Frage zur Heizung

IHC533A

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23 Januar 2018
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94133 Röhrnbach
Hallo liebe Forumsmitglieder,

ich bin gerade dabei, Ideen für unser zukünftiges Heizkonzept zu sammeln.

Da ich weiß, dass sich hier im Forum einige Teilnehmer aufhalten, welche auch mit Holz heizen, würde ich, wenn erlaubt, meine Fragestellung hier mal reinsetzen.

Ich bin nicht so der Freund, gleich Firmen zu beauftragen ein Heizkonzept auszuarbeiten, da diese hauptsächlich etwas verkaufen wollen und somit weniger offen für Ideen sind.

Freundliche Grüße

Max
 
Hallo Max , 

was meinst du denn mit Heizkonzept? Was willst du beheizen? Mehrfamilienhaus, Hof mit Warmwasser für die Milchproduktion oder wie bei mir ein kleineres Haus?

Ich habe für die vorhandene Heizanlage einen ETA SH 20 mit 2000 l Speicher. Der Spicher wird im Sommer mit zwei Solarthermieplatten mit insgesamt rund zweieinhalb Quadratmetern beheizt. Musste so groß ausfallen, da baulich bedingt 

die Sonne erst ab Mittag drauf scheint. Diese Anlage hatte ich vorher mit einer Platte und nach dem Einbau des ETA Kessels eben um eine erweitert da ich vorher nur einen Boiler mit 200 l hatte. Die Solarthermieanlage kann man ohne weiteres selbst bauen. Nur die Einbindung der Steuerung sollte dann vom Fachmann erfolgen. Meine Erweiterung habe ich auch erst nach dem Testlauf des Kessels montiert.

Für schöne Stunden steht nun ein Küchenherd in der Stube wo vorher ein Stahlkamin stand. Der kann eben nicht nur heizen sondern gibt den Blick aufs Feuer frei und ist vollwertig zum Kochen und Backen geeignet. 

Wohnfläche bei mir ca. 120 Quadratmeter. Holzverbrauch liegt je nach Winterwetter bei 8 bis 10 Kubik und natürlich nach Holzart. Bei Nadelholz wird es leicht etwas mehr.

Schöne Grüße Dirk
 
Nabend Max;

Bei deinen dürftigen Informationen bekommst du genauso dürftige Informationen. Beschreibe euren bisherigen Stand der Technik und der zu beheizenden Gebäude mal genauer.

Geht es nur um Heizen oder auch einer Warmwasserbereitung ?  Welcher Brennstoff denn bisher eingesetzt ? Heizöl ; Erdgas ; Flüssiggas  ; Holz ?

Gruß Zackie
 
Servus,

die Situation schildere ich im Folgenden ... wollte erst wal schauen, ob überhaupt Interesse besteht ;)

Ich heize aktuell das EFH (ca.160m2 Fläche zum Heizen, gute Deckendämmung, neue hochwertige Fenster+Türen, aber altes Bauernhaus) in dem wir vierköpfig wohnen mit einem Wamsler Küchenofenmit Wassertasche und 25kW Leistung.

Zusätzlich ist ein 400l Pufferspeicher mit Solarthermie installiert. Wir kommen mit Brauchwasser ohne Zuheizen sehr gut über die warmen Monate und Heizung brauche ich da ja nicht. (Wenn wirklich ein paar kalte Tage kommen sollten, habe ich einen Grundofen zum kurzfristigen Zuheizen)

Der Ofen kommt jedoch allmählich in die Jahre und muss irgendwann mal ersetzt werden.

Ein weiteres Problem ist noch, dass in dem vorhandenen Pufferspeicher nur Brauchwasser gespeichert wird und kein Heizwasser. Die Heizkörper werden also nur warm wenn man einheizt. Wenn man also außer Haus ist und man kommt im Winter heim ist die Bude relativ kühl.

Weiter kommt erschwerend hinzu, dass im Heizraum nur begrenzt Platz ist, um weitere potentielle Pufferspeicher zu installieren.

Brennholz brauche ich ca. 15 - max.20 Ster Weichholz pro Jahr, welches ich selber im eigenen Wald mache. (Holz fällt ausschließlich durch Waldpflege an)

Mich stört an der jetzigen Heizsituation eig. nur das immer der Ofen angeheitzt werden muss, wenn man die Hütte erwärmen will und das es kalt ist wenn man im Winter tagsüber nicht zuhause war und abends heimkommt.

Weiterhin habe ich noch einen Grundofen, welcher allerdings nicht in die Zentralheizung eingebunden ist.

Nun sind Ideen gefragt, die Heizsituation zu verbessern, da ich eig den Zentralheizungsherd auch wegen Strahlungswärme und Kochmöglichkeit nicht missen möchte und überlege, auch wieder einen reinzutun, wenn der jetzige den Geist aufgibt.

