Baas Frontlader Instandsetzung

IHC 654 Allrad

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7 August 2016
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Hallo zusammen!

Weil an unserem 654 AS der Frontlader so ausgeschlagen ist und die Hydraulikleitungen und Zylinder undicht sind , habe Ich mich entschlossen, diesen abzubauen und komplett zu Überhohlen.

Also erst mal den Frontlader abgebaut.

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Als nächstes hab ich dann die Türen, Hydraulikleitungen, Zylinder und Frontschutzrahmen demontiert.

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Danach wurden dann die Konsolen demontiert.

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Ich habe auch die Türen provisorisch wieder montiert. Bei diesem Wetter will ich nicht drauf verzichten. Ohne Frontlader sieht er wie ein ganz anderer Schlepper aus.

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Was noch gemacht wird:

  • Alle Bolzen und Buchsen erneuern
  • Die ausgeschlagenen Bohrungen an der Konsole aufbohren und Stahlbuchsen einschweißen
  • Abgerissene Schraube entfernen
  • Neue Hydraulikzylinder anpassen
  • komplettte Verrohrung erneuern
  • Ausrückwelle der Fahrkupplung neu Lagern (jetzt, wo die Konsolen ab sind)
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Ich werde hier Regelmäßig über den aktuellen Stand berichten. Ich hoffe, das Thema interessiert euch.

Viele Grüße

Julian
 
Bitte denke mal darüber nach, weil du sowieso den ganzen Frontlader sanierst, die Problemstelle Kupplungsglocke zu entschärfen. Durch die hydraulische Gerätebetätigung geht noch mehr Reißkraft als normal über die Frontladerkonsole in die 2 x 4 Schrauben in der Kupplungsglocke. Ich damals (1985) die Konsolen einfach verlängert bis unter die Hinterachse (Getriebe von unten 3 Löcher) kann mann mit einem Flacheisen 20x160mm schön machen ahnlich wie später bei den 44gern. Vieleicht kannst du das mal bei einem anderen etwas jüngeren Schlepper abschauen. ich hatte damals keine Probleme mehr mit dem Frontlader.

Gruß Peter
 
Hallo Julian,

bitte weiter berichten, mich interessiert deine Instandsetzung. Achte beim Material für die neuen Bolzen auf die Bruchlast. 

Gruß,

Benjamin
 
Hi Julian,

genau auf so einen Bericht habe ich gewartet.

Wie sieht es mit den Bolzenaugen an der Schwinge aus?

Ich zermartere mir schon seit einiget Zeit das Hirn, wie man die wieder

Rund bekommen kann.

Gruß Matthias
 
Hallo Matthias,

am ehesten wirst du die Aufnahmen an der Schwinge auf nem Bohrwerk wieder rund bekommen oder alternativ neue augen anschweißen.

Für Baggerschaufeln gibt es Systeme wo man die augen mobil aufschweißen und wieder ausspindeln kann, das hab ich schon einmal gesehen.

Gruß,

Benjamin
 
Moin zusammen,

die Augen an der Schwinge werden wie die anderen auch Ausgebohrt und Buchsen eingeschweißt und ausgerieben. Die Augen sollen mit der Magnetbohrmaschine Ausgebohrt werden. Diese hab ich aber noch nicht da.

Also hab ich mich erst mal um die Ausrückwelle der Fahrkupplung gekümmert.

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Auf der Rechten Seite ist die Lagerbuchse aus dem Lagersitz nach außen Gewandert und wohl irgendwo auf der Strecke Geblieben. Auf der linken Seite ist díe Buchse nach innen gewandert und hing lose auf der Welle. Dadurch, dass die Welle ca. 4mm Spiel in der Bohrung hatte ließ sich das Pedal nie Richtig einstellen. Laut meinem Vater ist das Schon seit dem Kauf ende der 80er Jahre so! Auf der Welle dind dchon deutliche Einlaufspuren zu sehen.

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Die Lagerbuchse sah noch halbwegs gut aus. Die gibt es Wohl noch neu von SKF: www.skf.com/de/products/plain-bearings/bushings-thrust-washers-strips/bushings/productid-PCZ%201616%20E . Ich werde Auf jedenfall neue Drehen und mit Lagerkleber Einkleben.

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Einstellschraube überarbeitet.

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An der Welle werde Ich erstmal nichts machen, der 654 soll möglichst schnell wieder laufen, sonst muss der 633 Ohne Allrad Schneeräumen.

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Ist das mit den Buchsen schon öfters passiert?

Ich werde euch weiter Berichten.

Gruß Julian
 
Hallo zusammen.

Letzte Woche hab ich die Welle wieder mit neuen Messingbuchsen eingesetzt und konnte die Kupplung endlich mal Richtig einstellen. Beim anbauen des Tanks

 ist mir dann aufgefallen, dass die Konsole vom Tank vorne auf beiden Seiten durchgebrochen war. Deshalb hing der Tank vorher ca. 5-10mm zu tief. Also erstmal geschweißt.

