Dichtring Handbremswelle 353

ihc353s

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Hallo,

bei meinem 353 rinnt an der Handbremswelle an der linken Schlepperseite das Getriebeöl aus, beim Getriebe wurden im laufe der restauration alle Dichtungen Simmerringe, und O-Ringe erneuert.

Heute hab ich versucht, den O-Ring durch verschieben der Handbremswelle zu erreichen, Fehlanzeige.

Drum die Frage, bevor ich wieder alles zerlegen muss, weiss jemand, ob es einen Trick gibt, den Ring zu wechseln, oder anderswie abzudichten, die Zeit bis Nordhorn wird knapp.

gruss Schorsch
 
Es gibt doch fast immer einen Trick! /styles/default/xenforo/smilies/fr/smiley4.gif

Das Problem ist, dass du die Welle zuwenig verschieben kannst, weil der Halter,an dem das Band befestigt ist, im Getriebe ansteht. Für solche Fälle haben wir in der Werkstatt 3 Spezialwerkzeuge: 1. 1 Rundstahl ca 700mm lang und vorne auf einer Länge von 50mm abgedreht auf 8mm,2. 1 gleicher Rundstahl aber vorne eine Bohrung von 8mm und 15mm tiefe und 3. 1 Rundstahl ohne irgendetwas.

Vorgehensweise: Getriebeöl ablassen, Zapfwelle einschalten und hintere Zapfwelle ausbauen, nun durch das Loch mit Werkzeug 1 die Spannstifte ganz vorsichtig herausschlagen (am Schluss ganz langsam, sonst werden sie ins Schaltgetriebe geschleudert). Spannstifte mit Magnet aus dem Getriebe nehmen, Welle schieben und O-Ringe erneuern, mit Werkzeug 2 die Stifte wieder ansetzen und einschlagen, mit Werkzeug 3 die Stifte fertig montieren. Diese Arbeit hab ich schon mehrmals so gemacht.

Wenn ichs richtig in Erinnerung habe kannst du den rechten O-Ring ohne Verschieben der Welle erneuern, aber beim linken ohne Chance.

So, war einwenig lang, hoffe aber trotzdem geholfen zu haben.

Gruss

Dani B

745-S...heisst der Spass
 
Danke Dani,

werd ich morgen mal versuchen, ich hoffe, das es diesmal hält, denn der O-Ring, ist ja neu.
 
Hallo Dani,

heute hab ich den Dichtring gewechselt, dabei habe ich festgestellt, das in der Lagerung der Welle ein Kratzer war, den habe ich sauber ausgeschliffen, und mit etwas Spachtelmasse egalisiert. Zusätzlich habe ich auch noch die angefaste Stelle mit dem Fräser abgefräst, und noch mit Schleifpapier nachgearbeitet, so das auch ein dickerer Ring ohne abzuscheren reingeht, hat gut funktioniert, hab jetz nur das gemacht, und Öl wieder eingefüllt, und morgen früh werden wir sehen, obs dicht ist, oder nicht, wenn ja, dann wird Öl wieder abgelassen, und der Rest wieder zusammengebaut.

Auf alle Fälle vielen Dank für den Tip, denn ich hätte sonst den Hydraulikblock abgebaut, so hab ich mir einen Haufen Arbeit gespart.

Sieht man sich in Nordhorn?

gruss Schorsch
 
In Nordhorn werde ich ziemlich sicher nicht anzutreffen sein, da es von mir aus laut Routenplaner rund 760 Km sind. Drei Brüder aus unserer Kundschaft sind absolute Freaks und waren auch schon mal in Nordhorn. Wenn sich mit diesen Herren mal eine gemeinsame Fahrt ergibt warum nicht? Aber alleine werde ich nicht hinfahren. Würde mich aber schon reizen.

Gruss Dani B

745-S...heisst der Spass
 
Schade, hätte dich für den Tip auf ein Bierchen eingeladen.

