D439: Es geht los: Gegen Rumpeln im Getriebe

p81

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Hallo zusammen,

nachdem ich hier nicht nur nehmen möchte, sondern auch etwas geben, aber nicht viel zu bieten habe, außer vielleicht Dummheiten, die mir von einigen von Euch doch ausgetrieben werden, so möchte ich Euch doch ein wenig von meiner heutigen Erfahrung teilhaben lassen. außer an der Dieseldusche.

Also, wie einige wissen, habe ich ein mahlendes Geräusch im Getriebe, welches nur im Leerlauf und nur in der Strassengruppe auftritt. Leider ist das Geräusch ziemlich ungesund im Klang und auch bei den letzten Fahrten hörbar lauter geworden. Ein schönes Getriebe "singt" ja eher, oder es klingt, aber meines klingt eher nach Mühlstein aus der Bronzezeit.

Also mal ran an die Bouletten, alles soweit erledigt und da hin gefahren, wo es hin gehört und den Schlepper in der Halle mit Platz nach hinten postiert. Da ich gleich auch noch andere Arbeiten ausführen möchte und mir auch die Bremsen und Kotflügel anschauen bzw. im Zustand möglichst verbessern möchte, habe ich hier erstmal Platz geschaffen.
Heute habe ich mir dann auch den Teil Getriebeeingangswelle angesehen. Kupplungsseitig ließ sich relativ gut lösen, getriebeseitig sitzt der Flansch wohl so fest, dass ich die Welle nicht entnehmen kann.

Vielleicht hat jemand einen Tip, wie ich ohne Trennen den Flansch gelöst bekomme?

Kurbelwellenausgang scheint auch undicht und ja, der linke Hubarm hängt etwas, ist mir auch schon aufgefallen.
Da auch die Kabel hinten nicht optimal zu sein scheinen und es damit auch sonst nicht gut aussieht, denke ich auch über einen neuen Kabelbaum nach, am liebsten mit Steckverbindungen an den jeweiligen Trennstellen. Wäre schon toll, wenn man nur noch auseinander und zusammen stecken muss.

Anbei noch Bilder für Euch. Lasst gerne Kommentare dazu da. Bin um jeden Tip dankbar und lerne gerne von Euch. Ich tue mir beim ersten Mal ziemlich schwer und habe jetzt schon Angst, nicht mehr alles zusammen zu bekommen...

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Hallo zusammen,

kurzes Update, musste meinen 439 heute eben am Getriebe trennen, um die Getriebeeingangshalle mit viel Geduld und Holzkeilen schön langsam rauszuholen. Mann, war die reingebacken! Lager ist fritte, das wackelt wie ein... egal, machen wir neu. Wellendichtring mache ich auch gleich neu, mal schauen, ob ich einen passenden finde.
Im Werkstatthandbuch liest sich das, als wäre das mal eben schnell passiert. Weit gefehlt!

Jedoch geht es die nächsten Tage weiter, dazu demnächst mehr. Dachte, das Lager der GEW wäre mein Übeltäter, kann es aber eigentlich nicht sein, denn, wenn ich mittels Agriomatik-Hebel in den Leerlauf schalte, ist das Rumpeln weg. Es muss also ein Lager tiefer im Getriebe sein.

Leider ist mir wohl die Scheibe ins Getriebe gefallen, zumindest habe ich was fallen gehört. Die werde ich die Tage rausholen, wenn ich die Deckel abnehme. Zuerst werde ich dann Schiebewelle entnehmen und da mal nach dem Rechten sehen.

Nun habe ich aber jetzt schon Muffe, dass ich den Bock nicht mehr zusammen kriege und nicht mehr weiß, wo welche Schraube hingehört... Das wird noch ein heißes Eisen. Nu hab ich aber angefangen, weiter geht die Reise.

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In etwa so...

Das Getriebegehäuse ist fast leer, die Schiebewelle liess sich partout nicht entnehmen. Die sitzt bombenfest.

Also habe ich mir mal das vordere Drucklager der Vorgelegewelle angesehen, sieht noch hervorragend aus. Dafür war das Kugellager dahinter fritte, der Käfig fehlte und der Innenring ist geplatzt. Der Käfig waren die Späne, die ich überall rumfliegen hatte, diese lagen mir bis hinten im Diffetential. Einzig noch die Bremstrommel für die Handbremse ist ziemlich eingelaufen, juckt mich aber jetzt nicht so. Bremsautomaten waren ziemlich rostig. Ansonsten ist das Getriebe noch ok, auch wenn man Spuren des Schaltens sieht.

Hoffentlich war das Lager der Fehler, denn die Schiebewelle ist hier das Problem. Sollte hier oder bei der Vorgelegewelle was defekt sein, habe ich wohl verloren. Aber hoffen wir mal das beste. Ich hab mich dazu entschieden, hier keine weitere Gewalt anzuwenden.

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Danke, aber es ist wie mit Kinder machen... hätte man es vorher gewusst... UND ich hätte gerne Schiebe- und Vorgelegewelle auch gemacht. Oft steckt man nicht drin. Ich weiss es aber nun und vielleicht finde ich mal ein Getriebe zum Anflanschen.

Hatte auch schon einen Durchhänger und so mancher hat schon darunter gelitten.

Gibt aber kein Zurück und hoffentlich war das das Problem. Nun warte ich auf Teile, Lager und Dichtungen und dann muss ich schnellstmöglich wieder zusammen bauen! Ich brauche ihn jetzt schon wieder und möchte auch wieder fahren! Ich vermisse ihn.
 
