D-432 wie viel Tonnen kann er ziehen

Moin,

schon wieder Mittwoch.

Wenn ich das so alles lese, habe ich Angst auf die Straße zu gehen, weil fast kein Anhänger zu bremsen scheint...

Unser 633 bremst immer noch wie nach der Bremsen OP, meinen TÜV Prüfer hatte es fast auf die Motorhaube geworfen weil er 

nicht mit der Bremskraft gerechnet hatte, die beiden Diedam 5,7 Tonner bremsen schon wenn ich ruckartig vom Gas gehe,

dazu müssen diese nicht Mal voll beladen sein.

Ich würde meine Frau auch nicht mit 5,7 Tonnen Scheiße am Schlepper ohne Bremsen in die Weite fahren lassen....

oder mit 2 Anhängern und ein paar Tonnen Holz die Straßen unsicher machen...

Grüße Mathias
 
Bei meinem 439 steht nichts im Brief hinsichtlich Anhängelast.
 
Case Mueller:

Moin,

schon wieder Mittwoch.

Wenn ich das so alles lese, habe ich Angst auf die Straße zu gehen, weil fast kein Anhänger zu bremsen scheint...

Unser 633 bremst immer noch wie nach der Bremsen OP, meinen TÜV Prüfer hatte es fast auf die Motorhaube geworfen weil er 

nicht mit der Bremskraft gerechnet hatte, die beiden Diedam 5,7 Tonner bremsen schon wenn ich ruckartig vom Gas gehe,

dazu müssen diese nicht Mal voll beladen sein.

Ich würde meine Frau auch nicht mit 5,7 Tonnen Scheiße am Schlepper ohne Bremsen in die Weite fahren lassen....

oder mit 2 Anhängern und ein paar Tonnen Holz die Straßen unsicher machen...

Grüße Mathias

Moin, 
Da die letzte Aussage ja offensichtlich an mich gerichtet war, noch einmal eine kurze Anmerkung, ich habe mit dem entsprechenden Zug schon des öfteren Holz gefahren und auch durchaus schärfere Bremsungen durchführen müssen, ich habe den Trecker bis jetzt immer relativ gut zum stehen bekommen, relativ, da sich der Bremsweg natürlich entsprechend der Beladung verlängert hat. Ich bin der Meinung, man sollte sich langsam an das herantasten, was man persönlich bewältigen kann und will. Daraufhin kommt es auch immer auf die Fahrstrecke, welche bei mir einen knappen Kilometer Hauptstraße beträgt und die zurückzulegenden Höhenmeter an.
PS: Ich hab ja keine Ahnung, wie voll ihr eure Anhänger ja anscheinend macht, oder was für Monster Holz ihr fahrt, aber meine beiden Anhänger hatten voll beladen ein Gewicht der Ladung von knapp 5t zusammen. 
 
Ich finde es immer wieder interessant, egal wo man was fragt, eine richtige Antwort bekommt man nicht. Immer geben Leute ihr wissen zum besten ohne gefragt zu werden.

Frage: was kann mein 432 ziehen.

Antwort mein 633 zieht ohne Probleme 5t

Wenn geantwortet wird, sollte man zumindest in der Serie bleiben.
 
Ich habe hinter meinem 439 der ja nur 6 PS mehr und ein paar Kilo schwerer ist immer einen 4,4t und einen 3,6t Kipper zusammen hinter. Allerdingt mit Rindermist, keine Ahnung wie schwer das dann wirklich ist, aber sicherlich 7 tonnen mindestens. Ich muss aber dazu sagen, das ich bei beiden Anhängern die Bremse gemacht habe, jedoch haben die nur eine Bremsachse, die meisten 5,7 tonner bremsen mit beiden Achsen. Hinzu kommt, mein Frontlader und Wasser in den Hinterrädern, sonst würde er am Berg auch steigen oder die Räder durchdrehen, ist jetzt schon grenzwertig! Kraft hat er genug, aber wie alle anderen schon geschrieben haben, der Zug mus auch zum stehen kommen und am schimmsten ist das bergauf fahren, bergab hilft dir die Auflaufbremse der Anhänger und immer sehr langsam bergab fahren, soweit der Schlepper nicht weggeschoben wird, aber wenn Du bergauf fährst und der Schlepper anfängt durchzudrehen, dann ziehen die Anhänger dich rückwärts und die Auflaufbremse hat absolut keine Wirkung mehr. Dashalb gibt es ja seit jahrzenten Druckluftbremsen. Zur Sicherheit kann mann am Handbremshebel ein Seil befestigen, meistens ist dort eh schon immer ein Eisenring vorgesehen. Wenn nämlich so eine ungewollte Rückwärtsfahrt mal passiert oder Du am Berg anhalten musst oder dich verschaltet hast, kannst Du vom Schleppersitz aus mit einem kräftigen Ruck mit dem Seil die Handbremse anziehen, damit der Anhänger bremmst.....

