bin neu und brauche Kaufberatung

shadowliner_admin

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17 Dezember 2009
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29
Hallo IHC Freunde,

ich habe einen 423 Bj. 69 in Aussicht.
Auf was sollte ich bei der Testfahrt und Besichtigung alles achten?

Dank im Voraus
 
Hallo,

Bei der Testfahrt auf Getriebegeräusche und Undichtigkeiten achten.

Allgemeiner optischer Zustand, lässt sich das Getriebe gut schalten, springt der Motor gut an ( was er eigentlich ohne Probleme machen sollte) Lenkung ausgeschlagen? bremsen? Kupplungsverschleiß

Wieviel Stunden hat er runter und was ist bis jetzt alles an Reparaturen gemacht worden?

Passt dann noch der Preis

halt uns mal auf den laufenden

Gruß
Norbert
 
Prüfe:

Allgemeinzustand
Anspringverhalten Motor
Kühlsystem Undichtigkeiten
Lenkungsspiel, Lenkstockhebel (kein Vertikalspiel)
Allgemeine Ölundichtigkeiten
Optik des Abgases (kann u.U. Aufschluss geben)
Reifenzustand (neue sind teuer)
Undichtigkeiten Kraftstoffsystem
ZUbehör (Oberlenker etc)
Tüv?
Fahrzeugpapiere vorhanden?
Schaltung prüfen, alle Gänge

Lass dir zeit mit der Begutachtung. Wenn der Verkäufer Druck macht, dann ist meist schon was faul. Auch wenn der Spruch kommt "wenn sie nicht wollen, es stehen noch viele andere, die ihn sofort ungesehen nehmen würden, ich hab so viele Anfragen, aber ich würd ihn ja viel lieber Ihnen verkaufen, da sie so sympatisch sind"

Berichte mal wies war
 
erstmal vielen Dank an die Antworter!

also war gestern dort, und angesprungen ist er relativ schlecht, aber das kann ja an der Kälte liegen.
Dann hat er im Standgas und beim Gas geben stark gequalmt (blau-grau)
Nach einer halbstündigen Probefahrt hat er aus so einem Rohr, das rechts aus dem Motor kommt, rausgedampft.
Lenkung und Kühlsystem scheinen gut zu sein. Tüv ist neu.
Gekauft hab ich ihn noch nicht, weil mir der Preis zu hoch vorkommt (er soll 5.200 € kosten und ist von privat)
Was meint ihr dazu?
 
Was da neben am Motor aus dem Röhrchen rauskommt sind die sogenannten BLOW BY Gase, sprich das ist die Kurbelgehäuseentlüftung.
Im Normalbetrieb wird dort der Gasdruck im Kurbelgehäuse in die Atmosphere geleitet. Optisch ist das kaum wahrzunehmen. Wenn es da ordentlich rausdampft kann das unter Umständen auf einen fortgeschrittenen Verschleiß des Motors hindeuten, Kolbenringe abgenutzt, dadurch entweicht Gasdruck ins Kurbelgehäuse.
Aber wie gesagt nur eine Vermutung.

Die Direkteinspritzer qualmen bei Kälte schon mal die erste Zeit. Grundsätzlich deutet blau auf verbranntes Motoröl hin, weiß dagegen auf Wasser in Form von Wasserdampf, die in die Brennräüme geraten ist, z.B O Ring Dichtung der Zylinderbüchse durchlässig.

Wo steht denn aktuell der Stundenanzeiger?

Schlechtes Anspringen bei der Kälte kann so viele Ursachen haben, Batterie schwach, Anlasser altersmüde, Kompression des Motors schlecht. Sprit ausgeflockt etc.

Gruß
Matthias
 
auf dem Zähler stehen gut 5.000, aber das können genausogut 15.000 sein, der Verkäufer weiß es auch nicht, da der Trecker schon 3 Vorbesitzer hat.

