Funken aus Zylinderkopf nach Motorüberholung

933:

Wenn dein Öl nicht warm wird hast du Kondenzwasser im Öl. Abhilfe schafft nur den Motor ordentlich zu belasten, dann verdampft es!
Wo soll es denn hin verdampfen? Es kondensiert an kälteren Motorteilen und verschwindet wieder im Öl.

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Chrisi76:

Kann denn der Motor nicht sowieso Kondenswasser ziehen bei den kalten Temperaturen?

 

 

Kann er nicht, wie soll Wasser in den Motor gelangen?

Beim Benziner schon eher, verstärkt wenn Zylinder / Kolben verschlissen bzw. undicht und häufigen Kaltstarts ohne Erreichen der Betriebstemperatur.
 
Das Zauberwort heißt: Kurbelgehäuseentlüftung :-). Das Wasser im Öl verdampft bei einer hohen Öltemperatur und verschwindet durch die Kurbelwellengehäuseentlüftung
 
Wie soll das funzen? Schließlich "atmet" er dabei nicht. Luftfeuchte müsste durch Luftfilter und Schalldämpfer in den Brennraum vordringen, wie weiter in den Kurbelwellenraum? Minimal dringt Luft beim Abkühlen ein.
 
Ja das ist allen hier klar.

Ich wollte ja wissen wie es dahin kommt?

Wenn es nicht von der Büchsenabdichtung und nicht von der Kopfdichtung kommt. (was ich aber nicht 100 prozentig ausschliessen kann)

Ich hoffe das es nur Kondenswasser ist was von dem alten Ölschlamm vor der Überholung noch übrig ist.

Verdampft Diesel eigentlich auch als Wasserdampf. Ich hatte den Motor, bevor ich Öl eingefüllt hab, mit Diesel gespült.

 
 
Wenn‘s aus der Motorentlüftung rausdampft, sind undichte Kolbenringe und Ventilschaftdichtungen die Ursache. Das sind abgekühlte Verbrennungsgase die da entweichen.

1 kg Diesel enthält zwar 200 mg Wasser, das ist jedoch gebunden und verdampft erst bei hohen Temperaturen welche im Kurbelgehäuse nie erreicht werden. Außerdem hast du das Diesel durch Öl ersetzt, diese geringen Restmengen haben Null Auswirkungen.
 
Ventilschaftdichtungen haben nicht viel mit der Motorentlüftung zu tun. Sind diese defekt hat man Blaurauch, verölter Auslass.

Eine Motorentlüftung ist dazu da, die Blow-By Gase, die zwischen Kolbenringen und Zylinderwand vorbeiströmen ins freie bzw. in den Ansaug weiterzuleiten, dass kein Druck im Kurbelgehäuse entsteht weil sonst die Simmerringe und Dichtungen undicht werden. Ohne diese Entlüftung würde sich das Kurbelgehäuse "aufpumpen".

Diese Entlüftung ist nach beiden Seiten offen. Das heißt: Es kommt Luft raus aber auch rein. Diese "kalte" Luft die sich in der Warmlaufphase im Kurbelgehäuse befindet kondensiert und setzt sich im Öl nieder. Genauso ist es wenn die warmen Verbrennungsgase an das kalte Kurbelgehäuse kommen -> kondensiert und setzt sich im Öl nieder.

Bevor du jetzt alles Mögliche ausprobierst, fahre den Motor ORDENTLICH warm, sodass auch das Motoröl Betriebstemperatur hat. Es nützt dir nichts, wenn das Kühlwasser z.B. 80°C hat aber das Motoröl nur 50°C. Bei dieser Temperatur kann kein Wasser verdampfen!

Eine Öltemperatur von 100°C unter Last sind keine Seltenheit...
 
@ 933

es hat ja gestern gedampft und zwar wenn der Motor warm ist. Es ist definitif Wasserdampf. Wenn man den Finger auf den Schlauch hält etwa 10 sek. Hat man Wasser dran. (Vor der Überholung hate man schwarzes Öl dran und nicht zu knapp. Da war soviel Druck das man höchsens 20 sekunden halten konnte.)

