Eigenbau Kipper die 4.

d320 farmall

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Hallo Zusammen,

nachdem in der Schraubergalerie der Wunsch geäußert wurde das ich den Bau von meinem Einachser in einem Beitrag machen soll fang ich mal damit an.

Nachdem ich letztes Frühjahr meinen 8to-Tandemkipper verkauft hab hab ich lang überlegt in welcher Dimension der neue Kipper wird. Der 8-Tonner hat meine Schlepper öfters mal ins Schnaufen gebracht über die Ernte usw.

Nach längerer Suche hab ich dann eine 5,5 tonnen Achse gefunden, mit einer Stützlast von 1er Tonne komm ich dann auf ein Gesamtgewicht von 6,5 tonnen. Desweiteren war am Tandem immer die Deichsel das Hauptproblem, diese ist ziemlich kurz gewesen und mit ziemlich steilen Winkel aufs Aussenmaß gegangen, das hat bei engen Rangierverhältnissen immer für Probleme gesorgt da ich nicht vernünftig einschlagen konnte. (War auch bei Wendungen beim Silieren immer doof da man ziemich große Bögen fahren muss)

Also hab ich mich mit den Maßen der Achse ans Zeichenbrett gesetzt. Der neue Kipper bekoomt nur noch ein Brückenmaß von 3,1x1,85 meter Aussen damit er besser zu meinen Schleppern passt.

Desweiteren hab ich mich entschieden ihm eine Balttfederung zu verpassen da der Fahrkomfort einfach besser ist.

Die Auflaufbremse hab ich bei Ebay-Kleinanzeigen gefunden, erstmal alles demontiert und sie gangbar gemacht.



Danach hab ich mal angefangen die Träger vom Fahrgestell zu biegen und zu Heften.



Für das Fahrgestell hab ich Doppel-U Träger aus 5mm Stahl genommen, das gibt mir wesentlich mehr Stabilität als ein Vierkantrohr oder  ein U-Stahl.

Nach etlichen Metern Schweißnaht war das Fahrgestell fertig geschweißt.





Danach gings mit der Halterung für den Hydraulikzylinder weiter



Beim Schweißen der Halteplatte für die Auflaufbremse hab ich wohl ein bisschen zu viel Wärme draufgebracht, also ab auf die Fräsmaschine zum egalisieren.





Danach wieder runter und  die Achse wurde rangeschweißt





Erster Part erledigt, das Fahrgestell ist fertig.

Nun ging es weiter mit der Brücke, als Boden hab ich ein 4mm Blech genommen, das Kipperzett für die Zentralverriegelung ist separat gekantet und angeschweißt.



Hier die Hochzeit vm Fahrgestell und der Brücke





Nachdem der Unterbau soweit fertig ist konnte ich an die Bordwände gehen:



Er bekommt 2x 400mm Wände, so kann ich noch über ihn drüberschauen wenn ich mich umdrehe.

Der aktuelle Zwischenstand sieht so aus:



Ab jetzt geht es wahrsch eher schleppend weiter da mein Urlaub vorbei ist und ich nur noch Abends wie ich Zeit finde weitermachen kann.

Ich hoffe euch gefällt mein Beitrag. Fragen,Kritik usw sind von mir gerne geshen.  ;-)

Gruß,

Benjamin
 
Hallo Benjamin,

sehr schönes Projekt. Tolle Sachen wenn man die Kenntnisse und Maschinen zur Bearbeitung zur Verfügung hat.

Hinter welchem Schlepper soll der laufen , vor dem 353 ?

Ich glaube dass du mit dem Brückenmaß im Nachhinein eventuell nicht zufrieden sein wirst, zumindest ja nach Einsatzzweck.

Zum Sträucher fahren wäre er mir schon zu klein.

Gruß Pascal
 
Moin. Tolles Projekt, sieht schon super aus. Ich hab im Auftrag auch schon einen 3Seiten Kipper gebaut, wir haben allerdings ein Fahrgestell von einem Ladewagen genommen. Machte irre viel Arbeit aber nachher ist man stolz wie Bolle.

Weiter so, gucke gerne weiter zu.

Gruß Jürgen
 
Hallo Pascal,

ja, die Ausrüstung ist bei so nem Projekt ein wahrer Segen, ich bin da meinem Chef auch sehr dankbar das ich im Geschäft heimarbeit machen durfte, der Hallenkran war bei der Aktion eine enorme Erleichterung gegenüber den bisherigen Eigenbauten.