Meine Fähigkeiten in Sachen Selbstinstallation von Heizung und größeren Umbauten sind eher bescheiden. Außerdem fehlt mir hier auch schlicht die Zeit.

Danke für eure Einschätzungen

Max
 
Hallo,

vielleicht zusätzlich eine Gastherme einbauen, die dann eine mindestens Vorlauftemperatur

gewährleistet. Würde dann über Flüssiggas nachdenken, um unabhängig zu sein.

Oder ein kleines BHKW laufen lassen, wenn man den Strom selbst verbrauchen kann.

Wir haben ein BKKW am laufen. In der kühlen Jahreszeit wird mit einem Holzvergaser

zugeheitzt. Das ganze ist über eine Gastherme abgesichert, wenn irgendwas ausfällt.

Die Gastherme ist halt da, weil sie zuerst da war. Springt selten an. Im Winter mal mehr,

wenn man den Holzvergaser mal nicht an hatte.

Geheizt werden 2 Häuser und Ferkelstall.

Gruß Casi
 
Hallo

Was dir scheinbar fehlt, ist mehr Puffervolumen und ne Seperate Steuerung, das die Heizkörper eigenständig aus dem Puffer versorgt werden können, ohne das der Küchenherd läuft.

Bei uns läuft seit 12 Jahren ein 40 kw KÖB Holzvergaser in 4800 l Puffer (insgesamt 5 Puffer) weil die Gegebenheiten es nicht anders hergeben.

In der Bauernküche steht auch ein Küchenherd aber ohne Wassertasche.

Sind drei Wohnungen mit 8 Leuten auf ca 350 qm. Haus ist moderniesiert aber wie bei dir schon älter.

Als Backup ist noch die alte Ölheizung da, die musste nie schwer arbeiten, da auch früher schon mit Holz zugeheizt wurde.

Auf Süd und West sind insgesamt 20 qm Solarthermie drauf.

PV ist auch noch vorhanden, wird aber nicht zum heizen benutzt.

Grüße Micha
 
Habe altes ca. 180m² Bauernhaus. Dämmung eher schlecht.

Flüssiggas Brennwerttherme kann heizen und warmes Wasser machen. Ein Kaminofen mit Wassertasche ca. 8KW unterstützte beim Heizen.

Habe dann einen 16KW Küchenherd mit Wassertasche bestellt als der Russe vor der Ukraine stand. Der alte 8KW Ofen lief eh aus. Innerhalb von Wochen stieg der Preis für den neuen Herd auf das dreifache!

Installation war einfach weil die Anschlüsse schon vorhanden. Wenn ich den Herd anzünde dann springt bei ca. 30° eine Wasserpumpe an und versorgt die Heizung. Warmwasser wird von der Gastherme gemacht. Pufferspeicher habe ich nicht, war aus Platzgründen schwierig.

Der 16KW Herd heizt das ganze Haus. Wenn es kalt ist, dann muss ich bisschen mehr Holz rein werfen. Ich mache den Herd schon morgens an. Meine Frau ist zu hause und füttert das Gerät. Seit ich den Herd habe war die Gasheizung ausschließlich für warm Wasser in Betrieb.

Man könnte die Gastherme auch auf Heizen stellen und hat die Bude auch warm wenn man länger nicht zu Hause ist.

Und es ist nicht so extrem heiß in der Küche wie man meinen sollte. Warm, ja, aber kann man gut aushalten.

Nachteile:

-Man hat Dreck in der Bude durch Asche und Holz.

-Man muss täglich Holz bereitstellen und ca. stündlich den Herd füttern.

-Man muss Feuerholz machen und braucht teure Geräte dazu.

-Man muss Feuerholz machen (schwere Arbeit).

-Der Herd/Einbau war nicht billig.

-Bei Stromausfall geht auch nix (Wasserpumpe).

Vorteile:

-Unabhängigkeit von Gas/Öl

-eh anfallendes Holz kann genutzt werden

-es wird einem nicht Langweilig.

-man kann Essen kochen mit mehr als 4 Töpfen.
 
Moin,

wie hast Du deinen Herd hydraulisch eingebunden?

Zitat von Sexzylinder:

Habe altes ca. 180m² Bauernhaus. Dämmung eher schlecht.

Flüssiggas Brennwerttherme kann heizen und warmes Wasser machen. Ein Kaminofen mit Wassertasche ca. 8KW unterstützte beim Heizen.

Habe dann einen 16KW Küchenherd mit Wassertasche bestellt als der Russe vor der Ukraine stand. Der alte 8KW Ofen lief eh aus. Innerhalb von Wochen stieg der Preis für den neuen Herd auf das dreifache!