Gruß Mark   
 
Moin,

hier die Lektüre:

https://www.gib-acht-im-verkehr.de/wp-content/uploads/2019/03/as-pm-2_lof_broschuere-gesamt.pdf

Desweiteren ist wenn nichts im Fahrzeugbrief/schein eingetragen ist das Typenschild des Schleppers aussagekräftig genug,

um dort die nötigen Daten abzulesen.

Was mich privat bei meinem 633 angeht sind 8 Tonnen schon genug für die 52Ps, mehr muss ich ihm nicht antun, bei 2 Anhängern geht es um das Volumen der Ladung,

Holz, Stroh, Heu oder auch Hackschnitzel....

Grüße Mathias
 
Hallo,

dann geb ich auch mal meine Erfahrungen weiter.

Ich persöhnlich würde am 432 4-5 tonnen anhängen, das ist meines erachtens genug. Zum Vergleich, am 353 hatte ich immer den 8 Tonnen Tandemkipper dran, da hatte er öfters mal ordentlich zu kämpfen. Würde ich heute nicht mehr machen.

Schlüßelerlebnis hierfür war das diesjährige Silieren, da hatte ich meinen Einachser mit 6,5 tonnen Gesamtgewicht mit extra hohem Aufbau am 644 dran hängen, an dem Tag war es naß und regnerisch, ich bin im 2. Gang ohne viel Gas den Grasweg heruntergefahren und mußte unten um eine Kurve auf den Teerweg einfahren, In der Kurve war alles voll mit Dreck, das war das beste Glatteis überhaupt.

Ich konnte gar nicht so schnell reagieren wie der Hänger mich weggedrückt hat, als ich mit dem Schlepper schon seitlich ins Bankett abgerutscht war kam das Gespann dann zum Stehen dank funktionierender Auflaufbremse. Hätte die nicht funktioniert bzw wäre gesperrt gewesen wär der Hänger sicherlich auf der Seite gelegen.

Also nicht übertreiben mit der Kippergröße.

Gruß,

Benjamin
 
Das klingt nach einem aufregenden Erlebniss, so ähnlich habe ich das als Jugendlicher mit einem 844 zusammen mit einer Welger AP42 inkl.Ballenrutsche und einem 8 tonner wo bereits 7-9 Schicht Hochdruckballen drauf waren, auf einem Stoppelacker in Hanglage erlebt. Hilflos und starr vor schreck mit meinen 13 oder 14 Jahren wußte ich nicht was ich machen sollte und hatte den Fuß schon auf die Bremse gestellt. Dann brüllte mein Onkel, der zusammen mit meinem Cosin hinten auf dem Wagen war...Vollgas Vollgas Vollgas......Das habe ich dann auch gemacht und alles war gut! Ein prägendes Schlüsselereigniss welches ich bis heute nicht vergessen habe. Also grundsätzlich neigen halt 1-Achs Maschinen oder Anhänger eher dazu in einer Kurvenfahrt den Schlepper am Hinterteil weg zu drücken, 2-Achs Anhänger nicht so sehr, das liegt halt am langen Drehpunkt von Achse bis zum Zugmaul, (Physik 5-Klasse), Das beste ist in so einer Situation ist tatsächlich den Schlepper möglichst schnell zu beschleunigen damit der Zug wieder gerade wird und somit diese Krafteinwirkung aufgehoben ist. Das schlimmst was man machen kann, ist vor Angst bremsen! Dann bleibt alles wie es ist, und die blockiereten Räder neigen sogar noch verstärkt zum rutschen.

Gruß Mark 
 
Hallo Mark,

das mit dem Gasgeben am Hang kenn ich auch, das war auch meine erste Reaktion als ich gerutscht bin, aber mir ging das Vorderrad direkt in die Ackerfurche weswegen ich dann gebremst hab, ich denk wenn der Hänger mitabgeschmiert wäre wärs wahrscheinlich anders ausgegangen. So bliebs nur bei nem kräftigen Schrecken ohne jegliche Schäden. 

Das einzigst positive an der Geschichte war das ich in Ruhe mein Vesper essen konnte bis das Drahtseil kam. :-)

Gruß,

Benjamin
 
Na Gott sein Dank! Glück im Unglück ist auch ok, ein umgekippten Schlepper oder Anhänger brauch auch kein Mensch, dafür sind die Maschinen zu teuer, sie sind zwar stabil aber wenn soche Kräfte wirken geht immer was kaputt oder ist so verformt, das man es nie wieder richtig hin bekommt. Unabhänging von der Gefahr für den Fahrer und eventuellen Mitfahrern.

Fazit aus diesem Chat, würde ich sagen:

Eine anzuhängende Last kann niemals maßgebend in einem Brief/Fahrzeugschein eingetragen werden! Es gibt sicherlich ein Maximun bedingt durch die Motorleistung, Schleppergewicht und max. Anhängelast vom Zugmaul, aber was man wirklich anhängt sollte durch Menschenverstand entschieden werden. Denn die Bauart des Schlepper (Allrad oder nur Heckantrieb), die Bauart des Anhänger (Tandem, eine oder mehere Achsen), die Funktionsweise der Bremse (keine, Auflauf, Druckluft ein- oder zweikreis), der Zustand der Reifen, die Oberfläche des Weges (Teer, Plaster, Schotter, Erde), die Art der Ladung (verrutschbar oder nicht), das Gefälle oder die Steigung des Weges, das Wetter und vorallem die Erfahrung des Schlepperfahrer sind meiner Meinung nach maßgebend für diese nicht unerhebliche Entscheidung.

