Belastung der Vorderachse durch Frontlader ??

Randolf

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5 Juli 2011
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Hallo Leute, ich habe einen IHC533 mit Baas Frontlader Kat3 gekauft. Der Frontlader war nicht montiert und macht auf mich einen mächtigen Eindruck. Da ich keine Servolenkung habe , denke ich mal das er sich mit Frontlader sehr schwer lenken lässt aber das ist ein anderes Problem. Mein größtes Bedenken ist dass die Vorderachse der Last nicht standhält. Ich möchte mit dem Frontlader Rundballen Laden (Durchmesser 1,2m-1,6m)schätze die wiegen so max. 400kg. Wie gefährdet ist meine Forderachse ? Meine Spur steht auf 1435mm und ich bin am überlegen ob ich sie zu sicherheit auf 1335 verstelle. Hat jemand erfahrungswerte für mich? Wie viel kg sollte ich max. an den Frontlader hängen .
 
Hy

Also ich hab keinen 533er aber Grundsätzlich ist ein Fontlader immer schlecht für die Vorderachse.... aber 400 kg ist ja nicht so viel....

Breitere Spur wirkt sich auch nicht gerade positiv aus mehr belstung auf den Achsschenkeln und die Lenkung wird meist auch schwergängiger....

Also ich denk mal das es soweit kein grosses problem ist wichtiger wird die Servolenkung sein... grad beim Ballenladen...

die spur würd ich zurücksetzen wenn es möglich ist da schonst du ihn ein wenig mehr...

Hinten ist bei Frontlader arbeit ja desto breiter umso besser.... ein heckgewicht wirst du dir auch nicht ersparen

Das sind meine Gedanken

LG Mario
 
ich habe an meinem  633 einen KAT2 FL  dran aber auch keine servolenkung und  wenn ich mal 600kg dran hab muss mann schon ordenlichkurbeln das schwärste waren 800 kg da schwächelt er aber dann auch schon und senkt sich langsam ab aber mann kann noch sehr schwer lenken. bei Kat 3 dann noch schlimmer.

also eine servolenkung wäre vill bei einem kat3 sonvoll.

mfg

marco
 
Hallo,

die 400kg kann die Vorderachse schon ab. Einen erhöhten Verschleiß hat man bei Frontladerschleppern naturgemäß natürlich, aber schlagartig brechen o.ä. wird sie, wenn du nicht gerade mit vollgas über den Feldweg rast, mit an Sicherheit grenzender Warscheinlichkeit nicht. Wie viel Gewicht du max an den Lader hängen kannst, musst du situationsbedingt selber abschätzen, kurzzeitig kannst du sicher auch die volle Hubkraft ausnutzen (ca.1100+kg). Die Spur würde ich aber nicht enger stellen, da der Lader im vergleich zum schlepper doch ziemlich groß ist. Sonst kann es ziemlich schnell passieren, dass der ganze Traktor auf der Seite liegt.

MfG, Thomas
 
Danke für Eure guten und schnellen antworten.

Ich werde ihn mal dranbauen und im Winter vielleicht eine Servolenkung nachrüsten .
 
achso kann mir noch jemand die Schraubengrößen sagen?

Sind zwei Größen von dem Vierloch und vorne die drei Löcher.

Wie ich diese Zollschrauben verachte ;-)
 
Hallo Randolf,

 

einen Kat 3 Frontlader an einem 533, das geht schon, aber der Frontlader sollte sich unbedingt an der Hinterachse abstützen!

Ich habe mich vor längerer mit einem Besitzer eines ganz frühen 633 A unterhalten, als die Maschine neu war hat die ehemalige Fa Baas an diesem Traktor die Masse für die Konsolen des Frontladers abgenommen. Der Besitzer wollte unbedingt einen Kat 3 Frontlader

Die Ing. der Fa Baas haben damals unbedingt auf einer Hinterachsabstützung bei der Verwendung eines Kat 3 Frontladers an dieser Maschine bestanden!

 

Also Kat 3 Frontlader an A Familie nur mit Hinterachsabstützung, Kat 2 Frontlader geht ohne.

viele Grüsse
 
Hallo Randolf,

ich hatte bis letztes Jahr einen 453 ( Vorgänger vom 533 ) auch mit Frontlader Größe 3 ausgestattet. Lenken ging schon schwer aber machbar. Bei Gewicht vorne drin muß man eben langsam fahren.

