Hallo zusammen,
hab mir ja vor kurzem, einen 833 Hinterrad, mit S3 Kabine und FH mit FZ gekauft. Etwa 4 Jahre hab ich dem Verkäufer genervt, der ihn aber nicht verkaufen wollte. Nachdem eine größere Reparatur anstand, die er nicht mehr machen wollte, bekam ich, nach einigem guten zureden doch den Zuschlag.




Am Tag vor Silvester 2019 wars dann soweit, der Schlepper wurde abgeholt.


Bei dem Schlepper hats die Dichtung unterm Hydraulikblock raus gedrückt, für mich kein großes Problem, aber für den Vorbesitzer, der damit zum LaMa hätte müssen. Zudem wurde ihm der Schlepper allerdings auch langsam zu klein.
Der 833 zog in meine Garage ein, um dort die nächste Zeit zu verbringen, als erstes wurde die Fronthydraulik mit Frontzapfwelle abgebaut und verkauft, die brauch ich nicht und zum spazieren fahren ist sie zu wertvoll. Vom Käufer der FH bekam ich den Frontgewichtsträger und da er keinen passenden Grill dazu liefern konnte, einen kleinen finanziellen Ausgleich. Zum neuwertigen Grill, der nun verbaut ist, verhalf mir ein Forumsmitglied.
Als erstes wurde dann die Dichtung unterm Hydraulikblock angepackt, da ich die Kabine zwar schon inseriert hatte, aber nicht wusste, ob ich die auch verkauft krieg, blieb sie erst mal drauf. Um den Block ab zu kriegen muss die Kabine etwas angehoben werden, zudem sind ein paar Leute nötig, um diesen dann abheben zu können.
Ein Hoch auf die Konstrukteure dieser Kabine, nur die nötigsten Öffnungen im Kabinenboden, um was zu zerlegen. Besser wäre gewesen, man könnte den kompletten Boden rausnehmen. Wieder ein Grund mehr, sich von dem Ding zu verabschieden.



Zudem sollten neue, größere Räder vorne drauf, da der Schlepper vorne ganz schön tief stand, dazu wurden 8x16er Felgen besorgt, dazu aber später mehr. Um auf die gleiche Höhe, wie unser 840 zu kommen, mussten bei den 7.50x16er Reifen, satte 10cm unter gelegt werden. Die Höhe peile ich an, da ich bei Gelegenheit eine Hauer Frontladerkonsole montieren möchte, um den Frontlader vom 840, notfalls auch an dem 833 benutzen zu können.



Nachdem die Kabine in der Zwischenzeit verkauft war und ich auch die benötigten Teile zum Umbau auf Plattform bekommen habe, konnte der Abbau der Kabine beginnen. Dazu sind einige Arbeiten nötig, bis man die endlich abheben kann.
Als erstes mussten die Tanks geleert werden, da es hierfür keine Möglichkeit gibt, den Sprit einfach ab zu lassen, musste eine andere Möglichkeit her. Also hab ich mir so eine 12 Euro China Elektropumpe besorgt, mit der ging das dann Ruck Zuck, in 20 Minuten, waren 60 Liter abgepumpt.

Als nächstes mussten unter den Pedalen, jeweils links und rechts, die eingesetzten Bodenteile raus, damit man an die Tankanschlüsse kam, bzw. das die Kabine an den Pedalen vorbei geht. Desweiteren mussten noch unzählige kleinteile, Verkleidungsbleche usw. abgebaut werden.
Allein die Verlegung der Schläuche und Kabel war haarsträubend, nicht ein Teil, das nicht an Bremsgestänge, Zapfwellenhebel scheuerte, ein Wunder, das nichts durchgescheuert war.


Als dann alles abgebaut war, konnte das abheben der Kabine beginnen, mit einem Teleskoplader ging das ganze sehr rasch.




Jetzt ist der Schlepper frei und man kann mal überrall dran, die Kabine wurde auf einer Palette zwischen gelagert.






Nachm Abbau diverser Teile kam sehr viel Dreck zum Vorschein, also ab mit dem Rumpf zum waschen. Zudem hatte ich entdeckt, das der Schlepper kein unabhängige Handbremse hat. Ich dachte, die wäre in D schon lange Vorschrift?
Das Tankgeberkabel für den unteren Tank war abgescheuert, vielleicht ist das die Lösung, warum die Anzeige nicht mehr funktionierte?












