Erlebnisbericht über meine Tour nach St. Valentin zum Case IH Werk

*micha01*

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31 Dezember 2008
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41542 41542 Dormagen - Nievenheim
Bericht über die Fahrt nach Österreich St. Valentin Case IH Werk.

Kurze Daten.

Verbrauch 380 Liter Diesel.

Fahrzeit Mittwoch von 11:20 bis 06:00 Pause bei Iphofen.
Donnerstag von 08:00 bis 04:30 Hünergeschrei ( Firma Kneidinger )
Freitag von 09:20 bis 11:45 Ziel Case IH Werk St. Valentin

Streckenlänge ca 850 KM

Am Mittwoch ging es endlich los. Freunde und Bekannte sind gekommen um mich zu verabschieden. Hubert Kallen unser Gebietsleiter von Case IH, Claus Coermann, Werner Steprath vom Föderverein sowie Uwe Kottirre von der Firma Steprath waren auch dabei.
Gegen 11:20 ging es dann nach dem Presse Termin endlich los. Leider hat es etwas gefiesselt. Der Abschied war sehr Emotional da jeder dachte hoffentlich geht alles gut und beide kommen hoffentlich gesund zurück. Ich habe den Schlepper etwa 5 KM warmlaufen lassen bis ich auf Vollgas ging. Die Passanten in Nievenheim und Dormagen wunderten sich über die Fahnen an den Spiegeln. Nach Nievenheim meinem Heimatort ging es über Dormagen auf die B9 Richtung Köln. Das Wetter klarte etwas auf. Die Eintragungen konnte ich nicht immer Rechtzeitig machen, da ich teilweise kein Netz hatte oder ich nicht anhalten konnte. Von Köln Fühlingen ging es dann über die Niehler Brücke, wo ich den Rhein überqueren konnte. Dann durch Portz. Man, dachte ich das hört ja nie auf, Portz hat ja ne Menge Orte. Aber wenn Portz vorbei war stand ich schon kurz vor Troisdorf. Die B8 in Köln Portz ist ne Frecheit. Nicht nur das ich an fast jeder Ampel zum stehen kam, nein der Straßenbelag ist auch nicht besser so das ich teilweise nur langsam weiter kam. Troisdorf und Siegburg waren schnell passiert. Bad Hennef hat eine schöne Innenstadt. Das Problem war das Kopfsteinpflaster wo es auch nur im Schritttempo weiterging. Dann ging es zu Landtechnik Fischer in Kroppach. Nach einem netten Plausch ging es weiter nach Horst aus unserem Forum. Auf der Strecke holte er mich ab und begleitete mich zu sich nach Haus. War ein tolles Bild. Dann nach Kaffee und Kuchen ging es weiter, aber nicht ohne ein schönes Erinnerungsfoto. Er lotzte mich noch zur B8 und dann fuhr ich weiter. Mein Zeitplan war da schon zum Teufel. Aber das war mir dann egal weil ich keinen Termin mehr hatte. Limburg war total Easy zu durchfahren. Danach machte ich ne 15 Minütige Pause. Da mein Zeitplan so nicht mehr zu halten war entschied ich mich Frankfurt und Würzburg in der Nacht zu durchfahren. Da begann das Abendteuer. Frankfurt ist eine Stadt die wohl nie schläft. Gott sei Dank bin da Nachts durch. Dank Google Maps habe ich mich von Straßenzug zu Straßenzug navigieren lassen. Schön war nach der Main Brücke in Frankfurt wo ich von einer Polizeistreife zum Kaffee eingeladen wurde. Sie konnten es nicht verstehen, dass jemand mit seinem Schlepper nach Österreich fährt. Dann ging es weiter durch Offenbach nach Würzburg. Ich dachte wenn dass so wird wie in Frankfurt dann gute Nacht. Aber ich wurde eines besseren belehrt. Würzburg ging nach einem kleinen Ausflug ins grüne……….. Ich musste runter, da die B8 zum Zubringer für die Autobahn wurde kurzerhand die Böschung runter auf einen Feldweg. Von da an ging es recht einfach. Da wir Mittlerweile 5 Uhr morgens hatten entschloss ich mich irgendwo anzuhalten um ne Mütze schlaf zu bekommen. Das Geschah dann in Iphofen wo von Knauf die Zentrale ist. Ich stellte mich zwischen den LKW’s wo ich wie in Mutter Schos aufgehoben war. Ich bekam zwar das Angebot in einem LKW zu schlafen, habe aber meinen Hänger bevorzugt. Nach etwa 2,5 Stunden schlaf ging es weiter. Die LKW wahren auch schon weg. Nach einer Katzenwäsche fuhr auch ich weiter. Neumark ist ne schöne Stadt. Viel Fachwerk und eine schöne Umgebung. Dann kam das Grauen Fürth und Nürnberg, ich dachte wenn de Frankfurt packst kann dies nicht so schlimm sein. Da habe ich mich zu früh gefreut. Ich wollte nach Langenzell Fürth und Nürnberg umfahren. Ich hatte es eigentlich vor das selbe zu machen wie in Frankfurt. Am Anfang klappte es recht gut aber dann habe ich mich total verfahren und musste Fürth fast nochmal durchfahren, da ich genau entgegengesetzt gefahren war. Nürnberg ging eigentlich relativ gut gegenüber Fürth. Wie ich Feucht erreicht habe musste ich verzweifelt feststellen, dass ich über 1 Stunde verloren hatte. So ging es mit 32 Km/h nach Neumarkt weiter. Dort besuchte ich den Händler Georg Koch wo ich herzlich Empfangen wurde. Nach einer netten Verköstigung und einem netten Plausch