Bei Case 956XL lenkung defekt! Wer kann helfen?

husky250

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17 April 2011
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Hallo.

Ich bin neu hier im Forum.
Hoffe ich kann diesen beitrad auch hier reinschreiben obwohl es sich nicht um einen astreiene IHC sondern um einen Case handelt.
Bei underem Case 956XL ist seit 1 Woche die lenkung defekt.
Lenkrad läst sich ohne lenkfunktion der Räder drehen.
Haben den zylinder aus der Achse gebaut und festgestellt das der eisenring auf dem die kolbenabdichtung sitzt gebrochen ist.
Ersatzteile bestellt und zusammengebaut 1 Tag funktioniert und jetzt wieder die selben lenkausfälle.
z.B. Auf dem Acker lenken die räder einfach in die Richtung wo es sie am stärksten drückt und man kann dann wie ein beklopter gegenlenken um die gewünschte richtung zu fahren.
Kein Olaustrit am Zylinder.
Keine komischen Geräusche.
und das Lenkrad kann man ohne grosen gegendruck bei vollen Lenkeinschlag weiter drehen.
Hat jemand eine ahnung was da noch Defekt sein könnte oder hat jemand schon mal ein anliches Problem gehabt.
Bin für jeden Tip dankbar.

MfG Andi.
 
Hallo.

Ich bins nochmal.
Habe heute mal die beiden leitungen des Lenkzylinder abgemacht und mit blindstopfen verschlossen.
Dann habe ich die Lenkung bewegt und festgestellt das die Lenkung in eine Richtung(Rechts) normal bewegt bzw gegendruck da ist und in die andere Richtung (links) durchlässt bzw keinen richtigen Druck aufbaut.
Nun vermute ich das das lenktermostat nicht richtig arbeitet.
Hat da vielleicht jemand Tips was mit dem teil los sein könnte?
Denke mal das ein Ventiel defekt ist oder verdreckt ist.
Kann man das zerlegen und reinigen?

MfG
 
Hallo Andi,
in dem Lenkventil sind sogenannte Schockventile verbaut. Diese öffnen z.B. wenn ein Rad gegen eine Wand stößt und bauen dann den Überdruck zum Tank ab. Oder Sie öffnen auch, wenn Du gegen den Anschlag lenkst. Es könnte sein, dass ein Bruchstück aus dem Lenkzylinder das Ventil offen hält.
Ein Lenkventil ist ein extrem hochgenau gefertigtes Teil, es reicht den Ventilschieber in der Hand zu halten und mit der Körperwärme zu erwärmen und Du bekommst es nicht mehr zusammen oder beschädigst es.

Ich rate Dir dringend, das Ventil zum CASE-IH Händler zu bringen und dort instand setzen zu lassen.

Vorher solltest Du aber sicher gehen, dass auch wirklich das Lenkventil der Übeltäter ist:
Überprüfung:
1. Komplett nach links einschlagen
2. Bei Zentralantrieb den Schlauch "Rechte Zylinderkammer" lösen und nach Links lenken, es darf kein Öl aus dem Anschluss am Lenkzylinder kommen.
3. Gleiches Prozedere nur in die andere Richtung mit den jeweils anderem Schlauch.

Achtung, das Öl kann herausspritzen:
Schutzbrille tragen, Auffangbehälter benutzen und das Öl dorthin auffangen.

Sollte jeweils kein Öl austreten (s. o.) ist das Lenkventil defekt.
Viel Erfolg!
Gruß
Andreas
 
Hallo.

danke für die Antwort.
Weist du zufällig wie das Schockventil aussieht und wo es sich befindet?
Und wie siehts mit dem Abdichten des Lenkorbitol aus?
Welche Dichtungen werden in der regel erneuert?Nur die O Ringe zwischen den Gehäuseteilen oder gibt es da noch andere Dichtungen?
Kann man irgendwo noch solche Dichtsätze bekommen?
Wir haben ein ZF Lenkorbitol werbaut.
was hat es eigentlich mit dem Sternrad auf sich das sich auf der gegenseite der Lenkstangenseite befindet.
Solte sich das im kreis drehen könnenß(Sternförmige gehäuseform) oder soll es sich nach einer bestimten Umdreung setzen?