 

@Josef47

Die Laufbuchsen und Kolben+Ringe sind neu! + Pleuellager und Pleuelbuchsen. Kann natürlich sein das die Pleulbuchsen nicht 100prozentig winkling auf gerieben sind. Habe ich mit einer verstellbaren Reibahle aufgerieben.
 
@ 933,

ist richtig, dass die Schaftdichtungen wenig oder nichts zur Gasentweichung aus der M.-entlüftung beitragen.

@ Chrisi76,

nicht die Motorentlüftung abdichten, der sich im Triebwerksraum aufbauende Druck drückt die Wellendichtringe durch, heißt drückt die Dichtlippen nach außen mit der Folge dass sie nicht mehr dichten.

Edit: Neue Kolben / K.-ringe / Zylinder ergeben keine optimale Dichtheit. Sie müssen sich erst anpassen / einlaufen.
 
Natürlich dichte ich die nicht ab! Habe ja nur versuchsweise den Finger draufgehalten.

Vor der Überholung war mehr Druck im Kurbelgehäuse als Kompression über den Kolben. Da  at er richtig Öl unten raus geschmissen. Motor lief zwar noch aber hatte fast keine  Kraft.

Also Du meinst erts mal einfahren und ggf. nochmal Ölwechseln?
 
Chrisi76:

Also Du meinst erts mal einfahren und ggf. nochmal Ölwechseln?

Ich würde:

Wasserstand markieren, nochmals warm laufen lassen bei abgedecktem Kühler, wie beschrieben.

Öl u. Filter wechseln, nach Abkühlen Wasserstand kontrollieren.

Testlauf bei wechselnden Drehzahlen, 1-2 Stunden. Temperatur überwachen, Öldruckkontrolle, Öldruck messen.

Vor starker Belastung und hohen Drehzahlen rate ich wegen der neuen Kolben und Buchsen ab.

Gruß Josef
 
Hallo,

habe ihn gestern mehrmals warmlaufen lassen. (In der Zeit hatte ich gut Zeit vor der Garage Platz zu machen)

Dann habe ich eine ausgiebige Probefahrt gemacht meistens so bei 1300-1500 U/min ab und zu ganz kurz mal 2000 U/min.

Mit nicht abgehängtem Kühler wird er nicht wärmer als 60 Grad. Kühler hatte ich nur beim warmlaufen zu. Und selbst dann kaum 75 Grad.

Kopfschrauben insgesammt 2mal nachgezogen Ventile neu eingestellt.

Aber ich konnte keinen Kühlwasserverlust feststellen.

Könnte vieleicht sein das die Dichtung beim ersten Mal nicht perfekt dicht gehalten hat. Das dadurch etwas Wasser im Öl ist. Das müsste man aber doch sehen wenn man die Ölablassschraube etwas öffnet. Es kommt direkt Öl kein Wasser.

Beim ersten Kühler füllen mit Wasser und Geschirrspültabs habe ich genau nach handbuch 7,4 Liter eingefüllt. Das Wasser stand dann etwa 2cm über die Lamellen. Nach mehrmaligem spülen mit klarem Wasser um den Rest Öl rauszubekommen habe ich bei der selben Menge Wasser den Kühler fast bündig voll. Kommt das dadurch das noch Wasser im System verbleibt nach dem entleeren?  Auch ist immer noch ein feiner Ölfilm auf dem Wasser. Obwohl der Motor mit dem neuen Wasser bis jetzt noch nicht an war.
 
Das ist genügend warm.

Da wird sich noch lange Zeit ein Ölfilm bilden, wenn Öl im Kühlwasser war.

Da  kann man kein Wasser an der Ablaßschraube feststellen, das wenige Wasser vermischt sich mit dem Öl.

Wenn kein Wasserverlust feststellbar, sollte das System dicht sein.

Wenn ein ZK nicht dicht ist, wird er durch Nachziehen der Schrauben auch nicht dicht.
 
Ok, werde mal alles im Auge behalten.

Das 2. nachziehen habe ich nur gemacht weil sich beim ersten nachzeihen noch sehr viel kam bei 120Nm.

Dann beim 2mal war nicht mehr so viel und nun lässt sich nix mehr ziehen.

 
 
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