Birken planzen

ihac

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11 April 2012
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Hallo Forums-Gemeinde , ich frage mich schon lange warum bei der momentanen Situation

mit dem Borkenkäfer niemand Birken pflanzt.

Birke ist ein gutes Brennholz un wächst schnell.

max
 
Hallo Max,

Bäume werden nicht nur zur Brennholzgewinnung gepflanzt !

Das Problem liegt m.E. in dem Anbau von Monokulturen(Plantagen),was sich dann besonders  bei Extremwetterlagen bemerkbar macht.

Grüße aus dem Rheinkreis Neuss

Die Schmiede der einzig wahren IH-Schlepper

🔥 Hermann🔥
 
also bei uns wenn Fichten Monokulturen wg. Käferbefall entfernt werden und man etwas abwartet ergibt sich immer das gleiche Bild.

erst machen die Brombeeren sich fürchterlich breit, dann folgen Unmengen junger Birken die aus den Brombeeren emporwachsen, dann kommen die ersten Nadelgehölze hinterher. Nach und nach werden dan n die Brombeeren zurückgedrängt und Ahorn kommt mit Macht. Zum Schluss dann die Buchen und Eichen.

Wie gesagt, wenn man nicht regulierend eingreift.

Aber Birken kommen immer automatisch und in großen Mengen nach. Ist auch  immer schön auf stillgelegten Bundesbahngeländen zu sehen jenseits der Hauptstrecke. Birlen ohne Ende.

Gruß, Matthias
 
Habe dieses Jahr über  100 ster Birkenbrennholz aus der Pflege vom Staatswald gemacht , so leicht sind die Wassergezogenen Stämme nicht zu verarbeiten . 

Fazit , auch dem Staat ist sie zu minderwertig und wächst von selbst nach . 

Gruss Karl eup-1136790438-dc7c67ec603495c54e6bdb23cc86c7b5-1574420027_big.webp
 
Hallo Matthias, das was du beschreibst wird im Nationalpark Bayrischer Wald, ganz in der Nähe von mir,

gemacht.Das Bild von der zerstörten Fichten-Monokultur am Lusen kennt jeder.

Hier ist alles sich selbst überlassen worden und es ist das eingetreten was du beschrieben hast.

Im Wirtschaftswald möchte ich vom Wald was haben und deshalb den Baumbestand selbst auswählen.

Wenn bei der Aufforstung Birken mitgepflanzt werden

kann man eher was ernten. Da Birkenholz als Brennholzbegehrt ist kann man es sicher gut loswerden.

max
 
Matthias-IH353:

also bei uns wenn Fichten Monokulturen wg. Käferbefall entfernt werden und man etwas abwartet ergibt sich immer das gleiche Bild.

erst machen die Brombeeren sich fürchterlich breit, dann folgen Unmengen junger Birken die aus den Brombeeren emporwachsen, dann kommen die ersten Nadelgehölze hinterher. Nach und nach werden dan n die Brombeeren zurückgedrängt

- dann kommt bei uns das Wild und weidet die Fläche kahl. Unsere Jagdberechtigten überziehen sich lieber gegenseitig mit Klagen vor Gericht anstatt den viel zu hohen Wildbestand zu regulieren. Das einzige was als Naturverjüngung ‘ne Chance hat ist der Ilex. :-(

und Ahorn kommt mit Macht. Zum Schluss dann die Buchen und Eichen.

Wie gesagt, wenn man nicht regulierend eingreift.

Aber Birken kommen immer automatisch und in großen Mengen nach. Ist auch  immer schön auf stillgelegten Bundesbahngeländen zu sehen jenseits der Hauptstrecke. Birlen ohne Ende.

Gruß, Matthias
 
Moin aus Niedersachsen........

also von der Ficht können auch wir Heidjer uns verabschieden, es wird wohl keinen Käferfreien Bestand mehr geben. Die Ursache ist schon richtig , das Monokultur betrieben wurde, allerdings kann man es unseren Ahnen nicht verdenken, wie lange war Wald wertlos ? Also bitte nur von der Finanzellen Seite gesehen. Dann kam die Industrie udn hatte einen Mordshunger auf OSB Holz , und plötzlich brachte es einen gewissen Ertrag , Bäume schon im jungen Alter von 30 Jahren zu ernten. Die Fichte genau wie die Kiefer brachten genau dieses Ziel näher.Dann kamen die Maschinen , es lohnt nur wenn der Harvester rechte und links von sich eine Reinkultur entnimmt . Und so ist nach meiner Meinung ein Problem entstanden , das längere Zeit keines war , es ging ja alles gut.... Der Waldbau ist nunmal ein Generationen Projekt , statt zu klagen sollten wir jetzt lernen , eine Mischkultur ist nunmal schwieriger zu pflanzen zu pflegen und zu ernten aber nur so werden wir es schaffen das wir wieder unseren Wald schaffen , der Wald der durch seine vielen Arten besteht, es gibt kein " Unkraut" wie die Birk auch bezeichnet wird, für mich sind es Begleitbaumarten  die sehr wohl einen Zweck erfüllen ....Wir sind in unserer Forst am experimentieren mit alten Sorten wie der Elsbeere der Zitterpappel um einen Windschutz zu erhalten der gewollt vorwüchsig ist um die "Wertpflanze " Duglasie, Buche , Roteiche" zu schützen .....nicht alles was Opa gemacht hat war schlecht und schon garnicht dumm .....