Da schon mal alles zerlegt war, wurden auch gleich diverse Sachen, wie KW Simmerring vorne und der Keilriemen gewechselt. Der Kühler kam vorsorglich zum Kühlerbauer, da hatte sich eine Lötsteller vom Halteblech gelöst.
Der Zeitpunkt kam, die Kabine wurde abgeholt und ich bekam im Gegenzug Kotflügel mit Unterbau, die ersehnten langen Trittbleche, die zum Einbau, des unteren Tanks nötig sind und viele Kleinteile, die getauscht werden mussten.









Leider wurden die Teile vom Unterbau so abgeändert, das sie für mein Vorhaben nicht mehr brauchbar waren. Der Grund ist, das die Teile aus Italien stammen und dort andere Vorschriften für den Überrollschutz gelten. Dieser Unterbau war in das Überrollsystem eingebunden und deshalb abgeändert.
Aber da ich eh noch einen Überrollbügel brauchte, und ich wusste, wo ich den her bekomme, hab ich gleich die Teile vom Unterbau dazu genommen, als ich den gekauft hab. Lange U-Bügel gabs beim Schlächter für kleines Geld und die benötigten Unterlegklötze wurden angefertigt. Maß genommen wurde mit Holzlatten.


Da die Schalthebel auch abgebaut waren, wurden die Schalkulisse und die Schalhebelmechanik gereinigt, und geschmiert. Die Faltenbälge stammen vom Lenkgetriebe des Renault Clio, kosten 10 Euro inkl. Versand. Schaltknäufe hatte ich noch neu liegen.



Als nächstes sollte das Armaturenbrett zusammen geschraubt werden, aber das gestaltete sich schwieriger als gedacht. Nachdem die Kabel geprüft, der Abstellzug erneuert und die Traktormeterwelle geprüft war, wurde das Abdeckblech montiert. Es sollten die Seitenbleche folgen, aber irgendwie passte alles nicht mehr so wie vorher??
Entweder es passte hinten, oder vorne, je nachdem, wo man gerade die Schrauben drin waren. Nach einer kurzen WhatsApp nach Italien, war klar warum.



Im Zuge des Teiletausches hatten wir auch die Seitenbleche getauscht, allerdings nicht die Halterungen dazu. Es sollte sich rausstellen, das ich die richtigen Bleche hatte, aber die falschen Halterungen, oder aber der anders herum, der Käufer der Kabine in Italien. Es waren nur die Bohrungen an den beiden Teilen, um etwa 12mm anders ausgeführt.
Das gleiche war bei den Blechen der Fall, da muss man erst mal drauf kommen. Also am WE ins Auto und einen Ausflug nach Italien/Südtirol gemacht und die Teile getauscht. Bei der Gelegenheit noch ein paar Teile mit getauscht, an die man vorher noch nicht gedacht hatte.




Irgendwann wars dann vollbracht und das Armaturenbrett war montiert. Die Seitenbleche und das Blech vor den Schalthebeln musste auch getauscht werden, wegen der Polsterung.
Da am Spenderschlepper ein Frontlader montiert war, waren die originalen Aufstiege nicht mehr vorhanden, also mussten selbst welche gebaut werden. Da ich aber die Originalteile nur von Fotos kenne, hab ich die ausm Kopf, originalähnlich nachgebaut und schweißen lassen. Hab dafür die Anschraubpunkte genutzt, wo normalerweise der Zylinder vom Mähbalken montiert ist.
Da bei dem Schlepper nie ein Mähwerk dran kommen wird und die Gewinde günstig lagen, hab ich die benutzt. Als Trittstufen wurden Flacheisen gebogen und mit weiteren Flacheisen verschweißt. Dann das ganze mit noch weiteren Flacheisen, an den Trittbrettern abgestützt, so das es eine stabile Einheit bildet. Es hätte vermutlich auch so gehalten, aber nachdem, in den Trittbrettern schon die Gewinde dafür vorgesehen sind, hab ich die auch genutzt.



Nachdem auch alle Kraftstoffleitungen neu verlegt wurden, durfte auch der Verbindungsschlauch zwischen den beiden Tanks nicht fehlen, der wurde auch gleich mit erneuert.
Nachdem noch die ganzen Teile angepasst, geschliffen und verschraubt waren, wurde der untere Tank wieder montiert und der Überrollbügel aufgesetzt. Einen neuen Sitz gabs auch noch dazu, nicht ganz original, aber man wills beim arbeiten ja bissl bequem haben, man wird ja auch älter.
Dies ist der momentane Stand der Dinge, momentan warte ich auf die neuen Reifen vorne, die Hydraulikanschlüsse am Heck müssen noch gemacht werden, Flüssigkeiten aufgefüllt und dann steht dem ersten Start nix mehr im Wege.