Mein Schwiegerfater hat das Lenkorbitol heute schon ausgebaut.
Mal sehen was da zu machen ist.
MfG Andi.
 
Hallo Andi,
die Schockventile verbergen sich hinter 2 der Schrauben mit denen der kreisförmige Rotor an den Rest des Gehäuses angeflanscht wird. Allerdings weis ich nicht welche es sind, da dies von Lenkventil zu Lenkventil unterschiedlich ist.

Zur Funktion des Rotors, dieser hat 2 Funktionen:
1. Normalbetrieb, d.h. Lenkung wird mit Öl von der Hydraulikpumpe versorgt.
Wenn Du am Lenkrad drehst, verdrehst Du im Lenkventil die äußere gegen die innere Ventilhülse, hierdurch gelangt das Öl von der Pumpe in den Rotor. Dieser wirkt nun wie ein Motor und sorgt dafür, dass die Verdrehung der äußeren und gegen die innere Ventilhülse wieder in ihre Ausgangslage zurückgedreht wird. Erst nach dem Rotor gelangt das Öl zum Lenkzylinder. Wäre der Rotor nicht vorhanden, könntest Du das Ventil zwar öffnen, Du hättest keine Möglichkeit dosiert zu lenken.
2. Notlenkbetrieb (Motor aus):
In diesem Fall wirkt der Rotor wie eine Pumpe, d.h. Du treibst mit Deiner Muskelkraft quasi eine kleine Hydraulikpumpe an, mit der dann noch Öl zum Lenkzylinder gepumpt werden kann. Wenn Du einmal versucht hast auf freier Fläche den Traktor mit ausgeschalteten Motor zu lenken, vermittelt es zunächst das Gefühl, dass die Lenkung blockiert, dies ist aber nicht der Fall aber es geht halt sehr schwer nur darf man nicht am Lenkrad reißen. Dies sollte eigentlich jeder einmal üben, damit er dass Gefühl kennt, wenn die Servounterstützung fehlt, dass man doch noch Lenken kann.

An Dichtungen befinden Sich zum einen die O-Ringe zwischen den Gehäuseteilen und zum anderen ein Radialwellendichtring am Eingang der Lenkwell. Zu beziehen bei CASE-IH.
Gruß
Andreas
 
Hallo.

Mittlerweile würde ein neuer gebrauchter Lenkorbitrol verbaut und die Leitungen bzw das Hydrauliköl erneuert und zwischendurch mit Diesel gespült.
aber leider hat sich der lenkzylinder nach einigen Lenkbewegungen wieder verabschiedet.
Der innenliegende kolben ist zerstört.scheinbar durch den Anschlag im Zylinder.
Weis jemand ob das normal ist das bei Vollanschlag der lenkung der Kolben an dem Zylindergehäuse ansteht?

Wir haben auch den Druck an den beiden Schläuchen die zum Lenkzylinder gehen gemessen.
Bei Lenkbewegung ca 150Bar und bei Vollanschlag ca 180bar.
Sind diese Drücke in Ordnung?

Ich vermute als mein Schwiegervater das erste mal den Lenkzylinder abgedichgtet hat einige Späneteilchen übersehen hat und diese dann in den Lenkkreislauf gelangt sind.
Somit ins Lenkorbitrol und später auch wieder in den Zylinder und diese Teilchen jetzt evtl den Zylinder wieder geschrottet haben.
Was meint ihr oder gibt es noch irgendeine andere Erklärung dafür das die Abdichtung im Zylinder so zerpröckelt?
2-3Tage vor dem 1.Bruch des Lenkzylinders wurden die beiden Spurstangenköpfe gewechselt.
Kann das damit zusammenhängen?

MfG Andi.
 
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