Bremsen gehen fest...

tricho

Bekanntes Mitglied
Registr.
10 August 2010
Beiträge
122
Ort
76833 Böchingen
Hallo liebe Gemeinde!

Im Zuge der Reaktivierung  meines 423 habe ich unter anderem meine Bremsen neu gemacht da die Simmeringe an den Bremswellen zum Getriebe undicht waren. Nach einer Testfahrt musste ich feststellen das sich die Bremsen festsetzen und bei Fahrt in gegensetzter Richtung des Bremsvorgangs (wenige cm/mm genügen) sich wieder lösen. Dieses Problem tritt bei Vorwärts- sowie bei Rückwärtsfahrt auf.

Da ich die Einbildung hatte (vielleicht war es auch nur Hoffnung) das dieses Problem nur auf der linken Seite besteht habe ich diese erneut demontiert, den Bremsautomaten nochmals zerlegt, die Kugeln mit Kupferpaste eingeschmiert und dann den Bremsautomaten um 180° gedreht wieder eingebaut. (So wie ich die Mechanik verstehe gehe ich davon aus das es egal ist wie herum man ihn einbaut) Auch die Laufbahnen der Kugeln habe ich gecheckt weil ich dachte sie wären vielleicht eingelaufen und würden sich daher verklemmen, ist aber nicht der fall :-(...

Bei der nächsten Testfahrt habe ich dann herausgefunden das die Anlage wenn ich die Bremse nur ganz sachte betätige gängig bleibt. Wenn ich fester Drücke dann macht sie gleich ziemlich heftig zu und setzt sich wie gesagt fest...

Hat irgendjemand da draussen eine Idee woher es kommt und wie ich es beheben kann? Ich bin mit meinem Latein am Ende und total frustriert weil der Aufbau dieser Mechnik total simpel ist und hier eigentlich gar keine unlösbaren Probleme auftreten sollten/können....

Wie auch immer, ich wäre über jede Hilfe absolut Dankbar!

MfG

Andreas
 
Moin,

hast Du die Wiederlager im Bremsgehäuse, wo der Bremsautomat gegen Verdrehen gesichsert ist, mal angesehen? Auch die sollte mal ganz leicht mit Cu-Paste fetten und gangbar machen.

Grüße

Frank
 
@ Frank:

meinst du die Keilwellenzahnung an den Stummeln die aus dem Getriebe kommen...

Diese habe ich mit ein wenig BR2Plus (schwarzes graphithaltiges Fett) eingeschmiert...
 
Moin Moin,

das Problem kenne ich habe aber auch noch keine lösung gefunden. Meiner macht das allerdings seit einigerzeit einfach so ohne das ich etwas an den Bremsen gemacht habe. 

Letztens bin ich eine gewisse Strecke gefahren war ca. 1h unterwegs danach war das Problem verschwunden. 

Ich bin da auch etwas ratlos... 

lg

Marcel 

Ps. bei mir ist ein 743XLA mit Mechanischerbremse
 
wirf mal einen Blick auf die Führung der Bremsgehäuse

normal_1110518.webp

siehst du in der Fürungsbahn diesen kleinen schwarzen Strich. Der war bei mir das Problem gewesen, ein Grad im Material, dass die Bremse nicht mehr sauber öffnete. Ihrgendwie bleibt der Automat da ab und zu hängen. Wie auch immer

ich habs rauspoliert und seitdem läuft sie wieder einwandfrei. Prüf das mal.

Gruß, Matthias
 
Ach ja, hör auf, alles dick einzupinseln. Höchstens ganz leicht in die Kugellaufbahnen geben.

Vorher alle Kugelpfannen prüfen und schaun, ob die Kugeln geringfügig Material des Automatengusses aufgeschoben haben, das ergibt ganz leichte Hügel in der Bahn. Hat zur Folge, dass die Bremse auf Dauer Probleme kriegt.

Die alten asbesthaltigen Beläge waren relativ staubarm, heutige asbestfreie erzeugen unter Umständen mehr Abrieb, was zur Folge hat, dass sich der Staub mit dem Fett verklebt. Fett nur in geringen Maßen einsetzen. Es gibt hier auch erfahrene Leute, die schwören auf den Trockenzusammenbau ohne Fette etc.

