
7. Jetzt liegt der Kollektor des Anlassers frei und der ist nach den Jahren des betriebs völlig verdreckt.
8. Kollektor mit Schleifpapier reinigen. Ich hab hunderter Papier genommen und mit hundertachtziger nachgearbeitet. An dieser Stelle ruhig beherzt zur Sache gehen, diese Anlasser sind Saurier und entsprechend robust.
9. Jetzt der wichtigste Punkt: Die Rillen zwischen den Kollektorflächen sind durch Fett vom Gleitlager und Abrieb von den Schleifkohlen mit festen Rückständen zugesetzt und erzeugen einen Kurzschluß. Das ist der Grund, warum der Anlasser nicht mehr läuft. Diese Rückstände müssen da raus.
Das geht mit einem kleinen spitz zugeschliffenen Schraubenzieher oder einer Reißnadel sehr gut. Auch hier beherzt zur Sache gehen. Die Spitze wird durch die Kollektorrillen geführt und die Rillen müssen richtig tief ausgekratzt werden.
10. Kollektor nochmal abschleifen.
11. Trägerplatte wieder aufsetzen. Vorher das Überbrückungskabel einlegen und auf die Markierung der Trägerplatte und Gehäuse achten.
Die Trägerplatte kann mit Benzin abgewaschen werde, da geht nix kaputt. Gleitlager einfetten.
12. M6 Schrauben einsetzen und gleichmässig anziehen. Das Gleitlager in der Trägerplatte drückt sich jetzt wieder auf die Hauptwelle des Anlassers.
13. Schleifkohlen abwischen und mit Schleifpapier säubern.
14. Die Druckfedern in der Trägerplatte anheben, Schleifkohlen wieder einsetzen und mit Schraube anschließen, die Reihenfolge ist egal. Die Lage des Überbrückungskabels sollte jetzt passen, es wird mit den Schrauben der Schleifkohlen befestigt.
15. Schutzkappe wider aufstecken, zwei Schlitzschrauben eindrehen
16. Fertig.
Mein Anlasser funktioniert wieder. Es ist keine Reparatur für die Ewigkeit denn der Kollektor ist irgendwann eingelaufen und völlig fertig. Bis ich aber einen guten gebrauchten gefunden habe tut er es allemal.
Ich konnte von der Aktion keine Bilder anfertigen. Durch den Kohlestaub, vermischt mit dem Fett des Gleitlagers, zeigten meine Hände das schwärzeste Schwarz was man sich vorstellen kann und so wollte ich den Fotoapparat dann doch nicht anfassen.
Grüße aus Braunschweig
Jürgen