Installation war einfach weil die Anschlüsse schon vorhanden. Wenn ich den Herd anzünde dann springt bei ca. 30° eine Wasserpumpe an und versorgt die Heizung. Warmwasser wird von der Gastherme gemacht. Pufferspeicher habe ich nicht, war aus Platzgründen schwierig.

Der 16KW Herd heizt das ganze Haus. Wenn es kalt ist, dann muss ich bisschen mehr Holz rein werfen. Ich mache den Herd schon morgens an. Meine Frau ist zu hause und füttert das Gerät. Seit ich den Herd habe war die Gasheizung ausschließlich für warm Wasser in Betrieb.

Man könnte die Gastherme auch auf Heizen stellen und hat die Bude auch warm wenn man länger nicht zu Hause ist.

Und es ist nicht so extrem heiß in der Küche wie man meinen sollte. Warm, ja, aber kann man gut aushalten.

Zitat Ende

Wenn du den in Reihe vor der Gastherme hast, kann der doch auch warm Wasser machen. Die Therme interessiert es ja nicht, wo die Wärme her kommt.

Gruß

Frank

Mal eine offtopic Frage: Wie bekomme ich mit dieser ,,Quote" Funktion Zitate in den Text? Wenn ich in einen Text was einfügen möchte, ist der komplette Text nach Benutzung der ,,Quote" Funktion weg.
 
Moin in die Runde,

@Max: Ist ein Konzept mittlerweile erstellt? Wenn ja, wie sieht‘s aus?

Wir haben 2018 einen kleinen Hof übernommen und renoviert.
Wohnhaus 165m² WF, Baujahr 1960.
Bei Kauf haben wir u.A. Fenster und die gesamte Heizungsanlage neu gemacht.
Umbau auf normal Plattenheizkörper, vorher waren es Rippenheizkörper und Elektro-Puffer.
 
Bei der Heizung hab ich es damals so gemacht:
Zentrale der Heizung ist ein Pufferspeicher (750ltr, nur Heizungswasser, Fabrikat: Solvis Max)
Brauchwasser wird über Frischwasserstation (Plattenwärmetauscher am Pufferspeicher) erstellt.
Wärmequelle (aktuell):
- Küchenhexe mit Wassertasche (La Nordica Termorosa DSA, 15,5kW)
- PV-Heizstab* (3,0kW, modulierend -> geht ab 300W überschuss in Betrieb)
- Gastherme als automatisches System und Backup
Da ich viel von zu Hause arbeite läuft der Holzofen im Winterhalbjahr recht viel.
Verbrauch im Jahr ca. 15 SRM Weichholz. Das Haus kriegt der Ofen ohne Probleme beheizt und braucht bei 0°C Außentemp. und frischem Wind ca. 7-8 Stunden, bis der komplette Puffer auf knapp 80°C ist. Damit kommt man auch locker über die Nacht.

*2021 haben wir das Hausdach mit PV voll gemacht, bewusst kein Solarthermie, den Wärmeanteil macht der PV-Heizstab bei Bedarf. Der reicht meistens von Ende April bis Ende September als alleinige Heizung, da dann ja mehr oder weniger nur Brauchwasser benötigt wird.

Aktuell steht eine Wärmepumpe in den Startlöchern, welche in den nächsten 1-2 Monaten die Gastherme ersetzen wird.
Das Schöne an unserem System ist meiner Meinung nach, die Flexibilität.
Dem Puffer ist es völlig egal, von wo die Wärme kommt und welche Wärmequellen angeschlossen sind.
Die Regelung erkennt das Warmwasser "irgendwo" herkommt und schichtet es (je nach Temperatur) im Puffer.
Warmes Brauchwasser steht immer über die Frischwasserstation zur Verfügung und wenn so wie jetzt der Tausch einer Wärmequelle ansteht, ist es mehr oder weniger nur Plug-and-Play...
Klar, Steuerung muss eingebunden werden (Holzofen braucht eine Rücklaufanhebung, etc.) aber man hält sich alle Möglichkeiten offen.

Ich würd es jedenfalls immer wieder so einbauen lassen.

Noch kurz zum Thema automatisches Heizen:
Es gibt mittlerweile auch eine Küchenhexe mit separatem Pelletfach für Sackware. Ich bin mir gerade nicht sicher, ob die auch von La Nordica war, oder ob‘s ein anderer Hersteller war. Damit kann man bestimmt auch das Haus mal einen Tag warm kriegen, wenn man nicht da ist...

Gruß
Tobias
 
@ihkraft

Wie genau der Herd eingebunden ist weiß ich nicht. Habe den so anklemmen lassen wie der Ofen vorher eingebaut war. Ich vermute dass der Herd einfach in die Heizungsleitung verbunden ist und die Pumpe das warme Wasser einfach im Kreis pumpt. Wir haben hier immer auf einfache/günstige Lösungen gesetzt.
 
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