Frage zu Überrollbügeln/Umsturzbügeln

Calenberger-IHC

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30982 Pattensen
Liebe Mitglieder,

am letzten Wochenende war ich mit meiner Familie beim IHF in Panningen (https://ihf-festival.nl/). Es soll das größte Landmaschinentreffen in Europa sein. Neben einer ganzen Reihe von unterschiedlichen Marken, waren natürlich auch eine ganze Reihe IHCs vor Ort. Dabei ist mir folgendes aufgefallen, wie ihr aus den unteren Bildern sehen könnt.

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auf dem linken Bild seht ihr die aufgesetzte Variante mit der Verstrebung unter dem Kotflügel, so wie ich sie auch kenne und auf dem rechten Bild seht ihr die niederländische Variante mit der Befestigung an der Achse. Es gab auf dem gesamten Treffen nicht einen IHC (ca. 50 Stück) mit der deutschen Variante. Egal welches Modell. Sogar bei der D-Serie.

Nun wäre meine Frage, warum ist das so oder wurde das so gemacht?

Persönlich finde ich die niedeländische Variante viel vorteilhafter. Keine Löcher in den Kotflügeln, keine weggegammelten Kotflügel unter den Befestigungen, mehr Platz für den Kotflügelsitz und mehr Platz unter dem Kotflügel aufgrund fehlender Verstrebungen.

 

Gruss Joerg
___
„Wenn Informationen von Menschen im Dialog oder in einer Diskussion verarbeitet wird,
dann ist dies nach allem, was wir wissen,
die tiefstmögliche Art der Verarbeitung.“
(Manfred Spitzer)
 
Hallo,

die Bauart auf die Achsschenkel gab es hier genauso. Die weit verbreiteten "Binger-Seilzug" Bügel wurden zB ausschließlich auf die Achsschenkel geflanscht. 

D-Serien wurden original meist ohne Bügel ausgeliefert da die Pflicht dazu erst in den 1970er Jahre durch die BG eingeführt wurde. Die entsprechenden Nachrüstlösungen waren allgemein eher Not- und Bastellösungen und selbst für eine D-Serie sehr optimistisch ausgelegt. Dennoch gingen die Unfallzahlen mit schwerem Ausgang deutlich zurück.

Grüße,

Alex
 
Also ich finde dass der deutsche Bügel etwas stabiler aussieht. Vor allem das Querrohr ist ja durch die geschwungenen Eckbleche sehr gut mit den senkrechten Rohren verbunden. Der holländische erscheint mir da etwas schwächer, kann aber auch durch die Perspektive der Aufnahme täuschen.

Gruss
 
Ja irgendwie sieht die holländische Version nach "Dachlatten" aus, oder? Kann man nicht erkennen. Aber vielleicht reicht das, wenn die höchste landestypische Erhebung der Deich ist?

Ich hatte mal so eine achsbasierte "Nachrüstung" aus den 1970ern auf einem MF 178. Da war das 80er Vierkantrohr mit 10mm Wandstärke.

Hitzestöhnende ( 18 Grad) Grüße aus dem prophezeiten Höllensommer :-)

+Matthes+
 
Hallo Allerseits,

Ich besitze einen 423er ohne Überrollbügel und ohne irgendwelche Aufbauten. Zwar sieht der Traktor ohne gar nicht so schlecht aus, doch sind wir hier in der Nordschweiz sehr hügelig gelegen und ein solcher Bügel kam mir auch schon in den Sinn.

Die Variante auf den Kotflügeln ist mir etwas zu gewagt, weil diese nicht wirklich robust sind und meiner Meinung abreissen würden bei einem Sturtz des Traktores.

Allerdings ist der Bügel bei denen wo an der Achse befestigd ist, so lang, weshalb ich mir vorstellen könnte, dass der Bügel an seiner Verschraubung reissen könnte da der Hebel doch lange ist. 

Man bedenke immer, dass die Maschienen bis zu 3Tonnen wiegen und beim Umfallen imense Kräfte wirken.

Zur Zeit fahre ich immernoch ohne auch wenn die Gefahr riesig ist, denn auch ein Abspringen ist so gut wie unmöglich, denn da bleibt man vorher an allen Hebeln hängen mit dem Fuss.

Welche Variante die bessere ist kann ich schwer sagen würde aber eher an die Achse gehen und noch am Kotflügel verschrauben.

Wie immer passt auf euch und eure Neusser auf ;-) 

Gruss Henri
 
Hallo Henri, die Variante auf den Kotflügel ist auch auf der Achse verschraubt. Im Kotflügel sind Rohre verschraubt die erst auf dem zweiten Blick sichtbar sind die gehören zu dem Bügel  der dann darauf geschraubt wird. Nur dadurch bekommt der Bügel auch seine Stabilität. Nur auf den Kotflügel ist er nutzlos. 

Grüße Uli
 
Moin.

Die bereits erwähnten Bügel von Binger Seilzu sind von der BG damals zugelassen gewesen, werden also wohl geprüft worden sein. Massiv und einfach zu montieren da man keine Kotflügel kaputt machen muss.

Ein Restrisiko bleibt immer solange man nicht angeschnallt ist, da wird man schnell irgendwo hingeschleudert und kann eingeklemmt werden. Da sind moderne Kabinen echt ein Vorteil,  früher war nicht alles besser.

Ich bin als Kind schon immer beim MF65 Cabrio mit Binger Seilzug mitgefahren, ging gut. MF260 mit original Bügel, Cabrio,  ging gut. Bei meinem 724 mit Fritzmeier Krone und Verdeck eine absolute Katastrophe. 

Gruß Jürgen 
 
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