Gruß Mark   
 
Hallo,

lange überlegt ob ich noch was beitragen soll/kann... Da ich u.a nen quasi baugleichen Schlepper (D430) wie der Themenstarter habe hier auch mal meine Erfahrung was der Schlepper leisten kann.

Hole im Herbst mehrmals Mist von einem befreundeten Hof im Nachbardorf. Prinzipiell gibt es 2 Wege dorthin: Fast nur Feldweg und absolut flach aber etwas länger; über die Landstrasse ist kürzer aber die Zufahrt vom Hof auf die Strasse ist in einem Brückenbereich und daher mit einer rund 50m langen und deutlichen Steigung verbunden. Dabei nutze ich bis zu 2 verschiedene Drehschemel Anhänger. Der erste ist zgm 3,2t und dürfte voll beladen, je nach Feuchtigkeit, auch max. 4t (überladen) bringen. Der zweite ist ausgeliehen und ist deutlich größer (meine ein 7,1t) wobei ich die Masse beladen, aufgrund der Ladefläche, auf max. nur 6t schätzen würde. Beide sind in gutem Zustand und auflaufgebremst, beim kleinen auf die Frontachse, beim großen auf beide Achsen wirkend.

Nehme ich den kurzen Weg mit der Steigung ist der 430 mit dem kleinen Drehschemel (max. 4t) gut bedient, 8. Gang mit Anlauf geht zwar aber zeigt deutliche Rauchzeichen, im mittleren Gang kein Problem. Bremsen ist kein Problem sofern man eine gesunde Vorsicht walten lässt und Vollbremsungen, vorlallem in Kurven vermeidet. 

Mit der Kombination (max. 10t) hab ich die Steigung noch nie probiert, denke aber dass das buchstäblich schnell nach hinten los gehen würde und, wie schon beschrieben, dann rückwärts die Auflaufbremse keine Funktion zeigen kann und mit nur einer gebremsten Achse... keine Chance. Auf dem Feldweg geht das aber sogar erstaunlich gut, sogar das Anfahren. Vollbremsung nie probiert aber hatte mich mal auf gerader Strecke rangetastet und das ging aufgrund der guten Bremsen der Anhänger auch gut. 

Fazit: Bin ebenso der Meinung es kommt sehr auf den Streckenverlauf an. Selbst mit "nur" dem 4t Hänger merkt man jeden Hubbel auf dem Feldweg schon am Motorgeräusch.

Grüße Alex
 
Schmied Keitel:

Dashalb gibt es ja seit jahrzenten Druckluftbremsen. Zur Sicherheit kann mann am Handbremshebel ein Seil befestigen, meistens ist dort eh schon immer ein Eisenring vorgesehen. Wenn nämlich so eine ungewollte Rückwärtsfahrt mal passiert oder Du am Berg anhalten musst oder dich verschaltet hast, kannst Du vom Schleppersitz aus mit einem kräftigen Ruck mit dem Seil die Handbremse anziehen, damit der Anhänger bremmst.....

Gruß Mark   
Moin,

 der Eisenring hatte mir zermürbende Nächte beschert, als ich die Diedam Anhänger in Augenschein genommen habe,

und ja, ich habe eines dieser PKW Anhänger Abreißseile dort am Ring des Diedam mit dem Schlepper verbunden.

Hat aich den Vorteil, wenn den der Anhänger Mal abreißen sollte, das Seil zieht die Bremse, wie beim PKW Anhänger, oder auch nicht...

Grüße Mathias
 
Egal mit welchem Trecker ich fahre, mit einem oder zwei Anhängern,

ich erlaube mir den "Luxus" IMMER eine Probebremsung zu machen. 
Beladegewicht und Untergrund und Funktion der Bremsen werden überprüft. 

Das hab ich vor 40 Jahren schon gemacht, und hatte zum Glück noch keine

brenzelige Situation. 

LG Ralph a. SH
 
Hallo,

mache auch Probebremsen grundsätzlich vor der Fahrt. Und bei einachsigen Anhänger

besteht die Gefahr, das sich die Auflaufbremse eine Mulde in seiner Laufschiene gebildet

hat, was den Nachteil einer erhöhten Kraft mit sich führt, bis die Deichsel sich

einschiebt und bremst. Wer eine solche Deichsel schon mal auseinander genommen hat,

weiß was ich meine. Daher sind die Auflaufbremsen bei den 2 Achsern immer leichtgängiger.

Gruß Casi
 
Hallo,

vielen Dank für die vielen Antworten und den Tipps.

Bin jetzt um einiges schlauer.

Gruß
 
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