Das Pritschenmaß ist für meine Zwecke ausreichend, der wird in der Hauptsache für Schüttgüter benutzt, Hecken- bzw Gartenabfälle  werden mit dem Miststreuer weggefahren. Ein ziemlich großer Aspekt war auch das Ladevolumen, da bei uns in der Region die Rennleitung immer schärfer wird hab ich die Brücke so gebaut das ich über die Erntezeit getrost in ne Kontrolle kommen kann, ich habs mal grob überschlagen, mit den Abmessungen der Brücke komm ich auf 4,35 kubik, bei nem feuchten weizen hab ich mit 850kg pro Kubik gerechnet, bei dem üblichen Berg wo man noch draufschmeißt komm ich so auf 4-4,5 tonnen, mit nem Eigengewicht von 1,4 tonnen bin ich da noch in der Norm.

@Jürgen: gibts Bider von deinem Eigenbau? Die würden mich stark interessieren- hab meinen Tandemkipper damals auf nem Fahrgestell von nem Güllefass aufgebaut. Bist du beruflich auch im Stahlbau tätig?

Gruß,

Benjamin
 
Hallo,

Gefällt mir sehr gut der eigenbauten allgemein.

Bau auch noch bei zeit nen alten Ladewagen um, was hast du für nä deichsel vorne?

Wegen der Auflaufbremse.

Mfg Bastian
 
Hallo Benjamin

Ich bin auch gerade im Bau eines drei Seitenkippers,habe mir eine neue Achse mit Rückmatic und Räder bestellt sind schon da.

Räder 19.0/45 - 17 mit 18 PR. Implement A W 708 B K T

Auflaufkopf mit Rückmatic von B P W mit Stützlast von 1600 Kg habe ich auch schon.Achse hat 6900 Kg ist von Rinner.

Desweitern habe ich einen Miststreuer 6,5 Tonnen gekauft,es wird das Fahrgestell und Brücke übernommen.

Bin gerade am Teile bearbeiten zum verstärken des Fahrgestells es soll noch gestrahlt werden da ich es und die Brücke

feuerverzinken will.Mit den Blattfedern hatte ich auch schon daran gedacht nur dann wird mir das ganze zu hoch.

Wie hoch ist dein Fahrgestell vom Boden bis Brückenboden.

Mfg Michael
 
Moin Benny.

Danke für diesen Weltklasse Thread. Toll zu sehen, was du da baust. Gefällt mir echt gut.

Mich würde am Ende mal eine rein Material bezogene Kostenaufstellung interessiere.

mfg: Max
 
Hallo Zusammen,

@Bastian: Was meinst du mit der Deichsel? Die Platte oder die Auflaufbremse selber? Die Platte an der Deichsel hat 35mm Stärke und die Auflaufeinrichtung ist mit 4 hochfesten Schrauben M20x45mm geschraubt.

@Michael: Die Ladehöhe beträgt unbeladen 99cm, tiefer wollte ich nicht wegen dem Federweg. Wie verhält sich das bei deinem Eigenbau, lässt du den hinterher beim  

                  Tüv abnehmen? Bilder von deinem Umbau würden mich auch interessieren ;-)

@Max: Das mit der Kostenaufstellung geb ich dir gerne per Pn durch.

Gruß,

Benjamin
 
Moin.

Bilder hab ich keine, ist schon ewig her,über 10 Jahre. War auch nicht für mich, sondern im Kundenauftrag. Der ist nur für Brennholz. Speziell dafür haben wir in der Mitte noch eine Klappe eingebaut, um mehrere Kunden nacheinander zu beliefern. Die Klappe war oben aufgehängt und von unten zu entriegeln, coole Idee. Sonst Stahlbordwände und nicht Rapsdicht, haben wir nicht hinbekommen. Sind ja auch Löcher im Boden für die Haken der mittleren Klappe. Fahrgestell vom Ladewagen mit Tandemachse und Auflaufbremse.

Ich war damals in einer Dorfschmiede beschäftigt, wir haben alles gemacht, sogar Spaten aufgestielt und Heizung und Sanitär. Hab aber auch schon im Stahlbau gearbeitet, Maschinenbau und bin jetzt in einer Edelstalbude wo wir Behälter bauen.

Gruß Jürgen
 
Servus Benjamin,

 

Ziemlich massive Ausführung, wäre für dein Brückenmaß nicht notwendig gewesen.

Ansonsten sehr gelungen.

 

Gruß, Gerhard
 
Hallo Jürgen,

so etwas ähnliches hab ich auch schonmal gemacht, allerdings für einen 7,5 tonnen Lkw, da konnte man die klappe über einen Seilzug öffnen bei mehreren Kunden.

