Hallo zusammen!
Alle Vorredner die zu diesem Thema etwas geschrieben haben, haben mit ihren Antworten vollkommen Recht, aber: Die Frage lautete, wie sich ein mit Biodiesel betriebener Schlepper verhält, bzw. was umgebaut werden muß. Die Antworten zu dieser Frage bezogen sich manchmal wirklich auf Biodiesel (säureresistente Leitungen) und manchmal auf den Betrieb mit Pflanzenöl. Ich möchte an dieser Stelle lediglich nochmal allen erklären, daß zwischen Biodiesel und Pflanzenöl ein Unterschied besteht, viele Leute (auch in meinem Bekanntenkreis) wissen das nämlich nicht. Biodiesel ist ein aus Pflanzenöl gewonnener Kraftstoff, der durch chemische Umwandlung dünnflüssiger wird als Pflanzenöl und dadurch für den Betrieb als Kraftstoff verwendet werden kann. Nachteil: Durch die Umwandlung wird der Kraftstoff aggresiv gegenüber Dichtungen und Leitungen. Diese Teile müssen für Biodieselbetrieb umgerüstet werden. Pflanzenöl ist das reine gepresste Öl, z.B. gewonnen aus Raps. Allerdings ist es wie schon oben erwähnt, dickflüssig und somit nur mit Hilfe einer Vorwärmung des Öls für die Einspritzpumpe gut förderbar. Die Umbaumassnahmen hierbei konzentrieren sich dementsprechend hauptsächlich auf die eben genamnnte Vorerwärmung, z.B. durch Wärmetauscher. Die Motoren sollten dabei wirklich an der oberen Leistungsgrenze laufen, um eine gute Verbrennung des Pflanzenöls zu gewährleisten. Bei Biodiesel ist dies meines Wissens weniger tragisch.
Wollte mit diesem Beitrag niemandem meiner Vorredner auf den Schlips treten, da ich denke daß sich diese mit diesem Thema auskennen. Wollte nur den anderen im Forum, die sich nicht so gut auskennen, nochmal (stark vereinfacht) erklären, was der Unterschied zwischen beiden Kraftstoffen ist, bzw. dass es überhaupt einen gibt! Fahre schon ca. dreieinhalb Jahre einen VW Golf TDI im reinen Biodieselbetrieb (bisher ohne die geringsten Probleme) und werde dann auch immer von Leuten gefragt, ob ich bei Aldi tanke. Dann muß ich auch immer wieder den Unterschied erklären, was ich manchmal etwas nervig finde, vor allem weil diese Leute dann auch immer gleich das Vorurteil bringen, daß das fahren mit diesen Kraftstoffen doch nur Schäden am Fahrzeug verursacht, etc., obwohl diese Leute noch keinen Meter mit diesem Sprit gefahren sind. Es gilt die Regel: Das Fahrzeug sollte dafür ausgelegt und entsprechend gefahren werden, dann scheints (nach meiner Erfahrung) auch kaum Probleme zu geben. Mir gings nur darum, die Leute, die sich für dem Betrieb mit alternativen Kraftstoffen interessieren, etwas aufzuklären und somit einigen Missverständnissen vorzubeugen.
MfG Georg