Ich hatte damals mal die Dichtigkeit der Zylinder getestet und ihn unter die Stalldecke gefahren und hochgehoben, der hatte soviel Kraft, das der Trecker hinten leicht hoch ging.

Ich hatte aber auch die Hinterradabstützung dabei.

Übrigens die Bezeichnung Kat 2 oder Kat 3 gibt es nur für die Heckhydraulik, beim Frontlader heoißt das Größe 2 bzw. Größe 3

Gruß

Norbert
 
Für einen 533 passt ein 3er Frontlader auf alle Fälle, aber eine Hinterachsabstützung ist nur für Allrad eventuelle zu empfehlen aber wirklich nicht zwingend, ohne Allrad ist dies unnötig!

Wir haben an unsern 523 schon immer einen 3er Stolllader dran und damit wird oft eine Tonne gehoben, und er hatte bis jetzt noch keinen Schaden davon genommen, auch die Vorderachse!

Wir haben selbst bei unserem 7206 Allrad keine Hinterachsabstützung und geht auch. Man muss aber sagen das hier noch ein kein schwerer Industriefrontlader verbaut ist der mehr als eine Tonne hebt, weil dann ist eine Hinterachsabstützung erforderlich...

Man kanns schon auch übertreiben mit Abstützungen....

Gruß Christian
 
Was man mit einem Frontlader seinem Schlepper "antut", hängt (wie auch sonst) entscheidend davon ab, wie man damit umgeht.

Die Vorderachse und der gesamte Rest des Schleppers werden durch Schläge beim Fahren mit einer großen Last auf dem Lader am stärksten belastet.

Nur einmal ein Schlagloch übersehen, und "rumms"....

Hat man aber z.B. eine Stickstoffblase angeschlossen, macht es erheblich weniger kräftig "rumms".

Ich hatte mal eine 533, allerdings ohne Frontlader.

Würde ich heute so ein Teil damit ausrüsten, wären vier Maßnahmen für mich obligatorisch:

- Stickstoff-Blase zum Dämpfen von Schlägen

- Heckgewicht

- Hinterachs-Streben

- Servo-Lenkung

Die Reihenfolge entspricht in etwa dem nötigen Aufwand in Zeit und Geld, d.h. die hydraulische Lenkung ist am teuersten, und man kann nach meiner Auffassung evt. am ehesten drauf verzichten.... z.B. wenn ein gescheites Heckgewicht dran ist.

Ich hebe sehr regelmäßig Heulage-Rundballen mit einen 3er Frontlader an einem 844 AS, die zwischen 150 und 130 cm Durchmesser haben, Gewicht geschätzt auch so um die 250 kg

Das merke ich kaum, der Schlepper fährt sich fast wie "leer".

Am 533 wirst Du einen Rundballen schon eher merken, aber eine außergewöhnliche Last ist das für eine Schlepper dieser Größe nicht.

Musst halt nur etwas aufpassen, dass Du die "hydraulisch-mechanische" Hebe-Kapazität Deines 3er Laders nicht unbedingt voll ausschöpfst, oder wenn doch, dann damit nicht mehr viel fährst!!
 
Also das mit der Stickstoffblase ist eine gute Idee habe ich aber bei der größe noch nie gesehen .Ich werde zusätzlich nochmal einen Druckminderer einbauen und mit dem den Druck auf 100-120bar begrenzen. Der Traktor wird auch von anderen gefahren und da ist es mir lieber wenn die Hubkraft begrenst ist und ich nicht jedem ins Gewissen reden muss.

Heckgewicht werde ich mir ein schönes basteln . Ich denke mal 300kg dürften reichen oder ??

Kann mir nochmal einer die Schraubengrößen sagen ??
 
IHC 523:
Wir haben an unsern 523 schon immer einen 3er Stolllader dran und damit wird oft eine Tonne gehoben, und er hatte bis jetzt noch keinen Schaden davon genommen, auch die Vorderachse!Gruß Christian
Hallo,

das kann man aber nicht ganz vergleichen: 523 ist B-Familie, 533 A-Familie.