ging es auch schon weiter. Regensburg und Straubing sind prima zu durchfahren, da man über einen Aussenring die Städte umfahren kann. Dann meldete sich Herr Wietaler von Case IH. Wir verabredeten uns in Platting wo auch Tom mit Vater und Freund aus dem Forum dabei wahren. Dort hatte ich auch das erste mal gegessen und eine ausgiebige Pause gemacht. Wir haben noch tolle Fotos gemacht und die Unterhaltung war echt klasse. Alle staunten wie ich sagte ich wolle noch heute über die Grenze. Angepeilt war 1:00 Uhr. So rechnete ich neu und gegen 3:00 Uhr könnte ich in Österreich Altenfelden bei Kneidingers sein. Aber wie immer habe ich die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Plötzlich kurz vor Passau kam Nebel auf. Es wahr schon etwas Erhabenes zu sehen wie ich die ganze Zeit neben der Donau herfuhr und die Nebelschwanden über die Straße zogen. Ich fuhr etwa 20 Min an der ZF Passau vorbei. Das dieses Werk so groß ist wusste ich auch nicht. Gegen 2:15 war es dann soweit, ich überschritt die Grenze zu Österreich, da noch die Firma Kneidinger nur 30 KM entfernt war habe ich mich dazu entschlossen bis zu diesen zu fahren. Die Strecke hatte es in sich, ein Weg der für mich ein Feldweg war wahr 5 KM lang, hört sich ja nicht berauschend an aber bei starkem Nebel und etwa 50 Meter bergab ohne Leitplanke ist das schon was. So kam ich gegen 4 Uhr am morgen bei Kneidinger an wo ich dann auch eine Ausgiebige Brotzeit machte. Danach legte ich mich im Hänger schlafen. Gegen 8 Uhr wurde ich dann von allein wach wobei ich Gespräche mitbekam. Frau Kneidinger nahm mich in Empfang und konnte mich dann in der Firma waschen. Ich wurde durch den Betrieb geführt der an einem Bach liegt und ich bekam die Geschichte des Unternehmen erklärt, die ich als sehr Interessant fand. Nach einem Kaffee ging es denn zur letzten Etappe das Ziel vor Augen ST. Valentin. Ich genoss die schöne Landschaft und die Landwirte fingen zu hupen und zu blinken an wenn sie mich sahen. Dann kam Linz und fuhr so schnell durch wie es mir möglich war. Dann Endlich nach etwa 37 Stunden Fahrzeit und 850 KM stand ich am Empfang der Case IH Steyr Werks. Ich hielt erstmal an und mir kullerten die Tränen vor Freude über die Wangen, ich habe es Tatsächlich geschafft, der Schlepper und ich haben eine Maraton tour geschafft die wenige für Möglich hielten. Nach einem Sektempfang durch Herrn Kessler und Herrn Schörkhuber fuhr ich zum Haupttor. Dort gingen die Schranken auf und ich stand auf dem Werksgelände. Ich durfte den Schlepper am Tor abstellen, damit jeder der das Werk betritt oder verlässt Ihn sieht. Dann gab es eine Werksbesichtigung. Schon Imposant wie die Schlepper heute gebaut werden. So sauber habe ich noch keinen Betrieb gesehen. Danach ging es zur Kabinenhalle. Dort werden die Kabinen parallel zum Schlepper Band gefertigt. Was viele nicht wissen damals wurden im dem Werk Panzer gebaut, so liegen alle Kabel und Versorgungsleitungen in einem Tunnelsystem. Genauso liegt das Werk in einem Waldgebiet mit eigener Jagd. Dann ging es zum Mittagessen. Danach wurden mir die Büros gezeigt wer wo sitzt, ich muss sagen die Büros sind freundlich angelegt und bieten eine entspannte Arbeitsbedingung. Genauso gibt es eine eigene Werksfeuerwehr sowie eine Musikkapelle. Jetzt wurde ich zum Hotel gefahren wo ich die Tage untergebracht wurde. Nach einer Dusche und ne Mütze schlaf ging es zum Abendessen nach Steyr. Ich bekam vorab eine Stadtbesichtigung mit dessen Geschichte. Bei dem Abendessen bekam ich von Herrn Müller und Kessler eine Danksagung überreicht. Herr Schörkhuber machte Fotos dazu und ich musste die Freudentränen unterdrücken was mir sehr schwer fiel. Wir ließen den Abend dann schön ausklingen. Am Samstag ging es dann weiter, Wir fuhren zu einem Bauernmuseum. Dort wird nicht nur die Technik sondern auch das Kulturelle erzählt und ausgestellt. Ich hatte das Glück das der Hausherr persönlich uns durch das Museum geführt hat. Dort war unter anderem auch das Steyr Waffenrad ausgestellt. Dies war neben der Rüstung ein Garand fürs überleben. Auch das Fahrrad mit dem kleinsten ein Zylinder Diesel Motor war im Museum. Man kann viel Enddecken und Erfahren in diesem schönen Museum. Dann ging es zum Hotel zum Frischmachen. Samstag Abend fand noch ein schönes Gemütliches Essen nebst den Damen statt. Nach ca 0:00 Uhr ging es zum Hotel zurück wo zwischenzeitlich eine Hochzeitsfeier stattfand. Sonntag fuhr ich dann zum Bahnhof und stieg in den Zug zurück nach Haus. Ich hatte ein komisches Gefühl meinen Schlepper zurückzulassen. Aber ich weiß ja er kommt noch diese Woche zurück. Ironie der Tour war ich fuhr im Regen los und kam prompt im Regen wieder.