Moin,

die Schiebewelle muss bei der Getriebeausführung nach hinten raus (Sicherungsring hinten natürlich vorher entfernen). Das kleine Zahnrad vom 4. Gang vorher abezogen werden (sitzt ziemlich fest (am besten warm machen)).
Aber das hast du bestimmt schon beachtet?
Dann am Besten vorne eine Platte anschrauben, die in der Mitte ein Gewinde mit Schraube hat. Mit der Schraube solltest du die Schiebewelle nach hinten rausdrücken können.
Ich denke die anderen Lager der Vorgelegewelle sehen auch nicht mehr gut aus. Vor allem das hintere Kugellager wird sehr wahrscheinlich auch etwas abekommen haben.

VG Jan
 
Moin Jan,

vielen Dank für die Tips.
Also, es fühlt sich bei der Schiebewelle so an, als würde ich sie gegen Anschlag kloppen, oder eben gegen einen Sicherungsring, aber ich kann beim besten Willen nirgends wo einen Sicherungsring erkennen, sowohl vorne an der Zwischenwand, als auch hinten Richtung Differential sehe ich keinen Sicherungsring.
Ich habe das Werkstatthandbuch schon bestimmt 15 bis 20 mal gelesen, aber es scheint, entweder die Schiebewelle ist da irgendwie fest, oder ich habe dermaßen was übersehen.

Die Zahnräder sind alle locker und lassen sich leicht auf der Schiebewelle verschieben. Ich hatte auch schon mit einem Abzieher versucht, die Welle rauszudrücken, habe aber Angst, dass ich das Gehäuse sprenge, oder sonst irgendwelche Schäden fabriziere.

Die Vorgelegewelle lässt sich schön per Hammerstiel und Schonhammer verschieben.

Ich vermute folgendes, da ja das Werkstatthandbuch sagt, der Aussenring und Sicherungsring verbleiben in der Zwischenwand... Möglicherweise wurden hier die Lager schon mal gewechselt, falsche Lager verbaut, die sich nicht trennen, vorderes Lager samt Welle eingeschoben, Sicherungsring drauf und dann das hintere Lager darauf getrieben.
Problem scheint bei mir also zu sein, dass sich das vordere Lager nicht trennen lässt und somit per Sicherungsring zwischen den Lagern alles zusammen hält. Heißt für mich, ich werde, ohne das vordere Lager zu ziehen oder zu sprengen, die Schiebewelle nicht raus bekommen. Das wäre meine bescheidene Vermutung.

Das hinterste Lager der Vorgelegewelle sieht einwandfrei aus, auch der Käfig, der die Kugeln hält, ist noch gut. Liesse sich aber auch tauschen. Da käme ich ran, ohne die Schiebewelle zu entnehmen.
 
Hallo Phillip,

lass dich nicht entmutigen. So ein Durchhänger, besonders wenn man schon alles probiert hat und es trotzdem nicht weitergeht, kommt immer mal vor. Du solltest dich jedoch nicht zu irgendwelchen Abzieheraktionen hinreißen lassen. 
Entweder geht es unter vertretbarem Aufwand raus oder man macht etwas falsch. Ausgenommen von der Aussage sind natürlich AußenTeile, wie z.B.  Vorderachsrohre, die zusammengegammelt sind. 
Ich schreibe dir das so, weil mich meine letzte Abzieheraktion an der Bremse ein neues Gussteil für 100€ und ein Öffnen des Getriebes gekostet hat. 
Nach fest kommt bekanntlich ab.

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Kopf hoch. 

Gruss Joerg
___
„Wenn Informationen von Menschen im Dialog oder in einer Diskussion verarbeitet wird,
dann ist dies nach allem, was wir wissen,
die tiefstmögliche Art der Verarbeitung.“
(Manfred Spitzer)
 
Danke Jörg,

ja genau, sowas sah ich schon vor meinem inneren Auge. Ich habe Mechaniker gelernt, habe aber null Ahnung von Landmaschinen, das ist abgesehen von etwas Grundwissen eine andere Baustelle. Trotzdem fürchte ich immer Abzieher irgendwo am Guss, da habe ich einfach zu viel Angst.

Ich muss mir das nochmal (obwohl schon mindestens 6 mal) genau anschauen, ob ich nicht doch einen Sicherungsring übersehen habe. Das WHB sagt allerdings, dass der Aussenring des hinteren Lagers im Gehäuse verbleibt, das passt für mich und meinem Verständnis nach nicht, es müsste der Aussenring des vorderen Lagers sein.

Allerdings haben sie oder wer auch immer es zusammen gebracht, da muss es auch irgendwie auseinander gehen. Abgesehen davon würde ich es nun riskieren und alles soweit zusammen lassen und hoffen, dass nach der Aktion diese Lager und alle anderen Lager einigermaßen heile sind und noch gehen. Mittlerweile ist es mir grad lieber, mit einem kaputten Lager, als gar nicht, zu fahren.

Aber "Geweine hilft nicht"!
 
Etappensieg!
Mit viel Geduld und doch etwas härteren Schlägen ging sie doch langsam aber sicher raus.

Nun stehe ich vor dem Abziehen des Kupplungszahnrades, welches ebenfalls wieder bombig sitzt.

Kann mir da jemand einen guten stabilen Abzieher empfehlen, mit dem ich das Rad im Gehäuse runter ziehen kann?

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