Aus welcher Gegend der Schweiz kommst du eigentlich?

gruss Schorsch
 
Hallo Dani,

die Welle ist wieder Dicht, hab das ganze heute früh zusammengebaut, und bin dann gleich zu meinem ersten Treffen heute gestartet, war in der Nähe, da musste ich einfach hin.

Nochmals vielen Dank für den Tip, und deine Hilfe, aber jetzt habe ich schon das nächste Problem mit dem Motor, aber mehr dazu in einem extra Beitrag.

gruss Schorsch
 
Hallo zusammen,

ich habe vor einigen Tagen auch die Handbremswelle zwecks Einbau neuer O-Ringe ausgebaut.

Ich möchte hier noch folgende Zusätze zur Beschreibung von "Dani B", geben.

1. Man muß die Handbremse abschrauben.

2. Den "längeren" Hebel von der Handbremswelle abschrauben. Das Teil was jetzt noch außen auf der Handbremswelle sitzt, entgegen dem Uhrzeigersinn drehen bis es am Bremsgehäuse anschlägt. Falls man alleine arbeitet gegen zurückdrehen sichern. Jetzt kann man die 2 Spannstifte im Getriebeinnern wie beschrieben mit dem angedrehten Rundstahl herausschlagen. Die Andrehung sollte jedoch Durchmesser 7,8mm statt 8mm sein, um ein festklemmen zu vermeiden.

3. Jetzt die 2 Spannstifte vom außen auf der Welle verbliebenen Teil herausschlagen, und den Hebel von der Welle abziehen.

4. Sicherungsring außen auf der linken Seite der Welle entfernen. Die Welle soweit nach rechts aus dem Gehäuse schieben, so das man den alten O-Ring entfernen und den neuen O-Ring montiert. Jetzt Welle wieder reinschieben und zur linken Seite soweit herausschieben und ebenfalls O-Ring wechseln.

5. Mit dem angedrehten Rundstahl die Bohrung vom Spannstift Welle/Bremsband ausrichten und Spannstifte wieder einschlagen.

Das erste Problem hatte ich aber schon beim Ausbau der Zapfwelle, diese ließ sich nicht wie beschrieben "einfach" nach hinten herausziehen. Da ich aber sowieso das Kraft hebergehäuse abgebaut hatte, habe ich von innen mit dem Splintentreiber das Lager herausgetrieben. Vielleicht hat ja jemand einen Tip wie man die Zapfwelle noch herausziehen kann.

Weiterhin war es etwas Fummelei genau die Spannstifte zu treffen weil sie bündig eingschlagen waren.
 
Hallo,

geht das auch bei einem 423? ist das baugleich?

Gruß

werner
 
Jupp !
hab‘ das Ganze vor einigen Wochen wie oben beschrieben an meinem 423 erledigt.
Ist zwar etwas Fummelarbeit, aber auf jeden Fall machbar !

Zusätzlich empgfehlenswerte Werkzeuge:
1.- Taschenlampe mit langem Sicherungsband die auch kein problem damit hat wenn sie mal in die Reste des Getriebeöls rutscht
2.- Magnet an langem "Federarm" um die Splinte herauszufischen.....

Viel Spaß ;-)

Carsten
 
Hallo,

bei meinem rinnt der linke wie ab.

Möchte es so schnell wie möglich erledigen.Weiß jemand die Maße der Dichtringe  für ein 423er?

Grüße Ralf
 
Hallo!

Sorry, dass ich das Thema nochmal hoch hole, aber ich hab noch ne Frage dazu.

Oben wurde geschrieben, dass der Oring rechts auch ohne verschieben der Welle machbar ist.

Kommt man da von aussen so bei, also ohne austreiben des Spannstiftes, abbauen des Blocks/Zapfwelle etc., oder war die Aussage oben so nicht korrekt?

Grüße
 
Da steht das man den rechten Ring wechseln kann ohne die Stifte vom Bremsband auszutreiben.

Der linke geht nur wie oben beschrieben.

Hab es auch gerade gemacht.

Gruß Matthias
 
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