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Alles zusammengebaut und eine Probefahrt gemacht!

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In den letzten Tagen wurden die Frontladerkonsolen erst mal begutachtet.

Hier kann man Sehen, dass die Bolzen ordentlich Spiel haben. Das konnte man in jedem Schlagloch spüren.

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Die nächste Baustelle wartet auch schon:

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Bald gehts weiter!

Viele Grüße Julian
 
Hallo zusammen!

Es ging endlich weiter am eigentlichen Projekt.

Ich habe lange überlegt, wie ich die Konsole ausbohren kann. Die Wahl fiel auf die Magnetbohrmaschine. ich habe mir eine Vorrichtung gebaut, um  mit dem Maschinenfuß der Bohrmaschnine auf Höhe der Gabeln zu kommen. dazu habe ich noch ein Paar Einstellschrauben eingebaut, um die Bohrmaschine auf dei Neigung der alten Bohrung einzustellen danach hab ich die Vorrichtung an die Konsole Geheftet.

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Gebohrt wurde mit einem 35mm Kernbohrer mit 80mm Schneidenlänge.

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Die Buchsen hab ich auf 35,5mm gedreht, deshalb hab ich die Bohrungen mit dem Luftfräser aufgefräst, angefast und die Buchsen mit dem Hammer eingetrieben.

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Anschleißend hab ich die Buchsen verschweißt und beigeschliffen.

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Danach hab ich die Buchsen mit einer Reibahle 30H7 augerieben.

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Die neuen Bolzen sind aus St 52 blank 30h8. (Bilder folgen).

Die nächste Baustelle ist der Riss im unteren Ovaltohr links. Durch den Riss ist Wasser

ins Rohr gelaufen. Die Enden vom riss hab ich ausgebohrt  und den Riss Spannungsfrei ausgeschliffen. Dann hat mich dieses Bild erwartet.

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Das rohr hab ich erst mal Trocken gelegt und um den Riss erhitzt, um beim Schweißen Verzug und unnötige Spannung zu vermeiden. Den Riss hab ich erst in Kleinen Punkten mit ca. 200A verschweißt und zum Schluss noch mal eine Naht drüber geschweißt.

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Auf der anderen Seite wurde mal sehr unschön Nachgeschweißt. Die naht hab ich Komplett ausgeschliffen und Einmal neu Verschweißt.

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Ich hoffe, es interessiert euch.

Viele Grüße

Julian
 
Moin zusammen!

Ich möchte eich mal weider über dem aktuellen Stand berichten:

In die Konsole hab ich noch zusätzliche Knotenbleche eingesetzt. Eins geht quer über den Zugeschweißten Riss. Schadet bestimmt nix.

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Als nächstes wurden die Konsolen komplett abgeschliffen und Anpassungen vorgenommen.

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Nun konnte alles Grundiert und anschließend Lackiert werden!

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Neue Schrauben in 5/8" und 1/2" UNC sind schon Bestellt. Ende der Woche sollen die Konsolen wieder angebaut werden.

Außerdem konnte ich die abgerissene Schraube entfernen. Mit dem Hammer und dem Körner außermittig in dei Schraube klopfen und dadurch herausdrehen.

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Viele Grüße aus dem Westerwald

Julian
 
Moin Julian sehr guter Bericht, viel Erfolg mit den Schweissarbeiten. Bitte weiter berichten.

Frohes Schaffen vom Emslandschrauber Franz
 
Hallo Julian,

schöner Bericht, weitermachen;-)!

Gefällt mir, wenn die alte Technik in Schuss gebracht wird.Dann hat man lange Spaß daran.

Grüße aus dem Westerwald
Michael
 
Moin zusammen,

hier habe ich ein kurzes Update für euch! Die Konsolen sind wieder dran. Alle schrauben wurden  erneuert. eup-1137091951-d66c933dccee23e01b4d6de375b9de33-1612501077_big.webp

Die Hydraulikleitung der Hubzylinder wurde komplett erneuert, weil diese undicht war. Die Leitungen der Gerätebetätigung wurden wieder montiert.eup-1137091951-8b8db32947d886546a79ffe3099d49cd-1612502134_big.webp

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Die vordere Gewindestange, die rechte und linke Konsole verbindet hat komplett gefehlt und wurde neu angefertigt.

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Bald geht‘s mit der Schwinge weiter! 

Eine Frage hab ich noch :

Die Unterlenker gehen mit wenig Last nur sehr langsam runter. Die Absenkdrossel hab ich schon sauber gemacht. Was könnte das noch sein?

PS: Der Rest vom Schlepper wird im Farbton noch an die Konsole angeglichen.

 

Viele Grüße

Julian
 
Hallo zusammen.

Endlich sind auch die letzten fehlenden Schrauben angekommen und ich konnte nun alle Schrauben mit vorgeschriebem Drehmoment anziehen. Nun konnte ich auch den Frontlader erst mal anbauen.

