Druckweiterleitung D-Reihe mit Bosch HY/SDA 2D5

IHC_Bubi

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Moin Moin,

auch wenn das Thema schon hier und auch anderswo aufgetaucht ist konnte ich leider bisher keine genaue Aussage finden, daher versuch ichs nochmal. Vielleicht hat ja jemand das gleiche Steuergerät oder ein ähnliches dieser Bosch Reihe verbaut und zusätzlich das originale einfachwirkende vom Frontlader oder so...

Hab am D-430 das DW Bosch HY/SDA 2D5 für den Kraftheber und über 3-Wege Hahn noch nen Kipperanschluss gelegt. Zusätzlich würde ich gern ein baugleiches einrüsten um auch nen DW Zylinder für leichte Anbaugeräte nutzen zu können. Mir geht es nun nicht darum ein modernes einzurüsten und hier die Druckweiterleitung zu nutzen, was auch mit mehr Aufwand bzgl. der Leitungen verbunden wäre, sondern darum wie die Druckweiterleitung eben der originalen Ventile genutzt werden kann (wenn möglich).

Aktuell ist bei mir am Anschluss 1=Druckleitung (Pumpe), 2=Rückleitung (Tank) und 3=Blindstopfen. Beim zerlegen und neu abdichten des Steuergeräts letztes Jahr hab ich mir das innenleben mal genauer angesehen. Im Netz hab ich bereits Aussagen gefunden, dass es für dieses Ventil keine Weiterleitungsmöglichkeit gibt und das Anschluss 3 nur eine weitere Rückleitungsmöglichkeit darstellt genauso wie der seitliche Anschluss... Mir scheint das aber nicht so da zB der seitliche "Anschluss" nur den Zugang zum Überdruckventil darstellt. (unten ein Bild aus dem Netz für 1,2,3)

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Meiner Meinung/Vermutung nach kann Anschluss 3 mit einer passenden Druckweiterleitungspatrone auch zur Druckweiterleitung verwended werden. Innen sind hier 2 Bohrungen, eine hinten (über die Druck aus 1 kommt wenn Hebel in Mittelstellung) und eine seitlich (Verbindung zu 2 um drucklosen Umlauf zu ermöglichen wenn Hebel in Mittelstellung). Der drucklose Umlauf wird also von 1 nach 2 über 3 geführt. (im Bild oben Links auf Anschluss 3 sieht man den Pfropfen der Bohrung nach 2).

Meine Vermutung: Enfernt man den Blindstopfen und hat eine passende Patrone wird eben dieser seitliche Kanal nach 2 verschlossen und der Druck liegt bei Mittel/Neutralstellung des Hebels an 3 dauerhaft an.

Meine Fragen:

  1. - Kann jemand meine "Vermutung" sicher widerlegen oder bestätigen?
  2. - Hat jemand noch eine passende Patrone, weiss wo es die noch gibt, wie sie aufgebaut ist, kann sie womöglich nachbauen drehen etc. ?
Da mich das Thema schon lange beschäftigt aber bisher nur eher widerspüchliche Aussagen finden konnte würde es mich sehr freuen es hier klären zu können und ggf. sogar -sollte meine Vermtuung richtig sein- eine solche Patrone zu finden.

Danke schonmal und Viele Grüße

Alex
 
Hallo Alex, versuch mal logisch zu erklären warum ein 55-60 jähriger Schlepper so etwas haben muss. Ist doch schön wenn man einen unverbauten Oldie im Originalzustand hat. Gruß vom "Linksdreher".
 
Hallo Linksdreher, ich arbeite mit meinem Oldie noch und fahre nicht nur spazieren. Zudem frage ich ja explizit nach dem originalen Lösungsansatz. Meiner Recherche nach wurde original bis ca. Anfang 60er Jahre bei Schleppern ohne Regelhydraulik (die wurden dann oft mit SB1 erweitert) für Frontlader Einsatz ein zumindest optisch sehr ähnliches Steuergerät wie meins verbaut allerdings EW. Hier hab ich auch mal ein Bild gesehen wo von Anschluss 3 die Druckweiterleitung zum nächsten Steuergerät für FL geht. Hier suche ich die passende Verschraubung etc. Den Ansatz einen modernen Monoblock oder ähnliches dazwischen zu "basteln" ist hinreichend beschrieben und suche ich gerade nicht...