Aber wie schon gesagt , es ist meine Meinung .........

gruß Jürgen 
 
Hallo Jürgen,

deine Meinung trifft es auf den Punkt.Der Lobbyverband der Forstwirschaft stellt allerdings wieder Forderungen im Milliardenbereich um ihren alten Unfug zu entschädigen und neuen zu finanzieren.

Der "Hochadel" und einige Großinvestoren (auch Bund und Land) dürften ein großes Interesse an diesen Geldern haben.....der Umweltgedanke wird in diesen Fällen eher gering ausfallen.

Grüße aus dem Rheinkreis Neuss

Die Schmiede der einzig wahren IH-Schlepper

🔥 Hermann🔥
 
hallo Hermann, nicht nur das wir Forsttechnisch einer Meinung sind , auch beim Schlepper ...hab ich doch vom 1979-1984 an den IHC´s schrauben dürfen .Was gäbe ich dafür wenn ich damals Fotos von den Neuschleppern bei meinem Lehrherrn gemacht hätte ........ Die B Familie war soooo wunderschön !!!!!!

Gruß Jürgen 
 
Hier mal ein Foto , hab ich 1992 mit Förderung und Vorschrift 70% Nadel und 30% Laubwald nach der Flurbereinigung zwei Stücke mit je einen 

halben Morgen eingezäunt und aufgeforstet .eup-1136796882-ce21f907cd0850bc301a2e7226106b8f-1575216328_big.webp
 
Hab 1994 noch gutes Geld für Elsbeere , Ahorn , Silberpappel , Tanne , Lerche , und Esche an einem anderen Standort zum Versuch ausgegeben . 

Von der Elsbeere 10Stück steht noch eine mickrige , Silberpappeln 3 Stck. sind eingegangen , Ahorn 10Stck. sind noch 2 über , Tannen sind fast noch alle da ca 50Stck. ,

von 10 Lerchen sind 5 wohlgeraten , die 5 Eschen sind eingegangen . 

Überraschend gut stehen zwei prächtige  Walnussbäume ,die zuhause im Garten aufgingen mit ca. 30cm durchmesser gut da . 

Eine Walnussernte wird es aber hier nicht geben , da Diebe mit einem Buschigen Schwanz immer schneller sind . 

Gruss Karl 
 
Hallo zusammen.

Ich habe mit großem Interesse diese Diskussion gelesen.

Folgendes möchte ich dazu anmerken:

- Die staatliche Beförsterung mit Holzverkauf fällt nächstes Jahr weg; ab da gibt es "freie" Wahl....mal sehen, was dies ergibt.

 Der Waldbesitzer muss dann von dem Erlös die Haue-+Rückekosten auch abziehen.

-Birken sind tatsächlich "Selbstpflanzer"; nach einem Kahlschlag mit angrenzendem Birkenwald saet sich praktisch diese alleine.

 Allerdings durch den relativ schnellen Wuchs ist diese bei starken bzw. nassen Schnee im Winter gefordert; hier bei uns im

 Sauerland habe ich schon Birken (ca. 7-10 m; z.T. noch höher) gesehen, wie sie die Erde wieder "knutschten". Richtig erholt hatten sie sich

 nicht davon.

- Warum wurde Fichtenmonokulturen angelegt? Ich gebe Euch Recht, dass es wegen des Geldes war. So haben z.T.unsere

 Vorfahren gewirtschaftet. Aber wenn ich nach der (alten) Zeitrechnung bedenke, was  Bäume für Umtriebszeiten haben:

 Fichte ~ 80-100 Jahre

 Buche ~ 160 Jahre

 Eiche  bis ~ 300 Jahre........wie gesagt; nach der "alten" Zeitrechnung.

 Blieb die Fichte als Wirtschaftsholz übrig....

- Thema Klima: wir haben ja keinen richtigen Winter mit lang andauerden Frostperioden.

 Ich kann mich noch an meine Kindheit erinnern, wo es von November bis März richtig kalt war; Schnee gab es auch in Mengen und lange.

 Heute? Ein Paar Wochen kalt und 14 Tage weiß...Ende. Folglich überleben die Schädlinge. Stürme und sowie letztes und dieses Jahr

 extreme Temperaturen sowie kaum/kein Niederschlag gaben dem Wald den Rest.

 Es gibt schon Überlegungen darüber, was nach der Fichte gepflanzt werden kann bzw. soll.

 Nach Meinung der Forstwissenschaftler gibt es keinen resistenten Baum gegen Krankheiten.

Viele Grüße

Stefan
 
Hallo Stefan,

das Problem ist nicht die Fichte oder "der Baum" eher die Plantagenbewirtschaftung.

Es wird sich allerdings nichts ändern solange die Lobbyisten als Lenker unserer "Volksvertreter" agieren.

Grüße aus dem Rheinkreis Neuss

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🔥 Hermann🔥
 
outlander:

Hallo Stefan,

das Problem ist nicht die Fichte oder "der Baum" eher die Plantagenbewirtschaftung.

Es wird sich allerdings nichts ändern solange die Lobbyisten als Lenker unserer "Volksvertreter" agieren.

Grüße aus dem Rheinkreis Neuss

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🔥 Hermann🔥
Hallo Hermann. Das ist richtig.

Ich durfte vor 2 Monaten an einer Exkursion unserer FBG teilnehmen.

Der (private) Waldbesitzer zeigte uns einen Teil seines ~ 90 ha großen Waldes mit sehr unterschiedlichen Baumarten (Küstentanne, Mischkulturen usw.).

Leider sind dies nur "Einzelkämpfer" und die ziemlich alleine agieren bzw. gelassen werden.

Viele Grüße aus dem Sauerland

Stefan
 
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