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Nach der ersten Probefahrt hab ich festgestellt, dass das Spiel schon sehr viel weniger geworden ist. Demnächst kommen noch neue Zylinder dran und die Schwinge wird auch noch Instandgesetzt.

Hier noch ein Foto von der Probefahrt:

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Wenns weiter geht, werde ich weiter berichten! Zur Zeit ist es mir einfach zu kalt in der Werkstatt.

Grüße aus dem Westerwald

Julian
 
Hallo Julian,

sehr schöne Arbeit, gefällt mir gut. Es macht Spaß jemandem zuzuschauen der sein Handwerk versteht.

Nur eine Frage von mir: Sind das Umgebaute oder Eigenbaukonsolen? Ich kenn die Konsolen von der CM-Serie, normal sehen die doch von der Form her anders aus, eher wie welche von der 33iger-Serie.

Gruß,

Benjamin
 
Hallo Benjamin,

soweit ich weiß sind das keine Eigenbaukonsolen. Ich habe schon mehrere dieser Bauart gesehen. Der Frontschutzrahmen ist meiner Meinung nach nicht original. Der Händler, von dem mein Opa den Schlepper in den 80ern gekauft hat, war ein ganz schöner Bastler. Wenn man sich einige Stellen am 654 genauer ansieht, merkt man das deutlich.

Ich kenne nur 3 verschiedene Konsolen für die großen CMs:

1. Die Konsolen für die alten Baas Schwingen wie z.B. an diesem 824.

Restauration IHC 824 AS Baujahr 72

2. Die Konsolen wie wir sie haben für die großen Baas Schwingen.

3. Die Konsolen, wie sie Siku 2005 sie an seinem 654 hat.

Gruß Julian 
 
Hallo zusammen!

Diese woche gings am Frontlader weiter. Als erstes den Frontlader mal wieder abgehangen. (Langsam bin ich Experte drin).

Danach hab ich den Untergrund zum Schweißen Vorbereitet.

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Meine Bohrhilfe für die Magnetbohrmaschine musste ich noch umbauen: Ich habe noch einen Anschlag eingeschweißt, damit die Bohrmaschine sofort an der vorgegebenen Position sitzt. Anschließend hab ich von dieser Position ein Loch in den Flachstahl gebohrt. Jetzt konnte ich die Bohrhilfe an der Alten Bohrung ungefähr zentrieren und Heften.

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Die das erste Blech auf jeder seite konnte ich so bohren, damit der Bohrer auch Zentriert in die zweite Bohrung bohrt, hab ich die Maschine mit einem Seilzug ausgerichtet.

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Jetzt die Buchsen eingeschweißt und wieder ausgerieben. Wenn jemand auf die Idee kommen sollte, das auch so zu machen: Beim heften der Buchsen unbedingt einen Bolzen durchstecken, damit die Buchsen Fluchten.

Nun das Nächste Problem: Die Auglager sind Total ausgeschlagen! (Konisch und total unrund)

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Gruß

Julian
 
Tach zusammen!

Diese Wochehabe ich mich um die Auglager gekümmert. Diese habe ich gezeichnet und neu Angefertigt!

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Estmal die alten Augen abgeflext.

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Für die, die es Interessiert: Die Schwinge hat eine Materialstärke von 6mm.

Die Auglager wurden mithilfe von einem Stück Rundstahl St-52k (Kaltgezogen) geheftet. und verschweißt.

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Die Schwinge ordentlich angefast und Steigend verschweißt.

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Dann ist diese Baustelle auch Schonmal abgeschlossen.

Die neuen Zylinder  sind auch gekommen und wurden sofort fertig germacht. Wir haben uns für Doppelwirkende Zylinder 70/40er mit 500mm Hub enschieden, da diese einfach günstiger sind als Einfachwirkende!

Die Anschweißaugen an der Kolbenstange sind Standardware, die am Zylinderboden sind nach Maß gefräst, um die neuen Zylinder in der Länge an die Alten anzupassen. Zur Lagerung dienen DU-Buchsen 30x34x30mm.

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Beim anbauen der Schwinge hatten wir einige Probleme, da ein Auge an der Frontladerkonsole schief gebohrt war. Die rechte Konsole War auch verzogen und ich hatte beim Bohren Probleme, die Maschine auszurichten. Diese Ungenauigkeit konnte ich aber durch Aufschleifen der Bohrungen und Buchsen um ein paar Hundertstel beheben. Jetzt ist das anbauen der Schwinge auf unebenem Untergrund eine Katastrophe!

Erste Testfahrt auf dem Schlimmsten wegim Dorf. Jetzt Schlägt nix mehr. Eventuell Rüste ich noch eine Stickstoffblase zur Dämpfung nach.

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Die Zylinder sind dann auch Lackiert!

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Ich hoffe, Ich hab nix vergessen! Wenn Ihr noch Fragen habt, meldet euch einfach!

Grüße aus dem Westerwald

Julian
 
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