D320 Zylinderkopfdichtung wird nicht dicht!

IHC_WW

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18 März 2010
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Hallo,

hatte nach Motorrevision Wasser im Oel. Also Motor wieder auseinander. Hat sich rausgestellt das die falschen O-Ringe für die Buchsen montiert wurden. Es gibt wohl 2 Sorten. Jetzt sind die Buchsen nach unten dicht, aber ich bekomme den Zylinderkopf nicht mehr dicht. Mittlerweile hatte ich die Buchsen wieder draußen um diese abdrehen zu lassen. Der Überstand beträgt jetzt wie laut WHB 0,11 mm. Resultat: Wasser kommt immer noch an der Nockenwelle getropft. Ich habe den Eindruck als würde sich die Zylinderkopfdichtung nicht richtig an der Metallumrandung an den Zylindern drücken lassen. Kopf wurde laut WHB angezogen. Dann Wasser drauf, Oelwanne noch ab gelassen und 2 Tage gewartet. Kopfdichtungen hatte ich erst 2 vom Zubehör und nun 1 original montiert. Macht aber kein Unterschied. Wer weiß hier noch Rat? Zylinderkopf wurde bei Revision geprüft und geplant!

Danke im Voraus!

Gruß

Harald
 
Hallo

Ich hatte sowas bei meinem 320.

Im kaltem Zustand lief das Kühlwasser ins Oel, wenn der Motor warm war war alles dicht.

Haben ein paar mal die Dichtung gewechselt ohne Erfolg.

Bis sich nachher rausstellte das eine Laufbuchse einen Riss hatte.

Dieser ging im kalten Zustand auf und das Wasser lief ins Oel.

Neue Buchse eingebaut und alles war OK.

Gruß

Thorsten
 
Hallo,

vielen Dank für die schnelle Antwort. Die Buchsen bei meinem D320 sind alle neu.

Kann das sein das die Zylinderkopfdichtung erst richtig dicht wird wenn der Motor eine halbe Std. warmgelaufen ist und man denn Zylinderkopf nach gezogen hat?

Eigendlich sollte der doch direkt dicht sein. Wenn ich die Dichtung in der Dicke messe, stelle ich fest das die Metallringe um die Zylinder nach der Demontage 1,53mm beträgt, um die Wasserkanäle auf der Nockenwellenseite habe ich aber eine Dicke von 1,45 mm. Da die Buchsen ja überstehen sollte das doch genau andersrum sein! Daher die Annahme die Dichtung dückt sich nicht genug zusammen! Aber warum?

Wer weiß sonst noch Rat?

Gruß

Harald
 
hast du original ih teile verwendet oder irgendsoeinen granit kram? den kannste nämlich eh vergessen.
 
Hallo,

Wir haben das Problem auch schon ofter gehabt. Die neuen Zylinderkopfdichtungen haben kein Asbest mehr und wollen nicht so gut zusammen drucken.

Wenn die Büchsenüberstand im Ordnung ist und den Kopf geplant kann das denke ich kein Problemen geben.

Nun montieren wir die Dichtungen immer mit Dichtmasse, an beiden seiten ein bisschen anbringen. Auch ziehen wir den Kopf nicht an mit 120 Nm aber mit 130 Nm. Wir haben ein mal mit 140 Nm angezogen.

Seit dem sind die Dichtungen alle dicht geworden.

MfG,

Rijnder
 
Hallo,

warum habt ihr die Büchsen abgedreht??? Die stehen immer über wenn man die einsetzt. Die setzen sich erst richtig mit Montage des Kopfes. Daher auch die Dicke an der Kopfdichtung von 1,5 mm. Habe noch nie gehört das man Neuteile (originale vor allen Dingen) nachbearbeiten muss.

Ich denke das da der Fehler bei deiner Sache liegt.

MfG K
 
Hallo,

ich hatte erst die Buchsen ohne abzudehen montiert. Dann die Zylinderkopfdichtung ohne zusätzliche Dichtungsmasse montiert. Ohne Erfolg. Dann das ganze noch mal mit Dichtungsmasse. Wieder ohne Erfolg. Da der Überstand fast 0,20 bis 0,25 betragen hat und die Buchsen einen erhöhten Bund hatten (6 mm statt 5,79 laut WHB), habe ich sie dann abdrehen lassen. Überstand nun 0,11 mm. Die Zylinderkopf habe ich dann mit 130 Nm in der letzten Stufe angezogen. Der Drehmomentschlüssel ist neu und ich habe das ganze mit einem 2. Schlüssel überprüft.

