Befestigungsschrauben Frontgewicht 624

koki 624

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22 März 2012
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Hallo,

ich habe an meinem IHC 624 das Frontgewicht angebaut mit 170Kg was angeblich nur in Frankreich angebaut war (3 058 915 R1). Befestitg wird das Gewicht mit vier Schrauben 5/8", davon zwei Stück von der Seite und die anderen zwei von vorne durch das Anhängermaul.
Als ich den Trecker gekauft habe war nur noch ein Schraube drin und die Anderen waren abgerissen. In mühevoller Kleinarbeit habe ich die Reste heraus bekommen und habe mit neuen 8.8 Schrauben (vorher 4.6) das Gewicht wieder befestigt.
Nun nach dem 2. Samstag im Wald hing das Gewicht wieder nur noch an einer Schraube und die Anderen sind wieder abgerissen. Hat einer eine Idee was da falsch ist oder wie ich die Befestigung sonst machen kann?

Gruß Thomas
 
hallo koki kann mir das grade selber nicht vorstellen warum die schrauben schon wieder abgerissen sind aber wenn du vielleicht ein bild einstellen köntest das wäre sehr hilfreich

mfg 724 Buer

IHC heißt der Spaß !!!
IHC 724S
Farmall D 430
 
Hallo,

ich habe an meinem 523 auch dieses Gewicht.
Am Wochenende habe ich es demontiert. Sind bei dir wo die Schrauben an jeder Seite sitzen, 2 Scheiben dazwischen??

dsci0034.jpg


Gruss Uwe
 
Hallo,
kannst Du mal beschreiben, wie die Bruchstelle der Schrauben aussieht, oder am Besten ein Foto von der Bruchstelle einstellen? Sind die vorderen oder die hinteren abgerissen?

Im Moment kann ich mir nur vorstellen, dass die hinteren durch das Festziehen der vorderen abgerissen sind, weil zwischen Gewicht und Chassis vorne noch ein Spalt war, nachdem die Schrauben hinten schon festgezogen waren. Bei meinem sind deshalb hinten am Gewicht rechts wie links Langlöcher. Danach haben dann nur noch die beiden vorderen gehalten, wobei die nach dieser Theorie ganz sicher auch keine Flächenpressung mehr hatten. Durch die Vibration ist dann eine wohl noch abgerissen.

Aber wie gesagt ein Bild von der Bruchfläche könnte genaueres aussagen.

Ich würde vorschlagen, beim Montieren zunächst die vorderen fest anzuziehen und danach die hinteren. Wenn du die hinteren nicht mehr reinbekommst, weil die Löcher nicht genau übereinanderpassen, musst du vorne eben soviele Scheiben zwischen Gewicht und Chassis legen, dass die Löcher hinten übereinanderliegen. Oder fals es dir möglich ist, die hinteren Bohrungen am Gewicht größer zu bohren. Ist bei M16 aber nicht grade ein Kinderspiel.

Ich hoffe, dass du die M16 in 8.8 nicht im Baumarkt gekauft hast. Die Chinesen schreiben nämlich auch auf Legoschrauben 8.8 drauf. Da kennen die nix.


Grüße aus Metzingen
Ingo
 
Hallo Uwe und Ingo,

ich kann im Moment leider keine Fotos machen, denn die meine Kamera ist kaput.
Ich habe die hinteren Schrauben angesetzt, dann die vorderen Schrauben angesetzt und fest gezogen und zum Schluß die hinteren festgezogen.
An den seitlichen Schrauben konnte ich nur eine Scheibe zwischen Gewicht und Träger bauen, da die neuen Scheiben dicker waren als die Alten.
Die Schrauben sind aus einem Fachhandel und die Bezeichnung 8.8 paßt wirklich ich kaufe immer da und unsere Schloß vor Ort auch, also glaube ich die Bezeichnung trift zu.
Zu der Bruchstelle die ist wirklich ganz glatt weg gerissen.
Kann es denn seien, daß die Schrauben nur abgerissen sind, weil die seitlich noch ein wenig Luft hatten, weil die Scheiben dünner sindß
Sollte ich es mit 10,9 Schrauben ausprobieren?

Danke schon mal an Alle die mir hier helfen.

Gruß Thomas
 
1.
Glatter Abriß mit gleichmäßig rauher Bruchfläche deutet auf einen Gewaltbruch hin. Dass heißt, dass wohl schon beim Befestigen des Gewichtes eine enorme Scherkraft gewirkt haben muss. Ursache dafür wahrscheinlich mein beschriebenes Prozedere.

2.
Eine spiralförmig verwundene Bruchfläche deutet auf ein Abdrehen der Schraube beim Festziehen hin. Bei einer echten und korrekt verzinkten M16 8.8 kaum vorstellbar.

3.
Eine zu etwa zwei Drittel der Bruchfläche glatte Oberfläche und zu einem Drittel rauhe Oberfläche deutet auf einen Dauerbruch hin, der sich aber in der Regel über mehrere Wochen hinziehen würde.

