phantasmus
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Anlasser Umbau auf 9V Anker am IHC 724
Hallo,
da mein 723er bei Minustemperaturen trotz guter Batterie nicht soo richtig anspringen wollte und nur mit Hilfe von Extrapower per Starthilfe auf Touren kam, habe ich beschlossen es mal mit Anlasser-Tuning zu versuchen.
Siehe auch: http://www.profi.de/dl/9/2/6/8/P_040_043_06_03.pdf
Im Internet hochgelobt und als die ultimative Wunderwaffe beschrieben, habe ich die Probe auf Exempel gemacht.
Hier also eine weitere Anleitung für „Dummies.
Detaillierte Anleitungen zum Aufbau diverser Anlasser finden sich im Internet. In manchen Foren wird auch die Physik die hinter dem Umbau steht ausgiebig durchdiskutiert.
Optional kann man natürlich auch im Internet einen neuen Power Anlassser für 270€ bestellen oder den alten Anker auseinandernehmen und abwickeln oder den Motor vorwärmen.
Wer sucht, stolpert zwangsläufig über die Firma Simon. Dort rief ich an und habe mir gleich mal Ritzel, Kohlen, Anker und Lager bestellt. Da der Magnetschalter noch immer zuverlässig gezogen hat, habe ich den nach Rücksprache mit Herrn Simon weggelassen. Kosten bis dahin ca. 119 €. Am übernächsten Tag konnte ich loslegen.
Batterie abgezogen, Kabel vom Anlasser abgeschraubt und die 3 14er Schrauben gelöst. Die Schraube zwischen Anlasser und Motorblock sitzt etwas blöd, aber nach gefühlten 1 Million mal Schlüsseldrehen kein Problem.
Positiv war, dass es mit meinem Ritzel noch zum Besten stand.
Als ab mit dem Anlasser in den Schraubstock. Die beiden langen Schrauben am Deckel sind schnell draussen. Ab hier die Reihenfolge der diversen Unterlegscheiben merken, die beim Auseinandernehmen entgegenkommen.
Die Kohlenhalter und Kohlen liegen nun frei. Diese sind schnell ausgeklipst und bei mir noch top in Ordnung.
Dann noch den Halbring am Ende aus seiner Nut abziehen und der Anker läßt sich mit dem Ritzel und dem vorderen Gehäuseteil auf dem der Magnetschalter sitzt, herausziehen.
Um den Anker samt Ritzel aus dem Gehäuseteil zu bekommen die runde Scheibe am Ritzel zum Anker hin zurückgeschlagen. Am besten einen Ringschlüssel dagegenhalten und den Schlüssel zurückschlagen. Dann ist der Segering dran.
Mangels geeignetem Werkzeug hab ich ihn nach vorne mit einem Schraubendreher rausgedrückt/rausgehebelt. An dieser Stelle hab ich irgendwie am Längsten gebraucht.
Damit ist der Anker und Ritzel frei und kann getauscht werden. Bei mir war er noch erstaunlich sauber. Lediglich im Gehäuseteil mit der Gabel vom Magnetschalter war es etwas siffig.
Der neue Anker hatte in meinen vorhandenen Lagern kein nenneswertes Spiel. Ein Vergleich mit den neuen Lagern hat das bestätigt. Also konnte ich das wechseln der Lager sparen. Hierzu hatte ich mir im Internet bereits alle gängigen Methoden wie das Rausschlagen mit roher Gewalt, das Rausdrehen mit Hilfe eines Gewindebohrer bzw das Rausdrücken mittels einer Schraube und passenden Scheiben und Gegenrohr angelesen.
Da eines der mitgelieferten Lager offensichtlich einen kleinen Außendurchmesser hatte als mein Vorhandenes wäre es auch nicht möglich gewesen. Warum das so war, hab ich nicht näher verfolgt. Also hier beim Bestellen aufpassen.
Vielleicht ergänzt ja jemand diesen Beitrag um das Wechseln der Lager.
Danach etwas Fett auf die Spirale. Das Ritzel tauschen und wieder in die Gabel einhängen. Abdeckscheibe und Segering überstreifen und zurück in das Gehäuse. Den aufgebogenen Federstahlring wieder in die Nut fummeln.
Die hatte beim neuen Anker einen etwas schärferen Grad. Der Ring ging nur fummelig drauf. Damit ging natürlich auch die Abdeckscheibe nicht richtig über den Ring. Aber mit Geduld Fummelei und roher Gewalt war auch das geschafft.
Beim Zusammenbau der Gehäuseteile stellte sich aber heraus, dass zwischen den Gehäuseteilen ein Spalt übrig war. Also nochmal raus und zum Spalt passend eine der Unterlegscheiben weggelassen.
Ich hoffe, das macht nichts.
Den Rest wieder zugeschraubt. War wieder etwas fummelig die langen Schrauben durch den Gummischlauch das Gewinde auf der anderen Seite zu treffen.
Anlasser wieder eingebaut. Fertig.
Fazit:
Haben sich die 2 Stunden Arbeit und die 62,50 € incl. Porto für den Super Power Schnelldreher Anker gelohnt? (Nicht benötigte Teile konnte ich problemlos zurückgeben)
Subjektiv würde ich sagen ja. Der Anlasser dreht gefühlt merklich schneller. Die Kiste springt richtig gut an. Es macht sogar richtig Spaß am Anlasser zu drehen.
Einen wirklichen Unterschied kann man bestimmt nur merken, wenn man 2 Schlepper zum Vergleich hätte.