Gruß

Harald
 
Hallo,

hier mein Wissen und meine Erfahrungen dazu:

- Laufbuchsen mit erhöhtem Bund gibt es für den Fall wenn die Sitze nachgearbeitet werden müssen (z.B. bei ungleichen/schlechten Sitz-Tiefen)

- der Überstand wird an "vorgespannten" Laufbuchsen gemessen, siehe Motoren-WHB

- plane Flächen an Motorblock und Zylinderkopf (prüfen mit Haarlineal ob Verzug besteht), sowie saubere und intakte Zylinderlaufbuchsen-Sitze sind Vorraussetzung

- die Sitze können von harten/verhärteten Ablagerungen wie Schmutz, Rost, Kesselstein,... befallen sein, diese mit einem entsprechenden Werkzeug ausschaben oder abkratzen, jedoch nicht den eigentlichen Sitz verletzen (kann ziemlich schwer abzuschätzen sein)

- es ist auch nützlich ein Haarlineal über allen eingesetzten Zylinderlaufbuchsen aufzusetzen, so kann man Höhenunterschiede der Zylinderlaufbuchsen untereinander erkennen oder anstatt in Längsrichtung in Querrichtung wodurch der Überstand direkt neben dem Zylinderlaufbuchsenbund mit dem im Außenbereich der Motorblockfläche verglichen werden kann (dieser Punkt hat mehr mit Kompressionsproblemen zu tun, mit dem Wasserundichtigkeitsproblem hier nur bedingt.)

- zusätzliche Dichtmasse ist daher theoretisch falsch und somit nicht zu verwenden, praktisch gesehen kann es aber helfen/notwendig sein, da das Umfeld der Wasserkanäle an den Vorkammermotoren oft mehr oder weniger zerfressen ist oder eben bei unbearbeiteten Flächen an Motorblock und Kopf doch minimaler Verzug oder Unebenheit vorhanden ist, welche durch die Kopf-Dichtung alleine nicht mehr abgedichtet werden. Die Dichtmasse daher nur um die Wasserkanäle auftragen, auf keinen Fall an den Metallringen die zwischen Bund-Zylinderlaufbuchse und Zylinderkopf  abdichten

- Zylinderkopf nachziehen nachdem der Motor mal warmgelaufen hat (sollte auch etwas im Motoren-WHB dazustehen) schadet auf keinen Fall, im Gegenteil

Gruß Thomas
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Hubraum statt Spoiler
 
Sehr gut beschrieben Thomas,

meine nächste Frage wäre gewesen ob der Sitz der Laufbüchsen ordentlich gereinigt wurde (evtl. Kesselstein).

Aber Thomas war schneller als ich ;-)

Bei geplanten Dichtflächen ist es Falsch noch zusätzlich mit Dichtmasse zu arbeiten. Hier hat Thomas es auch sehr gut wieder beschrieben.

MfG Klaus
 
Holzmog:

Hallo,

warum habt ihr die Büchsen abgedreht??? Die stehen immer über wenn man die einsetzt. Die setzen sich erst richtig mit Montage des Kopfes. Daher auch die Dicke an der Kopfdichtung von 1,5 mm. Habe noch nie gehört das man Neuteile (originale vor allen Dingen) nachbearbeiten muss.

Ich denke das da der Fehler bei deiner Sache liegt.

MfG K

Leider ist die genaue Bearbeitung bei Nachbauprodukten nicht immer gegeben. Als ich noch hauptberuflich Motoren überholte/bearbeitete gab es immer wieder Probleme mit Nachbauartikeln.

 

Laufbüchsen z.B. mussten oft eingepasst bzw. an die anderen angepasst werden, Kurbelwellenlager waren sündhaft teuer und passten vorne wie hinten nicht, Kopfdichtungen aus einem Material, das man als besseren Schuhkarton bezeichnen konnte, Büchsen O-Ringe zu klein, zu dick oder einfach falsch, Motordichtungen sahen teilweise aus wie von Hand ausgeschnitten etc.

Bei Markenprodukten wie Elring, Reinz, KS, Mahle, Glyco, Bosch gab es so gut wie nie Probleme.

