Dichtringe Stellwellen wechseln IHC 423

traktorist2222

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IHC 423, John Deere 6400
Hallo,

an meinem 423 muss ich wohl noch die Dichtringe der Stellwellen an den Hebeln der Regelhydraulik erneuern, er verliert dort viel Öl. Ärgerlich, da ich ja den Block unten hatte, dort aber nichts dran gemacht hatte, weil augenscheinlich dicht - im Nachhinein klar, war ja auch viel zu wenig Öl drin...

Habe schon paar Dinge dazu hier im Forum gelesen. So wie IHC-Engelbart es macht, will ich nur die äußeren Dichtringe wechseln, um es ohne erneuerten Abbau des Blocks machen zu können.

Frage: Wie bekomme ich vorher raus, ob der große Dichtring ein Simmerring oder ein O-Ring ist? Laut Ersatzteilkatalog gab es beides, ich möchte gerne vorab die Teile bestellen. Simmerring wäre auch zum Wechseln schwieriger, ist ja kaum Platz hinterm Kotflügel. Ber Traktor ist Bj. 1971. Weiß jemand, wann umgestellt wurde?

Danke und Grüße
Martin
 
Geeigneten Scraubenzieher abflexen, mit Grippzange anpacken und irgendwie mit Montierhebel oder so rein drücken und dann raus hebeln.

Hört sich einfach an... kann aber etwas dauern... nächstes mal geht es dann schneller
 
Hallo,

ich muss nochmal fragen...
Habe heute die neuen Dichtringe (O-Ring und Wedi) bekommen und es mir in Natura am Traktor angeschaut. Ist schon verdammt wenig Platz zwischen den Stellwellen und dem Kotflügel, um einen vermutlich gut festsitzenden Wedi auszubauen.
Idee: Den bestehenden Wedi weiter reinpressen und den neuen danach einpressen? Ist innen genügend Platz vorhanden? Spricht etwas dagegen?

Danke und Grüße
Martin
 
Damit wäre ich persönlich aber im nachhinenin irgendwie auch unzufrieden..

Wieviel platz ist denn da genau dazwischen? Kannst du vielleicht mal ein Bild machen?

Ich hab keinen 423 und somit das ganze nicht so vor Augen, aber wenn jemand sagt das man den alten raus bekommen kann ohne Abbau, dann wird das schon wirklich möglich sein.

Bekommt man da nicht irgendwie eine Spax-Schraube bisschen reingedreht? So stramm wie du sagst kann ich mir garnicht vorstellen das der sitzt.

Man könnte auch blöd gesagt ein 3-4mm Loch in den Kotflügel bohren um eine Spax schraube von außen hinein zu drehen. Vermute mal der Wellendichtring ist nicht sonderlich hoch.

Kann man ja wieder zu schweißen, oder mit Schraube und Mutter verschließen.

Gruß Matthias
 
Ist ein kleiner Unterschied. Wenn im Gehäuseteil genügend Platz vorhanden ist, würde der alte Wedi nicht stören.
 
Hallo,

ich kenne jetzt die Bauverhältnisse am exakten Modell nicht, aber normalerweise sollten Wellendichtringe eigentlich über eine Anlageschulter definiert eingebaut werden. Sonst könnte man die übertrieben gesagt ja auch diagonal einbauen, und die Dichtwirkung wäre nicht garantiert. Damit wäre dann ein Weiterschieben nicht mehr möglich.

Grüße,
Polarfrosch
 
Hallo,

ich mach das gleiche grad beim 383 meiner Freundin, ist leichter als man denkt. 

Sitz runter,

Deckel oben abnehmen,

Hydrauliköl raus,

Kulisse der Stellhebel abbauen,

Stellhebel markieren oder auch nicht, (Ich stell das ganze anschliessend immer neu ein),

Stellhebel abnehmen,

An der Mechanik innen die Splinte raus machen und Beilagscheiben abnehmen,

Regelsteuergerät ausbauen, dann gehts leichter, mit 4 Händen gehts evtl. auch ohne ausbauen,

Stellwellenrohr am Hydraulikblock abschrauben,

Mechanik innen aushängen (am besten vorher fotografieren, wegen Zusammenbau),

Stellwellenrohr etwas abziehen, damit die Stellwellen beweglich sind und wenn die Mechanik ausgehangen ist, die Stellwellen nach oben, durch die Öffnung rausziehen, 

Das Stellwellenrohr ist dann auch frei,

Stellwellenrohr in Schraubstock spannen und den Simmerring mit einem Zughaken entfernen, sauber machen und neuen Simmerring (30 x 42 x 7) einbauen,

Stellwellen trennen,

beide alten Rundschnurringe entfernen, Teile reinigen,

2 neue Rundschnurringe (O-Ringe) aufziehen (17 x 2,5),

Teile ölen und die innere Stellwelle in die äußere einschieben, dabei nicht mit dem Öl sparen und den Hohlraum swischen beiden Wellen mit Fett füllen,

Der Einbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge,

Alles andere ist Pfuscherei,
 
So, die Stellwellen sind wieder dicht.

Ich habe zuerst die Führungskulisse abgebaut, dann die Position der Hebel auf den Stellwellen markiert mit einem Körner. Hebel abgebaut und alles gereinigt. Überraschung: Es war KEIN O-Ring zwischen den beiden Stellwellen mehr vorhanden. Kein Wunder, dass das Öl so munter rausgelaufen ist. Der Wedi hingegen machte einen guten Eindruck, habe ich drin gelassen. Aus- und Einbau wären mit montiertem Kotflügel schwierig, aber nicht unmöglich gewesen. Also nur den neuen O-Ring montiert und alles wieder zusammengebaut. Hat ca. 1 - 1,5 Std. gedauert.

Jetzt läuft bei Last in der Hydraulik noch Öl an der Druckrohrverschraubung raus. Dazu mache ich einen extra Beitrag auf.

Vielen Dank für eure Hilfe hier!

Grüße
Martin
 
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