Mein Berufsverlauf ist ähnlich wie deiner, ich hab in nem 3mann Betrieb gelernt, danach bin ich in einen Großbetrieb mit 3500 Leuten gegangen, hab dort zum Schluß im Vorrichtungsbau an ner Bettfräsmaschine gearbeitet und hab vor nem halben Jahr dann wieder in einen Kleinen Handwerksbetrieb mit 20 Leuten gewechselt wo ich in der Schloßerei arbeite. 

Das mit der Rapsdichtheit ist auch so ne Sache, das Zeug ist  fast so schlimm wie Wasser, beim kleinsten Loch läufts. Das hab ich bei meinen bisherigen Aufbauten nicht garantiert, korndichtheit schon.

@Gerhard: Die Deichsel ist so ausgelegt das ich evtl iwann mal noch einen Kran aufsetzen kann, ich denk mal ansonsten hätte auch ein einfacher Träger gereicht.

Gruß,

Benjamin 
 
Hallo Zusammen,

es gibt ein paar Fortschritte zu vermelden, die Hydraulik/Elektrik ist verlegt, die Halterung fürs hintere Zugmaul ist dran, und die erste Bordwand ist geschweißt.



Hier beim Test ob alles dicht ist:





Und zu guter Letzt noch die hintere Bordwand



Gruß,

Benjamin
 
Hallo Benjamin, schweißt du die Bordwände komplett selbst, so mit allen Einzelprofilen usw. ? Ich hab mir meine bei Hagl Stahlbordwände gekauft. Höhe, Länge kann man angeben, Endprofile werden fertig aufgeschweißt, Verschlüße und Bolzen muß man selber anschweißen und preislich gesehen gabs absolut nichts zu meckern.

Gruss Klaus
 
Hey Benjamin.

Riesen Respekt, sehr professionell und sauber durchgeführt. Ein toller und robuster Kipper. Mach weiter so. 

Gruß Markus
 
Hallo Zusammen,

@Jürgen und Makus: Danke fürs Lob, ich geb mir Mühe bis zum Schluß ;-)

@Klaus: Ja, die Wände mach ich selber, preislich liege ich so weit  unter dem was ich beim Neumeier oder Hagl bezahlen würde da ich das Material zum Einkaufspreis von meinem chef beziehen kann, und vom Arbeitsaufwand ist es auch nicht wesentlich mehr                wie bei einem fertigen Profil. Bei meinem Tandemkipper hab ich die Profile damals auch als Meterware gekauft.

Ich denke mal das ich bis am Freitag die Wände drauf hab und dann wieder über Fortschritte berichten kann.

Gruß,

Benjamin

 
 
Moin.

Weltklasse Arbeit. Diesen Thread schaue ich mir gerne an. Mach weiter so. Ist der zweite Hydraulikschlauch für einen zweiten Kipper?

Mit freundlichen Grüßen: Max
 
Der Hammer, so etwas komplett zu bauen.

Hab da aber noch zwei Fragen.

1.

Du schreibst:

"Beim Schweißen der Halteplatte für die Auflaufbremse hab ich wohl ein bisschen zu viel Wärme draufgebracht, also ab auf die Fräsmaschine zum egalisieren."

Hättest Du das verhindern können durch etwas mehr gedult und Kühlen und/oder mir Montierten Auflaufeinrichtung???

2.

Wie heißen die Kupplungen, indem die Hydraulikstecker wohnen, wenn der Anhänger abgestellt ist? (finde nicht den richtigen Begriff zum suchen im Netz)

Gruß Matthias
 
Hallo Zusammen,

ich habs die Woche am Abend ein bisschen knacken lassen und die Bordwände fertig gemacht:







Nun fehlt nurnoch die Leiter zum Aufsteigen, dann kann es ans verschleifen gehen.

@Max: Der zweite Schlauch ist für den Stützfuß.

@Matthias: Die Platte hätte man auch mit Gegenerwärmen wieder grad bekommen, aber auf der Fräsmaschine erschien mir das schneller und einfacher. Die Halter der Kupplungen heißen einfach nur Steckerhalter laut meiner Rechnung, im nachfolgenden Link sind die zu sehen wo ich am Kipper hab.

www.tecparts.com/hydraulik-und-kraftstoff/hydraulik/hydraulikkupplungen/kupplungsstecker/halterungen-fuer-kupplungsstecker/steckerhalter-mit-klappdeckel-fuer-hydra-p400660/steckerhalter-mit-klappdeckel-fuer-hydra-34529/?gclid=EAIaIQobChMIrZmf3Zm62QIVEZ4bCh3KhQMfEAQYASABEgJeDPD_BwE

Gruß,

Benjamin
 
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