Grüße, Matthias
 
Hallöle!

Schön das ich doch so viele Antworten bekomme!! Dank euch, schon mal vorweg!

@Mac 353:  Pedalleerweg laut Werkstatthandbuch eingestellt...

@Marcel:   War am Samstag 5 Stunden untergwegs. Ziehen auf der Straße, ackern im Forst, das Problem bestand durchweg ausser ich habe ganz sachte das Bremspedal gestreichelt... Bei etwas festerem Druck machten diese schlagartig zu.

@Mathias: Du meinst im unteren drittel der Planfläche des in diesem Fall senkrecht stehenden Teils?! Wäre ne Option, wie diese Flächen bei mir aussehen weis ich nicht. Nur bevor ich die Beläge tauschte war es nicht, dass weiß ich...

Fett auf den Bremswellen und Kupferpaste auf den Kugeln hab ich natürlich nur sehr, sehr wenig aufgebacht, schon allein weil ich mir dachte: Fett und Bremsen das verträgt sich nicht.

@Michael: Da ich mir über die Federn keine Gedanken gemacht habe, habe ich natürlich auch nicht die Länge gemessen... Blöd wie ich bin habe ich natürlich die Federn nicht getauscht, ob es wohl auch daran liegen könnte?

@Frank: Danke, jetzt glaube ich verstanden zu haben was du meintest...

Hat jemand n Tipp parat wie ich an das rechte Bremsgehäuse komme ohne die halbe Mühle zerlegen zu müssen (Nein, ich werde kein Fenster in meinen Kotflügel flexen...;-))? Dann könnte ich ohne übermäßigen Aufwand die von Frank und Mathias vorgeschlagenen Planflächen an den Gehäusen prüfen...

Oder noch viel besser: Wie kann ich denn checken ob das Problem einseitig oder beidseitig besteht?

Danke mal soweit!

LG

Andreas
 
Na, klasse ist anscheinend nur die rechte Seite. Werd die Tage wenn es abtrocknet Mulchen fahren, dann werd ich das noch eingehender prüfen....
 
Hallo,

ich lasse immer den Pedalweg lieber etwas größer, denn bei Erwährmung der Bremsautomaten und Beläge dehnen sich diese aus und das Spiel wird geringer. Ansonsten so wie oben beschrieben schauen, dass sich keine Grate gebildet haben und wenn dann natürlich entfernen. Was man aber auf jeden Fall machen sollte ist, vor dem Zusammenbauen Bremsscheiben und Automat ins Bremsgehäuse legen und ein Lineal darüber halten um zu sehen ob die Beläge nicht zu dick sind. Ich weiß nicht ob es im WHB ein Maß dafür gibt aber ich würde sagen wenn 2-3 mm Luft sind ist es gut. Wenn nicht muß der Belag ev. abgedreht werden. Ich hoffe ich konnte Dir helfen.

Grüße aus dem Allgäu Eugen
 
Was mir gerade kam:

wie kann ich denn prüfen ob die Pedalwege auf beiden Seiten gleich eingestellt sind? Ich weis gar nicht mehr, ob und wie ich das gemacht habe....

Oder regelt sich das alles über die Federn???
 
Hallo,

also nochmal Einzelradbremse (bei stehendem Schlepper) Pedale mit je einer Hand mit etwa gleicher Kraft betätigen dann siehst Du welches weniger Spiel hat, ich denke die Feder im Gestänge kann nicht viel ausgleichen ev. ist auch alles festgerostet.

Grüße aus dem Allgäu Eugen
 
Hallo,

wenn ich das richtig verstenden habe, hast Du nur die linke Bremse erneuert bzw offen gehabt.

So wie Du den Fehler beschreibst, gehe ich davon aus, dass zumindest eine Feder auf der rechten Seite gebrochen ist, und sich deshalb die rechte Bremse nicht richtig löst.

Gruß Ulrich
 
Hallo,

das mit der Gebrochenen Feder wäre eine idee die bei meinem evtl. durch aus sinn machen würde.

Das ich das noch nicht in erwägung gezogen habe ..

Ich werde das mal Kontrollieren.

lg

Marcel
 
Zurück
Oben Unten