Als Krönung gabs dann noch die Frontgewichte dran,
Gruß Schorsch
hab mir ja vor kurzem, einen 833 Hinterrad, mit S3 Kabine und FH mit FZ gekauft. Etwa 4 Jahre hab ich dem Verkäufer genervt, der ihn aber nicht verkaufen wollte. Nachdem eine größere Reparatur anstand, die er nicht mehr machen wollte, bekam ich, nach einigem guten zureden doch den Zuschlag.
Am Tag vor Silvester 2019 wars dann soweit, der Schlepper wurde abgeholt.
Bei dem Schlepper hats die Dichtung unterm Hydraulikblock raus gedrückt, für mich kein großes Problem, aber für den Vorbesitzer, der damit zum LaMa hätte müssen. Zudem wurde ihm der Schlepper allerdings auch langsam zu klein.
Der 833 zog in meine Garage ein, um dort die nächste Zeit zu verbringen, als erstes wurde die Fronthydraulik mit Frontzapfwelle abgebaut und verkauft, die brauch ich nicht und zum spazieren fahren ist sie zu wertvoll. Vom Käufer der FH bekam ich den Frontgewichtsträger und da er keinen passenden Grill dazu liefern konnte, einen kleinen finanziellen Ausgleich. Zum neuwertigen Grill, der nun verbaut ist, verhalf mir ein Forumsmitglied.
Als erstes wurde dann die Dichtung unterm Hydraulikblock angepackt, da ich die Kabine zwar schon inseriert hatte, aber nicht wusste, ob ich die auch verkauft krieg, blieb sie erst mal drauf. Um den Block ab zu kriegen muss die Kabine etwas angehoben werden, zudem sind ein paar Leute nötig, um diesen dann abheben zu können.
Ein Hoch auf die Konstrukteure dieser Kabine, nur die nötigsten Öffnungen im Kabinenboden, um was zu zerlegen. Besser wäre gewesen, man könnte den kompletten Boden rausnehmen. Wieder ein Grund mehr, sich von dem Ding zu verabschieden.
Zudem sollten neue, größere Räder vorne drauf, da der Schlepper vorne ganz schön tief stand, dazu wurden 8x16er Felgen besorgt, dazu aber später mehr. Um auf die gleiche Höhe, wie unser 840 zu kommen, mussten bei den 7.50x16er Reifen, satte 10cm unter gelegt werden. Die Höhe peile ich an, da ich bei Gelegenheit eine Hauer Frontladerkonsole montieren möchte, um den Frontlader vom 840, notfalls auch an dem 833 benutzen zu können.
Nachdem die Kabine in der Zwischenzeit verkauft war und ich auch die benötigten Teile zum Umbau auf Plattform bekommen habe, konnte der Abbau der Kabine beginnen. Dazu sind einige Arbeiten nötig, bis man die endlich abheben kann.
Als erstes mussten die Tanks geleert werden, da es hierfür keine Möglichkeit gibt, den Sprit einfach ab zu lassen, musste eine andere Möglichkeit her. Also hab ich mir so eine 12 Euro China Elektropumpe besorgt, mit der ging das dann Ruck Zuck, in 20 Minuten, waren 60 Liter abgepumpt.
Als nächstes mussten unter den Pedalen, jeweils links und rechts, die eingesetzten Bodenteile raus, damit man an die Tankanschlüsse kam, bzw. das die Kabine an den Pedalen vorbei geht. Desweiteren mussten noch unzählige kleinteile, Verkleidungsbleche usw. abgebaut werden.
Allein die Verlegung der Schläuche und Kabel war haarsträubend, nicht ein Teil, das nicht an Bremsgestänge, Zapfwellenhebel scheuerte, ein Wunder, das nichts durchgescheuert war.
Als dann alles abgebaut war, konnte das abheben der Kabine beginnen, mit einem Teleskoplader ging das ganze sehr rasch.
Jetzt ist der Schlepper frei und man kann mal überrall dran, die Kabine wurde auf einer Palette zwischen gelagert.
Nachm Abbau diverser Teile kam sehr viel Dreck zum Vorschein, also ab mit dem Rumpf zum waschen. Zudem hatte ich entdeckt, das der Schlepper kein unabhängige Handbremse hat. Ich dachte, die wäre in D schon lange Vorschrift?
Das Tankgeberkabel für den unteren Tank war abgescheuert, vielleicht ist das die Lösung, warum die Anzeige nicht mehr funktionierte?
Da schon mal alles zerlegt war, wurden auch gleich diverse Sachen, wie KW Simmerring vorne und der Keilriemen gewechselt. Der Kühler kam vorsorglich zum Kühlerbauer, da hatte sich eine Lötsteller vom Halteblech gelöst.