Hallo,
da mein 723er bei Minustemperaturen trotz guter Batterie nicht soo richtig anspringen wollte und nur mit Hilfe von Extrapower per Starthilfe auf Touren kam, habe ich beschlossen es mal mit Anlasser-Tuning zu versuchen.
Siehe auch: http://www.profi.de/dl/9/2/6/8/P_040_043_06_03.pdf
Im Internet hochgelobt und als die ultimative Wunderwaffe beschrieben, habe ich die Probe auf Exempel gemacht.
Hier also eine weitere Anleitung für „Dummies.
Detaillierte Anleitungen zum Aufbau diverser Anlasser finden sich im Internet. In manchen Foren wird auch die Physik die hinter dem Umbau steht ausgiebig durchdiskutiert.
Optional kann man natürlich auch im Internet einen neuen Power Anlassser für 270€ bestellen oder den alten Anker auseinandernehmen und abwickeln oder den Motor vorwärmen.
Wer sucht, stolpert zwangsläufig über die Firma Simon. Dort rief ich an und habe mir gleich mal Ritzel, Kohlen, Anker und Lager bestellt. Da der Magnetschalter noch immer zuverlässig gezogen hat, habe ich den nach Rücksprache mit Herrn Simon weggelassen. Kosten bis dahin ca. 119 €. Am übernächsten Tag konnte ich loslegen.
Batterie abgezogen, Kabel vom Anlasser abgeschraubt und die 3 14er Schrauben gelöst. Die Schraube zwischen Anlasser und Motorblock sitzt etwas blöd, aber nach gefühlten 1 Million mal Schlüsseldrehen kein Problem.
Positiv war, dass es mit meinem Ritzel noch zum Besten stand.
Als ab mit dem Anlasser in den Schraubstock. Die beiden langen Schrauben am Deckel sind schnell draussen. Ab hier die Reihenfolge der diversen Unterlegscheiben merken, die beim Auseinandernehmen entgegenkommen.
Die Kohlenhalter und Kohlen liegen nun frei. Diese sind schnell ausgeklipst und bei mir noch top in Ordnung.
Dann noch den Halbring am Ende aus seiner Nut abziehen und der Anker läßt sich mit dem Ritzel und dem vorderen Gehäuseteil auf dem der Magnetschalter sitzt, herausziehen.
Um den Anker samt Ritzel aus dem Gehäuseteil zu bekommen die runde Scheibe am Ritzel zum Anker hin zurückgeschlagen. Am besten einen Ringschlüssel dagegenhalten und den Schlüssel zurückschlagen. Dann ist der Segering dran.
Mangels geeignetem Werkzeug hab ich ihn nach vorne mit einem Schraubendreher rausgedrückt/rausgehebelt. An dieser Stelle hab ich irgendwie am Längsten gebraucht.
Damit ist der Anker und Ritzel frei und kann getauscht werden. Bei mir war er noch erstaunlich sauber. Lediglich im Gehäuseteil mit der Gabel vom Magnetschalter war es etwas siffig.
Der neue Anker hatte in meinen vorhandenen Lagern kein nenneswertes Spiel. Ein Vergleich mit den neuen Lagern hat das bestätigt. Also konnte ich das wechseln der Lager sparen. Hierzu hatte ich mir im Internet bereits alle gängigen Methoden wie das Rausschlagen mit roher Gewalt, das Rausdrehen mit Hilfe eines Gewindebohrer bzw das Rausdrücken mittels einer Schraube und passenden Scheiben und Gegenrohr angelesen.
Da eines der mitgelieferten Lager offensichtlich einen kleinen Außendurchmesser hatte als mein Vorhandenes wäre es auch nicht möglich gewesen. Warum das so war, hab ich nicht näher verfolgt. Also hier beim Bestellen aufpassen.
Vielleicht ergänzt ja jemand diesen Beitrag um das Wechseln der Lager.
Danach etwas Fett auf die Spirale. Das Ritzel tauschen und wieder in die Gabel einhängen. Abdeckscheibe und Segering überstreifen und zurück in das Gehäuse. Den aufgebogenen Federstahlring wieder in die Nut fummeln.
Die hatte beim neuen Anker einen etwas schärferen Grad. Der Ring ging nur fummelig drauf. Damit ging natürlich auch die Abdeckscheibe nicht richtig über den Ring. Aber mit Geduld Fummelei und roher Gewalt war auch das geschafft.
Beim Zusammenbau der Gehäuseteile stellte sich aber heraus, dass zwischen den Gehäuseteilen ein Spalt übrig war. Also nochmal raus und zum Spalt passend eine der Unterlegscheiben weggelassen.
Ich hoffe, das macht nichts.
Den Rest wieder zugeschraubt. War wieder etwas fummelig die langen Schrauben durch den Gummischlauch das Gewinde auf der anderen Seite zu treffen.
Anlasser wieder eingebaut. Fertig.
Fazit:
Haben sich die 2 Stunden Arbeit und die 62,50 € incl. Porto für den Super Power Schnelldreher Anker gelohnt? (Nicht benötigte Teile konnte ich problemlos zurückgeben)
Subjektiv würde ich sagen ja. Der Anlasser dreht gefühlt merklich schneller. Die Kiste springt richtig gut an. Es macht sogar richtig Spaß am Anlasser zu drehen.
Einen wirklichen Unterschied kann man bestimmt nur merken, wenn man 2 Schlepper zum Vergleich hätte.