Einspritzleitungen aus Tecalan?

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Hallo zusammen,

ich habe nun schon öfter von nachgebauten Einspritzleitungen aus Tecalan gehört/gelesen, allerdings nur für Benziner. Ist das auch für direkteinspritzende Diesel eine Alternative zum Nachbau aus Stahlrohr? Oder ist die Belastbarkeit hierfür nicht ausreichend?
Vielleicht hat ja jemand Erfahrungen...

Viele Grüße
Andreas
 
Hallo

Kann mir nicht vorstellen daß diese Kunststoffleitungen den auftretenden Drücken in den Leitungen standhalten. Es geht hier ja nicht um nur wenige Bar wie beim Benziner. Eine mech. geregelte VESP erzeugt Spitzendrücke bis ca. 400 bar. Das andere ist daß die Abstimmung vermutlich schlecht möglich ist, da die Einspritzleitungen mit zum Einspritzsystem gehören.
Eine andere Länge und anderes Material beeiniflußt aufgrund der anderen Eigenschaften z.B den Druck in der Leitung (Materialausdehnung ...), damit verschiebt sich Einspritzzeitpunkt etc.
Das ganze ist nicht so einfach.

Gruß jelome
 
Hallo jelome,

zunächst mal vielen Dank für deine Einschätzung. Im zweiten Punkt gebe ich dir unbedingt recht, dass nämlich Länge und Beschaffenheit der Einspritzleitungen maßgeblichen Einfluss auf den Einspritzzeitpunkt haben. Dieser müsste dann wohl angepasst werden.
Auch dass die auftretenden Drücke im Fall der direkteinspritzenden Diesel wesentlich höher sind als bei (konventionellen) Benzinern, ist richtig. Ich habe aber bei etwas Recherche Tecalan Schläuche gefunden, die wohl bis 720bar aushalten. Das wäre ja zunächst mal ausreichend.
Ich bin gespannt auf weitere Einschätzungen.

Viele Grüße
Andreas
 
Das kann meiner Meinung nach nichts werden. Auch wenn die Leitungen den Druck aushalten, so sind sie immer noch zu flexibel, um eine gleichmäßige Mengenzuteilung zu gewährleisten. Bei Hydraulischen Systemen, bei denen die Pumpe eine konstante Ölmenge fördert, funktioniert das sicher problemlos, aber die geringen Kraftstoffmengen, die ein Dieselmotor z.B. im Standgas benötigt, würden allenfalls dazu ausreichen um den Schlauch zu dehnen, und aus der Düse kommt nichts raus.
Das Ende vom Lied währe, das es ca. drei bis vier Pumpenhübe braucht, bis die Düse überhaupt mal aufmacht, und dann wirkt die Kunststoffleitung wie ein Druckspeicher und läßt den gesammelten Kraftstoff auf einmal in den Brennraum.
Ich würde mal vermuten, das man mit der Methode höchstens Motoren mit mehr als 8 Zylindern überhaupt zum laufen kriegt, und die auch nur unter extrem rauhem Leerlauf.
Anders sieht die Sache wahrscheinlich bei Common Rail Motoren aus, die im Prinzip ja genauso Arbeiten wie ein Benzin Einspritzmotor. Da dort von der Pumpe ein konstanter Druck erzeugt wird, und die Zuteilung des Kraftstoffs über Magnetventile erfolgt, könnte das theoretisch funktionieren.
 
Hallo Guido,

vielen Dank für deine Ausführungen. Auch wenn das die Sache wohl begräbt...

Viele Grüße
Andreas
 
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