Zur Lenkung kann ich nur sagen: Bei großen Lasten immer Heckgewicht verwenden. Dadurch wird die Vorderachse wieder entlastet.

Die Hydraulische Lenkung verleitet auch dazu, auf diesen Gewichtsausgleich zu verzichten (weil man es ja nicht spürt). Das ist auch gefährlich, weil der Schlepper hinten hochgehen kann und umkippen.

Gruß MP4
 
Also ein Heckgewicht ist für mich sowieso Pflicht, wir haben an unserm 523 zu 90% das Gewicht dran, den ohne kommst du eigentlich e kaum mehr voran wenn man vorne in der Schaufel was drin hat, den dafür sind sie hinten einfach immer zu leicht...

@Randolf, 120Bar sind schon zu wenig, damit hebst du eigentlich gar nichts ;-), aber würde es einfach mal testen und dann dementsprechend zurück regeln, falls es dir zu viel an Hebekraft ist ;-)

300kg für ein Heckgewicht ist meiner Meinung nach zu wenig, wir haben das unsere noch nie genau gewogen, müssten aber mindestens 700kg sein was auch ziemlich perfekt ist!

Zum Thema Servolenkung: Wieso wollt ihr immer gleich ne Servo einbauen nur weil ein Frontlader ran kommt???

Ich persönlich werde an unserm 523 nie eine einbauen, den was machst du wennst eine Servo drin hast und vorne am Lader vielleicht ne Tonne... man lenkt immer sprich auch im Stand weils ja leicht geht, was aber eine unheimliche Belastung für die Vorderachse, Umlenkhebel, Spurstangen ist..., ich dagegen habe keine verbaut und komme gar nicht in die Versuchung solchen Mist wie im Stand zu lenken zu machen, weil es einfach fast nicht geht. Und wenn man ja fährt kannste genau so lenken, klar schwerer wie ohne Lader, aber wenn man das nicht mehr lenken kann dan weiß ich auch nicht... und jetzt bin ich wirklich kein Muskelprotz :-)

Gruß Christian
 
Also ich hatte mir gedacht ich nehme eine altes 200L Ölfass, kürze das auf ca.70cm höhe mache ein Rohr durch und fülle es mit Stahl und Beton.

Durch das Rohr mache ich eine Welle für die Dreipunktaufhängung so kann ich es auch nehmen um etwas abzuwalzen oder so.

Dieses Teil dürfte dann um die 350-450 kg wiegen.

Oder meint ihr ein Kasten wäre als Heckgewicht besser??Den würde ich 60cm hoch,60cm tief machen und 70cm breit dann hätte ich ca 500 Kg

Zur Hubkraft mit 120 Bar also bei Größe 3 sind die Zylinder ziemlich kräftig. Die Kolbenstange hat allein schon 60mm Durchmesser und der Kolben bestimmt 70mm.Bei 180Bar hat er ja 1100kg also bei 120 ca. 750kg  weiß aber auch nicht ob man das so rechnen kann. Aber du hast schon recht wenns nicht passt regele ich den Druck nach.
 
Hallo Randolf,

sind deine verbauten Hubzylinder doppeltwirkend? wenn nicht ist der Stangendurchmesser der wirksame Durchmesser!!!

Der EW Zylinder hat zwar einen Anschlag, der vergrößert allerdings den Wirkdurchmesser nicht, da ein EW Zylinder nur am Kopf abdichtet.

Gefährlich wird diese Tatsache wenn doppeltwirkende Zylinder nachgerüstet und die Stangendurchmesser (EW alt und DW neu) angeglichen werden.

Wie schon formuliert ist beim EW der Stangendurchmesser der Wirkdurchmesser beim DW allerdings der Kolbendurchmesser. In dieser Konstellation werden die doppeltwirkenden Zylinder schieben bis es kracht.

Das habe ich tatsächlich schon gesehen! bei mir war ein 309 Fendt Fahrer und hat mich gefragt warum sein Frontlader nach dem Umrüsten auf DW Zylinder so langsam hebt. Ursache war genau die oben beschriebene Fehlinterpreation. Der Landwirt hat übrigends seine Zylinder problemlos getauscht bekommen.