Viele Grüße
 
Hallo,
ich würde das Ding nicht kaufen, nachdem was ich bisher so alles gelesen habe!
Gerade die Anzahl der Betriebsstunden....5000-15000 ist alles drin....!
Der Schlepper hat doch 1969 keine 10.000DM gekostet, oder gerade mal soviel....und jetzt nach fast 40Jahren mit der Schwankungsbreite an Betriebsstunden nochmal so viel?
Da gibt es genügend Schlepper mit bedeutend weniger Bstd in dieser Kategorie für diesen Preis.
Bei uns ging neulich ein 433 Bj 78 ("77er extra"Serie) mit gerade mal 1800Bstd für 6000,- raus.... der Schlepper hatte noch nie Streß!!!
viele Grüße,
Manfred
 
Hallo,

habe meinen 433 Bj. Ende 1980 mit 3600 Std. (Original) TüV neu, Messerbalken,
Fritzmeier Verdeck 701 mit festen Seitenteilen für 5000,- € gekauft.
Läuft und zieht super.
Ist am Samstag bei Minus 16 Grad nach kurzem Vorglühen wie immer angesprungen.
Der 423 ist viel zu teuer.
Kaufe lieber einen von der 33iger Serie.
Werde mal ein Bild einstellen.

Gruß
 
Also vielen Dank für eure Hilfe!!
Hab den Schlepper abgesagt, war mir dann wirklich zu unsicher.

Hätte dann noch einen anderen mit einem Wandlergetriebe gesehen. Kann mir jemand erklären, was das überhaupt ist und was es für Vorteile hat?
Und gibts das bei allen IHC-Typen?
 
Hallo,

mit Wandlergetriebe, ist das Agriomatik-S Getriebe gemeint.
Gab es nur bei der B-Familie (523 bis 844 S)

Gruß MP4
 
Hallo,
das mit blau-grau rauch ist doch normal.Seit ihr mal neben einem alten Unimog gestanden wie die qualmen?Das sind auch Direkteinspritzer die alten Dinger qualmen halt so.
Das mit der Motorentlüftung solange nicht öl raus gepumpt wird ist es normal.
Also meiner qualmt blau im Srand wenn er kalt ist und bei der Motorentlüftund tritt auch einwenig Dampf aus.
Ein Kumpel macht seit 20 Jahren nix anderes ausser Dieselmotoren,Hydraulik usw(Schlepper,LKW.Unimog)Der hat gesagt das ist alles normal bei den alten Kisten.
Mein Motor ist mit sicherheit noch gut.
Trotz allem ist er meiner Meinung auch zu teuer.Denke max.3000
Gruß Ralf
 
Hallo zusammen,

ich starte mal einen Versuch die Sache mit den Wandler-Getrieben zu erklären, möchte aber dazu sagen, das ich keinen Schlepper mit so einem Getriebe besitze. Falls etwas unrichtiges dabei sein sollte, bitte ich die Spezialisten unter Euch dies zu berichtigen!!!

Noch vorweg: Es gab Wandlergetriebe natürlich auch bei den kleinen 323-423 und schon vorher bei der D-Serie (siehe hier ). Dieses nannte sich Agriomatic (ohne S).

Das Agriomatic ohne S besteht bei den 323-423 aus einem 4+1 Gang Grundgetriebe. Zusätzlich ist eine Gruppenschaltung Acker/Straße vorhanden, wodurch die Gänge verdoppelt werden. Zusätzlich ist ein Planetengetriebe vorhanden, welches bei Bedarf durch einen Hebel am Armaturenbrett hydraulisch durch eine Lamellenkupplung umgeschaltet wird. Dadurch kann jeder Gang, auch die Rückwärtsgänge unter Last um ca. 37% untersetzt werden. Man kann diese Untersetzung eigentlich als eine Lastschaltstufe sehen. Ergebnis ist hier also ein 16+4 Gang-Getriebe.

Das Agriomatic-S arbeitet anders. Hier wird zwar ebenfalls durch einen Hebel eine Lamellenkupplung betätigt, diese schaltet aber immer auf die gleiche Übersetzungsstufe, den sog. "Agriomatic-S-Bereich" um. Je nachdem welche Gruppe vorgewählt wurde, ergeben sich dadurch bei Betätigung des Hebels folgende Einsatzmöglichkeiten:

1. Rückwärtsgruppe vorgewählt: Umschaltung zwischen Vorwärts- (Agriomatic-S-Übersetzung) und Rückwärtsfahrt
2. Ackergruppe vorgewählt: Erhöhung der Fahrgeschwindigkeit (Agriomatic-S-Übersetzung großer als Ackergänge)
3. Straßengruppe vorgewählt: Verringerung der Fahrgeschwindigkeit (Agriomatic-S-Übersetzung kleiner als Straßengänge)
4. Wird bei geschaltetem Agriomatic-S-Bereich von der Acker- in die Straßengruppe geschaltet (Agriomatichebel ist nach vorne gerichtet) , so hat man praktisch keine Drehzahldifferenz beim Gangwechsel und kann durch zurückziehen des Hebels wieder weiterbeschleunigen. Der Geschwindigkeits- bzw. Leistungsverlust beim Schalten ist minimal.

