Erfahrungen mit Hecktransportcontainer

Hallo,

es klingt vielleicht ein wenig komisch wenn ich jetzt etwas anderes hier hineinschreibe als das was geplant war. Darum bitte ich euch mich nach unserer Entscheidung nicht mit Stöckern, Fackel und Mistforken aus diesem Forum zu vertreiben;-), aber es ist ein einachsiger Kemper E45 Miststreuer geworden mit 4,5to. Nutzlast.

Diese Entscheidung wurde im Grunde schlichtweg aus dem Bauch heraus, über den Preis entschieden. Nachdem ich mir im Laufe dieser Woche einige Angebote von Lamas im Umkreis besorgt hatte, war es so, dass mein Vater der gleichermaßen an der Brennholzgewinnung bei uns beteiligt ist und somit auch mit einer der Geldgeber ist (neben mir natürlich) mit der Anschaffung eines Heckcontainers so seine Bauchschmerzen hatte. Die Angebote waren aber durchaus interessant. Hierzu ein Beispiel:

Brantner Heckcontainer Typ HKM 2100 mit den Maßen 2100 x 1250 x 400 mm sowie einer Nutzlast von 1.600 kg. Mit Bordwandschwenkvorrichtung als Zubehör für 2.000€ inkl. MwSt.

Im gleichen Atemzug haben wir allerdings auch einen Miststreuer des o.g. Typs angeboten bekommen. Der Zustand ist wirklich sehr gut. Der originale Lack ist zu fast 100% vorhanden. Die Reifen haben weder Risse oder sind porös. Er ist vom Zustand her mit einer 2 zu beurteilen wie ich finde. Das einzige was in Ordnung gebracht werden muss, ist die Kratzbodenkette. Diese ist nämlich auf einer Seite gerissen. Aufsatzbretter sowie der vordere Steinfang sind mit dabei genauso wie ein Reserverad. Die Aufsatzbretter sehen so gut wie fast neu aus. Sie wurden vom Vorbesitzer wohl nie benutzt!

Für 500€ inkl. MwSt. steht dieser Miststreuer nicht mal ganz 170km von mir entfernt. Es ist kein Problem ihn mit einem Autotrailer zu hohlen!

Mein Vater hat ihn dann schlussendlich angesehen  und ihn auch gekauft. Ihm war das auf jeden Fall größere Ladevolumen wichtiger. Nachdem ich den Kratzboden dann wieder zusammen habe ist es damit möglich das Holz auch relativ schnell abzuladen. Die Höhe bis zur Ladekante ist natürtlich größer als bei einem Heckcontainer, und die Beweglichkeit im Bestand bzw. Rückegassse ist wohl auch etwas eingeschränkter als mit dem Heckcontainer. Auf jeden Fall sehe ich wohl auch den Vorteil, dass er zum "Klötze" fahren besser geeignet ist als ein Heckcontainer. Außerdem kann er hinter unserem 1046 genauso gefahren werden wie hinter unserem 40er Deutz. Das wäre bei einem Heckcontainer aufgrund der Größe ja nicht möglich gewesen.

Eigentlich bin ich mit der Entscheidung auch ganz zufrieden, auch wenn es im Grunde eine "Kertwende" um 180 Grad ist im Vergleich zu dem was ich mir ursprünglich vorgestellt hatte;-)

Untergestellt wird das ganze mit auf unserem Hof, wo hierfür auch ein Platz vorhanden ist. Ich bedanke mich nochmal zu Schluß für die vielen Tipps und Anregungen sowie das Rege Interesse an meiner Frage;-)

Gruß an alle

Bonker
 
Hallo Bonker ,

glückwunsch zur entscheidung !

hatte das gleiche vor 15j erlebt und vatern wollte einen miststreuer für und für .

dieser wurde dann auch angeschafft zum miststreuen ,nach aufgabe der viehaltung

einmal holz abgeladen (das war eine gaudi die meterstücke vom haufen wieder

rauszuziehen ) hab mir dann meine schippe gebaut und MEINE schippe

ist mittlerweile opa s liebst transportmittel sommer wie winter .

er fährt sie übrigens mit dem 433 und bringt auch fast 2 ster mit .

gruss karl

der krüger H4 streuer kann erworben werden !!!!!!! 
 
