Hallo,
ich schliesse mich Jürgen an,da macht ein Zylinder (anfangs) nicht richtig mit.
Der Selbstzünder lebt von ausreichenender Wärmeenergie durch komprimieren und optimal eingespritzter Dieselkraftstoff.
Das scheint beim Kaltstart bei einem der Zylinder nicht gegeben.
Wenn er später (besser) mitmacht, wenn der Motor in Summe warm wird, scheint die Basiswärme dann auszureichen damit die Verbrennungen (besser) passen.
Wenn Du den Krümmer mal abbaust, solltest Du beim Kaltstart dann sehen aus welchem Auslaß der weiße Qualm kommt.
Hier wären die einfachen ersten Prüfungen:
- Kompression messen
Wenn die Kompression an dem einen Zylinder generell "schlecht" ist, sodass er im kalten nicht oder schlecht verbrennt/arbeitet, kann die spätere Umgebungswärme dann ausreichen, das er "besser" verbrennt (aber auch nicht optimal).
Der Schlepper ist 60 Jahre alt, da kann ja vieles nicht mehr so schick sein.
Im kalten könnten defekte Kolbenringe, oder schlecht eingestellte Ventile, ein Problem sein.
Vielleicht ist die Kopfdichtung an dem einen Zylinder schlecht, die Kompressionsdrücke wandern in den Wasser- oder Ölkreislauf (Blubbern im Kühlwasser, oder viel Fremdluft am Ölmesstab oder Ventildeckel)
Beim Warmwerden dehnt sich Metall aus, dann könnten die Spaltmasse (bspw. an der Zylinderkopfdichtung) enger werden und die Kompression steigt minimal, dann klappt es dann vermeintlich besser.
- Spritzbild der Düsen, wenn dies schlecht ist, kann es an der Düse selber liegen oder am Druck von der Einspritzpumpe.
Beim Warmwerden ändert sich vermutlich nix an diesem Zustand, aber dann könnte wiederum die höhere Basistemperatur nach dem Warmwerden ausreichen damit dann die Verbrennung (besser) passt.
Gruß
Arno