Frontlader hydraulische Gerätebetätigung

D430Fabi

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Hallo zusammen,

ich bin aktuell bezüglich der Umrüstung von mechanischer Klingenauslösung auf hydraulischeGerätebetätigung Informationen am sammeln.

Da es sich um einen kleinen Frontlader handelt bevorzuge ich eine Lösung mit nur einem Hydraulikzylinder und ohne Euroaufnahme.
Für die Umsetzung kommen (meines Erachtens) nur folgende beiden Möglichkeiten in Frage:

400220016.webp
Quelle: https://www.agrar-direct.de/media/catalog/product/cache/1/thumbnail/500x/9df78eab33525d08d6e5fb8d27136e95/4/0/400220016.jpg
oder

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Quelle: Minute 4:04 https://www.youtube.com/watch?v=dh5DujYuNEo

Bei der oberen Variante ist mir eigentlich viel zu viel „Gestänge/Hebel“ im Sichtfeld, weshalb ich zu der einfacheren Variante tendiere.
Diese Variante wird aber des Öfteren kritisch kommentiert, jedoch ist das für mich nicht ganz nachvollziehbar, da

  • die Kraft hauptsächlich über die seitliche Befestigungsaufnahme aufgenommen wird
  • Lediglich die Kraft aufgewendet werden muss, um die Schaufel/Gabel im gewünschten Winkel zu halten
  • auch beim Einfahren z.B. in einen Erdhaufen, geht vermutlich die meiste Kraft in die seitliche Befestigung.
Ausgehen davon, dass der Frontlader definitiv keine Tonne hebt, sollte die Kraft welche der Zylinder aufbringen muss ebenfalls deutlich unter einer Tonne liegen.
Daher gehe ich davon aus, dass ein Zylinder, welcher 10 kN Zugkraft hat, locker ausreichen würde.

Über die Einschätzungen und Anmerkungen der Experten in diesem Forum, würde ich mich sehr freuen.

Gruß Fabian
 
Ich hab die obere Variante, auch als Einzellösung damit die Kraft der HG zur Hubkraft des Laders (Frost mit 50er EW Zylindern passt).

Damit ich mir nicht zuviel Sichtfeld versperre und ich gleichzeitig auch Anbaugeräte mit Klinke weiterverwenden kann hab ich die Hebelei aussermittig auf der Sichtachse des Auspuffs angebaut.

Nach mittlerweile ca. 5 Jahren Nutzung kann ich diese Lösung immer noch empfehlen.

Für die Palettengabel oder ‘n Ballenspieß ist ‘ne HG super und ich bin gerade dabei mir auch ‘ne zweite Erdschaufel für präzisere arbeiten auf HG umzubauen. Beim simplen Laden, egal ob mit der Schaufel oder der Dunggabel ist man aber mit der Klinke schlichtweg schneller.

Zu Deiner eigentlichen Frage: Die HG hat ja optimal mehr Zugkraft zum "schöpfen" und sollte beim "schütten" möglichst zügig arbeiten können. Das erreicht man am besten mit der Hebelei der oberen Variante und wenn man den Zylinder mit ausreichend Hubweg und Kraft, bei vernünftigen "Knicklasteigenschaften" für die untereVariante, neu kaufen muss dann ist der teurer als der Komplettsatz für die obere Variante.

Gruß

Klaus
 
Hallo Fabian.

Meine Erfahrungen hatte ich an einer anderen Stelle schon kund getan. Zum Ballen fahren reichen beide Versionen. Mist laden auf betoniertem geht auch, für alles andere ist das alles untauglich. Das Spiel in den Aufnahmen ist viel zu groß, so das es sich summiert und die Geräte hinlaufen wo sie wollen. Entweder zu steil nach unten und du rammelst dich fest oder sie gleiten im  flachen Winkel nach oben weg. Bei einem einfach wirkendem Fronlader bedeutet das, dass sich die Schwinge mit nach oben bewegt.

Bei meiner ersten Lösung hatte ich die Klinke am Frontlader gelassen, somit konnte ich die bei reinen Laderarbeiten noch nutzen. War gut. Bei meinem zweiten Umbau hab ich die Klinke abgeflext, da im Weg. Das ärgert mich jetzt jedes mal wenn ich die Schaufel dran habe.

Wenn du nur den Zylinder machen möchtest musst die Kolbenstange mindestens 30mm dick sein, sonst verbiegt die ganz schnell. Außerdem wird die Kolbenstange schnell beschädigt was zu Undichtigkeit führt. Davon rate ich ab. 