Danke für die Info Kruemler. Wie beschrieben habe ich die Foren schon durchstöbert und kenne den Thread, allerdings gibt es auch gegenteilige und durch die Demontage meines Steuergeräte bin ich mir ziemlich sicher das "3" wie oben beschrieben für beides einsetzbar ist, je nachdem ob Blindstopfen oder passende Verschraubung die den Querkanal nach "2" sperrt.

Hat denn jemand zB nen 3 oder 4 Zylinder Schlepper der frühen neuen D-Reihe mit Frontlader ohne Regelhydraulik (BJ Ende 50er bis Anfang 60er. Hier müsste das original so gewesen sein... Die Frage beschäftigt mich bestimmt schon 2 Jahre :D

Grüße der Alex
 
Hallo,

vielleicht hilft dir dies weiter.

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Jürgen hat immer die passenden Zeichnungen/Darstellungen parat ;-)....

Das sollte doch wohl genau das sein, was Alex wissen wollte. Laut der Darstellung ist es so, dass das Steuergerät 2 das erste Steuergerät im Kreislauf ist (Druckleitungsanschluss von der Pumpe direkt), und das Steuergerät 1 für das Hubwerk das nachgeschaltete.

Scheinbar ist es so, das über den Anschluss 3 dann die Druckweiterleitung zum Steuergerät 1; hierzu ist das Verbindungsrohr 5 zuständig.

Fraglich ist nur weiterhin, ob an dem Anschluss 3 vom Ventil 2 noch etwas geändert werden muss. Oder würde das so funktionieren ohne Anpassung?

Mfg Micha

Ps: interessantes Thema, was mich auch schon mehrmals beschäftigt hat
 
Laut Werkstatthandbuch benötigt man für die Erweiterung folgende Teile.

Die gestricheltenTeile sind schon vorhanden.

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Es ist auch in der Beschreibung von keiner Druckweiterleitungsbuchse oder ähnlichen die Rede.

Leider ist die komplette Beschreibung.

"Hydraulikteile Frontlader.pdf" und

"Frontlader.pdf"

ca. 20 Mb groß. Daher lkann ich nur kurze Auszüge hier hochladen

MfG Jürgen
 
Mensch Männers, Vielen Dank!! Genau was ich gesucht habe und es bestätigt meine Vermutung

@apemaster

Fraglich ist nur weiterhin, ob an dem Anschluss 3 vom Ventil 2 noch etwas geändert werden muss. Oder würde das so funktionieren ohne Anpassung?
-> Gute Frage. Es gibt denk ich zwei Möglichkeiten:

1) Das FL-Ventil hat die Quebohrung von "3" nach "2" erst gar nicht, damit wäre "3" beim FL-Ventil automatisch eine Druckweiterleitung. Dieses FL-Ventil könnte damit nur im Verbund mit dem Kraftheber Ventil verwendet werden. Einen Blindstopfen hier aufzuschrauben käme einem Geschoss gleich :D Die Pumpe würde konstant gegen Druck arbeiten weil kein druckfreier Umlauf stattfinden kann. Irreführend wäre dann aber dass das Kraftheber Ventil überhaupt einen Anschluss 3 hat mit dem Pfeil nach draussen (Ausgang) und dabei nur als zusätzlicher Tankausgang fungieren kann (was keiner braucht...). Einzige Erklärung wäre vielleicht noch Stückzahlen bei der Produktion (gleicher Alu Grundblock.. geringere Stückkosten?...)

2) Beide Ventile haben die Quebohrung und die Holschraube sorgt dafür das die Quebohrung gesperrt werden kann während der Blindstopfen diese offen hält. Die Hohlschraube übernimmt damit die Funktion die bei modernen Ventilen Druckweiterleitungspatrone heist. Wenn dem so ist könnten beide Ventile eine Druckweiterleitung ermöglichen und es wäre auch ein drittes Ventil möglich gewesen etc. (ein generischer Ansatz.. macht Sinn).