Alles in allem war diese Tour ein Abendteuer das ein Happy End hat. Der Schlepper hielt durch ich hielt durch. Keine Störungen oder Zwiscfhenfälle.

Es war wunderschön und die Gastfreundschaft in Österreich ist nicht nur Super sondern man hat das Gefühl ein Stück Heimat zu haben. Danke an allen.

Der Slogan Power by Tradition ist nicht nur ein Wort, nein er wird gelebt. Der Großvater kann stolz auf seine Enkel sein. Macht weiter so.

So schließe ich jetzt und wir sehen uns auf eins der vielen Treffen wieder.

Euer Michael
 
Hallo Michael,

super Bericht !! Und herzlichen Glückwunsch zur erfolgreichen Tour ! Aber ein paar Fragen hab ich noch an dich ! Wieso lässt du deinen IHC in Österreich stehen? Wird er wieder mit dem LKW gebracht? 1700km mit dem Traktor, dann ist es natürlich auch verständlich dass du nicht auf Achse zurück fährst /styles/default/xenforo/smilies/fr/smiley4.gif

Aber wie bist du eigentlich zu der Tour gekommen ? Also dass auch so viele CaseIH Händler mit dabei waren / dich unterstützt haben ??

Grüße
Pascal
 
Hallo Pascal.

Also die Idee ist auf der Agri 09 entstanden. Ich wurde vom Werbe Chef Europa eingeladen das Werk mal zu besuchen. Was er nicht wusste war, das ich aber mit meinem 1055 er komme.

Die Händler habe ich angefanhren um unseren Föderverein in den Regionen näher zu bringen.