Gruß Jürgen
 
Hallo Fabian,

in meine Bilder bei meinem Pofil ist der D 439 mit Frontlader abgebildet.

Habe seit ca 20 Jahre so mit einem Zylinder ohne Hebelübersetzung

und bin da sehr mit zufrieden. Für Palettengabel und Getreide verladen 

reicht das völlig aus. Habe aber die Ausklinkung dran gelassen. Man kann

ja nie wissen.....

Gruß

Casi
 
Es gibt auch noch folgende Variante, als Eigenbau:

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Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so erscheint, das funktioniert auch sehr gut. Der Zylinder wird hierbei durch die Frontladerschwinge geschützt und auch die Hebelei hat beim Schöpfen mit ganz abgenkten Frontlader keinen Bodenkontakt obwohl man das beim betrachten dieses Einsatzbildes vermuten würde.

Gruß

Klaus
 
Hi,

vorweg, es wird egal wie du es löst, nicht an einen Industrielader ran kommen. Der Nachteil bei dem Zylinder ohne Umlekung ist, dass dir für die Schaufel der Hebelweg fehlt. Für ne Palettengabel würde das gehen. Ich habe mir vor vielen Jahren mal ne Gerätebetätigung selber gebaut, für den 436, Foto findest du hinten in meiner Galerie. Am 533 habe ich die mittig angeschlagene Lösung, reicht für den auch aus. Hab da auch jetzt nen Schnellwechselrahmen dran. Mit den alten Schaufeln die zwischen den Armen sitzen ist es sehr schwer nen vernünftigen Kippwinkel hin zu kriegen. Sitzt die Schaufel davor, wird das schon besser. Es gab mal nen Baas Frontlader, der hatte einen Zylinder unten am Schnellwechselrahmen, ich meine ohne Umlenkung. Vielleicht kann man ja in diese Richtung was bauen.

Gruß Markus 
 
Hallo,

vielen Dank für eure Ratschläge und Erfahrungen.
Mir ist doch tatsächlich gestern - zum ersten Mal - bei einem Youtube-Video aufgefallen, dass die "Hebelversion" unterschiedliche Geschwindigkeiten (wie von euch beschrieben) liefert.
Von der Anwendung geht es mir lediglich darum, dass man zum Beispiel mit der Palettengabel etwas hoch heben kann und auch oben wieder "normal" absetzen kann.
Bei dem Schaufelbetrieb würde ich vermutlich aufgrund der Geschwindigkeit bei der klassischen mechanischen Klinke bleiben, sprich versuchen beide Systeme (Mechanisch und Hydraulisch) parallel zu realisieren.

@Jürgen und Klaus: Ihr habt Beide geschrieben, dass eine einfacher Zylinder ziemlich schnell knicken/verbiegen kann.
Könntet ihr mir das vielleicht noch einmal genauer erklären, da ich mir dies nicht vorstellen kann?
Ich stelle mir das so vor, dass auf den Zylinder immer eine Zug- oder Druckkraft wirkt.
Da bei dem normalen Laden/Heben vermutlich keine Kraft über 10 kN auf den Zylinder wirkt, stellt sich mir die Frage, wie ein Zylinder, welcher für >10 kN ausgelegt ist verbiegen kann?

Vielen Dank und Gruß

Fabian
 
Hallo Fabi , hab ich ganz neu "siehe meine Bilder " 

                    muß ich aber erst noch austesten  . Die Heckschaufel wurde zur Probe genommen und läuft gut damit . 

Guss Karl 
 
Hallo,

Habe mir damals auch diese Gedanken gemacht und habe deswgen

den Zylinder ganz am Anfang eine Befestigung gemacht. So ist der Hebel nur

halb so lang.

Ein langer Besenstiel bricht eher als ein Kurzer!

Guß

Casi
 
Moin.

Ich glaube du unterschätzt die auftretenden Kräfte. Die Belastung ist auch nicht immer geradlinig. Auf Zug ist das alles kein Problem aber auf Druck schon. Ich habe die einfache Variante mit dem 50er  Quadratrohr, das verbiegt und reißt regelmäßig. Ich musste das allerdings auch etwas anpassen damit ich brauchbare Kippwinkel bekomme, das begünstigt das Ganze natürlich noch. Vielleicht geht es bei dir ja gut, ist ja nicht ausgeschlossen. Bedenken sollte man das ein doppeltwirkender Zylinder natürlich auf der Kolbenstangenseite weniger Kraft hat als auf der anderen Seite.