Glückwunsch. Ich denke ist ne gute Entscheidung.

Ich schau aktuell auch nach einem Einachs-Anhänger, da mir unter anderem das (Rückwärts-)Fahren damit einfach ein wenig besser liegt... Leider ist mir dieses Angebot entgangen. Aber ich werde weitersuchen ;-)
 
Bonker, Du hast durchaus Recht!

Für den Brennholz-Transport ist ein Heckcontainer zwar je nach Umständen eine ganz gute Möglichkeit, unter bestimmten Einsatzbedingungen aber auch recht mühsam, weil man nicht so sehr viel damit bewegt bekommt.

Die Idee, damit direkt im Bestand ganz dicht an das Holz heran fahren zu können, scheitert oft daran, dass die allermeisten Waldbesitzer - völlig zu Recht - ein Befahren des Bestandes außerhalb der Rückegassen streng verbieten.

Allerdings solltest Du mit einem Miststreuer/Kratzboden beim Abladen von Brennholz aufpassen.

Selbst Meterstücke können sich so "dumm" verkeilen, dass Dein Kratzboden blockiert wird.

Bei kürzeren Stücken (33 oder 25 cm) ist die Gefahrt evtl. noch größer.

Gaaaanz wichtig ist daher eine einwandfrei funktionierende Rutschkupplung und ein achtsamer Mensch mit der Hand an der Zapfwellen-Kupplung!

Passt man aber ein wenig auf, kann das über viele Jahre problemlos funktionieren!

Bei gelegentlichem Geradebiegen von T-Eisen, die sich trotz Rutschkupplung und schneller Hand an der Kupplung schon mal etwas verbiegen können...

Noch ein kleiner "Kratzboden-Tipp":

Ich hatte mal höllischen, langwierigen Ärger mit einem Kratzboden, war mit dem Teil mehrfach beim LaMa wegen Getriebe-Problemen. Bis sich heraus stellte, dass an der hinteren Welle an beiden Lagerböcken die Schmiernippel fehlten. Hatte versucht, diese Gleitlager einfach so mit Motoröl und WD-40 zu schmieren.

Ohne Last funktionierte das, unter Last aber nicht.

Erst als neue Schmiernippel dran waren und die Gleitlager ordentlich mit Fett abgeschmiert wurden, lief das Ding einwandfrei, nie wieder Getriebeprobleme gehabt.

Hatte auch der LaMa zunächst nicht gesehen oder begriffen. Der hatte den Kratzboden nämlich immer nur ohne Last laufen lassen, und da ging er....

Schau zu, dass Du zu dem Miststreuer auch eine Betriebserlaubnis bekommst, entweder vom Käufer, oder - falls verloren - vielleicht noch vom Hersteller.

Hast Du grüne Nummer und fährst demnach legal mit Folgekennzeichen, musst Du die zwar nicht mitführen, aber trotzdem auf Verlangen vorlegen können.

Hast Du schwarze Nummer, brauchst Du die BE für eine dann zwingend notwendige Zulassung des Miststreuers.

DIESES kleine Problem hat man mit Heckmulde natürlich nicht.

Aber dafür vielleicht andere, wie Kennzeichen und Beleuchtung verdeckt durch zuviel Holz auf der Kiste....
 
Hallo,

danke für euren Zuspruch;-) Ich denke unsere Entscheidung ist auch gar nicht so verkehrt. Außerdem haben wir mit dem Einachser einen wirklich guten Fang gemacht.                                                         Ich bekomme alle "wichtigen" Dokumente wie BE, Ersatzteilliste, Betriebsanleitung dazu. Das ist natürlich super!

