Gelenkwelle - richtige Bemessung

Jochen4

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Bin gerade dabei unsere Gelenkwellen einer Revision zu unterziehen. Damit solche Dinge wie unten auf dem Bild nicht wieder passieren, würde ich gern wissen, welche Welle wieviel PS verträgt. Habe auch schon das technische Handbuch von Walterscheidt runtergeladen. Aber ich versteh‘s nicht! Da bin ich zu doof zu! Für mich ist das eine wissenschaftliche Ausarbeitung in Fach-Chinesisch. Die Einheiten, die dort angegeben sind, sagen mir nichts. Hab mir auch schon ‘nen Wolf gegoogelt. Es muss doch möglich sein, dass Gelenkwellen in den Läden, Internetschops usw. mit einer "Leistungsangabe" versehen werden. Wenn ich z.B. eine Gelenkwelle kaufe, die eine Leistungsübertragung von 80 PS angibt, kann ich sicher sein, dass ich mit meinem 844XL sowas nicht mehr fabrizieren kann:

xifqc3yx.jpg
 
Angetrieben werden sollen hauptsächlich

  • Mähwerk
  • Heuwender
  • Schwader
  • Presse
  • Fräse
  • Holzspalter
Und bitte nicht wieder eine Grundsatzdiskussion darüber wie eine Gelenkwelle auszusehen hat, Berufgenossenschaft usw.
 
Hallo Jochen,

wenn deine Maschinen noch mit den originalen Gelenkwellen ausgestattet sind ist das schon mal ein Grundstock. Der Hersteller hat sie den Maschinen entsprechend berechnet ob da nun ein kleiner oder großer Schlepper die Maschine antreibt. Dann würde ich da anfangen was verschlissen und auf ist zu erneuern und wichtig ist bei den Gelenkwellen das sie immer gut geschmiert sind. Denn wenn du für all deine Maschinen neue Gelenkwellen anschaffen willst dann geht das schon ordentlich ins Geld und für deine Maschinen wirst du wahrscheinlich jede mit einer andern Gelenkwelle austatten da unterschiedlich Längen und Ansprüche da sind. Zum Beispiel das Mähwerk braucht eine mit Freilauf die dann aber für Heuwender und Presse zu kurz ist.

Mfg Uli
 
Na ja die Aussage das eine Gelenkwelle 80 PS vertragen kann ist wage.

Zb Eine Presse kann ruhig mit einen 80PS Schlepper gefahren werden, eine Gelenkwelle die nur eine Maximalkraft von 80 PS aushalten würde wäre zu schwach, weil man einmal die Anttiebskraft des Schlepper rechnen muss, bei einen 80 PS Schlepper wären das um die 75Ps die an der Gelenkwell ankommen, hinzu kommt noch die Stoßkraft des Kolbens, was auch so einiges ist.

Daher sind pressen meist imemr mit recht schweren gelenkwellen ausgestattet.  Eine Presse arbeitet von allen Maschinen immer mit der höchsten Leistungspitzte, das mürbt Gewaltig!
 
Ich habe an meinem 844 AS eine Walterscheid W 2400 bzw. den entsprechenden Nachbau von Weasler (AW35)

fz-agritechnik.de/products/de/Antriebstechnik/Gelenkwellen-Weasler/Gelenkwelle-kpl4.html?XTCsid=cov6c31ou8qelohmqonctohv73

Diese Welle kriegst Du mit einem 80-PS-Schlepper m.E. nicht kaputt, jedenfalls nicht so wie auf Deinem Foto!

Wichtig ist, dass Du Weitwinkel-Gelenke da hast, wo Du sie im Zweifel brauchst, also abhängig von den Maschinen, die Du dran hängst.

Bei uns ist das nicht nötig, ich betreibe den Amazone-Grashopper und den kleinen Trichterstreuer mit der gleichen Welle.

Ich habe übrigens mal eine gute Walterscheid-Welle kaputt gemacht, weil ich sie nicht ordentlich abgelängt hatte.

Zum Ablängen unbedingt den kompletten Schutz runter machen, dann sieht man genau, ob es in irgend einer Position "drückt".

Laufen lassen sollte man die Welle so natürlich nicht!!

Uli hat m.E. Recht! Es lohnt sich sehr oft, alte, schadhafte Wellen zu reparieren. Oder eine zu kurze Welle mit neuen, längeren Rohren zu versehen.

Mein LaMa macht das alles mit Teilen von Weasler, auch an Walterscheidwellen.

Dier sind zwar etwas "moderner" (haben keinen Stift mehr, sondern einen Teller als Verschluss), aber ich glaube, qualitativ sind sie nicht unbedingt besser als Weasler.

Schmieren ist wirklich das A und O, vor allem das Schiebestück braucht etwa alle 10 Betriebsstunden neues Fett.

Und die kleinen Plastikschmiernippel an der Kunstoffringen des Schutzes nicht vergessen.....
 
Danke für die Antworten! Und danke auch, dass Ihr beim Thema geblieben seid! :-)

Noch ein Wort zur Abstimmung der Gelenkwellenstärke auf das entsprechende Arbeitsgerät: das Foto oben ist von einer Gelenkwelle, die einen einfachen Schwader angetrieben hat, der hinter einem 644 hing...

Apropos Schwader: hatte dieses Jahr eine kleine Diskussionsrunde im Dorf. Es ging darum, ob man die Kurvenbahn beim Schwader schmieren sollte oder nicht. Einige meinten "ja" - andere meinten "nein" weil sonst der Schmutz in der Kurvenbahn bliebe und so der Verschleiß und auch die Kraft, die benötigt wird, den Schwader zu betreiben, viel größer sei. Was meint Ihr?
 
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