Baumscheibe freihalten - Ideen gesucht

phantasmus

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21 September 2010
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Hallo Leute,

hier gibt es so viele findige, kreative Köpfe. Daher die Frage an euch: Hat jemand eine Idee wie man auf einfache und preiswerte Art in Kombination mit 724AS Baumscheiben von jungen Apfelbäumen von Beikraut freihalten kann?

Die Hochstämme stehen 10 m auseinander, teilweise auch in Hanglage -  daher fallen die meisten Standard-Geräte für Reihenkulturen raus.

1. Hacken von Hand - mühselig

2. Umgraben von Hand - mühselig

3. handgeführte Motorfräse - umständlich

4. Chemie - geht gar nicht!

5 ???

Wegen der teilweisen Hanglage habe ich meine Spurbreite knapp über 2 m.

Somit fallen kleine Gerätschaften aus dem Weinbau wahrscheilich aus. Daher sollte das Gerät entweder entsprechend außermittig laufen bzw.

dachte ich an eine Art Kreiselegge bzw. eine alte breitere Fräse, die ich nur auf einer Arbeitsbreite von ca. 50 bis 80 cm mit Messern bestücke.

Also, Jemand eine bessere Idee oder vielleicht eine ähnliche Aufgabestellung schon anders gelöst?  Bin echt gespannt auf die Antworten.

Grüße

Norbert
 
Hi,

wir haben dieses Jahr damit angefangen den Rasenschnitt als bedeckung der Baumscheiben zu nehmen.

Spontan hätte ich bedenken hier zu tief zu arbeiten, um die Wurzeln nicht zu beschädigen.

Muß aber sagen, das ich wirklich keine Ahnung habe.

Gruß Matthias
 
Na da hätte ich auch gerne einen sinnvollen Hinweis.

Mache Baumscheiben mit Wiedehopfhacke. Das soll ja gegen Wühlmäuse helfen. Abdecken mit Mulch bringt nichts, da freuen sich nur die Wühlmäuse drunter. Habe in den letzten 12 Jahren nicht einen Apfelbaum/Birnbaum in Gang gekriegt durch die Mistviecher! Nur Pflaumen und Kirschen mögen sie offenbar nicht.

Grüße, Lutz
 
Hallo,

ich experimentiere (!!!) mit ähnlichem. Grundsätzlich ist das aber auch die Frage um welche Bäume es geht..... 

Umgraben und fräsen scheiden bei mir aus, um die Wurzeln nicht zu schädigen, aber vor allen Dingen den Boden nicht unnütz auszutrocknen.

Wühlmäuse hab ich zwar auch, die richten aber nicht viel Schaden an. Ich hab ja alte Sorten und die stehen bunt gemischt, die sind nicht so anfällig. Viel schlimmer ist die Trockenheit im Sommer. Da werfen die Bäume ohne zusätzliches Wasser locker 2/3 des Obstes ab....garnicht schön!

Früher hab ich ca 2-3 mal im Jahr mit dem Freischneider das Kraut gemäht und liegengelassen, in der Hoffnung dadurch Nährstoffe und Bodenfeuchtigkeit zu halten....

Vor 2 Jahren hab ich das durch eine 10cm dicke Schicht Schreddergut ergänzt. Den Bäumen ist das gut bekommen, am besten aber wohl dem Girsch...... grrrr!

also mähe ich weiter so 2-3 mal im Jahr, bis ich eine bessere Lösung habe.

Aber meine Fläche ist auch nicht so groß, da kann ich an einem Tag alles mit dem Freischneider schaffen, wenn es nicht zu hoch gewachsen ist, sonst halt 2 Tage.....

Bei der Gelegenheit entnehme ich auch gleich die durch Schädlinge geschädigten Früchte (soweit ich sie entdecke) . Der Rest ist für die Wespen, die brauchen die für Ihre Brut. Das heißt aber gleichzeitig, die letzten 2-3 Wochen vor der Ernte muss dort Ruhe herschen, damit der Dachs kommt und sich die Wespennester vornimmt, dann kann ich in aller Ruhe pflücken und verarbeiten ..... ;-) 

Liebe Grüße aus dem Norden.
 
Moin,

ich bin zwar nicht vom Fach aber den Boden aufwühlen durch hacken oder fräsen

fand ich auch etwas problematisch wegen dem Wurzelwerk.

Meine erste Idee war ein Zaunmäher oder Leitplankenmäher, die sind ja relativ erschwinglich und man erreicht

damit ja scheinbar gute Ergebnisse.

hier ein Beispiel www.youtube.com/watch?v=Zgq7wtzP3cw&t=1s 

Ob das allerdings wirklich klappt und vor allem in Hanglagen weiss ich auch nicht.

Gruß

Bernd
 
Hallo,

danke für eure Antworten.

Beikrautfreie Baumscheiben verbessern den Nährstoff- u. Wasserhaushalt des Obstbaums, was laut Studien zu einem signifikant besseren Wachstum führt. Ausserdem macht es Predtoren wie Füchsen und Greifvögeln die Jagt nach Wühlmäusen einfacher.