Das Folgekennzeichen liegt ebenfalls schon bereit, genau wie das 25km/h Schild;-) Bevor es an die Arbeit geht werde ich ihm noch eine schöne neue Lichtleiste mit ordentlichen Leuchten verpassen, damit ich bei schlechtem Wetter oder im Dunkeln gut gesehen werde. Das Problem mit dem Verdecken der Ladung der Rückleuchten beim Schlepper wäre natürlich nicht ohne gewesen. Letzen endes hätte man hier auch mit irgendwelchen Magnetleuchten arbeiten müssen, die im öffentlichen Straßenverkehr noch nicht einmal zugelassen sind, wie ich erfahren habe............

Mit dem Kratzboden Meterstücke abzuladen wird eher nicht in Frage kommen, weil wir diese ohnehin immer im Bänke aufstapeln auf dem Lagerplatz. Bei Klötzen in genannter Länge stelle ich mir das ganz praktisch vor. Man wird sehen. Eine Gelenkwelle mit Rutschkupplung habe ich bereits auch schon organisiert;-)

Erstmal muss er ja überhaupt hier sein. Im Laufe nächster Woche wird sich das wohl erledigt haben!

Gruß
 
Nachdem nun mein kleiner Roter so schön fährt habe ich mir mal aus Resten einen

Heckcontainer gebaut. Also alles was so rumlag. Anfang war eine Stahlbadewanne,

Kopfteil abschneiden, längs der Mitte auftrennen,

dann mit 1,2 m breiter Blecheinsatz wieder zur 1,90 m Wanne wurde, 1,10m tief.

Anfangs hatte ich eine Kette ins Treckermaul bis zur Schürfkante.

bild001wmel1.jpg
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Nachdem sich die Wanne so gut bewährt hatte habe die Vers. 2 mit Oberlenkerpunkt

erweitert.

Dann kam das Loch für das gelegentlich rangieren von Anhänger.

Dann passte auch noch ( rein zufällig) der Kugelkopf da rein.

Ich pack die Wanne rappelpuppel voll mit frischen Buchenholz und das hält gut.

Bis jetzt noch nichts abgebrochen oder ähnliches.

Meine Frage ist allerding wieviel Gewicht dann in der Mulde liegt.

Der Trekker geht dann auch bei der kleinsten Steigung / oder Gasgeben vorne hoch.

mit dem 135 kg Frontgewicht.

Das zeigt mir ja das die Wanne für den kleinen Trecker groß genug ist.

Alles für privat und nichtöffentlichen Betrieb. Bitte um Beachtung

Hier noch ein paar Bilder zum schmunzeln.

 
Angeregt durch diesen Beitrag war ich so angefixt, dass ich mir eine neue Heckbox zugelegt habe.

Nach einem Jahr im Einsatz hier der "Erfahrungsbericht":

Mein liebstes Spielzeug: Die Heckbox

Lade-Kipptransporter LHK 200/100 hydraulisch einfachwirkend PLUS mit Schwenkvorrichtung für die Heckklappe

(gekauft bei Konrad Dambach Landtechnik. Will keine Werbung machen aber war einfach ein netter Kontakt, hatte mir damals einen guten Preis gemacht und die Abwicklung per Telefon und E.Mail war perfekt)

Fazit nach einem Jahr Gebrauch:

TOP

Das Ding macht aus meinem 724 eine universelle Schubkarre.

Ohne die Box ist der Trekker richtig nackig.

Aber: Richtig vollgeladen wird die Lenkung trotz Frontlader und Allrad schon seeehr leichtgängig.

Zum Heckcontainer selbst:

Die Verarbeitung ist gut.

Die Blechdicke ist angemessen.

Eigengewicht trotzdem nur ca. 260 kg

Bisher weder verzogen noch gedellt.

Verriegelung immer noch präzise.

Schwenkvorrichtung ist gut handhabbar und funktioniert wie am ersten Tag.

