Bestehende Löcher "aufbohren" - aber wie?

Calenberger-IHC

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Liebe Mitglieder,

ich habe folgendes Problem bei meinen Verstrebungen der Unterlenker. Die Löcher sind so ausgerieben (oval und unförmig), dass ich gern dort etwas einschweissen möchte. Ich habe mir bereits KAT-Reduzierhülsen bestellt. Den Bolzen am Traktor habe ich im Zuge der Kotflügelerneuerung bereits getauscht und er hat ein Maß von 22mm. Um die Hülse dort einschweissen zu können muss dort ein Loch rein in 28mm.

Ein Stufenbohrer in der größe schlägt das Werkstück auf der Standbohrmaschine nur hin und her und für eine Bohrkrone fehlt die Zentrierung für den Bohrer, weil da ja schon ein Loch ist.

Hättet ihr für mich eine Idee?

So sieht das ganze im Material aus:

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Gruss Joerg
___
„Wenn Informationen von Menschen im Dialog oder in einer Diskussion verarbeitet wird,
dann ist dies nach allem, was wir wissen,
die tiefstmögliche Art der Verarbeitung.“
(Manfred Spitzer)
 
Hallo Joerg,

jeder "normale" Spiralbohrer versucht sich über die Querschneide, oder wenn das Loch zu groß ist, über die Schneidflanke, zu zentrieren.
In Deinem Beispiel "rappelt" es natürlich, das vorhandene Loch ist nicht rund, sondern oval, der Bohrer kann sich nicht ordentlich zentrieren.

Du könntest Dir nen 28er (Eintauch)Fräser von ner Fräsmaschine besorgen, dieser wird von der Spindel der Maschine geführt und nicht vom Zentrierloch.
Am besten Du nutzt direkt eine Fräsmaschine, die paar Löcher dauern mit Aufspannen max. 15-30 Minuten.

Gruß
Arno
 
Hallo Joerg, du kannst auch erstmal das Loch komplett zuschweißen und dann eben komplett neu bohren.

Streben sind vermutlich so C45, könnten beim Schweißen aufhärten--> schön langsam abkühlen lassen, damit die weich bleiben.Grüße
 
Moin.

Einfach ein dickes (15mm) Flacheisen mit einem 28er Loch versehen, auf dem ausgeleierten Loch zentrieren, anheften, durchbohren, wieder abmachen und fertig.

Und natürlich sämtliche Sicherheitsvorschriften beachten! Gut spannen!

Ich glaube auch nicht das die Strebe aus C45 ist, S355 Feinkornstahl könnte ich mir vorstellen. Bei den Sachen des Hubwerks bin ich mir allerdings immer nicht sicher ob dort nicht auch Vergütungsstähle mit entsprechender Wärmebehandlung benutzt wurden. Wenn man sich die Materialstärken und Verschleiß ansieht, bei den Lasten über die Jahre, legt es den Verdacht nahe.

Macht bei einer Seitenstrebe nichts.

Gruß Jürgen
 
Hallo Arno, Lutz und Jürgen,

ich habe alle eure Tipps mal gegeneinander abgewogen und mir gerade ein Herz gefasst und meine Standbohrmaschine ein wenig modifiziert.

Das Fräsen ging mir nicht mehr aus dem Kopf und daher habe ich meinen kleinen Maschinenschraubstock mit Schrauben am Bohrtisch festgeschraubt, so dass das eingespannte Teil nicht mehr wegwandern kann.

So war mein Versuchsaufbau:

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Aus der 28er-Bohrkrone habe ich den Zentrierbohrer ausgebaut, damit ich nicht in den Schraubstock bohre.

Mit Geduld, sanftem Druck und viel Öl klappte das "bohren" sehr gut. Besser als ich erwartet hatte. Mit dem Ergebnis jedenfalls bin ich für meine Verhältnisse sehr zufrieden.

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Die Buchse passt sehr gut mit ein wenig Druck rein. Jetzt brauche ich sie nur noch einkürzen und dann einschweissen.

Danke euch nochmal für die Tipps.

Gruss Joerg
___
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dann ist dies nach allem, was wir wissen,
die tiefstmögliche Art der Verarbeitung.“
(Manfred Spitzer)
 
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