Der Zeitpunkt kam, die Kabine wurde abgeholt und ich bekam im Gegenzug Kotflügel mit Unterbau, die ersehnten langen Trittbleche, die zum Einbau, des unteren Tanks nötig sind und viele Kleinteile, die getauscht werden mussten.
Leider wurden die Teile vom Unterbau so abgeändert, das sie für mein Vorhaben nicht mehr brauchbar waren. Der Grund ist, das die Teile aus Italien stammen und dort andere Vorschriften für den Überrollschutz gelten. Dieser Unterbau war in das Überrollsystem eingebunden und deshalb abgeändert.
Aber da ich eh noch einen Überrollbügel brauchte, und ich wusste, wo ich den her bekomme, hab ich gleich die Teile vom Unterbau dazu genommen, als ich den gekauft hab. Lange U-Bügel gabs beim Schlächter für kleines Geld und die benötigten Unterlegklötze wurden angefertigt. Maß genommen wurde mit Holzlatten.
Da die Schalthebel auch abgebaut waren, wurden die Schalkulisse und die Schalhebelmechanik gereinigt, und geschmiert. Die Faltenbälge stammen vom Lenkgetriebe des Renault Clio, kosten 10 Euro inkl. Versand. Schaltknäufe hatte ich noch neu liegen.
Als nächstes sollte das Armaturenbrett zusammen geschraubt werden, aber das gestaltete sich schwieriger als gedacht. Nachdem die Kabel geprüft, der Abstellzug erneuert und die Traktormeterwelle geprüft war, wurde das Abdeckblech montiert. Es sollten die Seitenbleche folgen, aber irgendwie passte alles nicht mehr so wie vorher??
Entweder es passte hinten, oder vorne, je nachdem, wo man gerade die Schrauben drin waren. Nach einer kurzen WhatsApp nach Italien, war klar warum.
Im Zuge des Teiletausches hatten wir auch die Seitenbleche getauscht, allerdings nicht die Halterungen dazu. Es sollte sich rausstellen, das ich die richtigen Bleche hatte, aber die falschen Halterungen, oder aber der anders herum, der Käufer der Kabine in Italien. Es waren nur die Bohrungen an den beiden Teilen, um etwa 12mm anders ausgeführt.
Das gleiche war bei den Blechen der Fall, da muss man erst mal drauf kommen. Also am WE ins Auto und einen Ausflug nach Italien/Südtirol gemacht und die Teile getauscht. Bei der Gelegenheit noch ein paar Teile mit getauscht, an die man vorher noch nicht gedacht hatte.
Irgendwann wars dann vollbracht und das Armaturenbrett war montiert. Die Seitenbleche und das Blech vor den Schalthebeln musste auch getauscht werden, wegen der Polsterung.
Da am Spenderschlepper ein Frontlader montiert war, waren die originalen Aufstiege nicht mehr vorhanden, also mussten selbst welche gebaut werden. Da ich aber die Originalteile nur von Fotos kenne, hab ich die ausm Kopf, originalähnlich nachgebaut und schweißen lassen. Hab dafür die Anschraubpunkte genutzt, wo normalerweise der Zylinder vom Mähbalken montiert ist.
Da bei dem Schlepper nie ein Mähwerk dran kommen wird und die Gewinde günstig lagen, hab ich die benutzt. Als Trittstufen wurden Flacheisen gebogen und mit weiteren Flacheisen verschweißt. Dann das ganze mit noch weiteren Flacheisen, an den Trittbrettern abgestützt, so das es eine stabile Einheit bildet. Es hätte vermutlich auch so gehalten, aber nachdem, in den Trittbrettern schon die Gewinde dafür vorgesehen sind, hab ich die auch genutzt.
Nachdem auch alle Kraftstoffleitungen neu verlegt wurden, durfte auch der Verbindungsschlauch zwischen den beiden Tanks nicht fehlen, der wurde auch gleich mit erneuert.
Nachdem noch die ganzen Teile angepasst, geschliffen und verschraubt waren, wurde der untere Tank wieder montiert und der Überrollbügel aufgesetzt. Einen neuen Sitz gabs auch noch dazu, nicht ganz original, aber man wills beim arbeiten ja bissl bequem haben, man wird ja auch älter.
Dies ist der momentane Stand der Dinge, momentan warte ich auf die neuen Reifen vorne, die Hydraulikanschlüsse am Heck müssen noch gemacht werden, Flüssigkeiten aufgefüllt und dann steht dem ersten Start nix mehr im Wege.
Als Krönung gabs dann noch die Frontgewichte dran,
Gruß Schorsch