Ich habe dann begonnen die Tour zu planen und Case IH und der Föderverein haben dabei geholfen sowie unser Gebietsleiter, der mir die Kontakte zu den Händlern ermöglichte.

Case IH hat sich als Überraschung bereiterklärt meinen Schlepper per Tiefflader zurückzufahren.

Somit bin ich nicht einfach mal runter sondern haben daraus eine Werbetour gemacht die viel Spass gemacht hat.

Der Slogan war ja auch " Der Opa besucht seine Enkel " als Erinnerung, dass unsere Schätze einst in Neuss gebaut wurden und jetzt in St. Valentin.
 
Hi micha als du in plattling damals weggefahren bist wäre ich am liebsten mit meinen 724 hinter her gefahren, das wäre bestimmt sehr toll gewesen.

nur zur info das andere war mein bruder /styles/default/xenforo/smilies/fr/smiley4.gif /styles/default/xenforo/smilies/fr/smiley4.gif .

aber dein 1055 ist echt eine augenweide.

hoffe wir sehn uns wieder mal auf ein nettes gespräch

gruß tom 724
 
Hallo Michael,

ich muss Dir erstmal meinen größten Respeckt aussprechen, das ist schon eine starke Leistung die dort aufgestellt wurde.
Freue mich auch das euch beiden nix passiert ist und das Ihr gut angekommen/nach Hause gekommen seit.

Wenn man es so Liest besteht deine Tour aus höhen und Tiefen, gerade das find ich bei so einer Tour erlebenswert.
Auch sehr schön finde ich es das Case-IH so gut dabei mitgespielt hat, natürlich mein ich die Händler und andere auch damit.

Wird man deine Tour auf der Agri 2011 zu sehen bekommen bei Case? Sind da ein paar Worte gefallen? /styles/default/xenforo/smilies/fr/smiley4.gif

grüße
Matthias
 
Hallo Micha,

freut mich, dass du wohlbehalten wieder zurück bist. Dazu gehört schon was, so eine Strecke mit nem Traktor in Angriff zu nehmen, höchster Respekt.

Das wichtigste ist, dass es dir auch viel Spaß gemacht hat.

Wenn wir uns das nächste mal sehen, dann werd ich dir n "Loch in den Bauch" fragen (lol).

Ist dein Schlepper wieder wohlbehalten eingetroffen?

Hast du dir noch ein paar Tage frei genommen, um dich von den Strapazen zu erholen?

Viele Grüße von mir und Manuela

Matthias
 
Hallo Micha,
auch wir gratulieren Dir zu der tollen Leistung
und sind froh, daß Du heil wieder nach Hause gekommen bist.
Wir waren ja auch 629 km unterwegs zum IHC Schleppertreffen
in der Schweiz,aber wir hatten meinen DED auf dem Anhänger.
Er läuft ja auch nur ca. 20km.
Wir sehen uns sicher bald mal wieder.
Liebe Grüsse
Ulrike
 
Hallo Micha

Herzlichen Glückwunsch

Ich beneide dich, das Du Zeit hast soetwas zu unternehmen.

Ich würde sofort mitfahren wenn ich es Zeitlich hinbekommen könnte

Dieses Jahr hat es nur gereicht mit Uli nach Kröv zum Treffen zu fahren was für uns ca. 400 km in 2 Tagen war.

Vieleicht können wir ja doch mal zusammen etwas angehen

Bis dann

Thomas Hofmann
 
Hallo! Micha das war ein schöner Tripp und super erklärt! Das der Schlepper hält hab ich nie bezweifelt,schließlich isses ein Neusser IH und kommt net aus Köln,is grün und ...-egal! Hut ab! L.G. Frank
 
Hallo Michael,

super das alles so gut geklappt hat. Toller Bericht. Ist schon ne große Leistung so eine Strecke mit nem Traktor zu fahren. Hut ab......
Ich hoffe wir sehen uns bald mal wieder .

Viele Grüße

Horst
 
Ich möchte mich nochmals bei allen bedanken. Es war einfach wunderbar wie Ihr alle mir die Stange gehalten habt.

Auf den Treffen werde ich euch noch alle weitere Fragen beantworten, da der Bericht eigendlich ja nur ein Teil von den Erlebnissen sind.

mfg Michael
 
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