Gruß Jürgen
 
fuenfdreidrei:

Es gibt auch noch folgende Variante, als Eigenbau:

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Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so erscheint, das funktioniert auch sehr gut. Der Zylinder wird hierbei durch die Frontladerschwinge geschützt und auch die Hebelei hat beim Schöpfen mit ganz abgenkten Frontlader keinen Bodenkontakt obwohl man das beim betrachten dieses Einsatzbildes vermuten würde.

Gruß

Klaus
Hallo Klaus,

diese Variante ist abgeleitet von dem Fendt Tiefbauschlepper. Ich hatte auch überlegt das so zu lösen, habe mich dann aber anders entschieden.

Gruß Alex

IF IT AIN´T RED, LEAVE IT IN THE SHED
 
Hallo,

vielen Dank für eure zahlreichen Rückmeldungen.

@Casi: "Ein langer Besenstiel bricht eher als ein Kurzer!" ich bin davon ausgegangen, dass auch ein voll ausgefahrener Zylinder die angegebene Daten aus der Beschreibung erfüllt und nicht verbiegt.

Aber scheinbar ist hier wohl zwischen Theorie und Praxis ein großer Unterschied, wie es bereits auch Jürgen angedeutet hat.

@Jürgen: "Ich glaube du unterschätzt die auftretenden Kräfte.", dass kann gut sein, da ich in diesem Bereiche relativ wenig Erfahrung haben, daher bin ich froh, wenn ich euch in diesem Forum immer Mal wieder um Rat fragen kann.

@Alex: Stimmt, es existieren im Internet noch Bilder (vermutlich von einem damaligen Fendt-Prospekt), wo diese Technik verbaut war.

Ich werde mir das ganze am Frontlader noch einmal ansehen müssen, auch hinsichtlich der Befestigungspunkte und mich dann für eine der Lösungen (Dank eurer Auflistung der Vor- sowie Nachteile) entscheiden.

Vielen Dank

Gruß Fabian
 
Hallo Zusammen,

ich hab vor ca 3 Jahren auch den Klinklader vom 533 auf HG umgebaut, allerdings gleich auch mit eurorahmen da ich noch mal einen Frontladerschlepper hab und damit die gleichen Geräte nutzen kann. Der Lader wurde dazu um 30cm gekürzt, da der Drehpunkt jetzt ja hinter dem Arbeitsgerät liegt. Der Einzugwinkel ist auf den Bildern noch nicht final und die Hebelstreben am Zylinder mussten durch Stärkere ersetzt werden, die hats tatsächlich verbogen. Da Ich in dem Zug auch auf einhebelsteuerung umgebaut habe hat er dann auch noch DW Hubzylinder bekommen und läuft seit dem echt gut.

Gruß Thomas

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Warum sollte sie es denn nicht tun? Klar, beim auskippen drückt dir das Schaufelgewicht das Öl aus dem Zylinder und wenn man dann etwas mit der Schaufelkante abziehen möchte muss man vorher warten bis das Steuergerät genug nachgefördert hat. Abhilfe würde ein Sperrblock wie bei einem hydraulischen Oberlenker schaffen, allerdings geht dann das Auskippen auch wieder etwas langsamer. 

Gruß Thomas
 
D 324 + 533:

Hallo Zusammen,

ich hab vor ca 3 Jahren auch den Klinklader vom 533 auf HG umgebaut, allerdings gleich auch mit eurorahmen da ich noch mal einen Frontladerschlepper hab und damit die gleichen Geräte nutzen kann. Der Lader wurde dazu um 30cm gekürzt, da der Drehpunkt jetzt ja hinter dem Arbeitsgerät liegt. Der Einzugwinkel ist auf den Bildern noch nicht final und die Hebelstreben am Zylinder mussten durch Stärkere ersetzt werden, die hats tatsächlich verbogen. Da Ich in dem Zug auch auf einhebelsteuerung umgebaut habe hat er dann auch noch DW Hubzylinder bekommen und läuft seit dem echt gut.

Gruß Thomas

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Nachdem ich mir das ganze öfter angeschaut habe :-), könnte ich mir vorstellen das ein Umbau wie deiner ein schönes Projekt für den Winter werden könnte. Hast du eventuell noch Maße und Bezugsquellen vom Material?

Gruß
Andreas
 

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