Gruß

Gerhard
 
Hallo

@ Randolf,das mit den EW Zylindern und Stangendurchmesser trifft allerdings nur zu wenn du einen Plunger hast.

Bei "normalen" einfachwirkenden Zylindern ist das Verhältnis so wie bei doppelt wirkenden Zylindern auch,

siehe hier:de.wikipedia.org/wiki/Hydraulikzylinder

Und wer kann mir diese Ausage erklären:

"Bei großen Lasten immer Heckgewicht verwenden. Dadurch wird die Vorderachse wieder entlastet."

LG Berthold

.
 
Hallo Berthold,

MP4 meinte (sehr wahrscheinlich), dass mit einem Heckgewicht weniger Gewicht auf der Vorderachse lastet, da der Schlepper ja hinten heruntergedrückt und dadurch gleichzeitig vorne "hochgedrückt" wird. Dieser Effekt ist ist einerseits gut für die Vorderachse, da sie weniger stark belastet wird und andererseits auch gut für den Fahrer, da er, bei nicht vorhandener hydraulischer Lenkung, so sehr viel leichter lenken kann.

Gruß,
Henrik
 
Hallo Berthold,

ich kenne am Frontlader keinen Zylinder der einfach wirkend ist und einen Kolben hat!

wenn ich das schreibe kannst du mir das schon glauben, ich habe schon ein paar in den Fingern gehabt.

Es macht absolut keinen Sinn einen EW Zylinder mit Kolben einzubauen, das verursacht nur Kosten (Dichtung am Kolben und am Stangenaustritt), zusätzlich müßte die Stangenseite entlüftet werden und könnte rosten wenn der Zylinder längere Zeit im eingefahrenen Zustand steht. Der Plungerzylinder ist immer komplett mit Öl gefüllt, also hier kein Problem. Natürlich gibt es DW Zylinder, die EW angeschlossen sind (habe ich am MB trac am Kraftheber), dort ist die Hubkraft allerdings auf Zug, also stangenseitig. Die Bodenseite ist mit dem Rücklauf/Tank verbunden und ist so immer mit Öl gefüllt.

Entlastung der Vorderachse:

Wenn ein Gewicht hinter der Hinterachse hängt, entlastet das die Vorderachse. Du kannst dir das einfach vorstellen, wenn das Gewicht sehr hoch wird steigt die Maschine an der Vorderachse.

Physikalisch gesehen ist die Hinterachse ein Drehpunkt und das Gewicht (bzw. die Gewichtskraft) generiert mit dem Hebel (Abstand zur Hinterachse) ein Moment. Mit dem Radstand kann dadurch die Entlastung der Vorderachse berechnet werden.

Beispiel:

du hängst ein Gewicht in die Heckhydraulik, das eine Masse von 500 kg hat, der Abstand zur Hinterachse soll 1,5 m sein.

es wird ein Moment von ca. 7500 Nm generiert. (500 kg x 9,81 m/s² ~ 5000 kgm/s² = 5000 N) multipliziert mit 1,5 m ergibt 7500 Nm.

Die Entlastung der Vorderachse kann errechnet werden, indem die 7500 Nm durch den Radstand (ca. 2 m) dividiert werden.

7500 Nm / 2m = 3750 N, also ca. 375 kG.

Ich habe es bewußt einfach gehalten und keine dynamischen Komponenten, schiefe Ebene, oder sonstige Wechselwirkungen mit einbezogen, das ist bei dieser Fragestellung auch nicht nötig.

Gruß

Gerhard
 
Und wer kann mir diese Ausage erklären:"Bei großen Lasten immer Heckgewicht verwenden. Dadurch wird die Vorderachse wieder entlastet."

LG Berthold

.
Hallo, der Satz ist doch eigentlich klar:

Große Lasten hier im Bezug zum Frontlader, also Last auf der Vorderachse.

Wenn man hinten an die Hydraulik etwas schweres anhängt, wird automatisch die Vorderachse entlastet (Hebelwirkung)

Je weiter diese Last dann von der Hinterachse aus nach hinten verlagert wird, desto größer ist dieser Effekt . Darum bringen hier Hinterradgewichte oder mit Wasser gefüllte Reifen (fast) nichts.

Gruß MP4
 
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