Meines Wissens gibt es auch keine Büchsen mit dickerem Bund. Im Reperaturfall wird der Büchsenbund mittels Fräsgerät nachgefräst und danach der Block geplant.

Man kann um die Wasserkanäle dauerelastische Dichtmasse machen aber nur dort. Macht man normal nur wenn der Block schon sehr angegriffen war. Ansonsten hat Dichtungsmasse an einer Kopfdichtung nichts verloren.

Gruß Martin
 
Hallo,

vielen Dank für die vielen Tips.

Ich werden dann das Ganze nun mit Dichtungsmasse um die Wasserkanäle versuchen. Gebe dann Bescheid ob es funktioniert hat.

Gruß

Harald
 
Hallo,

habe das Ganze jetzt mit Dichtungsmasse (Omnivisc 1050) zusammen gebaut, 36h trocknen lassen, und Wasser aufgefüllt. Bis jetzt scheint‘s dicht zu sein. Baue morgen die Ölwanne usw. drauf und lasse den Motot mal laufen. Hofentlich war es das dann jetzt!

Gruß

Harald
 
Hallo,

schöne Aussichten!! Ich habe bei meinem 320er auch den Motor in Angriff genommen. Vor 3 Jahren gekauft, schon mit leichtem Rauch aus der Kurbelgehäuseentlüftung. Ich hoffte ein Ölwechsel reicht (Ölwechsel kannten die Vorbesitzer leider nicht). Das mit dem Rauch hat sich leider nicht gegeben und beim erneuten Ölwechsel kam auch wieder etwas Wasser aus Ölwanne und Ölfilter. Ich habe gestern den Kopf demontiert und viel Arbeit gesehen.

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Hallo, nach kurzen und aufschlußreichen Telefonat mit einer Motorenrep.-Firma habe ich eine gute und eine schlechte Nachricht. Zuerst die Gute: Die Reparatur ist nicht so umfangreich wie ich annahm. Nun die Schlechte: Der Motorblock ist zwischen den Laufbuchsen gerissen.

Erste Antwort nach Schilderung der Probleme vom Meister: Schlüssel wegwerfen!!! Zweite Antwort: Deckel wieder drauf und fahren bis Motor ganz kaputt ist. Erklärung: Durch die Risse können beim Zylinderkopfanziehen Unebenheiten entstehen, welche die Kopfdichtung nicht mehr ausgleichen kann( muß aber auch nicht). Solche Motoren repariert er nur auf ausdrücklichen Wunsch, weil meistens die Reparatur für die Katz ist. Also so wenig Geld wie nötig investieren und hoffen das er relativ trocken und lange läuft.

mfg Uwe

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Blödsinn am besten den schlüssel und brief samt schlepper über ihn entsorgen ich habe meinen 324 jetzt auch Fertig der hatte die gleichen risse ich habe hier jetzt 3 motorblöcke liegen weil ich die hoffnung hatte einen ohne risse zu kriegen fehlanzeige das ist eine krankheit oder fehlproduktion von ihc ,mein motoren insand.. hat auf ihc gelernt und hat an den dinger geschraubt bis 1995 ich hatte ihm einfach vertraut und auf seinen rat den block plannen lassen die buhsen nachsetzen lassen buhsen mit kolben neu ,kopf plannen lassen siehe da die kiste läuft einfach nur super und ich hoffe das er lange halten tut weil er nur vor einem spalter hängen tut ... ich mache gerade einen 523 natürlich auch den motor da liegen welte zwischen d serie und dem d179 mich hatte die d serie jetzt eine stange geld gekostet und von der technik halte ich nicht so viel von ,aber ich möchte den kleine jetzt trotzdem nicht mehr missen die stange geld war jeden cent wert wenn ich mit dem ding mal wieder arbeiten darf bzw mit den kinder mal eine runde drehe das muß jeder selbst wissen d serie kostet halt , ach dann mach noch mal die ölwanne runter und schau dir die kw lager mal an wenn du mit wasser rum gefahren bist untermaß lager kosten auch eine stange geld ink schleifen lassen der welle

 

MFG Christoph
 
Hallo, auf Anraten möchte ich doch den Block angehen und die Kolben und Buchsen wechseln. Preisspanne beim kompletten Satz von 109 bis 240Teuronen. Wer kennt Lieferrant mit guter Qualität für vernünftigen Preis?

mfg Uwe
 
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