Leider sind die Abmessungen der Hohlschraube nicht erwähnt. Sind die Teile Nummern zu den Hohlschrauben (Nr. 2) identisch zur Hohlschraube am Tank? Hab leider die Unterlagen mit den Teilenummern dazu nicht.

Hat jemand das FL-Steuergerät verbaut und könnte mal prüfen ob hier auch der Pfropfen der Quekanal-Bohrung zu erkennen ist welcher nach der Fertigung die Bohrung nach aussen wieder verschließt (Siehe Bild)?

Ich denke wenn diese 2 Fragen beantwortet sind, ist das Rätsel endlich gelöst und wenns tatsächlich nur ne Hohlschraube ist... :D

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Du hast einen Denkfehler. Das einfachwirkende kann niemals alleine verwendet werden, aber du kannst ohne weiteres mehrere hintereinanderbauen, da ja immer der Druck weitergeleitet wird.

Laut Ersatzteiliste bzw. das ist die Einbauanleitung für dieses Steuergerät ist das nur eine Hohlschraube. Ich denke es wird M18x 1,5 sein.

ich kann hier leider nicht die komplette einstellen. Die hätte ungefähr 6 MB. se ist zumindest die gleiche Hohlschraube, die auch bei dem Tankrücklauf des 1. Steuergerätes verwendet wird

MfG Jürgen

Ps. Ich habe dir per PM einen Link gesendet, wo du die komplette Beschreibung und Einbauanleitung findest. Ich lasse die Daten für zwei Tage online.
 
Habe die Einbaueinleitung erhalten. Danke Danke!

Wie meinst du Denkfehler? Ich denke es kommt halt eben drauf an ob das EW Ventile ebenfalls die Quebohrung hat oder nicht. Das ist die Frage die noch übrig bleibt. Wenn es die Bohrung nicht hat, kann es nicht alleine verwendet werden und "3" ist immer eine Druckweiterleitung.

Es alleine zu verwenden würde praktisch keinen Sinn machen, das ist klar. Mir geht es aber ja darum ob anders als in der Einbauanleitung nicht nur "3" vom EW Ventil sondern auch umgekehrt der Anschluss "3" vom DW Krafheberventil mittels der Hohlschraube zur Druckweiterleitung verwendet werden kann.

Wenn die Frage mit der Quebohrung sich noch klärt ist das Rätsel gelöst.
 
Moin,

Problem gefunden und behoben, zudem ist nun endgültig klar das Anschluss 3 bei 2D5 keine Möglichkeit zur Druckweiterleitung bietet. Die Feder und Hülse hinter der Verschraubung an Anschluss 3 erzeugt einen Gegendruck bei "druckfreiem" Umlauf. Dieser Gegendruck wird benötigt damit bei Schwimmstellung genug Vordruck vorhanden ist um die Nadelventile der Zylinderanschlüsse plus entsprechendenes Gewicht zu öffnen. Die Schwimmstellung schließt beide Anschlüsse des Zylinders und die Rückleitung zum Tank zusammen. Ist die Schwimmstellung aktiv, gibt Gas und erhöht damit den Volumenstrom erhöht sich auch dieser Gegendruck, die Nadelventile öffnen sich leichter.

Mein Problem, warum die Schwimmstellung nicht funktionieren wollte, war das mir die Hülse in Anschluss 3 wohl schon vor dem eigentlichen Ausbau des Steuergeräts (wegen Druckweiterleitungstheme) verloren gegangen war und daher der Gegendruck ausblieb. Der Gegendruck und damit die Sensibilität der Schwimmstellung kann übrigens durch die Druckfeder in Anschluss 3 bzw. entsprechende Distanzringe beeinflusst werden.

Die Möglichkeit der Druckweiterleitung kann also nur dann durch eine entsprehende Verschraubung genutzt werden, wenn es ein Steuergerät ohne Schwimmstellung ist. Das passt zu den Zeichunungen von Jürgen.

Damit sollte das Thema nun geklärt sein, vielleicht nützt es dem ein oder anderen.

Grüße Alex
 
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