Beschädigung der Wurzeln sehe ich aus Erfahrung heraus nicht so kritisch. Das wird teilweise ja schon in der Bumschule durch Umpflanzen praktiziert. Ein Pommologe bestätigte sogar, dass es Vorteile haben kann wenn der Baum bezüglich Trockenheit eher Tiefenwurzeln ausbildet Ich habe teilweise mit der Spatengabel bzw anfänglich mit der Hacke gearbeitet und habe fast nie Wurzeln der Bäume erwischt (Bäume sind 3-8 Jahre alte Hochstämme). Bei 400 jungen Bäumen ist das aber inzwischen nicht mehr machbar. Ausgemäht habe die ich Streifen bisher zwischendurch mit Freischneider bzw. mit Kombimäher und Motorhacke. Allerdings ist meine semiprofessionelle Motorhacke oft mit den unterschiedlichen Bodengegebenheiten überfordert. Der Rest, sofern er nicht beweidet wird, wird mit dem China-Auslegemulcher einmal im Jahr recht komfortabel gemulcht

Daher die Frage nach einer Idee der mechanischen Bodenbearbeitung wie sie im professionellen Obstanbau z..B. üblich ist, Nur sind die Geräte dort so teuer, dass ich erst garnicht darüber nachdenken kann. Da mein über 2 m breiter 724er auch Hang kann ohne umzufallen dachte ich mir, es muss doch irgendwas geben, was man für schmales Geld anpassen oder umbauen kann.

So ein gebrauchter Zaunmäher käme meinen Vorstellungen schon ziemlich nahe. Der müsste nur noch statt Mähaufsatz einen Kreiseleggenrotor haben und einigermaßen bezahlbar sein.

Hätte auch den Charme, dass sich der Pferdemist gut einarbeiten ließe.

Übrigens, meinen Wühlmäusen ist die Obstsorte egal - die fressen einfach ALLES! ;-).

Bei der Falle sind sie hingegen wählerisch. Manche bevorzugen Topcat, andere eher traditionell die Bayrische oder die Badische Falle ;-)

Nochmals danke für eure Antworten.

Grüße

Norbert
 
Also der Nachbar meines Obstgrundstücks bring Hasenmist mit Sägemehl auf die Baumscheiben aus.

Die bleiben frei, da wächst nichts mehr.

Kannst es ja mal an einem Baum probieren

                                                                      Gruß Harry
 
Hallo,

danke für eure Antworten.

Beikrautfreie Baumscheiben verbessern den Nährstoff- u. Wasserhaushalt des Obstbaums, was laut Studien zu einem signifikant besseren Wachstum führt. Ausserdem macht es Predtoren wie Füchsen und Greifvögeln die Jagt nach Wühlmäusen einfacher.

Beschädigung der Wurzeln sehe ich aus Erfahrung heraus nicht so kritisch. Das wird teilweise ja schon in der Bumschule durch Umpflanzen praktiziert. Ein Pommologe bestätigte sogar, dass es Vorteile haben kann wenn der Baum bezüglich Trockenheit eher Tiefenwurzeln ausbildet Ich habe teilweise mit der Spatengabel bzw anfänglich mit der Hacke gearbeitet und habe fast nie Wurzeln der Bäume erwischt (Bäume sind 3-8 Jahre alte Hochstämme). Bei 400 jungen Bäumen ist das aber inzwischen nicht mehr machbar. Ausgemäht habe die ich Streifen bisher zwischendurch mit Freischneider bzw. mit Kombimäher und Motorhacke. Allerdings ist meine semiprofessionelle Motorhacke oft mit den unterschiedlichen Bodengegebenheiten überfordert. Der Rest, sofern er nicht beweidet wird, wird mit dem China-Auslegemulcher einmal im Jahr recht komfortabel gemulcht

Daher die Frage nach einer Idee der mechanischen Bodenbearbeitung wie sie im professionellen Obstanbau z..B. üblich ist, Nur sind die Geräte dort so teuer, dass ich erst garnicht darüber nachdenken kann. Da mein über 2 m breiter 724er auch Hang kann ohne umzufallen dachte ich mir, es muss doch irgendwas geben, was man für schmales Geld anpassen oder umbauen kann.

So ein gebrauchter Zaunmäher käme meinen Vorstellungen schon ziemlich nahe. Der müsste nur noch statt Mähaufsatz einen Kreiseleggenrotor haben und einigermaßen bezahlbar sein.

Hätte auch den Charme, dass sich der Pferdemist gut einarbeiten ließe.

Übrigens, meinen Wühlmäusen ist die Obstsorte egal - die fressen einfach ALLES! ;-).

Bei der Falle sind sie hingegen wählerisch. Manche bevorzugen Topcat, andere eher traditionell die Bayrische oder die Badische Falle ;-)

Nochmals danke für eure Antworten.

Grüße

Norbert
 
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