Das Getriebe besteht hier aus einem 4 Gang-Grundgetriebe. Die Gruppenschaltung hat die Gruppen Acker/Straße/Rückwärts wodurch man ein 8+4 Getriebe erhält. Zusätzlich kann der Agriomatic-S-Bereich geschaltet werden, man erhält also ein 12+4 Getriebe.

Die Turbomatik bei Fendt bezeichnet eigentlich nur die Strömungskupplung (oder auch als Hydraulikkupplung bezeichnet), die vor der eigentlichen Fahrkupplung sitzt. Diese besteht aus zwei Schaufelrädern, dem Pumpen- und dem Turbinenrad, die sich im Ölbad befinden. Das Pumpenrad liegt motorseitig und dreht sich, sowie der Motor dreht. Das Turbinenrad ist an die Fahrkupplung gekoppelt. Durch die beim Starten des Motors entstehende Zentrifugalkraft wird das Öl in die Schaufeln des Turbinenrad geschleudert, wobei die niedrige Drehzahl noch nicht ausreicht um das Turbinenrad wirklich anzutreiben. Wird die Drehzahl nun erhöht, so setzt sich nun das Turbinenrad in Bewegung, wodurch sich bei eingerückter Fahrkupplung und eingelegtem Gang nun der Schlepper ruckfrei bewegt. Wird die Drehzahl nun wieder verringert, so bleibt der Schlepper wieder stehen, dies funktioniert sogar am Berg/Gefälle!

Weiterhin gibt es bei Fendt noch die sog. Turbomatik-E. Diese ergänzt die hydraulische Kupplung durch ein zusätzliches Leitrad zwischen Turbinen- und Pumpenrad zu einem Drehmomentwandler. Das Leitrad lenkt hierbei den vom Pumpenrad ankommenden Ölstrom um, so das er mit einer anderen Geschwindigkeit auf die Schaufeln des Turbinenrades trifft, wodurch das Drehmoment erhöht wird. Zusätzlich ist eine Wandlerüberbrückungskupplung vorhanden, die bei hohen Motordrehzahlen und niedriger geforderter Leistung den Wandler überbrückt und so den Wirkungsgrad erhöht, da nun Motor und Getriebe mechanisch miteinander verbunden sind. Bei erhöhtem Kraftbedarf öffnet die Kupplung wieder, um dem Wandler die Anpassung der optimalen Motordrehzahl zu überlassen, da bei bestehender direkter Verbindung der Motor schnell abgewürgt werden würde.

Fazit: Vergleichen lassen sich die Konzepte nicht wirklich, bei IHC bezieht sich der Begriff Wandler auf das Ändern der Übersetzungsstufen im Getriebe, bei Fendt auf das Ändern des Drehmoments vor dem Getriebe. Gemeinsamer Vorteil aller Konzepte ist allerdings, das der Schlepper bei weiterhin laufender Zapfwelle seine Fahrgeschwindigkeit ändern oder auch mal stehen bleiben kann.

Ich hoffe mal das hilft Euch etwas weiter. Wie gesagt, ich lasse mich gerne eines besseren belehren, falls meine Infos aus diversen Webseiten, Prospekten und Fachbücher falsch sind oder von mir falsch interpretiert wurden!

MfG
Mario
 
so hab jetzt seit dem WE einen 433 Bj. 83 und bin sehr zufrieden. er hat original 2.900 Stunden gelaufen und nur 4.000 € gekostet.

Was mir bis jetzt aufgefallen ist, dass der Ölstand am Peilstab leicht schwankt. Manchmal zeigt er ca. 0,5 cm unter Maximum, wenn ich dann wieder gefahren bin und nach ein paar Stunden wieder kontrolliere, steht er knapp über Maximum. (Schlepper steht dabei an derselben Stelle und Wasserstand bleibt immer konstant)
Ist das bei euch auch und woran kann das liegen?
 
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