Funktioniert auch bei verschiedenen Materialien.

Lack: ist ok.

Zwar öko aber relativ spröde. An den Scheuerstellen von Klappe zur Kiste ist der Lack ab und es hat sich Rost gebildet.

Das werte ich aber als normale Gebrauchsspuren.

Im Dreck steht ja nur der verzinkte Träger. Die Verzinkung hier ist gut.

Hydraulik:

Kippfunktion könnte sanfter sein.

Ob es an meiner 724 IHC Hydraulik liegt oder am Zylinder: Bei 2,5 Meter Eichenholz ist Schluss.

Da heißt es entweder ein wenig abladen oder im Rückwärtsgang bremsen und Kippen.

Eventuell reicht es auch aus den Oberlenker weiter rauszudrehen. Nicht ausprobiert.

Ankuppeln/Abkuppeln: Problemlos

Etwas irritierend: Arbeitstiefe bezieht sich auf Kiste mit offener Klappe/ohne Klappe. Bei geschlossener Klappe reduziert sich die angegebene 1m Arbeitstiefe um die Stärke der Klappe.

Erweiterung:

Da man bei der vollen Box die Rücklichter nicht mehr sieht, habe ich nach Bedarf eine zusätzliche Traverse mit Beleuchtung angebracht.

Bin schließlich selbst Autofahrer und würde mich über einen unbeleuchteten Schlepper zu Recht ärgern.

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2013 noch mit im Rennen: (Auflistung ist bestimmt unvollständig und subjektiv bewertet)

Mein Focus lag auf Preis/Leistungsverhältnis bei niedrigem Eigengewicht; was letztendlich den Ausschlag gegenüber den nachfolgen aufgeführten Boxen gab.

Göweil GHU 200:

Bestes Konzept

extrem stabil

ebenerdiges Ladeniveau

sehr schwer, 345 kg

hoher Preis

standardmäßig nur blau

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Fritz Oststeirer Kippmulde

gutes Konzept

relativ guter Preis

leicht, 260 kg

wenig Angebote daher kaum Rabatte

keine Bordwandschwenkeinrichtung

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Rosensteiner Judo

Top Konzept

superstabil

geschraubte Schürfleiste

sehr schwer, 324 kg

hoher Preis

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Scheibelhofer Rancher

gutes Konzept

verzinkt

stufenloses Ladeniveau

schwer, 294 kg

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Fliegel

komplett verzinkt

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Der Vergleich zu meiner alten Noname-Box darf natürlich nicht fehlen:

Meine Noname-Box, die ich als 2te Box besser behalten hätte als sie günstig zu verkaufen, war prinzipiell nicht schlecht.

Kostet neu nur 1/3 der Scheibelhofer und für Gelegenheitsanwender durchaus ok.

Ebene Aufstellfläche

Verarbeitung: angemessen.

ein echtes Leichtgewicht

Lack: eher dünn und spröde

Blechdicke: für Grünschnitt ok, aber bei mehr als 2m Holz deutlicher Verzug der Rückwand (stand auch nur 500 kg drauf ;-)) )

Keine Kippfunktion: Ohne hydraulischen Oberlenken mühsam, da man erst den Splint der Arretierung lösen muss um dann zu entriegeln

Ging ohne Gefahr für die eigenen Füße und Box nur bei abgelassener Box. Danach kann man natürlich nicht mehr rangieren sondern nur noch anheben.

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Hallo,

da hast du aber eine schönen Erfahrungsbereicht in Sachen Hecktransportmulde hingelegt:-) Für konkrete Kaufentscheidungen dürfte das maßgeblich sein!

Tja, bei uns ist es ja, wie auch weiter oben erwähnt, ein einachsiger Anhänger geworden der für den Holztransport und alle weiteren anfallenden Transporte genutzt wird.

Trotzdem ist das Thema "Heckmulde" nach wie vor nicht ganz vom Tisch. Mal sehen was die Zukunft bringt:-)

Gruß
 
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