Ich würde darauf tippen, dass es die Ursache wie unter 1. beschrieben, oder fehlerhafte Schrauben ist.

Thomas, ich musste einmal extra nach Algerien fliegen um dort M30 10.9!!!!! auszutauschen, die dort schon bei der Inbetriebnahme einer Maschine OHNE Last abgerissen waren. Die Untersuchung bei der RWTH in Aachen hat ergeben, dass die Schrauben falsch verzinkt wurden und bereits bei geringster Belastung gebrochen sind.

Das halte ich hier auch nicht für ausgeschlossen. Die Schrauben kommen vielfach aus China, wo die vom richtigen Verzinken nicht wirklich Ahnung haben. Also versuche es mit neuen 8.8er und schau, dass du nirgends einen Spalt über 1mm hast. Zieh auch wie gesagt zuerst die vorderen fest an bevor du die hinteren reinsteckst.

Grüße aus Metzingen
Ingo
 
Hi,
bitte nehme es mir nicht krumm, aber hast du vielleicht vorher die Gewindegänge geölt und wie lang war der Hebel zum Festziehen. Mein Bruder bekommt fast jede Schraube abgerissen (ist GaLa).

Gruß Matthias
 
Hallo Ingo und Mathias,
ich werde den Bruch mal genau anschauen und fotografieren wenn mein Apparat wieder geht.
Zum Anziehen ich habe die Schrauben ganz normal mit dem Schlagschrauber vorgezogen und dann mit 230 - 250 Nm nachgezogen.
Das kann doch eigentlich dann nicht nach so kurzem Gebrauch wieder abreißejn, oder? Dann muß es ja wirklich an der Verzinkung liegen.
Jetzt habe ich natürlich wieder das Problem die abgerissenen Enden raus zubekommen. Das hatte ich doch gerade erst.

Gruß Thomas
 
Na ja 250Nm ist ja ein bisschen viel. Eine M16 8.8 verzinkt zieht man mit maximal 190Nm an.

Mal sehen was das Bruchbild zeigen wird.

In deinem Fall würde ich die Schrauben nichtmal mit 190Nm anziehen.

190Nm ist soviel dass du dich bei einem Ringschlüssel mit etwa 75kg draufstellst. Das ist doch garnicht nötig. Und bei 250Nm musst du dich schon mit rund 100kg draufstellen.

Grüße aus Metzingen
Ingo
 
Hallo Ingo,
ich habe die Werte aus dem Internet sind die denn falsch?

Stahlschrauben
Anziehdrehmoment in Nm
Gewinde Steigung Güteklasse
4.6 5.6 8.8 10.9 12.9
M4 0,7 1,02 1,37 3,3 14,8 5,6
M5 0,8 2,0 2,7 6,5 9,5 11,2
M6 1,0 3,5 4,6 11,3 16,5 19,3
M8 1,25 8,4 11 27,3 40,1 46,9
M10 1,5 17 22 54 79 93
M12 1,75 29 39 93 137 160
M14 2,0 46 62 148 218 255
M16 2,0 71 95 230 338 395
M18 2,5 97 130 329 469 549
M20 2,5 138 184 464 661 773

Gruß Thomas
 
Die Werte die Du im Inet gefunden hast, sagen aber nichts über die Oberflächenbehandlung aus.

Es ist wahrscheinlich, dass es sich hierbei um schwarze, also nicht verzinkte Schrauben handelt.

Gelten die Angaben denn auch für Sechskantschrauben? Senkkopfschrauben selbst, (also nicht die Mutter, bzw. in Sacklöcher, wie es bei dir der Fall ist) können nämlich auch mit deutlich höheren Anzugsmomenten festgezogen werden.

Es ist sehr wichtig, das zu berücksichtigen.

Ebenso muss berücksichtigt werden, ob die Gewinde komplett trocken sind oder leicht fettig oder ölig. Gute Tabellen geben auch darüber Auskunft.

Fazit: Je besser die Gewindegänge und die Kopffläche gleiten können, um so geringer muss das Anzugsmoment der Schraube sein, damit sie nicht überansprucht wird.

Schau mal nach, für welche Schraubenausführung diese Werte zutreffen, und ob diese Werte von einer seriösen Quelle stammen.

Meine Werte stammen vom deutschen Schraubenhersteller Bauer & Schaurte (übrigens ebenfalls ein altehrwürdiges Unternehmen aus Neuss) und stehen so höchstens mit minimalen Abweichungen auch in den Tabellen anderer deutscher Schraubenhersteller. Sie beinhaltet auch eine Aussage über die Oberflächenbehandlung und gehen von leicht öliger oder fettiger Gewinde aus.

Aber wie gesagt: Ich würde die Schrauben in deinem Fall sowieso höchstens mit 140Nm anziehen. Also Ring- oder Steckschlüssel und dann ca. 50kg drauf.

Grüße aus Metzingen
Ingo
 
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