Batterie-Trainer

Rakkofix

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19 Dezember 2008
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94491 Hengersberg
Hallo zusammen,

hab seit November einen Batterietrainer an meinem 353 im Dauereinsatz.
Gestern wollte ich ihn starten - Batterie zu schwach -
muß dazusagen, daß die Kontrollleuchte des Trainers in diesem Moment
rot leuchtete, was bedeutet: entladen.
Hab ich hier nur den falschen Augenblick erwischt und die Batterie war entladen,
wäre zu einem späteren Zeitpunkt die Batterie wieder voll gewesen ???

Hab jetzt vorsichtshalber das Ladegerät angehängt, weil ich sicher sein will,
daß er morgen wieder gestartet werden kann, denn es fällt Schnee ohne Ende.

Sollte man so einen Batterietrainer nur verwenden, wenn man das Fahrzeug
längere Zeit absolut nicht nutzt?

Viele Grüße
Martin
 
Ich weiß nicht, was für einen Batterie-Trainer Du hast. Einige "trainieren" die Batterie durch Laden-Entladen-Laden-Entladen usw. Das ist für die Starterbatterie NICHT gut! Eine Starterbatterie nimmt Dir eine Entladung sogar sehr übel! Eine Starterbatterie fängt SOFORT an zu sulfatieren, wenn die Nennspannung unterschritten wird (also schon ab 11,9V). Wahrscheinlich ist Deine Batterie sulfatiert. Du kannst sie VIELLEICHT noch desulfatieren, indem Du für 48 bis 120 Stunden einen konstanten Strom (nicht Spannung!) von 2% der Reservekapazität oder 1% der Amperestundenkapazität der Batterie anlegst, abhängig von der Elektrolyttemperatur und Kapazität der Batterie, bei 14,4 VDC oder mehr, je nach Batterietyp. Mach ein paar Zyklen (bis 50% entladen und wieder aufladen) und teste dann die Kapazität der Batterie. Du musst eventuell die Spannung erhöhen, um die harten Bleisulfatkristalle aufzubrechen. Wenn die Batterie über 50° C warm wird, brich das Laden ab und lass die Batterie erst einmal abkühlen, bevor Du weitermachst.

Um eine Starterbatterie bei langen Standzeiten zu erhalten, musst Du ein Ladegerät mit "Erhaltungsladung" anlegen. Jenes Ladegerät lädt erst die Batterie (sofern sie entladen ist), erkennt dann wenn die Batterie voll geladen ist und schaltet dann auf Erhaltungsladung. Gute Ladegeräte nehmen sogar Rücksicht auf die Temperatur, denn eigentlich ist die Ladespannung von 13,1V - 13,9V auf eine Temperatur von 26,7°C bezogen. Aber das eigentlich Wichtigste ist, dass die Batteriespannung nicht wieder unter die Nennspannung fällt. Dann geht nämlich das Sulfatieren wieder los.

Batterie-Trainer, die auf das Laden-Entladen-Prinzip setzen sind eigentlich nur ratsam bei Ni-Cad-Batterien wegen des Memoryeffekts. Den haben unsere Starterbatterien aber nicht. Die Starterbatterie ist eigentlich nur für das gut, was der Name schon sagt: für‘s Starten. Sie geben nämlich in kurzer Zeit, sehr viel Energie ab. Aber für alles andere (z.B. Energiespeicher für Solar- oder Windanlagen) sind die Starterbatterien nicht zu empfehlen. Diejenigen unter uns, die vielleicht ihren Weidezaun weit draußen mit einer Starterbatterie speisen, werden bestätigen können, dass deren Lebensdauer nicht so groß ist wie die von den Batterien, die im Schlepper oder im Auto eingebaut sind. Denn sie fangen ja schon sofort nach Anschluss an, zu sulfatieren.
 
Hallo, ich hab eins von Ctek, bin sehr zufrieden, mit 4 A Ladestrom, zum nachladen vollkommen ausreichend, bzw zum überwintern
 
Hallo,

ich habe bei meinem D439 seit Jahren einen Trainer über Winter angeschlossen.

Ich laß den aber nicht ständig angeschlossen, sondern ca. im 2 Wochen Rhythmus.

Vermutlich gibt es Unterschiede hinsichtlich der Entladungstiefe.

Bisher hatte ich keine Probleme damit. Die 100AH-Batterie ist jetzt 4 Jahre alt.

Gruß

Jörg
 
Moin zusammen,

das Wesentliche hat Jochen4 schon erwähnt. Vielleicht noch ergänzend dazu:

  • Eine Starterbatterie übersteht ca. 70 Lade- und Entladezyklen.
  • Ein Zyklus ist das Entladen bis auf 20 % der Batteriekapazität mit anschließendem Wiederaufladen.
  • Ein Startvorgang benötigt 100 Ampere Strom (Annahme) für relativ kurze Zeit. Es kommt also kein ganzer Zyklus, sondern nur ein 0,001 Zyklus zusammen. Danach kann ca 70000 mal gestartet werden.
  • Batterietrainer, die die Batterie entsprechend entladen und wieder aufladen, verringern die Anzahl der zur Verfügung stehenden Zyklen.
Bei längeren Stillstandszeiten schließe ich sporadisch, alle 1 bis 2 Monate ein geregeltes Ladegerät an, um die Selbstentladung wieder auszugleichen. Zusätzlich halte ich die Batterie sauber, um Kriechströme einzudämmen. Meine älteste Batterie, mit der ich so verfahre ist 8 Jahre alt und zeigt noch keine Ermüdungserscheinungen.

Mein Fazit: Im Gegensatz zum Menschen sollte die Batterie immer voll sein und zwar schonend - keine ungeregelte Druckbetankung.

Gruß

Maddin
 
Hallo!

Hat jemand Erfahrungen mit einem Pulser gemacht ?

Dieser soll der Sulfatierung in der Batterie entgegenwirken.

Durch die Aussendung von kleinen Stromstößen, die dazu führen,dass die Kristalle in Schwingungen geraten

und schließlich aufbrechen.

Dadurch soll die Batterie wieder 80 - 90% der Nennleistung erreichen,

selbst wenn sie tiefentladen war.

MfG 433-1455 

 
 
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