D326 Kompression 20 bar kalt

Joe D326

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14 Mai 2020
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Nordschwarzwald
Hallo zusammen,

erst mal großes Lob an dieses Forum, hab schon viel gelesen und gelernt, nun auch selber angemeldet.

Ich schraube ein bisschen am D326 vom Schwiegervater.

Zu meiner Frage: Der Schlepper springt schlecht an und raucht aus der Kurbelgehäuseentlüftung. Habe die Kompression kalt gemessen, alle 3 Zylinder haben 20 bar. Warm gemessen habe ich nicht (hatte keine gescheite Nuss zur Hand, war ein mords gefummel). Im Handbuch steht, dass der normale Druck bei warmer Maschine bei 21-24 bar liegt, Kompression sollte also in Ordnung sein, oder was meint ihr?

Überlege wenn die Kompression noch ok ist auf Stabglühkerzen umzubauen, bei einigen hat sich das Startverhalten dadurch ja sehr verbessert.

Der Rauch aus der Entlüftung ist jetzt nicht übermäßig viel aber schon deutlich, nennenswerten Ölverbrauch konnte ich auch nicht feststellen, an was kann das Rauchen liegen außer an defekten Kolbenringen bzw Ventilen?

Grüße Johannes
 
Hallo Johannes,

20 bar kalt sind grenzwertig, warm werden das dann auch nur 21 - 22 sein. Warum er noch aus der KGE-Entlüfung rauchen könnte wäre eine verschlissene Laufbuchse. Aber wenn er noch schön läuft und nicht im Dauereinsatz steht, würde ich gar nichts machen, außer vielleicht die Stabglühkerzen einbauen.

Tschüß,

Bernd
 
Moin.

Bei schlechtem Startverhalten würde ich als erstes die Einspritzdüsen kontrollieren, wenn die nicht richtig vernebeln springt er schlecht an. Im warmen Zustand verdampft dann schon ein Teil des Kraftstoffs und er springt besser an. Wenn man es richtig machen möchte, lässt man in dem Zug auch gleich die Pumpe prüfen. Das kostet viel aber man hat über Jahre Ruhe. Das hab ich gerade bei meinem 724 durch. Der startete vorher schon gut aber jetzt noch besser.

Gegen Rauch aus der Kurbelgehäuseentlüftung hilft nur eine Motorüberholung. Das sind so genannte Blowby Gase, die wie der Name schon sagt, an der Brennraumabdichtung vorbei zischen. Meistens durch einen vergrößerten Kolberringspalt. Es kann allerdings auch Wasser ins Öl gelangen, das bei Erwärmung verdampft und sich als Wolke bemerkbar macht. Ebenfalls Kraftstoff der ins Öl gelangt, viele schlechte Motorstarts unterstützen das Phänomen. Das kannst du rausfinden wenn du einen Ölwechsel machst. Raucht er dann genau so, Laufgarnituren, wenn nicht, Kraftstoff oder Wasser.

Gruß Jürgen
 
Hallo zusammen, 

Danke für eure Antworten!

Heute morgen Ventilspiel kontrolliert, war teilweise bisschen zu eng aber nur minimal.

Hab den Luftfilter und die Ansaug"brücke" vor dem Starten mit dem Heußluftfön gewärmt, danach ist er deutlich besser angesprungen als sonst, nach 3 mal orgeln.

Ölwechsel hab ich erst gemacht, war danach eher mehr Rauch als vorher, evtl hat das Öl noch Ablagerungen an den Kolbenringen gelöst. Wasser im Öl ist keines zu erkennen, genausowenig Öl in Wasser. Mit dem Rauch kann ich auch leben, wenn‘s nicht mehr wird.

Die Einspritzpumpe wurde letztes Jahr gemacht, muss mal nachhaken ob da auch die Düsen geprüft wurden.

Motorüberholung werde ich je nach verfügbarer Zeit im Winter machen.

Welche Litzen habt ihr verwendet für die Stabglühkerzen? Bin etwas verunsichert von dem dicken Kupferdraht mit 3,5mm Durchmesser für die Glühwendelkerzen, dann müsste für die stabkerzen noch dickere Leiter verwendet werden wegen höheren Strömen?

Grüße aus dem Schwarzwald
 
Hi Martin,

danke für die Info, dann bin ich ja beruhigt.

Mir kam gestern noch, dass ich zuerst mal probier ob ich die massiven Kupferdrähte der Glühwendelkerzen so umbiege dass sie für die Parallelschaltung funktionieren, an den Kontaktstellen platt klopfen um die Berührstellen zu vergrößern, mal sehen ob das funzt. Ansonsten hol ich halt noch Litzen und Kabelschuhe.

Schönen Sonntag allerseits!

Grüße Johannes
 
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